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Veröffentlicht am 26.03.2026

Was ist „normal“?

Sie wollen uns erzählen
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Ozzy ist neun Jahre alt und anders als andere Kinder. Er hat ADHS und daher läuft es in der Schule nicht so glatt. Nun hat er einen Brief der Lehrerin für seine Mutter in der Tasche, denn es ist etwas ...

Ozzy ist neun Jahre alt und anders als andere Kinder. Er hat ADHS und daher läuft es in der Schule nicht so glatt. Nun hat er einen Brief der Lehrerin für seine Mutter in der Tasche, denn es ist etwas passiert. Oz hofft, das irgendetwas geschieht, das seine Mutter Ann ablenkt. Als er nach Hause kommt, ist wirklich etwas eingetroffen. Seine Oma Zilly ist weg.

Die Autorin Birgit Birnbach erzählt diese Geschichte sehr einfühlsam, aber auch so sprunghaft, wie sich Oz und seine Mutter verhalten. Das macht es authentisch, aber auch nicht ganz leicht beim Lesen. Man muss schon konzentriert bleiben.

Ann liebt ihren Sohn und kann sich in ihn einfühlen, da auch sie betroffen ist. Aber das macht es trotzdem nicht leicht für sie, zumal sie alleinerziehend ist. Sie bekommt das Leben der beiden nur schwer geregelt. Als Ann Kind war, wurden sie und ihre Schwester Nell in dem kleinen Dorf als sonderbar betrachtet. Immer wieder eckte Ann an, doch irgendwann hat sie ihren Weg gefunden, auch wenn sie immer noch mit ihren Problemen kämpft. Oft explodiert sie und Oz weiß damit nicht so recht umzugehen und nun muss er seiner Mutter von dem Schlimmen berichten, was in der Schule passiert.

Es ist schwer, wenn die Menschen auf das Anderssein mit Unverständnis reagieren und wenn das Leben immer wieder chaotisch verläuft. Ann versucht ihren Sohn zu schützen, doch sie ist auch total überfordert. Ich konnte gut mit den beiden mitfühlen.

Mit hat dieser einfühlsam erzählte Roman gut gefallen.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein packender Krimi

Dein ist die Sühne
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Theresas Vater wurde vor zwanzig Jahren in einer Halloweennacht erschossen aufgefunden. Alles deutete damals auf einen Raubmord hin. Das lässt Theresa keine Ruhe. Als sie einen kryptischen Hinweis erhält, ...

Theresas Vater wurde vor zwanzig Jahren in einer Halloweennacht erschossen aufgefunden. Alles deutete damals auf einen Raubmord hin. Das lässt Theresa keine Ruhe. Als sie einen kryptischen Hinweis erhält, will sie nun endlich wissen, was wirklich geschah. Sie bittet das LKA den Fall noch einmal aufzunehmen. Aber für die ist der Fall abgeschlossen. Inspektorin Dorothea Keusch ermittelt trotzdem. Doch dann passiert ein Mord im beschaulichen Kufstein.

Dieser Krimi ist der vierte Band aus der Reihe „„Dorothea Keusch ermittelt“. Die Autorin Maria Höfle hat einen flüssigen und packenden Schreibstil. Auch der Handlungsort Kufstein ist sehr gut beschrieben. Der Krimi ist spannend und die Atmosphäre ein wenig düster.

Dorothea Keusch ist eine sympathische Ermittlerin, bei der es privat nicht gut läuft. Sie möchte ihre Fälle lösen und Gerechtigkeit walten lassen, daher nimmt sie sich dieses ungelösten Cold Case an, auch wenn ihre Vorgesetzte und ihr Kollege Konstantin Schmitt das abgelehnt haben. Das bereut sie aber schon bald, als ein Mord geschieht und sie erkennt, dass es besser gewesen wäre, nicht in der Vergangenheit herumzustochern.

Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, wer der Täter ist.

Mir hat dieser spannende Krimi gut gefallen.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Erinnerungen an die unbekannte Urgroßmutter

Anna oder: Was von einem Leben bleibt
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Was bleibt von uns, wenn wir nicht mehr sind? Diese Frage stellte sich auch mir, als ich das Buch las.
Der Autor begibt sich auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna. Weniges ist belegt durch Dokumente ...

Was bleibt von uns, wenn wir nicht mehr sind? Diese Frage stellte sich auch mir, als ich das Buch las.
Der Autor begibt sich auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna. Weniges ist belegt durch Dokumente oder Dinge, vieles mutmaßt er. Er beschreibt, wie ihr Leben verlaufen sein könnte. Dabei lernen wir eine ungewöhnliche Frau kennen, die sich wenig um Konventionen schert.
Anna stammte aus einer armen Familie mit vielen Kindern. Nachdem ihr Vater früh verstorben war, wurde sie in die Niederlande geschickt und kam in einem Kloster unter. Später führte ihr Weg sie dann in das Dorf Cobbenrode im Sauerland, wo sie als Lehrerin arbeiten sollte. Anna ist aber keine Frau, die sich den Erwartungen anderer unterordnet, sie bestimmt selbst, wie sie leben will, auch wenn es ihr nicht einfach gemacht wird. Sie liebt einen jüngeren Mann, wird von seinen Eltern nicht akzeptiert und wartet viele Jahre, bis der Vater von Clemens verstirbt und sie heiraten können. Doch schon bald steht sie mit einem Sohn alleine da. Aber sie lässt sich nicht beirren, tritt ihr Erbe an und leitet den Betrieb, was für eine Frau ihrer Zeit eigentlich nicht möglich war. Auch ihr zweiter Ehemann ist wesentlich jünger als sie und sie wird noch einmal Mutter.
Parallel zu der Geschichte von Anna gibt es auch viele Informationen zum Zeitgeschehen.
Der Erzählstil des Autors Henning Sußebach ist angenehm zu lesen.
Ich habe dieses interessante Buch gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Großvaters Verstand funktioniert noch

Die Rätsel meines Großvaters
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„Die Rätsel meines Großvaters“ ist der zweite Band aus dieser Reihe.
Auch dieses Mal beschäftigen sich die Lehrerin Kaede und ihr dementer Großvater mit Ereignissen und Rätseln. Sie wollen herausfinden, ...

„Die Rätsel meines Großvaters“ ist der zweite Band aus dieser Reihe.
Auch dieses Mal beschäftigen sich die Lehrerin Kaede und ihr dementer Großvater mit Ereignissen und Rätseln. Sie wollen herausfinden, was wirklich geschah. Die Halluzinationen, die den Großvater heimsuchen, sind dabei genauso hilfreich wie die Kombinationsgabe und das breite Wissen ihres Großvaters. Doch es wird auch gefährlich, als ein alter Gegner wieder auftaucht.
Auch dieses Buch ist wunderschön gestaltet und lässt sich sehr angenehm lesen. Ganz nebenbei erfährt man so ein wenig über japanisches Leben und japanische Kultur. Dabei ist es nicht ganz einfach, sich in die fremde Kultur hineinzufinden,
Kaede hat ein inniges Verhältnis zu ihrem Großvater, der unter einer besonderen Form von Demenz leidet, die auch Halluzinationen verursacht. Die Krankheit schreitet fort, aber trotzdem wollen Kaede und ihr Großvater weiter Rätsel lösen. Dabei unterstützen sie auch Freunde.
Es ist schön, dass Kaede so ein besonderes Verhältnis zu ihrem Großvater hat. Ich mochte sie beide. Auch dieses Mal wird es gefährlich für sie und sie müssen sich anstrengen, um auch dieses Problem zu lösen.
Es ist ein ruhiger aber auch spannender Roman, der eine Berührende Großvater-Enkelin-Geschichte erzählt. Mir hat das Buch gut gefallen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Eine Geschichte voller Rätsel

Die Bibliothek meines Großvaters
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Die Lehrerin Kaede hat ein inniges Verhältnis zu ihrem Großvater, der unter einer besonderen Form von Demenz leidet, die auch Halluzinationen verursacht. Er lebt in einem kleinen Haus mit sehr vielen Büchern. ...

Die Lehrerin Kaede hat ein inniges Verhältnis zu ihrem Großvater, der unter einer besonderen Form von Demenz leidet, die auch Halluzinationen verursacht. Er lebt in einem kleinen Haus mit sehr vielen Büchern. Als Kaede auf seltsame Zeitungsausschnitte in einem Buch stößt, will sie das Rätsel lösen. Dazu benötigt sie die Unterstützung ihres Großvaters, der immer noch gut kombinieren kann und sich ein breites Wissen angeeignet hat.
Dieses Buch ist wunderschön gestaltet und lässt sich sehr angenehm lesen. Ganz nebenbei erfährt man so ein wenig über japanisches Leben und japanische Kultur.
Gut gefallen hat mir auch, dass Kaede so ein besonderes Verhältnis zu ihrem Großvater hat. Die beiden waren mir sehr sympathisch. Sie mögen es, Rätsel zu lösen, was ihnen auch gemeinsam – auch dank der Bücher - gelingt. So nach und nach erfahren wir dabei auch die Familiengeschichte der beiden.
Ich fand es spannend mitzuerleben, wie sich nicht nur die einzelnen Rätsel lösen, sondern sich auch mit der Zeit eine Verbindung ergibt. Doch dann kommt ein bedrohlicher Schatten auf Kaede zu. Ob es ihr und ihrem Großvater gelingt, auch das zu lösen?
Es ist eine unterhaltsame und spannende, aber auch berührende Geschichte, die mir gut gefallen hat.

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