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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2024

Begegnungen

Frau Yeoms kleiner Laden der großen Hoffnungen
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Ich muss in dieser Rezension erst einmal kurz auf die Optik des Romans eingehen. Wie hübsch Bitteschön ist dieses Buch gestaltet?! Noch dazu liebe ich die Haptik, diese Hardcover ohne Schutzumschlag mag ...

Ich muss in dieser Rezension erst einmal kurz auf die Optik des Romans eingehen. Wie hübsch Bitteschön ist dieses Buch gestaltet?! Noch dazu liebe ich die Haptik, diese Hardcover ohne Schutzumschlag mag ich total gerne. Also Optik und Titel 1 mit ☆.
Tatsächlich hätte ich von selbst nicht zu dem Buch gegriffen, weil ich mittlerweile für mich festgestellt habe dass dies nicht meinem Geschmack beim lesen entspricht. Ich muss aber sagen das der südkoreanische Schriftsteller Kim Ho-yeon mit seinem Roman 'Frau Yeoms kleiner Laden der großen Hoffnungen' was ganz entzückendes geschaffen hat.
Frau Yeom betreibt einen kleinen 24 Stunden Laden in Seoul und ist sehr mit ihm und ihren Angestellten verbunden. Durch besondere Umstände lernt sie den Obdachlosen Dok-go kennen. Um ihn von der Straße und vom Alkohol fernzuhalten, bietet Frau Yeom ihm die Nachtschicht in ihrem Laden an und Dok-go nimmt diese Chance an.
Nun entwickeln sich mehrere kleine Geschichten und Begegnungen und oftmals ist Dok-go die gute Seele und hilft mit seiner klugen und lieben Art den jeweiligen Personen.
Man muss nur den richtigen Menschen begegnen und schon zieht eine gute Tat eine weitere nach sich.
Eine schöne Lehre die wir daraus ziehen können.
Das war oft sehr nett zu lesen und Dok-go hat man ruck zuck ins Herz geschlossen.
Das Ende war nicht so mein Ding, aber im ganzen betrachtet hatte ich mit diesem Roman eine wirklich angenehme Lesezeit.

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Veröffentlicht am 23.04.2024

Fake oder Realität

Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?
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'Fake' von Arno Strobel hat mich in Form des Hörbuches eine Zeitlang begleite und mich gut unterhalten muss ich sagen. Für einen Thriller wäre es mir als Buch etwas zu harmlos gewesen, aber zuhören war ...

'Fake' von Arno Strobel hat mich in Form des Hörbuches eine Zeitlang begleite und mich gut unterhalten muss ich sagen. Für einen Thriller wäre es mir als Buch etwas zu harmlos gewesen, aber zuhören war angenehm muss ich sagen.
Die Story an sich ist schon spannend.
Ein Mann wird eines Verbrechens beschuldigt, es gibt Beweise und er behauptet steif und fest es nicht gewesen zu sein. Fake oder Realität?
Erzählt wird von dem Beschuldigen selbst, das mochte ich gerne.
Es ist kein blutiger Thriller und auch sonst recht ruhig erzählt, aber trotzdem spannend bis zum Schluss.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Unter der Sonne Griechenlands

Träume aus Salz
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'Träume aus Salz' ist bereits das vierte Buch von Anika Landsteiner - und da mir ihre vorherigen Werke sehr gefallen haben, habe ich mich umso mehr auf diese Geschichte gefreut. 😀

Ein besonderes Highlight ...

'Träume aus Salz' ist bereits das vierte Buch von Anika Landsteiner - und da mir ihre vorherigen Werke sehr gefallen haben, habe ich mich umso mehr auf diese Geschichte gefreut. 😀

Ein besonderes Highlight war für mich der Schauplatz: Griechenland. Ich liebe dieses Land so sehr, und genau dorthin begleiten wir das noch recht frische Paar Flo und Matty. Die Autorin fängt die Atmosphäre erneut wunderbar ein - ihr Schreibstil gefällt mir nach wie vor ausgesprochen gut. Für mich ging das Ganze ein wenig in die Richtung von 'Nachts erzähle ich dir alles', allerdings mit einigen esoterischen Eindrücken.

Flo und Matty verbringen ihren ersten gemeinsamen Urlaub auf einer kleinen, nicht namentlich erwähnten griechischen Insel und lernen dort die Einheimische Sofia kennen. Zwischen den dreien entsteht schnell eine besondere Faszination: Sofia sehnt sich nach Freiheit und danach, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten - etwa durch Reisen. Flo und Matty hingegen fühlen sich von Sofias geheimnisvollen Ausstrahlung angezogen, nicht zuletzt weil sie hellseherische Fähigkeiten hat.
Vorallem Flo spürt eine starke Verbindung zu ihr, die sich mir jedoch bis zum Schluss nicht vollständig erschlossen hat.

Damit komme ich auch schon zu meinem Fazit:
Ich bin förmlich durch das Buch geflogen und habe die sommerlichen Urlaubs-Vibes in vollen Zügen genossen. Wie bereits erwähnt, mag ich Landsteiners Schreibstil sehr und habe den Roman insgesamt gerne gelesen. Allerdings wurde meine Lesefreude etwas dadurch getrübt, dass ein zunächst vielversprechender Spannungsaufbau zum Anfang gab, der aber für mich in keinem befriedigenden Höhepunkt mündete. Vieles wurde angedeutet, aber nicht konsequent weitererzählt, und auch die Figuren blieben für mich etwas distanziert. Da Esoterik ohnehin nicht ganz mein Thema ist, hätte ich diesen Aspekt nicht unbedingt gebraucht - die Geschichte hätte auch ohne ihn funktioniert.

Ich würde euch empfehlen, das Buch ohne die Erwartung eines großen Knalls zu lesen - dann könnt ihr es sicher mehr genießen. Besonders im Sommer ist es eine schöne, stimmungsvolle Urlaubslektüre.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Zurück in die Vergangenheit

Alma
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Hier hatte ich tatsächlich einen klassischen Fall von 'falschen Erwartungen', weshalb ich leider bis zum Ende keinen richtigen Zugang zur Geschichte gefunden habe.
Ich war davon ausgegangen, dass es vor ...

Hier hatte ich tatsächlich einen klassischen Fall von 'falschen Erwartungen', weshalb ich leider bis zum Ende keinen richtigen Zugang zur Geschichte gefunden habe.
Ich war davon ausgegangen, dass es vor allem um eine Rückkehr in die alte Heimat geht - um Kindheit und Jugend, familiären Verstrickungen und vielleicht auch eine wiederauflebende Jugendliebe. In Ansätzen trifft das auch zu, allerdings nimmt der Roman einen starken politischen Fokus ein, insbesondere auf die Geschichte des ehemaligen Jugoslawiens und die Rolle der Stadt Triest.

Wer sich für historische Ereignisse und politische Hintergründe interessiert oder selbst familiäre Wurzeln in dieser Region hat, wird an diesem Buch sicherlich mehr Gefallen finden.

Im Mittelpunkt steht Alma, die nach dem Tod ihres Vaters nach Triest zurückkehrt. Dort begegnet sie ihrer Jugendliebe Vili wieder, und zahlreiche Erinnerungen werden wach. Ihr Vater, ein Vertrauter Titos, war stets eine eher distanzierte Figur in ihrem Leben und glänzt nur gelegentlich mit überraschenden Besuchen.

'Alma' von Federica Manzon ist sprachlich sehr gelungen, wenn auch stellenweise anspruchsvoll zu lesen. Besonders hervorzuheben ist die Fülle an interessanten Einblicken in die Geschichte Jugoslawiens.

Da das Buch jedoch nicht meinem persönlichen Lesegeschmack entspricht, kann ich keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen - was natürlich eine rein subjektive Einschätzung ist.

Am besten macht ihr euch selbst ein Bild: Werft einen Blick in eine Leseprobe und entscheidet dann, ob euch die Geschichte anspricht.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Im Meer waren wir nie

Im Meer waren wir nie
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Ein besonderes, etwas "anderes" Buch: 'Im Meer waren wir nie' von Meral Kureyshi hat mich vor allem nach dem Lesen beschäftigt. Während der Lektüre selbst fühlte ich mich nicht überfordert - vielmehr stellt ...

Ein besonderes, etwas "anderes" Buch: 'Im Meer waren wir nie' von Meral Kureyshi hat mich vor allem nach dem Lesen beschäftigt. Während der Lektüre selbst fühlte ich mich nicht überfordert - vielmehr stellt sich mir die Frage: Was genau bleibt? Und mochte ich dieses Buch nun oder nicht?

Wir begleiten eine namenlose Ich-Erzählerin in einer Phase des Aufbruchs, irgendwo zwischen Selbstverwirklichung und Verantwortung. Sie kümmert sich um Lili, die nach dem Umzug mit ihrem pflegebedürftigen Mannes in ein Heim und seinem Tod dringend Nähe und Gesellschaft braucht. Ganz fremd sind sich die beiden jedoch nicht: Lilis Enkelin Sophie ist die beste Freundin der Erzählerin, und gemeinsam ziehen sie Sophies Sohn Eric groß.
Zudem verbindet die Erzählerin und Lili die Erinnerung an den Verlust einer großen, vielleicht sogar der ersten großen Liebe.

Vieles bleibt bewusst unausgesprochen und lässt Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Eine klassische Handlung steht dabei weniger im Vordergrund. Stattdessen lebt der Roman von Momentaufnahmen und den Emotionen, die sie tragen. Er erzählt von besonderen Frauenfreundschaften, Wahlfamilien, Fürsorge, Erinnerungen und Abschieden.

Der Schreibstil ist reduziert, melancholisch und poetisch - voller schöner, leiser Sätze. Ich verstehe gut, warum viele Leserinnen und Leser diesen Roman lieben oder lieben werden. Für mich persönlich jedoch steht meist die Handlung stärker im Mittelpunkt, und ich bevorzuge eine weniger poetische Erzählweise. Deshalb war dieses Buch nicht ganz meines.

Vielleicht fiel mir diese Rezension gerade deshalb so schwer: Sie kann dem Roman kaum gerecht werden und spiegelt vor allem meinen persönlichen Geschmack wider. Am besten ist es, selbst hineinzulesen- und wenn euch dieses Buch anspricht, euch von ihm tragen zu lassen.

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