Dieses Buch habe ich angefangen zu lesen, als ich gerade mitten in der Urlaubsplanung für die kommenden Semesterferien war. Sagen wir mal so: Italien steht jetzt ganz oben auf der Liste!
Zum Inhalt:
Jiara ...
Dieses Buch habe ich angefangen zu lesen, als ich gerade mitten in der Urlaubsplanung für die kommenden Semesterferien war. Sagen wir mal so: Italien steht jetzt ganz oben auf der Liste!
Zum Inhalt:
Jiara verbringt die Sommer seit Ewigkeiten in dem kleinen Ort Finale in Italien, wo sie ihrem besten Freund in seinem kleinen Restaurant aushilft. Dort fühlt sie sich wohl und fühlt sich lebendig. Am Ende des Sommers heißt es dann Abschied nehmen und für Jiara geht es zurück nach Hamburg. Zu ihrem Freund, ihrer verqueren Familie, ihrer besten Freundin und der Uni, die mittlerweile zu ihrem Leben gehört. Doch dieses Jahr soll der Sommer anders werden. Dieses Jahr taucht Milo auf und reißt Jiara sofort in seinen Bann. Blöd nur, dass Gefühle nicht so seine Stärke sind. Für beide heißt es kämpfen für das, was sie wirklich wollen.
"Mein Herz fühlt sich an, als wäre es mit aufschäumendem Brausepulver gefüllt, mein Kopf ist voll von Milo, und es fällt mir schwer, auch nur einen Gedanken zu fassen, sonst würde ich ihn von mir schieben, anstatt..." (aus Brausepulverherz von Leonie Lastella)
Zum Buch:
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Ich hatte nie das Gefühl, das gelabert wird, obwohl die Autorin viele Wörter nutzt. Dies macht ihre Geschichte umso glaubwürdiger. Zudem schafft sie es in ihren Zeilen das Flair des kleinen Ortes Finale und ganz Italien zu vermitteln. Man fühlt sich nahezu wie im Urlaub beim Lesen.
Die Charaktere fand ich super. Beide Hauptprotagonisten befanden sich am Anfang des Buches an einem Punkt in ihrem Leben, an dem in Frage stand, ob das, was sie bisher gemacht haben, das Richtige für sie ist. Leonie Lastella hat dies in Gedankengängen und Handlungen gut und glaubwürdig für mich rüber gebracht und alle Charaktere haben eine wunderbare Persönlichkeit erhalten. Ich liebe Dario, ich liebe Milo und auch Jiara, die so viel durchmacht und bei mir nicht die ganze Zeit die Frage: Was macht die denn da? aufgeworfen hat. Stattdessen konnte ich all ihre Handlungen irgendwo verstehen, auch wenn die Liebesgeschichte anders vielleicht schneller vorangeschritten wäre. Aber darum geht es ja auch nicht.
Weiter fand ich die Problematik sehr interessant und auch wie sie letztlich gelöst wurde. Natürlich ist man irgendwo als Leser schon für Team Jiara-Milo, aber die Autorin hat es geschafft auch Jonas zu einer liebenswürdigen Person zu machen.
Der Kontrast zwischen dem was sicher und vernünftig ist und dem was unsicher und unvernünftig ist, dafür aber mehr Leben bietet, wird hier sehr gut dargestellt. Am Ende war ich mir so gar nicht mehr so sicher, welchen Weg Jiara und Milo nun beschreiten werden bzw. wie sie wieder zueinander finden, was es noch zusätzlich spannend gemacht hat.
Fazit:
Alles in allem kann ich glaube ich nichts schlechtes über das Buch sagen. Ich habe es gerne gelesen und mich von der Geschichte getragen gefühlt.
So kann ich es jedem empfehlen, der gerne schöne, tiefere Liebesgeschichten liest und auch jedem, der sich ein Stück Italien zu sich nach Hause holen möchte.
Schreibstil:
Den Schreibstil von Carina Benning habe ich wirklich geliebt! Sie schreibt sehr passend zur Geschichte mit vielen raffinierten Details, jedes Wort scheint genau überlegt. So klingen ihre Dialoge ...
Schreibstil:
Den Schreibstil von Carina Benning habe ich wirklich geliebt! Sie schreibt sehr passend zur Geschichte mit vielen raffinierten Details, jedes Wort scheint genau überlegt. So klingen ihre Dialoge wie geschickte Spielpartien, ihre Gedankengänge wie ein Strudel innerer Zerrissenheit, die gar nicht groß beschrieben werden muss, und ihr Setting genauso faszinierend, wie ich es mir immer vorgestellt habe. Ich konnte mich super einfach in die Geschichte fallen lassen und war komplett gefesselt. Nur zum Ende hin übertreibt sie es vielleicht manchmal ein wenig mit den Metaphern und Gedankengängen innerhalb der Liebesgeschichte.
Die Geschichte – Betrügerin betritt das prestigeträchtigste Casino Monacos, um zu verlieren
Mit einem kleinen Zwei- oder Einzeiler vorweg, der Andeutungen auf die Vergangenheit oder Gegenwart macht und direkt aus den Gedanken der beiden Hauptfiguren stammt, beginnt jedes Kapitel entweder erzählt aus der Perspektive von Dawn oder Gabriel. Der Einstieg im Buch fiel mir durch diese erste Andeutung aus dem Zweizeiler und der unmittelbaren Erzählung von Dawns Eintritt ins Durable unheimlich leicht. Ich war sofort verzaubert von dem wirklich gut beschriebenen Setting. Dabei wird gar nicht so sehr der Fokus auf das Aussehen von allem gemacht, sondern vielmehr schafft es die Autorin am Anfang direkt, den besonderen Vibe, den das Casino versprüht, rüberzubringen: teuer, klassisch, elitär, aber auch gut durchdacht, präzise und bewusst fernab der Realität. Es geht ums Spielen, ums Loslassen, aber auch ums Angeben und gesehen werden.
Dawn – Gestaltswandlerin, die sich selbst unter all den Masken verloren hat
Keine Angst, hier wird es jetzt nicht tierisch, das Buch hat keine Fantasyelemente. Mit Gestaltswandlerin ist vielmehr gemeint, dass Dawn eine Künstlerin darin ist, sich zu maskieren. Sich immer wieder in neue Rollen zu versetzen und ihr Äußeres denen entsprechend anzupassen. So kommt Dawn in das Casino und tatsächlich bekommt man auch gleich mit, dass sie ihre ganze Aufmachung erdacht hat, aber Dawn selbst lernt man nicht direkt kennen. Man weiß nur, dass sie Angst hat.
Und das ist dann auch der Kern der ganzen Geschichte: Dawn hat Angst vor jemandem und hat irgendwie den Moment verpasst, je sie selbst ohne Maske zu sein. Das ist jetzt kein Spoiler, sondern wird direkt auf den ersten Seiten klar. Wenn sie jetzt auf euch schwach klingen mag, dann ist das aber gar nicht das, was Dawn ausstrahlt. Denn ihr Hirn denkt unheimlich systematisch. Sie entdeckt Details, die keiner sieht, hat ein unheimlich gutes Gespür für das Spiel und für die Menschen um sie herum. So ist es einfach unglaublich faszinierend und spannend, sie zu verfolgen.
Dazu kommt, dass ihr Charakter nur nach und nach aufgebrochen und sichtbar wird. Dazwischen zeigt sie immer wieder, wie maskieren nicht nur mit dem Färben der Haare zu tun hat, sondern auch damit, zu lachen, wenn man eigentlich heulen möchte. Und das glaubhaft. Also wirklich eine Gestaltswandlerin und für mich eine der faszinierendsten Protagonistinnen, von denen ich jemals gelesen habe.
Die Angst ist aber dennoch nicht zu verleugnen. Sie bringt eine weitere Komponente in die Geschichte, die allem einen fast kriminalistischen, actionreichen Touch verpasst. Denn ein Mysterium bedroht das Durable und Dawn steckt mitten drin. Ich mochte es sehr, wie sie ihre Fähigkeiten nutzte, um dem Casino zu helfen und gleichzeitig immer auf der Hut vor anderen Möglichkeiten war. Man merkte, wie sehr sie und alle um sie herum mit dem Feuer spielten, was die Spannung stets hoch hielt.
Gabriel als Liebhaber – der Inbegriff des Durables: arrogant, verschlossen, allein
Gabriel ist so eine typische Figur, bei der man gleich merkt, dass es da eine sehr harte Schale zu knacken gibt. Trotzdem fand ich ihn überaus sympathisch, denn er zeigte sich mit seinen Brüdern, die definitiv ihre eigenen Bücher verdient haben, denn sie haben soo viel Charakter!, stets sehr freundlich und sensibel. Dawn zeigt er diese Seite natürlich nicht gleich. Für ihn zählt in erster Linie das Durable und dabei vergisst er nicht nur oft sich selbst, sondern übersieht in seiner Arroganz und seinen Traditionen auch Dinge, die ihm eigentlich auffallen könnten. Während Dawn ihr Inneres nach außen kehrt und sichtbar macht im Laufe der Geschichte, muss Gabriel seinen Panzer abwerfen, um richtig sehen zu können. Alles darunter ist eigentlich schon längst edelmütig und liebevoll.
Die Charakterentwicklung bei beiden hat mich so wirklich überzeugt und auch ihre Anziehung zueinander fand ich sehr gut fassbar. Was vielleicht etwas schwierig war und damit mein eigentlicher Kritikpunkt an dem Buch ist, ist, dass die Liebesgeschichte zu sanft zu viel Platz einnahm. Da wohl Gabriel Edelmut gegenüber seinen Brüdern zeigt und stets das Wohl des Durables im Sinn hat, da ist er gegenüber Dawn verständnisvoll und gleichzeitig fordernd, denn die beiden verstehen es, über Probleme zu reden. So ist Vertrauen in ihrer Beziehung tatsächlich kein Problem. Und das fand ich außerordentlich gut gemacht. Nichts mag ich weniger als wenn die Figuren nicht miteinander reden und sich dann infolgedessen kindisch verhalten.
Die Liebesgeschichte hat aber dort ein wenig von ihrer Essenz verloren, wo sie sich zu sehr in Dawn fehlender Nähe zu sich selbst verlor. Immer wieder wurde das Thema aufgewühlt. Und ja, sowas ist ein Prozess, dem ich auch gerne mehrere Seiten gönne, aber zwischendurch verlor es sich dann doch etwas in Wiederholungen und Metaphern, die wie Drumherumgerede wirkten.
Zudem nahm dieser Fokus leider ein wenig den Fokus von den Geschehen im Casino, die mich zuvor noch so fasziniert hatten.
Das Durable in Gefahr – der actiongeladene, überlegte Teil dieser Geschichte
Denn dort, wo es anfangs noch um viele Details geht, Vermutungen angestellt und Hinweise aufgedeckt werden, konzentriert sich der Mittelteil irgendwann nur noch sehr auf Dawn. Gabriel selbst sagt, seine Prioritäten haben sich verschoben und das ist auch alles nachvollziehbar dargestellt, aber gerade in Verbindung mit den ausschweifenden Gesprächen, hat das einfach dazu geführt, dass die Raffinesse etwas verloren ging und sich der Mittelteil etwas zog.
Auch das Ende hat dies dann leider nicht mehr wirklich aufgenommen. Zwar nahm die Geschichte nochmal Fahrt auf, aber sie konnte nicht wieder zu dem ursprünglichen Glanz zurückfinden. Zumal die Auflösung dann relativ einfach war und so viel komplexer hätte sein können.
Trotzdem habe ich das Buch bis zur letzten Seite sehr gerne gelesen, denn die Beziehung zwischen Gabriel und Dawn ist wirklich schön, die zu seinen Brüdern auch und ich fand es auch ganz schön, dass es diese Metaphern überhaupt gab und Dawn und Gabriel in diesem Band wirklich Beziehungsarbeit geleistet haben. So kann ich mir eine Zukunft für die beiden vorstellen und das ist mir persönlich am Ende einer Liebesgeschichte immer sehr wichtig.
Fazit:
Ein sehr cooles Setting, ein Schreibstil, der klug ist und die Liebe im Detail zeigt, schlagfertige, intelligente Hauptfiguren und liebeswerte Nebenprotagonisten – ich war sofort gefangen und habe die Geschichte sehr gerne gelesen. Es gibt sowohl Actionelemente als auch etwas zum Mitdenken, was die Spannung die meiste Zeit über sehr hoch gehalten hat. Im Mittelteil zieht sich die Geschichte etwas, da die Liebesgeschichte sehr ruhig und ausschweifend in ihren Dialogen wird. Dabei verlor sich dann etwas die sonstige Spannung. Am Ende eine solide Geschichte mit vielen Pluspunkten, die ich sehr gerne gelesen habe.
Schreibstil:
Jedes Mal wieder bewundere ich die Autorin für ihren flüssigen Schreibstil, der super locker leicht Emotionen rüberbringt, von denen andere Bücher nur träumen können. Hier ist mir wieder etwas ...
Schreibstil:
Jedes Mal wieder bewundere ich die Autorin für ihren flüssigen Schreibstil, der super locker leicht Emotionen rüberbringt, von denen andere Bücher nur träumen können. Hier ist mir wieder etwas aufgefallen, dass alte Vorstellungen von Männlichkeit noch ein Ding sind, aber ansonsten war es einfach nur wunderschön und sehr schnell lesbar. Besonders mag ich ja immer, wie humorvoll sie alles rüberbringt und welche Chemie zwischen den Figuren besteht.
Die Geschichte – Reisebloggerin mit Pflegekind trifft auf Im-Irgendwann-verlorenen-Anwalt
Erzählt wird aus den Perspektiven beider Hauptprotagonist:in. Das ist die YouTuberin Vanessa Price und der Anwalt Adrian Copeland, die zufällig beide auch noch Nachbarn sind. Die Situation zu Anfang ist Klischee, aber gleichzeitig auch pure Chemie und Humor. Denn treffen zwei Figuren aufeinander, die beide sehr stark in ihrem Charakter sind und keinen Blatt vor den Mund nehmen. Ich war sofort gefangen und hatte überhaupt nicht das Gefühl, voraussehen zu können, wie die Geschichte ablaufen würde. Zumal der tragische Moment schon gleich zu Anfang erwähnt und in die Handlung eingebunden wird und somit keine böse Überraschung, die im Hintergrund schwelt, ist.
Vanessa – Abkehr von der Traurigkeit, Hinwendung zum Leben im Jetzt
Ich glaube, mit dieser Überschrift beschreibt man sie echt schon ganz gut. Ihr könnt euch wahrscheinlich direkt vorstellen, wie sie ihr Leben lebt. Es geht darum, die Momente zu genießen, die guten Kerzen nicht aufzubewahren für den einen Moment, der perfekt ist und der dann nie kommt. Gleichzeitig versucht sie sich nicht darauf zu konzentrieren, was alternativ sein könnte. Denn das ist der tragische Moment, den sie mit in die Geschichte bringt. Diese Lebenseinstellung hat viele wundervolle und lustige Momente in die Geschichte gebracht. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal so begeistert von dem Einfallsreichtum gemeinsamer Aktivitäten der Protagonist:en war oder wann ich das letzte Mal so neidisch auf ein gelebtes Leben war. Meist wird es ja gar nicht richtig geschätzt (wie es anfangs auch bei Adrian der Fall ist).
Ich mochte an ihr als Figur außerdem, dass sie trotz dieser krassen Lebenseinstellung nie aufgesetzt wirkte. Ich nahm ihr ab, dass das eine sehr bewusste Lebensentscheidung war. Ich merkte, wie wichtig ihre Familie ihr ist und wie hilfsbereit sie eigentlich ist. Dazu ist sie emotional einfach sehr schlau. Sie durchschaut die Menschen, vor allem dann, wenn sie es sich selbst nicht eingestehen wollen und sie ist gleichzeitig unheimlich offen dafür, Hilfe in Anspruch zu nehmen. So waren ihre Worte es, die immer wieder Denkanstöße während des Handlungsverlaufs lieferten. Sowohl für die Figuren als auch für mich als Leserin.
Was etwas brauchte, war zu verstehen, wie sie ihrer Familie so bedingungslos helfen konnte. Aber auch da konnte sie mich bald überzeugen, indem sie das Gute in den Menschen nach außen kehrte und uns Leser:innen half, dies an den anderen Figuren zu sehen. So wird der Messievater nicht zu einem ekelhaften Menschen, sondern zu einem, dem man helfen will. Und der Bruder ohne Job mit vielen Ideen im Kopf nicht zu einem Looser, sondern nur zu einem, der seinen Weg noch finden muss. Oder ganz akut die drogensüchtige Schwester nicht zu einer schlechten Mutter, sondern einfach nur zu einer Frau mit einem Problem, das sie ohne Hilfe nicht mehr in den Griff bekommt. Vorurteile ade heißt es hier und das fand ich wirklich schön.
Adrian – Workaholic & Alphamännchen, der immer die Kontrolle braucht, aber ein sehr weiches Herz hat
Und schon treffen wir auf die zweite Figur, die mein Herz im Sturm erobert hat. Adrian ist ein Anwalt wie er im Buche steht. Er arbeitet fast ausschließlich, macht wenig mit Freunden, genießt höchstens mal gutes, geliefertes Essen und hängt nicht besonders an seiner Freundin. Eigentlich ein Klischeetyp, der klingt, als müsste er erst seinen Charakter finden. Allerdings braucht es dafür nur Vanessa, wie Adrian später selbst sagt. Mit ihr hat er wieder atmen gelernt und sich nicht weiter von der Sonne blenden lassen.
So zeigt Adrian, dass er ebenso hilfsbereit und vor allem ein absoluter Familienmensch ist. Ob das nun seine Oma ist, mit der er zu Mittag isst, oder eben Vanessa mit dem Baby (und später dem Hund). Adrian findet eine Aufgabe und all seine vlt. negativ auslegbaren Eigenschaften finden etwas, worauf sie sich fernab der Arbeit konzentrieren können.
Ich mochte an ihm, dass er hinter der Anwaltsfassade echt viele Baustellen hatte, die erst durch Vanessa so richtig aufgedeckt wurden. Dadurch konnten die beiden und vor allem er alleine dann daran arbeiten. Das hat die Geschichte gut voran gebracht und vor allem für kleinere Reibereien gesorgt, die die Spannung weiter aufrecht gehalten haben, ohne dass wirklich dramatische Höhepunkte den Handlungsverlauf künstlich aufgebauscht hätten.
Adrian & Vanessa – haben Romeo & Julia dieses Mal nur ein Jahr?
Schon allein die Kapitelüberschriften in diesem Buch haben mich jedes Mal zum Schmunzeln gebracht, denn sie sind Clickbait-Überschriften nachempfunden. Ganz derer, mit denen Vanessa sich als bekannte YouTuberin öfters abgeben muss. Schön fand ich, dass dieses Thema durch das Baby aber nur am Rande präsent war. Ich mag es zwar authentisch, finde es aber auch etwas anstrengend, wenn das „Starleben“ so einen großen Raum einnimmt. Weil es unweigerlich alles kompliziert und anstrengend macht. Vanessa dagegen macht es einem bewusst, aber sie pausiert hier. Kann einfach ihr Geld nutzen und steht Adrian damit in nichts nach, sodass kein Moneygap zwischen ihnen ensteht.
Während das eine Jahr bei Vanessa klar im Fokus steht, weiß Adrian nicht so wirklich etwas davon und so ist ihre platonische Freundschaft nicht von Zeitdruck oder ähnlichem bedrängt. Stattdessen werden sie ganz natürlich Freunde und genauso natürlich mehr. Ich mochte es, dass es zwar klare Grenzen gab, es aber nicht so dramatisch immer wieder zu Diskussionen oder Misskommunikation führte.
Was ich dagegen etwas kurz gekommen fand, war Vanessa als Mutter. Während Adrian mit dem Baby geradezu aufblüht und sein Leben sich ganz konkret zum Besseren entwickelt, bleibt Vanessa immer etwas zurückhaltend, was die Muttergefühle angeht. Ich hätte mir irgendwie gewünscht, dass das bei ihr noch eine größere Rolle gespielt hätte, gerade, weil sie so familienverbunden ist und sich um alle kümmert.
Fazit:
Eine wirklich schöne, leichte Geschichte, die über Klischees hinwegschreitet, sich aber auch in der Tiefe etwas zurückhält. Das Buch ließ sich super lesen und hat mich gut unterhalten, war aber definitiv nicht das stärkste Buch der Autorin. Ich kann es dennoch empfehlen:)
die Frage des Tages: Seid ihr dem Hype entkommen oder habt ihr auch schon entweder das Buch gelesen oder die Serie geguckt? Worum es geht? Um „Heated Rivalry“ ein Buch, das von zwei ...
Hallo ihr Lieben ❤
die Frage des Tages: Seid ihr dem Hype entkommen oder habt ihr auch schon entweder das Buch gelesen oder die Serie geguckt? Worum es geht? Um „Heated Rivalry“ ein Buch, das von zwei Eishockeyspielern handelt, die sich ineinander verlieben.
Ehrlich gesagt habe ich das Buch wirklich nur gelesen, weil ich der Faszination auf die Spur kommen wollte. Weshalb ist genau dieses Buch nun im Hype, obwohl es doch eigentlich schon einige Sports Romance Bücher mit Gay Love Story gibt. Also, machen wir uns an eine kleine Analyse.
Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist sehr mitreißend und flüssig erzählend. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte mich gut in die Figuren einfühlen. Die Thematik wurde sehr feinfühlig rübergebracht, sodass hier jeder meiner Meinung nach ins Schwärmen geraten kann.
Die Geschichte – Naturtalente auf dem Eis, Feinde vor der Presse, Liebhaber bei Nacht
Erzählt wird fast abwechselnd aus den Perspektiven beider Hauptprotagonisten, der Eishockeystars Ilya Rosanov und Shane Hollander. Das Besondere an den beiden ist wohl, dass ihre Leben komplett gleich sind. Ja geradezu inhaltslos, denn beide spielen Eishockey in der Profiliga und haben keine Zeit und keinen Kopf für andere Dinge. Soweit ich das beurteilen kann, würde ich aber sagen, dass ist völlig normal und soll hier keineswegs ein Kritikpunkt sein. Ihr solltet euch nur darauf gefasst machen, dass hier kein Wunderwerk an Komplexität vollbracht wird fernab der Lovestory:)
Shane Hollander – der schüchterne Eigenbrödler
Shane kennen- und erwachsen werden zu sehen, war wie einen Welpen zu bekommen: Am Anfang aufregend und dann ist man einfach nur noch stolz. Anfangs ist er wirklich zurückhaltend, aber in ihm schlummert auch eine unglaubliche Neugierde. Das führt immer wieder dazu, dass er Sachen tut, die ihm Angst machen, dennoch gibt er vollen Einsatz. Ich denke, dass ist der schönste Charakterzug von ihm. Und auch der, der Ilya auf ihn aufmerksam macht.
Im Laufe der Geschichte lernt Shane so nicht nur zu erkennen, was er mag, sondern auch, was er überhaupt vom Leben will, wie er mit anderen Menschen umgehen, wie er aussehen will. Bei ihm ist quasi alles eine Entwicklung und das fand ich ganz schön gemacht, weil es zeigte, wie anders alles doch verläuft, wenn man dem Sport so zugewandt ist wie er. Und dann noch zusätzlich nicht die Sexualität hat, von der man dachte, das man sie hat.
Ilya Rosanov – der Bad Boy
Ilya ist sehr viel einfacher zu greifen als Shane, weil er sich mehr den Klischees hingibt. Er schläft gerne und oft mit Frauen, geht feiern, hat viele Freunde und ist generell mehr der outgoing Typ. Für mehr Tiefe bekam er eine Backgroundstory, die mit einer schwierigen Familie in Russland zu tun hatte. Definitiv kam diese etwas zu kurz, allerdings hat sie auch so einige Szenen hervorgebracht, die mehr als süß waren. Beispielsweise die, in der er Shane einfach auf russisch ALLES erzählt hat und so seine Sorgen losgeworden ist, obwohl Shane nicht ein Wort verstanden hat. Manchmal hilft es eben, wenn jemand einem einfach nur zuhört.
Ich mochte es außerdem, dass er eine sehr sanfte Seite hatte, die er meist nur Shane zeigte, und die nicht wechselhaft war. Keine emotionale Erpressung, keine Selbstverletzung, einfach nur Ilya, wie er eben ist. Manchmal schalten Figuren ja zwischen sanft und verärgert wild hin und her und schlagen dann wild um sich. Das war hier nicht der Fall.
Eine verbotene Liebe – Outing im Profisport?
Die Lovestory der beiden wird über neun? Jahre glaube ich erzählt. Immer nur in den kurzen Treffen, die sie sich erschleichen. So ist es natürlich sehr kurzlesig und man kommt kurz voran. Man kann es aber nicht ganz beschönigen: es geht echt lange Zeit nur um Sex. Und das auch schon ab ziemlich früh und ohne viele Worte. Zwar merkte man in diesen Szenen, wie die beiden immer mehr dazu fanden, was sie mochten und was sie sich für ihr Leben vorstellen, merkte vielleicht sogar, dass da mehr zwischen den beiden ist, aber eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Situation passiert lange Zeit über nicht. Das muss man natürlich mögen, denn es bedeutet in erster Linie viel Spice.
Ich fand es überraschenderweise nicht ganz so abschreckend, wie ich gedacht hätte, und es in anderen Büchern mit so viel Spice schon der Fall war. Das lag vor allem daran, dass der Sex zwischen den beiden sehr viel Vertrauensarbeit ist und man auch immer wieder merkt, dass sie irgendwo die Anpassung an die Gesellschaft aufrecht halten wollen. Wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt, ist das Thema Outing hier sehr präsent. Denn gerade im Profisport herrscht immer noch die Vorstellung davon, dass nur heteronormative Männer auf Erden existieren und alles andere den Blick auf den Sport trüben würde. Das ist nicht nur ein Thema, dass sich dann auf die Zuschauenden, die Medien und die Vereinsmanager:innen auswirkt, sondern leider auch auf das Team und die Mitspielenden untereinander. Was einfach super schade und nicht mehr zeitgemäß ist.
Aus diesem Grund aber, halten auch Shane und Ilya daran fest, dass sie nicht einfach mal eben so bekannt geben können, dass sie ein Paar sind.
Ich als Außenstehende kann mir nur so halb vorstellen, was für einen Druck, eine Unsicherheit, ein gespaltenes Verhältnis zur Gesellschaft, dem Team und den Fans aufkommt, mal ganz davon abgesehen von dem Verhältnis zu sich selbst.
Die Autorin geht das Ganze sehr unspektakulär an und lässt es nur indirekt im Raum stehen. Eine direkte Auseinandersetzung mit anderen oder Gerüchte usw. gibt es nicht. Das lässt den beiden natürlich mehr Zeit, für sich selbst rauszufinden, wie weit sie gehen wollen und vor allem wann, nimmt der Geschichte aber natürlich auch ein wenig die Möglichkeit, Komplexität im Zusammenspiel mit Nebenfiguren zu kreieren.
Ich persönlich fand es ganz süß gemacht, ich muss aber gleichzeitig sagen, dass die Geschichte für mich so einfach sehr gleichförmig blieb und ich mich hinterher echt gefragt habe, ob 100 Seiten für die Story nicht gereicht hätten.
Den Hype wert? Warum besonders?
Ob das Buch den Hype wert ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich würde sagen, so viel anders als andere Bücher dieses Genres ist das Buch nicht. Und es ist auch nicht das erste Buch, dass über die Schwierigkeiten von LGTIQA+-Menschen in der Gesellschaft, Vorurteilen diesen gegenüber und im Profisport erzählt und quasi aufklärt. Ich kann mir vorstellen, dass es durchaus eine Art Vorbild schafft, das Mut erzeugen kann. Dies können aber meiner Meinung nach viele authentische Liebesgeschichten aus diesem Feld.
Das einzig Besondere für mich an dem Buch war, dass man die Figuren so gerne mochte, weil es ab Dreiviertel des Buches echt endlich in die Tiefe ging und die beiden sich einfach so unheimlich zart und süß annähern. Es ist ein Herantasten, dass man normalerweise so nicht oft liest, weil sonst (der Gesellschaft geschuldet) nicht so viele Unsicherheiten auftreten. Vieles geschah über Blicke, über zögerliche Annäherung, über unausgesprochene Worte. Das war einfach nochmal eine ganz andere, intensivere Art der Erzählung, die mich richtig in ihren Bann gezogen hat. Und das, OBWOHL es hier zwischenzeitlich eigentlich nur um ungesagte Worte geht. Aber diese können eben nicht nur nicht ausgesprochen werden, weil die Figuren sich nicht trauen, sondern weil sie auf mehreren Ebenen die Tragweite dieser Worte beachten müssen. Und das ist es glaube ich auch, was es für die Community so spannend macht.
Außerdem mochte ich es, dass es bist zum Ende hin authentisch blieb. Kein rosarotes Happy End, sondern eins, dass zu Ilya und Shane mit ihrer Situation passte.
Fazit:
Auch, wenn das Buch mit unheimlich viel Spice daherkommt, habe ich die besondere Anziehung zwischen den beiden super besonders und fand es durch den erst schnellen, sprunghaften Erzählen hin zum langsameren Erzählen sehr spannend zu lesen. Hier gehts definitiv um vorsichtigen Mut, der authentisch und liebenswert dargestellt wurde. Man muss aber mit dem Spice umgehen können.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.
Liebe Grüße
PS: Ich habe gerade die erste Staffel der Serie beendet und mein Fazit dazu ist im Vergleich: Die besondere Beziehung der beiden zueinander kommt im Buch noch besser rüber, dafür geht es in der Serie aber nicht um ganz so viel Spice, weil noch zwei weitere Figuren sehr viel mehr Raum bekommen. Die beiden wiederum fand ich sehr süß.
Schreibstil:
Das Buch war unheimlich fesselnd und wohldosiert geheimnisvoll. Ich war ab der ersten Seite total gebannt von der Handlung, konnte mich mitreißen lassen und hatte einfach Spaß beim Lesen. ...
Schreibstil:
Das Buch war unheimlich fesselnd und wohldosiert geheimnisvoll. Ich war ab der ersten Seite total gebannt von der Handlung, konnte mich mitreißen lassen und hatte einfach Spaß beim Lesen. Der Schreibstil erweckt das Abenteuer einfach perfekt zum Leben und hat mich auch super mitfühlen lassen.
Besonders gut haben wir außerdem die vielen Einschübe von Rückblicken und Gedanken gefallen, die ganz roh und geheimnisvoll erzählt wurden und die Geschichte immer wieder noch komplexer und verschachtelter hat werden lassen.
Die Geschichte: Eine Halbvampirin und drei Kerle, die sie alle haben wollen?
Ehrlich? Ich war total überwältigt von der Geschichte. Da bekommt man eine Halbvampirin als Protagonistin, die absolut besonders ist und gar nicht so recht weiß, was sie kann und was einmal aus ihr wird und dann trifft sie nicht einen, nicht zwei, sondern gleich drei Typen, die alle das Potential dazu haben, ihr den Kopf zu verdrehen. Das alles unter dem Dach einer forced marriage (jedenfalls bei ihr) und verbunden mit Vampiren UND Magiern UND einer Academy. Achja, zwei der Kerle sind übrigens Prinzen.
Es war unheimlich spannend, all das zu Anfang erst einmal kennenzulernen. Was es mit den Schattengeliebten auf sich hat, welche Figuren eine tragende Rolle spielen werden und wie man Lark einzuschätzen hat.
Erst war es tatsächlich ein bisschen Bully-Romance, aber schnell zeichnet sich ab, dass da etwas in Lark schlummert, was einfach keiner so richtig fassen kann. Und genau das zeichnet auch die komplette Handlung: Geheimnisse schlummern an jeder Ecke. Wirklich KEINE der Figuren ist direkt schwarz oder weiß zuordbar. Überall gibt es Geheimnisse und genau das bewirkt gleich ab der ersten Seite eine unfassbare Sogwirkung, die mich nur so durch die Geschichte hat fliegen lassen.
Lark: eingeschüchtert, nicht ganz Vampirin, nicht ganz Magierin, anders
Lark war mir vom ersten Moment an sympathisch. Ich konnte so gut nachvollziehen, wie es ist, wenn man nicht zur großen Gesamtheit gehört, nur weil man nicht ganz so ist wie die anderen. Was dann automatisch dazukommt, und das sieht man an ihr, ist die Mauer. Lark hat eine um sich herum errichtet, um daran alles abprallen lassen zu können. Um sich zu schützen. Aber dadurch entgeht ihr auch manchmal etwas, dass sie vielleicht mitbekommen hätte, wenn sie nicht gleich das Schlechteste von allen denken würde.
Mit den Prinzen kommt eine ganz neue Perspektive in ihr Leben. Ich fand es spannend zu sehen, wie sich ihre Einstellung zu den Prüfungen zur Schattengeliebten ändert, weil plötzlich die Träumerin in ihr erwacht. Sie sich nichts mehr verwehrt, weil sie meint, nicht gut genug dafür zu sein. Sie ist einfach stark, ohne dabei besonders badass zu sein. Eine Heldin mit Schwächen und Emotionen. Eigentlich genau das, was mich im Speziellen besonders mitzieht.
Die Prüfungen: Vampire auf dem Prüfstand?
Wer nach einer Story mit viel sucht, der wird hier auf jeden Fall fündig, denn auch der Abenteueraspekt lässt sich hier nicht lumpen. Die Schattengeliebten müssen nämlich Prüfungen bestehen, um sich zu behaupten. Und auch, wenn sie fast nicht sterben können, so ist der Einsatz dennoch hoch und die Prüfungen nicht gerade leicht. Ich fand es für eine Story, die sich nicht hauptsächlich um ein Turnier dreht, sehr gut dosiert. Die Prüfungen haben Lark gefordert, aber nicht den Großteil der Geschichte eingenommen.
Cool fand ich zusätzlich, dass die Prüfungen viele verschiedene Figuren an die Academy bringen, was dazu führt, dass noch ganz andere Erzählstränge aufgetan werden. Dieses Buch zu lesen ist wirklich, als befände man sich in einem Film, der es nicht erlaubt, auch nur eine Sekunde den Kopf abzuwenden, weil man dann etwas verpassen würde.
Und doch hat man nicht das Gefühl, dass die Geschichte überladen oder künstlich aufgebaut ist.
Die Prinzen: Licht vs. Schatten
Neben Lark, die ein einziges Geheimnis ist, weil sie selbst nicht viel über sich weiß, sind auch die Prinzen jeder für sich ein großes Geheimnis. Es fängt damit an, dass der Erstgeborene aus unbekannten Gründen nicht der Thronfolger ist. Aber da ist noch mehr: Bedeutet ein Lächeln wirklich Freundlichkeit? Was verbirgt sich hinter der Maske? Kann man ihnen trauen? Verachten sie Vampire nicht? Trügt der Schein?
Keinen der Prinzen kann man als das nehmen, als was er sich verkauft, denn immer wieder werden Hinweise darauf gegeben, dass es ganz anders sein KÖNNTE.
So wird jeder Prinz auf seine Art anziehend und gleichzeitig abstoßend. Nicht nur Lark weiß dann nicht, wen sie wählen soll, sondern auch ich als Leserin konnte es nicht vorausahnen.
Und die Beziehungen zwischen Lark und den Prinzen sind fast dark. Ich mochte es, ihr solltet aber vorgewarnt sein!
Was man allerdings anmerken muss, ist, dass man sich darauf einlassen muss, dass vieles in diesem Band noch vage bleibt. Ich bin mir sicher, dass der nächste Band ganz viele Fragen beantworten wird. Dieser Band ist definitiv noch ein Aufbauband:)
Fazit:
Eine Vampirgeschichte, die mich damit überrascht hat, dass sie so viel mehr ist als die Geschichten, die ich bisher über Vampire gelesen habe. Es gibt hier einfach unheimlich viele Facetten und viele Geheimnisse. Zwischendurch darke Elemente und jede Menge Lovedramatik durch die Dreiecksverstrickungen.
Ich fand es einzig etwas vage zwischendurch:)
Jetzt freue ich mich einfach mega auf Band 2, wo glaube ich noch ganz viel aufgeklärt wird und dadurch umso mehr Spannung entsteht.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.
3 Gründe, weshalb du dieses Buch lesen solltest:
Fesselnde Mischung aus Magie, Vampiren und Geheimnissen
Starke, vielschichtige Protagonistin mit emotionaler Tiefe
Spannende Dynamik durch Dreiecksbeziehungen und dunkle Geheimnisse