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Veröffentlicht am 24.05.2022

Bergers unverhoffte Reise

Bergers unverhoffte Reise
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Ich habe leider etwas gebraucht um meine Meinung zum Buch in Worte zu fassen. Manchmal ist es ratsam in sich zu gehen und auch die geschriebenen Worte wirken lassen zu können.

Vom Klappentext und vom ...

Ich habe leider etwas gebraucht um meine Meinung zum Buch in Worte zu fassen. Manchmal ist es ratsam in sich zu gehen und auch die geschriebenen Worte wirken lassen zu können.

Vom Klappentext und vom Cover her war ich absolut neugierig, was mich erwarten wird. Das schlichte Design mit dem Fisch und dem doch zurückhaltenden Untergrund fand ich mal ganz anders, als die ganzen farbenfrohen, welche man aktuell überall sieht.
Dennoch könnte ich mir vorstellen, das es einigen im Handel nicht auffallen wird durch das doch unscheinbare Äußere.

Für mich war das lesen sehr anstrengend, denn die Schriftgröße ist für mich leider sehr klein im Printbuch. Man hätte diese gern größer wählen können. Aber dies liegt wirklich immer am Leser. Der nächste könnte jetzt sagen es ist okay. Für mich nur etwas, was ich erwähnen möchte. Habe ich doch als Brillenträgerin (kurzsichtig) meine Brille des Öfteren beim Lesen abgenommen. Ein EBook wäre für mich da leider wirklich erfreulicher gewesen. Mir fiel es leider sehr schwer im Buch anzukommen. Nach einigen Seiten musste ich eine Pause machen und ich lese so gern viele Seiten am Stück. Diese ständigen Unterbrechungen haben mir leider etwas den Lesespass genommen.

Insgesamt ist der Schreibstil angenehm zu lesen. Leider gab es für mich einige Wiederholungen, die ich nicht gebraucht hätte. Dadurch zog es sich für mich an einigen Stellen. Was sehr schade ist. Durch die Details und Beschreibungen konnte ich mich super an den Ort des Geschehens träumen. Ich konnte mir das Leben für vier Wochen auf dem Schiff sehr gut vorstellen. Den Geruch der See hatte ich förmlich in der Nase. Auch von den beschrieben Personen konnte ich mir ein gutes Bild zeichnen. Die Charaktere sind so unterschiedlich, aber genau das, macht es besonders.
Die Handlung wird aus zwei Sichtweisen erzählt: der Gegenwart und die Vergangenheit.

Es handelt sich hier um einen sehr interessanten Reisebericht. Der Psychologiestudent Max erhält die Möglichkeit für ein Jahr lang der Hauslehrer bei einer deutschen Familie in Indonesien zu sein. Die Schiffsreise dorthin dauert im Jahr 1970 noch sage und schreibe vier Wochen. Die Familie gehört mit zu den 8 Passagieren, sowie ein Schriftsteller, ein Ehepaar und die Gräfin. Ein Haufen unterschiedlichster Charaktere. Dies wird definitiv ein Erlebnis. Jeder bringt seine Geschichte, seine Emotionen und Dramen mit. Definitiv befinden sich alle auf den Weg nach Asien, aber auch auf dem Weg zu sich selbst. Doch der Fokus der Handlung liegt dennoch weiterhin auf Max.

Insgesamt war es für mich ein Recht gutes Buch, welches aber nicht alle Gedanken und Fragen geklärt hat.

Im Gesamtpaket ich zwischen 3 und 4 Punkten, weshalb ich mich nach einiger Überlegungen für die Mitte entscheide. Somit vergebe ich 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 18.11.2018

my image of you

My Image of You - Weil ich dich liebe
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Melanie L. Moreland - My Image of you weil ich dich liebe

Klappentext

Auch die größte Liebe garantiert kein Für Immer
Als der Fotograf Adam Kincaid nach einem Unfall im Krankenhaus erwacht und sein ...

Melanie L. Moreland - My Image of you weil ich dich liebe

Klappentext

Auch die größte Liebe garantiert kein Für Immer
Als der Fotograf Adam Kincaid nach einem Unfall im Krankenhaus erwacht und sein Blick auf die zuständige Krankenschwester fällt, wähnt er sich im Himmel. Mit ihren roten Locken und den blitzeblauen Augen verdreht Alexandra Robbins Adam sofort den Kopf. Auch für sie ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch irgendetwas hält Alex davon ab, sich Adam hinzugeben und ihm voll und ganz zu vertrauen. Und als Adam ihr Geheimnis enthüllt und ihr hilft, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, sind sie so glücklich, wie zwei Menschen, die sich lieben, nur sein können. Doch dann schlägt das Schicksal unbarmherzig zu ...
"Eine Liebesgeschichte, die auf die Leinwand gehört!" USA Today
Der neue Roman von Bestseller-Autorin Melanie Moreland
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Mein Fazit

Dieses super hübsche Cover und der Klappentext haben mich sofort neugierig gemacht und mein Leseinteresse geweckt.

Der Schreibstil der Autorin ist in sich echt gut und flüssig.
Leider fand ich die Handlung teilweise sehr überspitzt, übertreiben und hat mich dann leider auch etwas genervt.
Der Anfang war echt klasse und bis so zur Hälfte auch alles gut, aber dann gab es ein paar Seiten, da hab ich leider nur noch die Dialoge gelesen.
In sich ist der Gedanke der Handlung echt gut, nur leider etwas zu übertrieben geschrieben. Für mich.
Ich weiss Geschmäcker sind verschieden. Mein Buch war es leider nicht so, auch wenn der Gedanke der Handlung gut ist und mir die ersten 60% echt gut gefallen haben.

Von mir gibt's es 3.5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.03.2026

Variation

Variation
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Rebecca Yarros hat in diesem Buch viele berührenden Themen, wie Second Chance, Verlust und Familiengeheimnisse im Gepäck. Doch mich konnte die Geschichte nicht komplett abholen.

Allie als Protagonistin ...

Rebecca Yarros hat in diesem Buch viele berührenden Themen, wie Second Chance, Verlust und Familiengeheimnisse im Gepäck. Doch mich konnte die Geschichte nicht komplett abholen.

Allie als Protagonistin ist interessant. Sie ist ehrgeizig, verletzlich und geprägt von ihrer Vergangenheit als Ballerina. Ihre Verletzung und der damit verbundene Stillstand in ihrem Leben, sind alles andere als leicht. Auch ihr innerer Konflikt rund um den Verlust ihrer Schwester wird emotional greifbar dargestellt.

Hudson bringt viel Potenzial mit. Seine Rolle als Retter, im wahrsten Sinne des Wortes, und seine Verbindung zu Allie sorgen definitiv für eine starke Grundlage. Die gemeinsame Vergangenheit der beiden ist intensiv und bietet eigentlich viel Raum.

Doch ich hatte leider meine Probleme mit dem Buch.
Die emotionale Tiefe ist zwar da, aber sie wird aus meiner Sicht teilweise nicht immer voll ausgeschöpft. Aber auch an manchen Stellen zu sehr ausgeschlachtet. Einige Konflikte wirken eher oberflächlich abgehandelt oder hätten mehr Raum gebraucht, um wirklich zu wirken. Gerade die Frage, warum Hudson damals gegangen ist, hätte für mich intensiver beleuchtet werden können.
Auch die Nebenhandlung rund um Hudsons Nichte und die Suche nach ihrer leiblichen Mutter ist interessant, fühlt sich aber teilweise etwas überladen an. Es passiert viel, für mich vielleicht sogar etwas zu viel. Außerdem fand ich die Nichte definitiv nicht altersgemäß und mit der Zeit auch sehr unrealistisch.

Die Beziehung zwischen Allie und Hudson hat definitiv schöne und gefühlvolle Momente, aber die Entwicklung ging mir stellenweise zu schnell bzw. nicht tief genug, um mich komplett überzeugen zu können.

Definitiv ein Buch mit starken Themen und viel Potenzial, das mich aber nicht durchgehend packen konnte. Sicher berührend, aber stellenweise etwas zu oberflächlich in der Umsetzung. Gut für zwischendurch, aber sie hat schon deutlich bessere Bücher geschrieben aus meiner Sicht.

Veröffentlicht am 14.03.2026

Where have the stars gone

Where have the Stars gone
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Atmosphärische Slowburn-Romance mit kleinen Schwächen

Mit „Where Have the Stars Gone“ erzählt Michelle C. Paige eine gefühlvolle Slowburn-Romance vor der beeindruckenden Kulisse von Island. Die Geschichte ...

Atmosphärische Slowburn-Romance mit kleinen Schwächen

Mit „Where Have the Stars Gone“ erzählt Michelle C. Paige eine gefühlvolle Slowburn-Romance vor der beeindruckenden Kulisse von Island. Die Geschichte verbindet Musik, Trauerbewältigung und eine zarte Liebesgeschichte.

Saga ist eine interessante Protagonistin, die nach dem Verlust eines wichtigen Menschen versucht, wieder Halt im Leben zu finden. Ihre Flucht in die abgelegenen Highlands wirkt nachvollziehbar und die Natur Islands wird sehr atmosphärisch beschrieben. Man kann sich die rauen Landschaften, die Stille und die Weite gut vorstellen, was der Geschichte eine besondere Stimmung verleiht.

Auch Tyler, der amerikanische Rockstar auf der Suche nach Inspiration, bringt eine spannende Dynamik in die Handlung. Die Begegnungen zwischen ihm und Saga entwickeln sich langsam, was gut zum Slowburn-Aspekt der Geschichte passt.

Allerdings konnte mich die Handlung nicht durchgehend fesseln. Teilweise zieht sich die Geschichte etwas in die Länge und die emotionale Entwicklung bleibt stellenweise eher oberflächlich, obwohl das Thema eigentlich viel Potenzial für Tiefe bietet.

Fazit: „Where Have the Stars Gone“ ist eine ruhige, atmosphärische Romance mit schöner Islandkulisse und musikalischem Flair. Trotz einiger Längen eine solide Geschichte für Fans von gefühlvollen Slowburn-Liebesgeschichten. Insgesamt gute drei Sterne.

Veröffentlicht am 01.02.2026

Happy Place

Happy Place
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Das Buch hat eine schöne Stimmung und beinhaltet starke Themen. Doch leider blieb es für mich emotional auf Abstand. 

„Happy Place“ bringt vieles mit, was von Emily Henry erwartet wird. Es gibt Dialoge ...

Das Buch hat eine schöne Stimmung und beinhaltet starke Themen. Doch leider blieb es für mich emotional auf Abstand. 

„Happy Place“ bringt vieles mit, was von Emily Henry erwartet wird. Es gibt Dialoge on Point, leise Melancholie, eine tolle Dynamik und dieses bittersüße Gefühl von „früher war alles einfacher“.

Die Grundidee von einem getrennten Paar, das für einen letzten gemeinsamen Urlaub die perfekte Beziehung vorspielt, hat definitiv etwas reizvolles.

Für mich ist die Atmosphäre in der Hütte in Maine eindeutig die größte Stärke des Romans. Die Seeluft, die gemeinsamen Erinnerungen und das letzte Mal Zusammensein der Clique fängt stimmungsvolle Momente ein. Definitiv ist viel von dem Charme, den man sich von einer Second-Chance-RomCom erhofft vorhanden. Die Clique wirkt lebendig und gibt der Geschichte einen warmen Rahmen.

Mit Harriet und Wyn hatte ich persönlich allerdings meine Schwierigkeiten. Ihre Beziehung bleibt über weite Strecken sehr rückblickend erzählt, was zwar ihre gemeinsame Vergangenheit greifbar macht, mich aber emotional auf Distanz gehalten hat. Viele Konflikte wirken lange unausgesprochen und unnötig hinausgezögert. Dadurch zieht sich das Tempo stellenweise. Statt prickelnder Spannung oder intensiver Nähe dominieren Unsicherheit und Schweigen. Dies ist zwar realistisch, aber für mich nicht immer fesselnd.

Der Roman fühlt sich für mich insgesamt weniger wie eine klassische RomCom an, sondern mehr wie eine ruhige, nachdenkliche Geschichte über verpasste Chancen und Lebensentscheidungen. Die Frage, ob Liebe allein manchmal einfach nicht reicht ist definitiv präsent. Das ist grundsätzlich gut geschrieben und thematisch stark, hat mich aber nicht so abgeholt wie ich es mir erhofft habe.

Für mich ist dieses Buch ein Roman mit schöner Atmosphäre und ehrlichen Themen, dem jedoch etwas emotionale Intensität und Dynamik fehlt. Für mich eher eine ruhige Second-Chance-Geschichten mit Fokus auf Selbstfindung. Ein solides Buch, aber kein Highlight.