Profilbild von Philiene

Philiene

Lesejury Star
offline

Philiene ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Philiene über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2026

Sehr berührend

Stunden wie Tage
0

Ich habe schon unzählige Bücher gelesen die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen, viele davon haben mich berührt, aber wenige haben es geschafft mich zum Weinen zu bringen. Dieses ist ...

Ich habe schon unzählige Bücher gelesen die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen, viele davon haben mich berührt, aber wenige haben es geschafft mich zum Weinen zu bringen. Dieses ist eines davon.
Das Buch beginnt mit einer alten Frau, die durch ihre Stadt schleicht, keiner kennt sie wirklich, doch es gibt Gerüchte. Doch wer war sie wirklich?

Stunden wie Tage erzählt in leisen Worten Marthas Geschichte. Es ist die Geschichte von ganz normalen Menschen die das Pech hatten in einer dunklen Zeit zu leben. Es ist die Geschichte einer Frau die ein kleines Mädchen lieben lernt und es die Geschichte dieses Mädchens das im Nationalsozialismus erwachsen wird.

Ich habe dieses Buch an einem Nachmittag komplett gelesen, Shell Kupferberg erzählt einfach großartig. Obwohl Marha vielleicht nicht die sympathischte Person ist, ist sie doch einzigartig und irgendwie auch liebenswert. Das Buch steckt voller vom echten Leben und erzählt von den Veränderungen die die Zeit mit sich bringt und vom Mut einiger weniger.
Ein emotionaler Roman der mich sehr berührt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2026

Sommerfrische

Reigen in Triest
0

Einmal mehr geht es in das Triest der Kaiserzeit. Zurück zu Bruno Zabini.
Diesesmal verbringt er zusammen mit seiner Freundin Louise und zwei befreundeten Paaren ein paar Tage in Louises Landhaus. Die ...

Einmal mehr geht es in das Triest der Kaiserzeit. Zurück zu Bruno Zabini.
Diesesmal verbringt er zusammen mit seiner Freundin Louise und zwei befreundeten Paaren ein paar Tage in Louises Landhaus. Die drei Paare verbringen ein paar unbeschwerte Tage und merken dabei nicht das sie beobachtet werden...
Dieses Buch unterscheidet sich ein wenig von den Vorhergegangen. Es geht diesesmal sehr ins Private und ich würde es fast als sinnlich bezeichnen. Die eigentlich komplizierte Kombination ist wunderbar beschrieben und die ganze Atmosphäre hat mir gut gefallen.
Günter Neuwirth hat mich mit auf eine Reise 7n die Vergangenheit genommen und dabei eine Mischung aus einer knisternden Urlaubsgeschichte und einem spannenden Roman geschrieben der mich wieder einmal überzeugt hat. Ein toller Schauplatz und originelle Charakter, ein Polizist außerhalb der Norm und Frauen die ihrer Zeit weit voraus sind.
Sehr zu empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

Der Anfang der Prozession

Oberammergau
0

Die Oberammergauer haben die Pest überlebt und dann haben sie ein Gelübde abgelegt. Sie wollen die Christus Prozession spielen und damit verhindern, daß die Pest jemals wieder kommt.
Gesagt getan. Naja ...

Die Oberammergauer haben die Pest überlebt und dann haben sie ein Gelübde abgelegt. Sie wollen die Christus Prozession spielen und damit verhindern, daß die Pest jemals wieder kommt.
Gesagt getan. Naja so leicht ist es dann doch nicht. Das Dorf teilt sich in zwei Lager, die einen sind dafür, die anderen dagegen und auch sonst ist ziemlich viel los in Oberammergau.

Ehrlich gesagt habe ich nicht so einen spannenden und rasanten Roman erwartet. In diesem Dorf ist so viel los, daß einem beim Lesen so manches Mal der Atem stockt. Ob nun die Bewohner untereinander, ein schwedischer Söldner oder der Abt aus Ettal alle mischen mit und alle sind von ihrer Ansicht überzeugt. Allerdings sind sie auch nicht zimperlich dabei ihre Meinung zu vertreten.

Neben den Spannungen im Dorf ist aber natürlich auch die Prozession ein wichtiger Teil des Romanes. Es war wirklich interessant zu lesen, mit wieviel Herzblut die Menschen dahinter standen, denn sie wußten ja noch nicht was sich daraus einmal entwickelt.

Wirklich sehr spannend und rasant.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

Leg dich nicht mit dem Koch an

The House Witch 1
0

The House witch ist ein ganz besonderer Fantasy Roman. Es ist ein eher ruhiges Buch und wer jetzt eindrucksvolle Schlachten und große Helden erwartet ist hier nicht ganz richtig. Wer aber gerne ein witziges ...

The House witch ist ein ganz besonderer Fantasy Roman. Es ist ein eher ruhiges Buch und wer jetzt eindrucksvolle Schlachten und große Helden erwartet ist hier nicht ganz richtig. Wer aber gerne ein witziges Buch voller Magie liest der wird hier viel Freude haben.

Protagonist ist der Koch Fin der in der Küche des Königs anfängt und eigentlich nicht möchte, daß jemand erfährt das er eine Haushexe ist. Doch wie es so oft ist, klappt nichts so wie geplant...

Der Roman bewegt sich tatsächlich fast komplett im Umfeld des Schlosses. Dabei gibt es neben vielen magischen Momenten auch so manche Intriege und Missgunst geht um. Dadurch entwickelt sich eine spannende Geschichte. Aber das was mir an diesem Buch so richtig gut gefallen hat, ist der Witz des Romans. Es gibt so viele witzige Szenen, ich denke da gerne an eine Partie Pflicht oder Wahrheit, für die alleine sich eine Verfilmung schon lohnen würde.

Außerdem mag ich Fin sehr, auf der einen Seite vielleicht etwas egoistisch aber für die Menschen die ihm an Herzen liegen ist er immer da.

Ein Punkt der mir auch sehr gefällt ist, das die Charaktere ganz normale Namen haben, die man sich gut merken kann.

Eine großartige Geschichte voller Magie.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2026

Sehr emotionale Familiengeschichte

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
0

Vergiss nicht zu tanzen Hanna erzählt vom Leben während des Nationalsozialismus aus der Sicht eines Kindes.
Hannas Tochter findet nach deren Tod die Aufzeichnungen ihrer Mutter, die Beginnen als Hanna ...

Vergiss nicht zu tanzen Hanna erzählt vom Leben während des Nationalsozialismus aus der Sicht eines Kindes.
Hannas Tochter findet nach deren Tod die Aufzeichnungen ihrer Mutter, die Beginnen als Hanna in die Schule kommt. Es ist die Geschichte eines Dorfes in dem es eine Kluft zwischen Katholiken und Protestanten gibt, ei er Familie die kämpfen muss und doch zusammen hält, um die Freundschaft und vor allem darum wie sehr sich das Leben während des Nationalsozialismus verändert hat.

Dieser Roman ist komplett aus der Sicht eines Kindes geschrieben, und trotzdem oder gerade deswegen unglaublich emotional. Hanna erzählt ihre Geschichte unglaublich emotional, mit den Augen eines Kindes, das versucht die Welt der Erwachsenen zu verstehen. Der Roman spielt auf dem Lande, der Ort ist kein Kriegsschauplatz, eigentlich idyllischen und trotzdem macht das Regime auch hier nicht halt. Gerade die Einblicke in das normale Leben machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem.

Ein beeindruckendes und noch lange nachhallendes Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere