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Veröffentlicht am 30.08.2022

Spannende indische Mythologie

Aru gegen die Götter - Teil 1
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In der Geschichte geht es um das 12-jährige Mädchen Aru, das durch ein kindliches Missgeschick eine antike Öllampe entzündet. Dadurch erweckt sie den Schläfer. Ein Wesen, das das Ende der Welt einläuten ...

In der Geschichte geht es um das 12-jährige Mädchen Aru, das durch ein kindliches Missgeschick eine antike Öllampe entzündet. Dadurch erweckt sie den Schläfer. Ein Wesen, das das Ende der Welt einläuten soll. Es gibt jedoch einen Weg dies zu verhindern, doch dazu muss sie mit ihrer göttlichen Schwester Mini den Weg ins Totenreich wagen.

Alleine schon das Cover ist ein echter Hingucker. Die Farben sind sehr satt und auffällig. Der Tiger springt einen förmlich an. Auch der Klappentext versprach eine spannende und rasante Story und genau das bekommt man. Die Geschichte lebt von vielen unterschiedlichen Figuren und einer bunten, mythologischen Welt. Dabei ist die Geschichte jedoch nie zu überladen, sondern genau richtig für Kinder (ab 10 Jahren). Auch Erwachsene können hier jedoch ihren Spaß haben. Es ist ein tolles, sehr fantasievolles Buch für Leser fast jeden Alters.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Verliebt in Yacana, das Sternen-Lama

Astrologica
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Im Wohnzimmer sitzen und sich ins Weltall träumen: Genau dieses Gefühl vermittelt das Buch. Es liest sich wie eine fantastische Reise voller Mythen und Legenden und ist dabei traumhaft bebildert.

Bei ...

Im Wohnzimmer sitzen und sich ins Weltall träumen: Genau dieses Gefühl vermittelt das Buch. Es liest sich wie eine fantastische Reise voller Mythen und Legenden und ist dabei traumhaft bebildert.

Bei Erscheinen der Leseprobe bemängelten einige die Vermischung von Astrologie und Astronomie. Dazu passt für mich folgendes Zitat: „Trotzdem haben Astronomie und Astrologie denselben Ursprung: die Faszination für den Nachthimmel. Sie sind wie Geschwister, manchmal streiten sie sich, aber gehören zusammen.“ Tatsächlich ist die klare Trennung beider Bereiche, wie wir sie heute kennen, ein vergleichsweise modernes Phänomen, und warum das so ist, wird im Buch anschaulich und einleuchtend erklärt.

Insgesamt liegt der Schwerpunkt jedoch deutlich auf der Mythologie. Fantasievoll und farbenprächtig werden die Mythen hinter den einzelnen Tierkreiszeichen erzählt. Es folgt eine Reise durch die Legenden unseres Sonnensystems, weiter zu interkulturellen Sternensagen bis hin zu verschiedenen Entstehungsgeschichten rund um die Astrologie. Im Zentrum stehen dabei vor allem die römische Mythologie, die Inka- und Maya-Kultur, aber auch viele weitere finden ihren Platz.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist hochwertig verarbeitet, liegt angenehm in der Hand und begeistert mit intensiven Farben und wundervollen Illustrationen. Der Text ist flüssig, kurz und prägnant geschrieben, genau richtig für ältere Kinder. Ich glaube, ich hätte dieses Buch als Kind geliebt. Und auch als Erwachsene bereitet es mir große Freude. Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich die Legende von Yacana, dem Sternen-Lama. Ich liebe alles daran.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Entgleisungen

Die Mitternachtsreise
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Matt Haig führt uns mit Die Mitternachtsreise zurück ins Universum von Die Mitternachtsbibliothek, allerdings mit neuen Figuren und einem anderen Setting. In einem Zug zieht Wilburs Leben wortwörtlich ...

Matt Haig führt uns mit Die Mitternachtsreise zurück ins Universum von Die Mitternachtsbibliothek, allerdings mit neuen Figuren und einem anderen Setting. In einem Zug zieht Wilburs Leben wortwörtlich an ihm vorbei. Er erlebt prägende Momente erneut und fragt sich, was gewesen wäre, wenn er manches anders gemacht hätte. Als er merkt, dass er in diese Erinnerungen eingreifen kann, droht der Zug zu entgleisen.
Das Buch ist in ruhige, kurze Kapitel gegliedert. Wenig Action, dafür viele reflektierende Gespräche, wie gewohnt gut geschrieben und atmosphärisch erzählt. Trotzdem fehlte mir bei diesem Roman etwas. Vieles wirkte auf mich etwas zu beliebig und stellenweise auch langweilig. Vielleicht bin ich aus Haigs typischem Stil inzwischen einfach ein wenig herausgewachsen und es ist nicht mehr ganz mein Genre.
Dazu muss ich sagen, dass auch Die Mitternachtsbibliothek nie zu meinen Favoriten gehörte. Deutlich lieber mochte ich Wie man die Zeit anhält und Ich und die Menschen. Diese Bücher hatten für mich mehr Ecken und Kanten und wirkten weniger glatt. Insgesamt ist „Die Mitternachtsreise“ aber dennoch kein schlechtes Buch.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Starker Aufbau, etwas zu erklärendes Ende

Guilty Pleasure
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Willkommen im Hotel Guilty Pleasure. Wir wünschen Ihnen einen unangenehmen Aufenthalt.

Ich lese selten Thriller, doch dieser hat sofort meine Neugier geweckt und mich nicht enttäuscht. Wir begleiten fünf ...

Willkommen im Hotel Guilty Pleasure. Wir wünschen Ihnen einen unangenehmen Aufenthalt.

Ich lese selten Thriller, doch dieser hat sofort meine Neugier geweckt und mich nicht enttäuscht. Wir begleiten fünf Fremde bei ihrer Ankunft in einem geheimen Luxusresort, von dem niemand genau weiß, wo es sich befindet. Jeder von ihnen folgt seinen eigenen Regeln und hat ganz eigene Probleme zu bewältigen. Mit der Zeit verwebt sich alles immer stärker miteinander, und auch die Intensität steigt von Seite zu Seite.

Das Buch ist deutlich düsterer, als das Cover oder der Beginn der Geschichte vermuten lassen. Es enthält einige explizite Beschreibungen. Daher würde ich empfehlen, zumindest die Content Note am Ende des Buches zu überfliegen. Wer möchte, kann sich auf die fettgedruckten Begriffe beschränken. Um sich jedoch wirklich auf die emotionalen Herausforderungen vorzubereiten, sollte man sie vollständig lesen. Viele der angesprochenen Themen treten erst in der zweiten Hälfte des Thrillers stärker in den Vordergrund.

Der Schreibstil ist flüssig, und mir gefiel das fast kammerartige Setting, in dem sich die Intensität immer weiter steigert und die Handlungsstränge zunehmend miteinander verschmelzen. Eine große Wendung habe ich zwar früh vorhergesehen, dennoch hat es Spaß gemacht zu verfolgen, wie sie sich entfaltet. Das Ende wirkte auf mich etwas zu erklärend und hat die zuvor aufgebaute Spannung leicht abgeschwächt.

Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten, würde jedoch dazu raten, das Buch nicht unbedacht zu lesen. Es behandelt einige harte Themen und enthält eindringliche Beschreibungen. Für Leser*innen unter 18 Jahren ist es nicht geeignet.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Leise Eskalation mit eindringlichen Ende

Happy Head
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Welch Fiebertraum. Im allerbesten Sinne eines intensiven Leseerlebnisses.

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich zunächst, die Geschichte würde in Richtung sektenähnlicher Behaviour Modification ...

Welch Fiebertraum. Im allerbesten Sinne eines intensiven Leseerlebnisses.

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich zunächst, die Geschichte würde in Richtung sektenähnlicher Behaviour Modification Schools gehen. Da ich die Netflix-Dokumentation „Das Programm – Hinter den Kulissen der Disziplinierungsindustrie“ gesehen habe, bin ich vermutlich mit der Erwartung an deutlich krassere Szenen herangegangen. „Happy Head“ ist jedoch subtiler.

Man merkt von Anfang an, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Dennoch dauert es eine Weile, bis sich die Ereignisse wirklich zuspitzen. Die Verbindung zur Dokumentation war dabei nur mein eigener Gedanke, denn die Inspiration des Autors liegt woanders. Der aktuelle Mental Health Trend hat ihn dazu bewegt, ein Setting zu erschaffen, in dem mit einem besseren, glücklicheren Leben geworben wird, während sich dahinter etwas Düsteres verbirgt. Das macht die Geschichte erschreckend aktuell.

Im Kern geht es um Manipulation und Gaslighting. Ich musste dabei auch an das Euthanasieprogramm des Zweiten Weltkriegs denken. Alles beginnt vergleichsweise harmlos und steigert sich zunehmend. Die Challenges werden immer intensiver. Teilweise fühlte ich mich auch an den Film „Das Experiment“ erinnert, der auf einem realen Fall basiert. Insgesamt bleibt es etwas abgeschwächt, da es sich um ein Jugendbuch handelt, dennoch ist es eindringlich und vor allem auf den letzten Seiten sehr fesselnd.

Zwischendurch empfand ich die Handlung jedoch als etwas schleppend. Möglicherweise lag das auch an meiner Erwartungshaltung. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt, was ich grundsätzlich positiv sehe. Im Hinblick auf das Thema schwierige Jugendliche hätte ich mir jedoch stellenweise mehr Rebellion gewünscht. Bis auf wenige Ausnahmen bleiben die Teilnehmer des Happy Head Programms erstaunlich ruhig. Selbst Finn, der als schwierig beschrieben wird, wirkt weniger widerspenstig als erwartet. Natürlich ist mir bewusst, dass dies Teil der Inszenierung des Programms ist und um ihn bewusst ein bestimmtes Image aufgebaut wird. Trotzdem hätte ich mir hier etwas mehr Mut im Character Building gewünscht. Gerade im Mittelteil hätte das der Geschichte mehr Tiefe und Eigenständigkeit verleihen können.

Damit bleibt „Happy Head“ für mich ein sehr gutes Buch, das sein volles Potenzial nicht ganz ausschöpft. Am Ende konnte es mich jedoch überzeugen. Zwischenzeitlich war ich kurz davor, nur drei Sterne zu vergeben. Letztlich sind es starke vier Sterne geworden und ich würde am liebsten direkt mit Band zwei weitermachen.

Mein Fazit lautet daher: Dranbleiben lohnt sich. Die Spannung steigt.

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