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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Manchmal kommt das Leben dazwischen

Zwischen Herz und Pixel
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Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil der Schreibstil so flüssig und leicht ist, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Das Buch ist kein klassischer Liebesroman voller Drama oder großer ...

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil der Schreibstil so flüssig und leicht ist, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Das Buch ist kein klassischer Liebesroman voller Drama oder großer Liebesgeschichten – es ist viel mehr eine Geschichte über die Liebe zu sich selbst und die kleinen, echten Momente des Lebens.
Man kann unglaublich viel aus dem Buch mitnehmen: wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten, wie wertvoll echte Gespräche mit Anderen sind, die wirklich zuhören, und wie bedeutend es ist, sich auf die eigenen Bedürfnisse zu besinnen, statt immer allen alles recht machen zu wollen. Bine lernt in dieser Geschichte, wieder zu sich selbst zu finden, sich selbst zu spüren und ihr Leben bewusst zu gestalten – raus aus dem Alltag, raus aus einem Leben, das sie eigentlich gar nicht leben will.
Besonders berührend ist, wie das Buch zeigt, dass es die kleinen Momente und die echte Aufmerksamkeit Anderer sind, die unser Leben so lebendig machen. Die Geschichte regt dazu an, innezuhalten, auf sich selbst zu hören und die eigenen Gefühle ernst zu nehmen. Und dann dieser kleine Zufall am Ende… einfach perfekt.
Zwischen Herz und Pixel ist ein ruhiges, authentisches Buch, das mit Leichtigkeit und Wärme erzählt. Kein großes Drama, kein extremes Feuerwerk. Einfach das echte Leben, das man fühlen kann.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2026

einfach mal nach Anderswo

Heute fahren wir nach Anderswo
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In dem Bilderbuch Heute fahren wir nach Anderswo von Klaus Baumgart begegnen wir dem kleinen Oscar, der sich schrecklich langweilt und einfach nicht weiß, was er mit sich anfangen soll. Die Welt wirkt ...

In dem Bilderbuch Heute fahren wir nach Anderswo von Klaus Baumgart begegnen wir dem kleinen Oscar, der sich schrecklich langweilt und einfach nicht weiß, was er mit sich anfangen soll. Die Welt wirkt grau, die Zeit zieht sich, und nichts scheint spannend genug zu sein, bis er auf Elfie trifft. Mit ihrer geheimnisvollen Elfenkreide besitzt sie die wunderbare Gabe, ganze Welten zum Leben zu erwecken. Mit ein paar Strichen entstehen Abenteuer, Fantasielandschaften und Wesen, die direkt aus Kinderträumen entsprungen scheinen.
Das Bilderbuch ist dabei selbst ein kleines Kunstwerk. Die Illustrationen wirken bewusst so, als wären sie aus der Hand eines Kindes entstanden. Sie sind lebendig, farbenfroh und voller Bewegung. Ein feuerspeiender Drache, ein zunächst furchteinflößender, dann doch freundlicher Riese, ein leuchtend bunter Elefant und natürlich das magische Auto, das Oscar und Elfie nach Anderswo bringt – jede Seite lädt zum Staunen, Entdecken und Mitträumen ein.
Doch neben all der Fantasie steckt auch so viel Herz in dieser Geschichte. Sie zeigt, wie kraftvoll gemeinsames Erschaffen sein kann. Wie aus Angst Neugier wird und aus vermeintlich „bösen Riesen“ plötzlich freundliche Begleiter. Und sie vermittelt auf zarte Weise eine wichtige Botschaft: Nur weil etwas verschwindet oder kaputtgeht, heißt das nicht, dass alles vorbei ist. Wenn sich eine Tür schließt – oder ein gemaltes Auto vom Regen weggewaschen wird – entsteht Raum für Neues. Für eine neue Idee. Ein neues Abenteuer. Eine neue Möglichkeit. Oder eben, eine neue Türe.
Ein zauberhaftes, warmherziges Buch für unsere kleinsten Mitbewohner – und vielleicht auch eine liebevolle Erinnerung für uns Großen, dass Fantasie immer ein Weg nach Anderswo sein kann.

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  • Charaktere
  • Bilder/Illustrationen
  • Cover
Veröffentlicht am 19.02.2026

Ein Lese-Dufterlebnis

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Ich habe mich so sehr auf auf das Buch gefreut und ich bin absolut verzaubert. Schon die ersten Seiten haben mich direkt an die Côte d’Azur entführt: die Sonne, das Meer, die Düfte – man fühlt sich sofort ...

Ich habe mich so sehr auf auf das Buch gefreut und ich bin absolut verzaubert. Schon die ersten Seiten haben mich direkt an die Côte d’Azur entführt: die Sonne, das Meer, die Düfte – man fühlt sich sofort wie mitten in der Geschichte. Sarah Fleurys Schreibstil ist so warm und flüssig, dass man beim Lesen förmlich die französische Luft riecht und die kleinen Details um sich herum wahrnimmt.
Besonders fasziniert war ich von der Entwicklung der beiden Hauptfiguren, Timothée und Amber. Ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert, wie sie sich ihren Ängsten und Zweifeln stellen, wie sie einander Inspiration und Hoffnung schenken und dabei langsam lernen, sich selbst wieder zu vertrauen. Es ist eine Geschichte über Mut, Selbstfindung und die kleinen Momente des Glücks, die uns das Leben schenkt.
Natürlich ist es eine romantische Geschichte, aber ich habe beim Lesen immer wieder über die feinen Nuancen der Gefühle nachgedacht. Darüber, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben, und dass wahre Begegnungen oft dann passieren, wenn man es am wenigsten erwartet. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit ein Lächeln auf den Lippen, so schön ist es geschrieben.
Fazit: Wer Lust auf eine sommerliche, gefühlvolle Romance mit französischem Flair hat, wird es definitiv lieben. Ich habe jede Seite genossen und kann es nur von Herzen weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Freundschaft und Einsamkeit

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte
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Wer hätte gedacht, dass mich ein Kinderbuch schon auf der ersten Seite berühren kann? Ich mochte von Anfang an, wie liebevoll das kleine Gespenst dargestellt wird. Hier geht es nicht um Grusel, sondern ...

Wer hätte gedacht, dass mich ein Kinderbuch schon auf der ersten Seite berühren kann? Ich mochte von Anfang an, wie liebevoll das kleine Gespenst dargestellt wird. Hier geht es nicht um Grusel, sondern um ein Gefühl, das so viele kennen: das Alleinsein. Dass es sich danach sehnt, Freunde zu finden und eine Übernachtungsparty zu feiern, macht es sofort sympathisch und zugänglich auch für ganz junge Zuhörer.
Ich fand es besonders schön, wie die Geschichte zeigt, dass es in Ordnung ist, sich manchmal ängstlich oder unsicher zu fühlen, und dass Freundschaft Zeit und Mut braucht. Die Suche nach Gesellschaft wird nicht als Drama erzählt, sondern als ein kleines Abenteuer mit Hoffnung und Freude am Ende. Die Figuren – sei es das Gespenst oder die Tiere, die es trifft – sind so herzlich beschrieben, dass man sie direkt ins Herz schließt.
Die Illustrationen von Gareth Ryans tragen unglaublich viel zur Stimmung bei. Sie wirken warm und einladend, sie spiegeln sowohl die Dunkelheit des Schlosses als auch die Lichtblicke des Abends wider. Gerade für Kinder ab drei Jahren eignet sich das Buch wunderbar zum Vorlesen, weil es genug Text und Bilder bietet, um gemeinsam in die Welt einzutauchen.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Botschaft auf subtile Weise: Alleinsein ist kein Makel, sondern ein Gefühl, das gehört und verstanden werden darf, und Freundschaft ist etwas Wertvolles, das sich entwickelt. Für mich ist Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte ein liebevoller, tröstlicher Begleiter für kleine Leser und ihre Familien.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Viel Gefühl

Fine und die Linden
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In Fine und die Linden von Karl-Heinz Nebel steht nicht das Spektakuläre im Mittelpunkt, sondern das, was sich langsam entwickelt: Erinnerungen, Bindungen, das Gefühl von Heimat. Fine wächst in einer Umgebung ...

In Fine und die Linden von Karl-Heinz Nebel steht nicht das Spektakuläre im Mittelpunkt, sondern das, was sich langsam entwickelt: Erinnerungen, Bindungen, das Gefühl von Heimat. Fine wächst in einer Umgebung auf, die stark von Natur und Dorfleben geprägt ist. Besonders die Linden ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sie sind Treffpunkt, Orientierung, Konstante und irgendwann auch Symbol für das, was vergeht oder sich verändert.
Die Handlung begleitet Fine durch prägende Momente ihres Aufwachsens. Es geht um Nähe, um kleine Verschiebungen im Leben, um Erfahrungen, die einen leise, aber dauerhaft prägen. Vieles wird nicht groß erklärt, sondern zeigt sich in Stimmungen und Begegnungen. Gerade dadurch wirkt die Geschichte glaubwürdig und nahbar.
Was berührt, ist dieses Gefühl von Verwurzelung und gleichzeitig die Erkenntnis, dass nichts für immer bleibt. Orte verändern sich, Menschen auch. Trotzdem tragen wir bestimmte Bilder und Gerüche, bestimmte Plätze im Herzen weiter. Genau dieses Spannungsfeld fängt der Roman ein.
Wer Geschichten mag, die sich Zeit für Atmosphäre nehmen und in denen Natur und Erinnerungen eng miteinander verwoben sind, wird hier viel finden. Es ist ein Buch, das weniger durch große Wendungen wirkt, sondern durch das, was man beim Lesen spürt.

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