Gute Idee, aber mit Luft nach oben
REMNach Erscheinen des Buches habe ich leider viele negative Rezensionen gelesen und gehört, weshalb ich mir anfangs nicht sicher war, ob ich „REM“ überhaupt lesen soll. Am Ende war ich dann aber doch zu ...
Nach Erscheinen des Buches habe ich leider viele negative Rezensionen gelesen und gehört, weshalb ich mir anfangs nicht sicher war, ob ich „REM“ überhaupt lesen soll. Am Ende war ich dann aber doch zu neugierig. Da ich mit eher niedrigen Erwartungen an das Buch herangegangen bin, hat es mir insgesamt doch ganz gut gefallen.
Alysee musste vor vielen Jahren den Tod ihres Vaters mit eigenen Augen miterleben. Seine letzten Worte an sie waren „Du darfst nicht einschlafen!“ Doch genau das passiert, und kurz darauf ist ihr Vater tot. Da auch ihre Mutter schon früh verstorben ist, wächst Alysee als Vollwaise in einer Pflegefamilie auf, wo sie auch ihren „Bruder“ und besten Freund Nico kennenlernt. Die beiden sind bis heute unzertrennlich.
Geblieben ist allerdings auch ihre Angst vor dem Einschlafen, denn Alysee wird von Albträumen geplagt. Als sie erfährt, dass ihr Vater ihr ein Hotel vererbt hat, kommt das eigentlich ganz gelegen, schließlich wurde sie gerade von ihrer Mitbewohnerin vor die Tür gesetzt. Doch schnell stellt sich die Frage „Was verbirgt dieses Hotel wirklich? Und war es die richtige Entscheidung, das Erbe anzunehmen?“
Was mir direkt aufgefallen ist, ist, dass ich bin nur so durch die Seiten geflogen bin. Das lag vor allem am sehr einfachen und flüssigen Schreibstil. Ich hätte mir hier teilweise etwas mehr Anspruch bzw. einen etwas ausgefeilteren Stil gewünscht. Gleichzeitig sorgt genau das aber auch dafür, dass sich das Buch extrem schnell lesen lässt. Ich habe es tatsächlich innerhalb eines Tages beendet.
Die Story an sich fand ich ganz interessant, auch wenn ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht hätte. Gerade im Hinblick auf die Horror-Elemente hätte es für mich ruhig noch etwas mehr sein dürfen. So richtig gruselig wurde es leider nicht.
Mit den Charakteren bin ich nicht ganz warm geworden, wobei mir Alysee noch am besten gefallen hat. Sie wirkte auf mich stark und nicht ganz so naiv wie ihr Freund Nico.
Trotzdem muss ich sagen, für ein schnelles Buch zwischendurch war es wirklich nicht schlecht. Und sollte es noch einmal eine Zusammenarbeit von Annika Strauss und Sebastian Fitzek geben, würde ich definitiv wieder dazu greifen.