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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

"Es gibt Dinge da draußen, für die es sich lohnt zu sterben."

Imperia - you let the fire in
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Als langjähriger Fan von Dystopien habe ich mich sehr gefreut, einen Abstecher in die Welt von „Imperia“ machen zu dürfen, wofür ich der Autorin herzlich danke.
Wir begleiten die Protagonistin Jara auf ...

Als langjähriger Fan von Dystopien habe ich mich sehr gefreut, einen Abstecher in die Welt von „Imperia“ machen zu dürfen, wofür ich der Autorin herzlich danke.
Wir begleiten die Protagonistin Jara auf ihrem Weg aus einer homogenen Diktatur, in der ausschließlich Frauen leben, hinein in eine freie Welt, in der Menschen grundsätzlich harmonisch zusammenleben – zumindest größtenteils. Die zugrunde liegende Idee fand ich spannend und vielversprechend.
Das Worldbuilding von Imperia selbst fällt eher punktuell aus, da dieser Welt insgesamt nur vergleichsweise wenig Raum im Buch gegeben wird. Der Fokus liegt stärker auf Luces. Für meinen Geschmack hätte eine ausgewogenere Darstellung beider Welten den Kontrast noch intensiver und greifbarer machen können.
Jara ist als Protagonistin interessant angelegt, auch wenn ihr Handeln nicht immer ganz konsistent wirkt. Einige ihrer Denk- und Entscheidungsprozesse konnte ich persönlich nicht vollständig nachvollziehen, was jedoch sicherlich auch eine Frage der individuellen Lesewahrnehmung ist. Der Love Interest Aidan ist klar strukturiert gezeichnet, wirkte auf mich stellenweise jedoch eher problematisch. Die übrigen Charaktere bleiben insgesamt etwas im Hintergrund, sind dabei aber überwiegend sympathisch.
Dank des angenehmen Schreibstils und des durchgehend hohen Spannungsniveaus ließ sich die Geschichte sehr gut lesen. Der Cliffhanger am Ende macht definitiv neugierig darauf, wie es im nächsten Band weitergehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

"Nicht die Gene machen einen Menschen perfekt, sondern sein Wesen."

Echoes of Ashes and Rain - Die Perfekten
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"Echoes of Ashes and Rain" von Caroline Brinkmann hat mich vor allem wegen seiner spannenden Grundidee neugierig gemacht. Eine Welt, in der Menschen genetisch optimiert werden und Perfektion zum höchsten ...

"Echoes of Ashes and Rain" von Caroline Brinkmann hat mich vor allem wegen seiner spannenden Grundidee neugierig gemacht. Eine Welt, in der Menschen genetisch optimiert werden und Perfektion zum höchsten Ideal geworden ist, klingt zunächst faszinierend. Je tiefer man jedoch in die Geschichte eintaucht, desto deutlicher wird, wie beklemmend dieses System eigentlich ist.
Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin diese dystopische Gesellschaft zeichnet. Vieles wirkt durchdacht und gleichzeitig erschreckend plausibel. Immer wieder musste ich beim Lesen darüber nachdenken, was Perfektion überhaupt bedeutet und welchen Preis Menschen bereit sind dafür zu zahlen.
Auch die Handlung konnte mich größtenteils mitreißen. Es gibt einige spannende Entwicklungen und Momente, die neugierig machen und dazu führen, dass man immer noch ein Kapitel weiterlesen möchte. Gerade gegen Ende nimmt die Geschichte noch einmal deutlich an Fahrt auf.
Mit der Protagonistin bin ich insgesamt gut durch die Geschichte gekommen, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht hätte. Einige Entscheidungen wirkten auf mich etwas schnell, und auch manche Nebenfiguren hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Raum bekommen dürfen.
Mir hat das Buch gut gefallen und ich freue mich sehr auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

"Make Revenge sexy again"

Das Signal
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Mit Poznanskis Büchern und mir ist es manchmal ein echtes Auf und Ab. Nachdem mich „Die Burg“ leider nicht überzeugen konnte, bin ich mit entsprechend gemischten Gefühlen, aber auch neuer Hoffnung an „Das ...

Mit Poznanskis Büchern und mir ist es manchmal ein echtes Auf und Ab. Nachdem mich „Die Burg“ leider nicht überzeugen konnte, bin ich mit entsprechend gemischten Gefühlen, aber auch neuer Hoffnung an „Das Signal“ herangegangen – und diesmal wurde ich nicht enttäuscht.
Die Grundidee hat mich sofort abgeholt und wird ohne große Umwege umgesetzt. Eine lange Einführung gibt es nicht, stattdessen wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen. Die Atmosphäre ist von Beginn an düster und beklemmend, und schnell wird klar, dass hier nichts so ist, wie es zunächst scheint. Dieses permanente Gefühl von Unsicherheit trägt stark zur Spannung bei.
Erstaunlicherweise habe ich keinen der Charaktere als besonders sympathisch empfunden. Das hat mich jedoch nicht daran gehindert, mit Viola mitzufiebern. Ihre Figur ist sehr gut ausgearbeitet, komplex und glaubwürdig, während die übrigen Charaktere im Vergleich etwas blasser bleiben. Hier hätte ich mir teilweise mehr Tiefe gewünscht.
Der Plot ist insgesamt recht vorhersehbar, die Auflösung war für mich spätestens ab der Hälfte des Buches absehbar. Dennoch bleibt der Spannungsbogen konstant hoch. Das liegt zum einen am flotten Erzähltempo, zum anderen an der sehr dichten Handlung, die kaum Raum für Verschnaufpausen lässt.
Insgesamt ist „Das Signal“ ein guter, spannender Thriller mit einer starken Idee und einer intensiven Atmosphäre – auch wenn am Ende der große Überraschungsmoment ausbleibt.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

"Atme", sagte die andere Stimme. "Bleib ruhig."

Verstummte Narben: Thriller
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Mit „Verstummte Narben“ habe ich inzwischen das zweite Buch der Julia-Schwarz-Reihe gelesen. Obwohl das erste Buch schon eine Weile zurücklag, fand ich schnell wieder Anschluss an die Handlung. Die Atmosphäre ...

Mit „Verstummte Narben“ habe ich inzwischen das zweite Buch der Julia-Schwarz-Reihe gelesen. Obwohl das erste Buch schon eine Weile zurücklag, fand ich schnell wieder Anschluss an die Handlung. Die Atmosphäre bleibt gewohnt düster und beklemmend. Der Druck, unter dem die Figuren stehen, überträgt sich unmittelbar auf die Lesenden und hält die Spannung über weite Strecken hoch, nur gelegentlich gibt es kurze Atempausen.

Die Hauptfiguren wie auch die Nebencharaktere wirken glaubwürdig und sympathisch, sodass ich ihnen gerne durch die Ereignisse gefolgt bin. Dieses Mal fiel es mir jedoch etwas schwerer, eine tiefere Bindung zu ihnen aufzubauen; stellenweise erschienen sie mir weniger vielschichtig als im vorherigen Band.

Der Kriminalfall ist erneut furchteinflößend und brutal, allerdings waren mir die Parallelen zu „Das Schweigen der Lämmer“ etwas zu auffällig. Dadurch wirkten einige Elemente konstruiert und nicht ganz stimmig.

Trotzdem liest sich das Buch hervorragend, bleibt bis zum Schluss packend und lädt durchgehend zum Miträtseln ein.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

"Tja, Löcher hat die Straße genügend, die sind nur leider nicht groß genug für dich."

Ein Schwur aus kaltem Zorn
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„Ein Schwur aus kaltem Zorn“ schließt an die vorherigen beiden Bände der Reihe an. Wir begleiten erneut den Schmied Karl in der Eifel der Nachkriegszeit, der gemeinsam mit dem Polizisten Peters und der ...

„Ein Schwur aus kaltem Zorn“ schließt an die vorherigen beiden Bände der Reihe an. Wir begleiten erneut den Schmied Karl in der Eifel der Nachkriegszeit, der gemeinsam mit dem Polizisten Peters und der Lehrerin Fräulein Schneebach Verbrechen aufklärt.
Die Bücher beeindrucken durch ihren bildhaften Schreibstil und die daraus resultierende Authentizität. Im aktuellen Teil befinden wir uns ausschließlich in Disselbach und lernen dadurch das eigentlich verschlafene Dorf noch besser kennen. Ich konnte mir die Umgebung dadurch noch lebhafter vorstellen. Die Figuren bleiben authentisch und nachvollziehbar, auch wenn ihre persönliche Entwicklung in diesem Band etwas in den Hintergrund rückt.
War der vorherige Teil eher ruhig und atmosphärisch, bekommen wir hier wieder ordentlich Spannung und ein hohes Tempo. Pausen gibt es kaum. Genau dieser Wechsel zwischen den einzelnen Bänden gefällt mir sehr gut und sorgt dafür, dass die Reihe nicht langweilig wird.

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