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Veröffentlicht am 12.04.2026

Spannend & düster

Tödliche Hallig
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Kommissar Theo Krumme und seine Kollegin Pat stehen vor ihrem nächsten Fall. Im Wattenmeer wird eine brutal zugerichtete Leiche gefunden. Niemand erkennt sie, niemand weiß, wie sie dort hingekommen ist. ...

Kommissar Theo Krumme und seine Kollegin Pat stehen vor ihrem nächsten Fall. Im Wattenmeer wird eine brutal zugerichtete Leiche gefunden. Niemand erkennt sie, niemand weiß, wie sie dort hingekommen ist. Doch nach und nach ergeben sich Ungereimtheiten. Was wissen die beiden Halligbauern, die auf Süderoog wohnen und die Gruppe von Archäologiestudenten, die ebenfalls vorübergehend auf der Insel sind? Spuren verlieren sich im Sand, Verdächtige tauchen auf und werden wieder entlastet. Theo und Pat stehen vor einem Rätsel, bis sie einen entscheidenden Hinweis erhalten und selbst in große Gefahr geraten.

"Tödlich Hallig" war mein erster Krimi von Kommissar Krumme. Tatsächlich handelt es sich hierbei aber schon um seinen zwölften Fall. Tatsächlich hatte ich aber keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Natürlich würde man bestimmt mehr über das Privatleben des Ermittlers wissen, wenn man die vorherigen Bücher gelesen hätte. Aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir wesentliche Informationen fehlen und habe eher Lust bekommen, die Vorgänger auch zu lesen.

Kommissar Krumme war mir von der ersten Seite an sehr sympathisch. Er ist ein Ermittler, der richtig was im Kopf hat und durch seine jahrelange Erfahrung in die verschiedensten Richtungen denkt. Auch seine Kollegin Pat war mir sympathisch, wobei ich sehr gerne noch mehr über sie erfahren hätte. Über Krumme wurde deutlich mehr erzählt, sodass er für mich persönlich nahbarer und greifbarer war. Pat blieb hier eher eine Nebenfigur, auch wenn sie eine echt starke Frau ist. Da die restliche Reihe auf meine Wunschliste wandern wird, bin ich gespannt, ob sie auch eine Geschichte hat, über die man dort mehr erfährt. Das kann ich aber an dieser Stelle nicht beurteilen.

Die Atmosphäre in der Gegend rund um die Nordsee fand ich wirklich gut. Teils bedrückend und düster, was sehr gut zu einem Krimi passt, teilweise auch sehr beeindruckend und schön. Die Gewalt der Natur ist doch immer wieder etwas ganz besonderes. Ebbe und Flut und das Watt spielen hier eine nicht ganz unwichtige Rolle und das fand ich wirklich spannend zu beobachten.

Krimis, die im Norden spielen, transportieren immer etwas ganz besonderes. Ich finde man merkt beim Lesen auch immer, wo man sich befindet. Sei es die Erzählweise oder eben auch die Umgebung. Der raue Norden, der auch auf dem Cover super rüberkommt, ist einfach immer ein klasse Schauplatz für einen Krimi.

Der Schreibstil ist so super zu lesen. Die kurzen Kapitel fand ich ebenfalls klasse. Ich mag es, wenn diese nicht allzu lang sind, weil ich dann immer noch ein Kapitel lesen kann, ohne zu merken, wie spät es eigentlich ist. Für meinen Lesegenuss sind kurze Kapitel deutlich angenehmer, als lange.

Was bei einem Krimi natürlich immer besonders wichtig ist, ist die Spannung. Und die ist hier über die komplette Zeit vorhanden. Schon das erste Kapitel fesselte mich sofort an das Buch. Der Grad der Spannung ist im Verlauf der Geschichte unterschiedlich hoch. Teilweise ist sie nur unterschwellig vorhanden und die Geschichte konzentriert sich auf die Ermittlungen. Dann gibt es wieder einen Paukenschlag oder einen neuen Hinweis und die Geschichte dreht sich in eine andere Richtung. Für mich war es über die komplette Zeit wirklich so, dass ich darauf gewartet habe, was passiert. Ich hatte meine Verdachtsmomente und war stellenweise wirklich unruhig, weil ich nicht einschätzen konnte, wann der nächste Paukenschlag kommt. Ich mag es, wenn man über die ganze Zeit dieses Kribbeln spürt, auch wenn ich mal ein paar Seiten lang nicht so viel passiert.

Und dann habe ich natürlich meine Verdachtsmomente bezüglich des Täters gehabt. Ich hatte schon relativ früh einen Verdacht, auf den ich mich auch festgelegt habe. Tja, was soll ich sagen? Ich lag falsch. Zum Glück. Auch was die Auflösung, den Grund für den Mord angeht, war ich auf einem komplett anderen Dampfer. Für mich muss das bei einem Krimi genauso sein. Dieser Aha-Moment am Ende ist genau das, was ich bei einem Krimi brauche. Und den hatte ich hier, was ich richtig super finde.

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Der super zu lesenden Schreibstil, die kurzweiligen kurzen Kapitel, die Spannung, die nordische Atmosphäre und die sympathischen und klugen Ermittler haben das Buch für mich zu einem echten Lesevergnügen gemacht. Ich glaube ich habe eine neue Krimireihe entdeckt, die ich sehr gerne weiterverfolgen möchte.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Tolle Atmosphäre, toller Ermittler, spannend erzählt

Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura
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Flaco Lozano ist der Sicherheitschef einer renommierten Hotelkette. Nachdem er seine Anstellung als Polizist aufgegeben hat, sorgt er nun dort für die Sicherheit der Menschen. Doch das geht gewaltig schief ...

Flaco Lozano ist der Sicherheitschef einer renommierten Hotelkette. Nachdem er seine Anstellung als Polizist aufgegeben hat, sorgt er nun dort für die Sicherheit der Menschen. Doch das geht gewaltig schief und auf einem Fest seiner Chefin geschieht ein Mord. Flaco versucht noch die Person zu retten. Doch vergeblich. Das Gift des Kugelfisches wirkt so schnell, da ist selbst er machtlos. Er beschließt dem ganzen nachzugehen, denn das Ermittlergen wird er nicht so schnell los. Doch schneller als er gucken kann, gibt es den nächsten Giftanschlag und plötzlich sind alle verdächtig, das Motiv völlig unklar und Flaco selbst gerät in eine brenzlige Situation.

Dies war mein erster Krimi des außer Dienst stehenden Polizisten Flaco Lozanos, obwohl es schon einen ersten Fall gibt. Ich habe aber tatsächlich nichts vermisst und konnte dem Geschehen sehr gut folgen. Ich denke, wenn man den ersten Band gelesen hat, dann wird man noch etwas mehr über sein Privatleben wissen, aber für die Handlung spielt es keine Rolle. Trotzdem werde ich mir den ersten Band noch besorgen, da ich diesen zweiten so gut fand.

Ich war sehr schnell in der Geschichte drin, da man als Leser auch sofort ins Geschehen geworfen wird. Vermischt mit schönen Landschaftsbeschreibungen von Fuerteventura, erzählt Eric Berg einen spannenden Krimi, der mich lange Zeit im Dunklen gelassen hat. Den Schreibstil mochte ich sehr gerne. Der Krimi wird aus der Ich-Perspektive aus Flacos Sicht erzählt und das war perfekt. Der Schreibstil bleibt dabei über die komplette Zeit locker leicht und sehr gut zu lesen.

Als Leser bekommt man auch einen schönen Einblick in die Natur und die Umgebung von Fuerteventura. Ich war selbst noch nie da, aber das was beschrieben wird, macht auf jeden Fall Lust, die Insel einmal zu besuchen - außer gewisse Winde, die Staub mit sich bringen.

Flaco ist ein eher unangepasster Typ mit Ecken und Kanten, der dazu noch sehr lustig ist. Er ist schlagfertig, immer wieder recht sarkastisch unterwegs und scheut keinen Nervenkitzel. Und genau das macht ihn zum genau der richtigen Person für diesen Fall. Er hört nicht auf zu fragen und bohrt genau da noch, wo es weh tun könnte. Dazu kommt, dass er ein hervorragender Ermittler ist, der Schlüsse zieht, auf die ich nie gekommen wäre, die aber am Ende total viel Sinn ergeben. Ich mochte ihn sehr und fand auch seine Entwicklung über die Geschichte sehr schön. Dadurch, dass der Krimi aus seiner Sicht erzählt wird, konnte ich als Leserin auch an seiner Gefühlswelt teilnehmen und das machte ihn für mich noch nahbarer.

Der Kriminalfall war von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend. Ich hatte absolut keinen blassen Schimmer von Motiv und Täter. Natürlich hatte auch ich meine Vermutungen und rätselte fleißig mit. Zwischendurch änderte ich diese auch immer wieder. Tja, nur "leider" lag ich mit allen falsch. Leider ist in diesem Fall aber gar nicht leider, weil ich diesen Aha-Moment liebe, wenn am Ende eines Krimis oder Thrillers alles klar wird und ich mir gegen die Stirn hauen könnte, weil ich nicht drauf gekommen bin. Und genau das war hier der Fall. Alles fügt sich nahtlos ineinander und der Fall wird vollständig aufgeklärt. Auch in Flacos Privatleben tut sich nochmal etwas und ich hoffe sehr, dass wir in einem nächsten Band noch mehr davon zu lesen bekommen.

Ein super spannender, mega gut zu lesender Krimi, der mich bestens unterhalten hat. Ich hätte nicht gedacht, dass Flaco mir im Verlauf der Geschichte so sehr ans Herz wachsen wird, aber das hat er auf jeden Fall getan. Irgendwie hat er es mir als Ermittler echt angetan und ich freue mich schon auf weitere Krimis mit ihm als Ermittler.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Wunderschöne Liebesgeschichte, wunderschön geschrieben

The Night We Met
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Larissa lernt an einem Abend die Freunde Chris und Mike kennen. Kurze Zeit später ist sie mit Mike zusammen und das obwohl sie mit Chris absolut auf einer Wellenlänge ist, den gleichen Humor und die gleichen ...

Larissa lernt an einem Abend die Freunde Chris und Mike kennen. Kurze Zeit später ist sie mit Mike zusammen und das obwohl sie mit Chris absolut auf einer Wellenlänge ist, den gleichen Humor und die gleichen Einstellungen teilt. Doch Mike liegt ihr auch am Herzen und je mehr Zeit sie mit Chris verbringt, desto unsicherer wird sie. Denn Mike verbirgt etwas vor ihr und das schon von Anfang an. Hat Larissa sich womöglich für den falschen Mann entschieden?

"The night we met" war mein erstes Buch von Abby Jimenez. Inzwischen habe ich festgestellt, dass der Teil "Say you'll remember me" dazugehört und die erste Geschichte aus dieser Reihe ist. Den Teil habe ich nicht gelesen, mir hat aber auch nicht wirklich etwas gefehlt. Ich denke, den ein oder anderen Protagonisten hätte man vielleicht schon besser gekannt. Aber zum Verständnis benötigt man den Vorgänger auf jeden Fall nicht.

Ich war total gespannt, wie mir das Buch gefallen würde, weil ich schon sehr viel von der Autorin gehört hatte. Das Cover und der Untertitel, sowie der Klappentext haben mich sofort angesprochen und so war ich echt gespannt, wie das umgesetzt werden wird. Und ich muss sagen, dass ich von der ersten Seite an total begeistert war. Der Schreibstil hat mich sofort überzeugt und in seinen Bann gezogen. Ich kann gar nicht sagen, was genau ich daran so toll finde, aber ich kam einfach richtig gut damit klar. Ich hatte keinerlei Startschwierigkeiten und sofort das Gefühl im Geschehen drin zu sein.

Auch die Protagonisten fand ich direkt richtig gut. Mike war mir etwas weniger sympathisch als Chris, einfach aus dem Grund, weil er seine Freundin von Beginn an belügt und ich das keinen guten Start für eine Beziehung finde. Im Verlauf der Geschichte erfährt man mehr über ihn, über seine Vergangenheit und seine Probleme und mein Verständnis für sein Verhalten wurde größer.

Aber Chris hatte von Anfang an mein Herz. Er ist so ein toller Charakter und für mich eine absolute Green Flag. Lange Zeit hält er seine Gefühle zurück, eben wegen Mike. Er ist immer für Mike und Larissa da und einfach ein ganz toller Freund. Ihn zu beobachten und zu begleiten, mochte ich einfach sehr gerne.

Ich würde auch sagen, dass wir hier keine ganz klassische Dreiecksgeschichte haben. Natürlich steht Larissa zwischen zwei Männern, aber halt nicht so, wie man es sonst kennt. Ich möchte an dieser Stelle auch nicht zu viel verraten, weil ich nicht spoilern möchte. Aber die Umsetzung hat mir hier sehr gut gefallen, vor allem weil es auch absolutes Slow Burn ist.

Ich mag auch das gewisse Knistern, dass man immer wieder merkt. Beide halten sich zunächst sehr zurück und es ist eher Chris, dem man die Gefühle schneller anmerkt. Gerade bei ihm mochte ich es sehr gerne, seine Gedankengänge zu verfolgen. Dadurch dass die Kapitel abwechselnd aus seiner Sicht und dann aus Larissas Sicht erzählt werden, bekommt man einen sehr guten Einblick in die Gefühle und die Gedanken beider Protagonisten. Das fand ich eine sehr schöne Art zu erzählen.

Was ich ebenfalls sehr mochte, ist die Sogwirkung, die das Buch sehr schnell auf mich ausgewirkt hat. Das ist bei mir immer ein sehr gutes Zeichen, wenn ein Buch das tut. Denn das machen einfach nur richtig gute Bücher. Ich kam beim Lesen auch recht schnell vorwärts und auch wenn das Buch jetzt natürlich nicht vor Spannung sprudelt, so ist es doch immer wieder überraschend und keineswegs vorhersehbar. Es ist lustig, romantisch und unterhaltsam und hat ebenso den nötigen Tiefgang, den so eine Geschichte braucht.

Der Tiefgang kommt vom ein oder anderen nicht ganz so leichten Thema, das in der Geschichte entweder am Rand oder auch ganz deutlich thematisiert wird. Hierfür gibt es zu Beginn auch eine Triggerwarnung. Aber genau diese Themen sorgen eben dafür, dass sowohl die Geschichte, als auch die Protagonisten Tiefe bekommen. Handlungsweisen sind ganz klar auf Geschehnisse in der Vergangenheit oder eigene Probleme zurückzuführen und das sorgt dafür, dass die Protagonisten extrem facettenreich sind, was ich sehr gerne mochte.

Ich bin wirklich sehr glücklich, dass ich nun endlich das erste Buch der Autorin gelesen habe. Es wird ganz sicherlich nicht mein letztes gewesen sein, denn sie hat so viele weitere Bücher, die alle sehr gut klingen und darauf freue ich mich nun sehr. Eine ganz große Leseempfehlung von mir an alle, die gerne romantische Geschichten mit Tiefgang lesen und auch nicht vor etwas schwierigeren Themen (Stichwort Trigger) zurückschrecken.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Informativ und hochwertig

Der Stoff, aus dem die Dinge sind
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Wer weiß schon, welche Pflanzen überall in unseren Alltagsgegenständen sind? Natürlich kennt man das ein oder andere, aber es gibt doch auch immer wieder Dinge, die mich überraschen, die mich in diesem ...

Wer weiß schon, welche Pflanzen überall in unseren Alltagsgegenständen sind? Natürlich kennt man das ein oder andere, aber es gibt doch auch immer wieder Dinge, die mich überraschen, die mich in diesem Buch überrascht haben. Der Untertitel "Was wir aus Pflanzen machen" beschreibt schon ganz gut, um was es in diesem Buch geht. Nämlich genau darum. Wo machen wir uns welche Pflanze zu nutze, wo benutzen wir Pflanzen.

Mein erster Eindruck des Buches war sofort wahnsinnig positiv. Vom Format her ist das Buch ziemlich groß und wirkt direkt ansprechend und extrem hochwertig. Ich liebe die Haptik des Buches. auf dem Cover wird der Text als Hochprägung hervorgehoben, so wie auch einige weitere Elemente. Dies führt dazu, dass ich immer wieder über das Cover streichen muss, weil ich es einfach wirklich toll finde. Ich mag es sehr, wenn bei Büchern nicht nur der Inhalt überzeugt, sondern auch das Äußere. Natürlich gibt es auch die Redensart "Never judge a book by its cover" und da ist auch was dran. Aber gerade hier finde ich einfach das Gesamtpaket sehr stimmig und das Cover trägt zum hochwertigen Eindruck extrem viel bei. Ich bin mir sicher, dass das Buch in Buchhandlungen der absolute Blickfang ist.

Im Inneren geht es zunächst mit einer kleinen Einleitung weiter, in der der Autor ein bisschen etwas über Pflanzen erzählt und schon einmal einen kleinen Ausblick auf das Buch selbst gibt. Die folgende Inhaltsangabe zeigt nochmal übersichtlich, welche dreißig Pflanzen in dem Buch thematisiert werden. Von Vanille, über Korkeiche, Mais, Löwenzahn, Buche, Kürbis bis hin zu Tomate, Kokospalme und Erdnuss.

Jeder Pflanze wird eine optisch hochwertige und ansprechende Doppelseite gewidmet. Dabei ist auf der rechten Seite immer die Pflanze selbst mit ihren Einzelteilen zu sehen und auf der linken Seite gibt es die Informationen, wofür die Pflanze verwendet wird bzw. was ihre Geschichte ist. Gerade die geschichtlichen Hintergründe fand ich wahnsinnig spannend. Wie sich die Verwendung von Pflanzen geändert hat oder auch wie sie erstmals entdeckt wurden, war schon sehr cool. Man bekommt also gleich noch ein bisschen geschichtliches Wissen mit.

Alle Seiten sind durchweg farbig illustriert, was ich ebenfalls sehr gelungen finde. Gerade die Pflanzen selbst und ihre Einzelteile sind wirklich wahnsinnig toll und detailliert dargestellt. Das hätte ein Foto kaum besser können. Nach wie vor liebe ich hochwertige Illustrationen von echten Illustratoren, deshalb finde ich es ganz große Klasse, dass hier in diesem Buch so viel Wert darauf gelegt wurde. Man hat einfach das Gefühl man bekommt ein Gesamtkunstwerk, das sehr gut durchdacht wurde.

Auf der Rückseite des Buches steht "Ein Buch für die ganze Familie" Und das kann ich genauso unterschreiben. Ursprünglich für meine Kinder gedacht, war ich selbst total fasziniert und gefesselt von dem Buch. Da ich mir auf keinen Fall alles merken kann, werde ich sicherlich immer mal wieder nachschlagen, wie das denn jetzt mit den einzelnen Pflanzen gewesen ist. Denn auch wenn manche Verwendung scheinbar offensichtlich scheint, so wartet das Buch doch mit der einen oder anderen Überraschung auf den Leser. Und auch meine Kinder werden es sicherlich öfter in die Hand nehmen und - so wie ich sie kenne - wahllos darin herumblättern und an interessanten Stellen hängen bleiben. Genauso sollte es sein. Der Autor schreibt ganz am Ende, dass er das Buch Menschen widmet, die neugierig sind und gerne viele Fragen stellen. Wenn das nicht auf Kinder zutrifft, auf wen dann?

Ich bin total fasziniert von diesem rundum gelungenen Buch. Optisch ein absolutes Meisterwerk. Die Haptik extrem hochwertig. Ein Buch, welches ich unbedingt frontal in unser Regal stellen muss. Auch der Inhalt weiß neben der Optik auf ganzer Linie zu überzeugen. Reich illustrierte Innenseiten, machen das Buch sowohl für Kinder als auch Erwachsene kurzweilig und sorgen dafür, dass man richtig Spaß hat, mehr über die jeweiligen Pflanzen zu lernen und zu erfahren. Eine ganz klare Buchempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Wunderschön, melancholisch, gefühlvoll

Blue Sparrow Girls – The Melody of You and Me
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Olives Leben ändert sich von einem Tag auf den anderen, als ihre Mutter überraschend bei einem Unfall stirbt. Völlig in ihrer Trauer gefangen, geht sie an den Ort, an dem ihre Mutter viel Zeit verbracht ...

Olives Leben ändert sich von einem Tag auf den anderen, als ihre Mutter überraschend bei einem Unfall stirbt. Völlig in ihrer Trauer gefangen, geht sie an den Ort, an dem ihre Mutter viel Zeit verbracht hat. Nach Nashville. In Form von Liedern versucht Olive ihre Trauer und ihren Schmerz zu bewältigen. Doch aller Anfang ist schwer und es dauert eine Weile bis sie eine Wohnung gefunden hat. Als sie endlich fündig geworden ist, stellt sie fest, dass in der Männer-WG, die sich direkt gegenüber befinde ausgerechnet Drew wohnt. Drew, dem sie ihr Herz ausgeschüttet hat, als sie ihn in einer Bar getroffen hat und dem sie sich näher als jedem anderen Menschen gefühlt hat. Doch das ist nicht das einzige Problem. Die Männer der WG sind absolut tabu und so tut Olive alles dafür sich nicht ausgerechnet in Drew zu verlieben.

"Blue Sparrow Girls - The Melody of You and Me" ist der erste Band einer Dilogie. Und ich muss sagen, dass mir das Buch extrem gut gefallen hat. Es fängt schon beim Schreibstil an, der wahnsinnig einfühlsam und emotional ist. Vielleicht lag es auch ein bisschen daran, dass ich total mit Olive mitfühlen konnte. Meine Mama ist zwar nicht bei einem Unfall gestorben, aber an Krebs. Diese allumfassende Trauer, dieser tiefe Schmerz, der Wunsch danach nichts zu fühlen. All das kam mir sehr bekannt vor. Und so berührte mich der Schreibstil auf einer ganz besonderen Ebene. Ich finde die Autorin Laura Willud schafft es genau den richtigen Ton für dieses doch nicht so einfache Thema zu treffen und transportiert die Gedanken und Gefühle von Olive ganz wunderbar.

Auch darüber hinaus ist der Schreibstil wirklich toll. Ich kam so gut in die Geschichte rein, habe überhaupt keine Anlaufzeit gebraucht. Die Seiten flogen nur so dahin. Die meist recht kurzen Kapitel taten ihr übriges, dass ich doch immer noch weitergelesen habe, obwohl ich eigentlich müde war.

Die Charaktere fand ich ebenfalls gelungen. Sie haben alle gewisse Ecken und Kanten und auch Eigenheiten, sind aber so für den Leser ziemlich unverwechselbar. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mich an sie zu gewöhnen. Natürlich ist mir der eine sympathischer gewesen, als der andere, aber das ist ja ganz normal und auch genau richtig so. Wenn alle Charaktere zu nett und lieb sind, dann ist die Geschichte nicht besonders vielschichtig. Eine gewisse Dynamik gehört auch dazu.

Der Verlauf der Geschichte und die Thematik haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich bin zwar tatsächlich niemand, der viel mit Musik - zumindest was Musik selbst machen angeht - anfangen kann, aber die Beschreibungen von Nashville und wie Olive ihren Schmerz in ein Lied packt, fand ich schon sehr beeindruckend und schön zu lesen. Natürlich war die ein oder andere Entwicklung vorhersehbar, aber das hat mich absolut gar nicht gestört, da ich das Buch nicht deshalb gelesen habe. Bzw. habe ich ja sogar darauf gehofft.

Die Liebesgeschichte ist ebenfalls so wunderschön. Sie entwickelt sich langsam, aber man merkt von Anfang an das Knistern und das mochte ich so gerne. Außerdem bekommen wir hier so viel mehr als nur eine simple Liebesgeschichte. Das Buch erzählt von zwei Charakteren, die beide keine einfache Zeit hinter sich haben, die beide an einem Punkt im Leben sind, an dem sie nicht so richtig weiter wissen und die sich hierbei gegenseitig Halt geben und dafür sorgen, dass die Welt des anderen wieder ein kleines bisschen in Ordnung kommt. Ich habe so sehr mit den beiden mitgefiebert und schon jetzt freue ich mich auf den zweiten Teil, wenn wir ein anderes Liebespärchen bekommen.

Das Buch war für mich rundum gelungen. Ich hatte hier mal wieder eine Lektüre, die ich einfach nur genossen habe. Ich konnte abschalten, darin versinken und dabei Gefühle zulassen, die ich eigentlich nicht so gerne zulasse - die Erinnerungen an meine Mama. Die Geschichte hat mich auf so vielen Ebenen so sehr berührt und mitgenommen und ich bin so froh, dass ich sie gelesen habe. Ein wunderbares Buch, mit so viel Tiefgang und klugen Gedanken, welches mich restlos überzeugt hat.

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