Bösewichte, Gefühle und viel Chaos
Throne in the DarkDamien ist ein Halb-Dämon und Blutmagier mit der klaren Mission, seinen Vater zu befreien und dabei möglichst böse zu sein. Doch sein Plan gerät ins Wanken, als er auf Amma trifft, eine gutherzige, etwas ...
Damien ist ein Halb-Dämon und Blutmagier mit der klaren Mission, seinen Vater zu befreien und dabei möglichst böse zu sein. Doch sein Plan gerät ins Wanken, als er auf Amma trifft, eine gutherzige, etwas zu neugierige junge Frau, die plötzlich magisch an ihn gebunden ist. Statt sie einfach aus dem Weg zu räumen, sieht er sich gezwungen, sie auf seine Reise mitzunehmen und was folgt, ist eine abenteuerliche Quest voller magischer Kreaturen, seltsamer Begegnungen und unerwarteter Wendungen. Während Damien versucht, seine Rolle als skrupelloser Bösewicht aufrechtzuerhalten, bringt Amma mit ihrer optimistischen Art sein Weltbild gehörig ins Wanken und vielleicht auch sein Herz.
Der Roman spielt bewusst mit klassischen Fantasy-Klischees und mischt sie mit einer ordentlichen Portion Humor und RomCom-Vibes. Dabei lebt vor allem die Dynamik zwischen Damien und Amma von ihren Gegensätzen: grumpy trifft auf sunshine und Zynismus auf Freundlichkeit. Der Schlagabtausch zwischen den beiden sorgt dabei immer wieder für unterhaltsame Momente und funktioniert überraschend gut. Der Humor ist dabei allerdings Geschmackssache. Einige Szenen bringen beim Lesen wirklich zum Lachen und gerade die Kapitelüberschriften sowie Dialoge überzeugen, andere Stellen wirken aber etwas überzogen oder sind unpassend für das Setting. Auchu die moderne, teils sehr lockere Sprache innerhalb einer klassischen Fantasywelt irritiert etwas. Damien allerdings überzeugt als mürrischer Antiheld mit weicherem Kern und einer gewissen Entwicklung im Laufe der Geschichte. Amma hingegen bleibt lange schwer greifbar und wirkt stellenweise etwas eindimensional, bevor sie später mehr Tiefe bekommt. Die Handlung selbst braucht etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen, gewinnt aber vor allem gegen Ende an Stärke. Dafür punktet das Buch auf jeden Fall mit seinen kreativen Ideen, vielen magischen Wesen und einer insgesamt unterhaltsamen Grundstimmung.
Ein ungewöhnlicher Fantasy-Auftakt, der mit Humor, Slow-Burn-Romance und einer ordentlichen Portion Chaos punktet. Nicht jeder Witz zündet und die Geschichte hat ihre Längen, doch die originelle Mischung aus RomCom und Fantasy sowie die besondere Dynamik der Hauptfiguren machen das Buch durchaus empfehlenswert für alle, die Lust auf eine weniger ernste, verspielte Fantasygeschichte haben.