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Veröffentlicht am 08.05.2020

Nach einem spannenden Anfang konnte das Buch leider am Ende nicht überzeugen

Blutige Düne
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Mit diesem Buch bin ich das erste Mal nach Sylt gereist, und zudem war es meine erste Ermittlung mit der Kommissarin Liv Lammers. Bei diesem Buch handelt es sich jedoch nicht um den ersten Teil der Reihe.

Der ...

Mit diesem Buch bin ich das erste Mal nach Sylt gereist, und zudem war es meine erste Ermittlung mit der Kommissarin Liv Lammers. Bei diesem Buch handelt es sich jedoch nicht um den ersten Teil der Reihe.

Der Einstieg in das Buch war ungewöhnlich für mich, da man erst sehr spät, da man erst recht spät die Bekanntschaft von Liv macht. Aber an sich war es für mich ok. Der erste Tote ist Rocco. Der brutale Mord an ihm wird recht detailliert beschrieben, aber auch das war für mich in Ordnung. Durch diesen Mord bekommt man auch bereits die ersten Informationen in welche Richtung man sich mit dieser Geschichte bewegen wird

Die Handlung an sich konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Es gibt sehr viele Handlungsstränge, vor allem am Anfang. Diese bekommen aber nicht wirklich die Zeit sich zu entwickeln. Besonders bei dem Strang rund um Livs Privatleben wird anfangs sehr groß thematisiert. Im letzten Dritten fällt er fast vollständig unter den Tisch. Nur zum Ende wird der dann noch einmal hervorgeholt, aber nicht weitergeführt. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich kann verstehen, dass man Spannung für das nächste Buch aufbauen möchte, aber hier war mir das Ganze dann doch deutlich zu offen.
Die Mordermittlung an sich hat mir aber doch ganz gut gefallen. Diese fand ich logisch aufgebaut und zu großen Teilen nachvollziehbar. Dadurch, dass nicht alles so gradlinig verlief konnte ich miträseln und wurde immer wieder überrascht.
Das Thema dieses Buches hat mich anfangs sehr angesprochen. Leider wurden mir hier im Verlauf der Geschichte dann aber viel zu viele Klischees bedient und dadurch hat mich das Ganze dann teilweise sogar mehr genervt als interessiert. Leider!! Eigentlich hatte ich mich nach der Leseprobe wirklich sehr auf diese Thematik gefreut.

Bei den Figuren habe ich mich leider sehr schwer getan. Liv und ihr Kollege Hennes haben mir wirklich gut gefallen. Liv ist taff, das hat mir gefallen. Auch ihre inneren Konflikte waren für mich gut nachvollziehbar. Hennes und ich haben ein bisschen gebraucht, bis wir uns miteinander angefreundet haben, aber dann hab ich mich immer gefreut von ihm zu lesen. Auch Livs Großmutter und Sanna fand ich gut gelungen. Nicht gefallen haben mir aber fast alle anderen Charaktere. Hier war mir viel zu viel "gut und böse" bzw. "schwarz und weiß" und viel zu viel Klischee.

Insgesamt lässt mich dieses Buch sehr zwiegespalten zurück. Die Mordermittlung und auch der Erzählstil der Autorin haben mir wirklich gut gefallen. Dagegen stehen sehr viele Punkte, die mich nicht überzeugen konnten, wie beispielsweise die nicht beendeten Handlungsstränge, viele nicht aufgeklärte Handlungen und Anspielungen und auch die teilweise in meinen Augen wirklich furchtbare Figurengestaltung. Es wurde einfach zu viel übertrieben. Dies hat mir oftmals den Spaß am Lesen genommen. Daher bekommt dieses Buch von mir 3.5 Sterne, mit einer stärkeren Tendenz zu 3 als zu 4 Sternen. Dennoch werde ich der Autorin im nächsten Band wohl noch einmal eine Chance geben.

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  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 21.03.2020

Von den Wikingern, nach Verdun über Ägypten nach Brügge ... da ist für jeden etwas dabei

Das Buch der Zeit (1). Die steinerne Pforte
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Dieses Buch lag bestimmt 10 Jahre auf meinem SUB. Spontan habe ich nun danach gegriffen, da das so ja nun mal nicht geht.

Insgesamt ist meine Meinung über das Buch etwas zwiegespalten. Es hat mir durchaus ...

Dieses Buch lag bestimmt 10 Jahre auf meinem SUB. Spontan habe ich nun danach gegriffen, da das so ja nun mal nicht geht.

Insgesamt ist meine Meinung über das Buch etwas zwiegespalten. Es hat mir durchaus gefallen, aber vorallem im Anfang sehe ich deutliche Schwächen. Aber der Reihe nach.

Der Einstieg in das Buch ging für mich sehr leicht. Ich mag Zeitreisegeschichten mit jungen/jüngeren Protagonisten sehr gerne. Und auch die Sichtweise eines Jungen (Sam) fand ich sehr erfrischend, denn in meinen bisherigen Zeitreiseromanen (Edelsteintrilogie und Zeitenzauber+ Auf immer-Reihe) wird ja immer alles aus der Sicht eines Mädchens erzählt. Insgesamt braucht das Buch aber doch seine Zeit um bis zur eigentlichen Zeitreise voran zu schreiten. Man erfährt sehr viel über den Protagonisten und sein Umfeld, aber irgendwie war es für mich dann doch ein kleines bisschen zu ausführlich.

Im weiteren Verlauf der Geschichte springt man dann in verschiedene Epochen und in verschiedene Gebiete. Dabei werden die einzelnen Reisen unterschiedlich lang behandelt. Die Reise nach Verdun zur Zeit des ersten Weltkrieges fand ich interessant, war aber aufgrund der sehr wenigen Seiten für mich dann doch etwas zu kurz, um groß in Erinnerung zu bleiben. Die erste Zeitreise in die Zeit der Wikinger, genauer gesagt in ein Kloster, dass von den Wikingern überfallen wurde, fand ich nicht schlecht gemacht. Hier spürt man sehr gut die Unsicherheit von Sam. Besonders gut gefallen haben mir aber die beiden ausführlichen Zeitreisen. Bisher bin ich mir auch noch nicht ganz sicher, ob mir die Zeitreise nach Ägypten oder nach Brügge besser gefallen hat. In Ägypten konnte ich mir das Setting deutlich besser vorstellen. In Brügge war die Geschichte dann wirklich spannend, auch wenn hier der historische Hintergrund etwas verloren wurde (was aber auch ok ist). Insgesamt war die Handlung für mich aber durchaus schlüssig aufgebaut. Auch die kleinen Episoden im hier und jetzt fand ich klasse. Sie haben das Ganze irgendwie aufgelockert und nicht das Buch zu aneinander geklatschten Kurzgeschichten aus verschiedenen Zeiten gemacht.

Die Charaktere, die in den verschiedenen Epochen und an den verschiedenen Zeiten auftauchen fand ich sehr gut gestaltet. Für mich hatten fast alle Charaktere die nötige Tiefe. Bei Sam brauchte ich allerdings ein bisschen um mit ihm warm zu werden. In meinen Augen bekommt diese Figur seinen Charakter und seine Tiefe erst im Laufe der Geschichte, also mit den Erfahrungen die er macht. Daher finde ich auch, dass man bei ihm eine sehr deutliche persönliche Entwicklung erkennt.

Toll dargestellt finde ich auch Lillys fast Stiefvater. Diese eckelige Art von ihm hat mich wirklich mitgerissen und ich kann ihn überhaupt nicht leiden. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass dieser Charakter in den weiteren Bänden noch eine Rolle spielen wird.

Zudem möchte ich noch ein paar Worte über das Cover verlieren. Dieses finde ich persönlich sehr schön. Es zeigt das wichtigste Element im Buch. Zudem hat das Hardcover eine Art Prägung, wodurch es sich beim Lesen einfach gut in der Hand anfühlt. Zudem gefällt mir die schlichte Covergestaltung sehr. Auch das rot finde ich sehr gut gewählt. Ich erinnere mich auch daran, dass ich dieses Buch damals aufgrund des Covers gekauft habe und es auch aufgrund des Covers noch nicht aussortiert wurde. Jetzt darf es erstmal aufgrund seines Covers und seiner Geschichte noch ein bisschen bei mir bleiben.

Band 2 werde ich definitv lesen, auch wenn ich mir diesen noch besorgen muss.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Ghostbusting top, Liebe flop

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Die Grundidee dieses Buches hat mich sofort angesprochen. Ghostbusting kombiniert mit einer Agency und Ermittlungen – das klang nach genau meinem Ding. Und tatsächlich hat mir genau dieser Teil der Geschichte ...

Die Grundidee dieses Buches hat mich sofort angesprochen. Ghostbusting kombiniert mit einer Agency und Ermittlungen – das klang nach genau meinem Ding. Und tatsächlich hat mir genau dieser Teil der Geschichte auch richtig gut gefallen.

Ich hatte mit der Richtung der Geschichte so gar nicht gerechnet, wurde aber positiv überrascht. Der Ghostbusting-Anteil und die Ermittlungen haben mir wirklich Spaß gemacht. Auch der Agency-Aspekt war für mich ein echtes Highlight und hat der Geschichte eine spannende Grundlage gegeben.

Leider konnte mich der Romance-Anteil überhaupt nicht überzeugen. Das angedeutete Love Triangle habe ich zu keinem Zeitpunkt wirklich gespürt. Stattdessen wirkte es oft so, als würde Melody einfach auf jeden Mann mit einem gewissen Hormonchaos reagieren, ohne dass dabei echte Gefühle entstehen. Das hatte für mich stellenweise etwas Unfreiwillig-Komisches und war schwer ernst zu nehmen.

Die Beziehung, die sich im Verlauf entwickelt, ging mir dann zu schnell und war für mich nicht nachvollziehbar. Dadurch konnte ich mich emotional überhaupt nicht darauf einlassen, was den Lesefluss für mich immer wieder gestört hat.

Die Geister und die ganze übernatürliche Komponente hingegen haben mir richtig gut gefallen. Hier hätte ich mir sogar noch mehr Fokus gewünscht, da genau dieser Teil die Geschichte für mich getragen hat.

Insgesamt bleibt für mich ein Buch mit einer wirklich tollen Idee und starken Ansätzen, das mich vor allem im Ghostbusting-Bereich überzeugen konnte, im Romance-Teil aber deutlich verloren hat.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Zwischen Faszination und Frust

Spiel des Lügners
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Optisch macht dieses Buch wirklich einiges her. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und haben direkt meine Aufmerksamkeit geweckt. Auch die Inhaltsangabe klang vielversprechend und ...

Optisch macht dieses Buch wirklich einiges her. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und haben direkt meine Aufmerksamkeit geweckt. Auch die Inhaltsangabe klang vielversprechend und hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht.

Der Einstieg war dann auch wirklich gelungen. Das Setting im Casino fand ich sofort spannend, die Atmosphäre war sehr präsent und intensiv – teilweise fast schon erdrückend, aber gerade am Anfang auch sehr fesselnd. Die Charaktere wirkten zunächst interessant, auch wenn die Handlung zu Beginn noch nicht ganz greifbar war.

Mit der Zeit wurde mir das Setting jedoch fast zu dominant. Die Autorin schafft es zwar, die Stimmung sehr eindringlich zu beschreiben, aber genau das hat für mich irgendwann dazu geführt, dass sich alles sehr schwer und teilweise überladen angefühlt hat. Gleichzeitig rückt die eigentliche Handlung für meinen Geschmack zu sehr in den Hintergrund. Stattdessen nehmen die Beziehungen zwischen den Figuren sehr viel Raum ein und überdecken oft das, was eigentlich passieren sollte.

Besonders im Mittelteil wurde das für mich zum Problem. Die Geschichte zog sich, und ich hatte das Gefühl, dass einfach zu wenig passiert. Das Hin und Her zwischen Nic und Lola konnte mich auf Dauer nicht mehr abholen, auch wenn ich die beiden grundsätzlich mochte.

Auch die Nebencharaktere haben für mich viel Potenzial verschenkt. Abgesehen von Nic, Lola und Enzo bleiben sie sehr blass und wirken eher wie Platzhalter, die nur dann auftauchen, wenn sie gerade gebraucht werden.

Ich habe beim Lesen mehrfach gemerkt, dass ich nicht richtig vorankomme und immer wieder aus dem Lesefluss falle. Deshalb bin ich zwischendurch auf das Hörbuch gewechselt, was dank der guten Vertonung auch gut funktioniert hat. Ohne diese Möglichkeit hätte ich mich vermutlich noch schwerer durch die Geschichte gearbeitet.

Das Ende konnte zumindest wieder etwas Interesse wecken und macht neugierig, wie es weitergeht. Ob ich den finalen Band lesen werde, weiß ich aktuell aber noch nicht.

Insgesamt bleibt für mich ein Buch mit starkem Einstieg und viel Potenzial, das sich für mich im Verlauf jedoch zu sehr verliert und am Ende eher enttäuscht zurücklässt.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Zwischen Interesse und Enttäuschung

Zorn und Morgenröte
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Die Grundidee dieses Buches hat mich von Anfang an angesprochen. Das Setting, die Ausgangssituation und die bekannte Geschichte, auf der alles basiert, haben für mich eigentlich großes Potenzial versprochen.

Leider ...

Die Grundidee dieses Buches hat mich von Anfang an angesprochen. Das Setting, die Ausgangssituation und die bekannte Geschichte, auf der alles basiert, haben für mich eigentlich großes Potenzial versprochen.

Leider hat mich die Umsetzung lange Zeit nicht wirklich erreicht. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, nicht richtig in die Geschichte hineinzufinden. Erst im letzten Drittel kam bei mir so etwas wie echtes Interesse auf, und ich hatte das Gefühl, endlich in der Handlung angekommen zu sein.

Ein großer Kritikpunkt für mich war der Erzählstil. Die vielen Sprünge zwischen Szenen haben es mir schwer gemacht, mich fallen zu lassen. Oft wirkten Szenen zu knapp erzählt, und auch die Dialoge haben sich für mich teilweise leer und wenig bedeutungsvoll angefühlt. Dadurch fehlte mir die Tiefe, die ich für eine solche Geschichte gebraucht hätte.

Auch mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden. Viele Entscheidungen wirkten auf mich nicht nachvollziehbar, und gerade Shazi und Chalid haben mich eher genervt als berührt. Besonders ihre Beziehung konnte mich emotional überhaupt nicht abholen, da sie für mich zu wenig ausgearbeitet war.

Dabei liegt das Problem für mich weniger in der Idee der Handlung, sondern vielmehr in der Umsetzung. Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt, wirkt aber stellenweise blass und wenig ausgeschöpft.

Bis kurz vor dem Ende war ich mir deshalb ziemlich sicher, dass ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde. Das Finale konnte mich dann zumindest etwas versöhnlicher zurücklassen. Es war solide und hat mich dazu gebracht, Band zwei vielleicht doch noch eine Chance zu geben – auch wenn ich mir da selbst noch nicht ganz sicher bin.

Insgesamt bleibt für mich ein Buch mit starker Grundidee, das mich in der Umsetzung jedoch nicht überzeugen konnte.

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