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Veröffentlicht am 30.03.2026

Liebe nebenan

Four nights together - London Hearts 4
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„Four nights together – London Hearts“ von Valentina Fast und Lorena Schäfer ist der vierte und abschließende Band ihrer romantischen London Hearts Reihe.
Wenn es eine gibt, die in der Londoner WG an ...

„Four nights together – London Hearts“ von Valentina Fast und Lorena Schäfer ist der vierte und abschließende Band ihrer romantischen London Hearts Reihe.
Wenn es eine gibt, die in der Londoner WG an die große Liebe glaubt, dann ist es wohl Gemma. Bisher war sie unerschütterlich auf der Suche nach ihrer wahren Liebe, wie sie sie aus ihrer eigenen Familie kennt. Doch der schwere Verrat in ihrer letzten Beziehung hat sie zutiefst erschüttert und zu einer Dating-Auszeit getrieben. Leider kursieren plötzlich auf dem Campus fiese Gerüchte über Gemma, mit denen sie überhaupt nicht klarkommt. Ausgerechnet ihr verhasster Nachbar Henry sorgt jedoch mit seinem spontanen Eingreifen dafür, dass dies ein Ende hat. Jetzt glauben aber alle, dass Gemma und Henry ein Paar sind, sogar ihre Familien. Henry sieht darin eine Chance, seine heimliche Traumfrau endlich von sich zu überzeugen. Nur Gemma ahnt nichts und will einfach nur ihr Herz schützen.

Mit diesem Buch müssen wir uns von der Londoner WG und den vier Mädels verabschieden, was gar nicht so leicht fällt. Die beiden Autorinnen haben sich die beiden Lieblingsfeinde Gemma und Henry für das Finale aufgehoben und das ist echt eine gute Entscheidung. Ich mochte ihre Schlagabtausche schon ab dem ersten Teil und bereits dort konnte man ahnen, dass Henry einen totalen Crush auf Gemma hat, für den sie komplett blind war.
Gemma war immer auf der Suche nach ihrem persönlichen Mr. Right und dabei auch recht kompromisslos. Das wird ihr nun plötzlich vorgeworfen, was alte Unsicherheiten in ihr hochkommen lässt. Ich mag ihre direkte und lebensfrohe Art, aber sie behandelt Henry schon ziemlich fies, ungerecht und voreingenommen.
Henry ist vielleicht ein muskulöser Rugbyspieler aus reichem Elternhaus, aber er ist auch freundlich, loyal und einer von den Guten. Sein Herz gehört schon lange Gemma und es hat mir oft leidgetan, wie stur sie sich an ihre Vorurteile klammert.
Eine klassische Fake-Beziehung und ein Only-One-Bed Trope führen natürlich zu immer stärkerem Knistern, welches letztendlich sogar Gemma spürt. Wir dürfen uns auf eine Gefühlsachterbahn freuen und vielleicht auch auf ein viertes Happy End in der sympathischen WG.

Mein Fazit:
Ein schöner Abschluss, der von mir sehr gern eine Leseempfehlung erhält!

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Beste Freunde

Grumpy Darling
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„Grumpy Darling“ von Alexandra Moody ist der zweite Band ihrer süßen Young Adults Sports Romance Reihe Darling Devils.
Grayson Darling ist wohl der gefürchtetste Teil der Darling Devils, denn er ist nicht ...

„Grumpy Darling“ von Alexandra Moody ist der zweite Band ihrer süßen Young Adults Sports Romance Reihe Darling Devils.
Grayson Darling ist wohl der gefürchtetste Teil der Darling Devils, denn er ist nicht nur ein erfolgreicher Eishockeyspieler der Ransom Devils, sondern riesig, wortkarg und äußerst abweisend. Sein Resting Grump Face weicht nur in Anwesenheit einer Person auf, seiner besten Freundin Paige, in die er seit Jahren heimlich verliebt ist. Paige ahnt leider nichts davon und so bittet sie ihn tatsächlich, ihr dabei zu helfen, endlich ihren ersten Kuss zu erleben. Sie hat inzwischen mitbekommen, dass Gray auf alle anderen Jungs ziemlich abschreckend wirkt, doch jetzt soll er ihr Wingman sein. Das kann Gray natürlich nicht zulassen und so setzt er alles daran, damit Paige endlich erkennt, dass ihr perfekter Partner bereits näher ist als sie denkt.

Alexandra Moody setzt in ihrer Fortsetzung auf eine Friends-to-Lovers, in der einer der Beteiligten seit Jahren schwer verliebt ist und die Andere davon rein gar nichts mitbekommt. Der lockere und leichte Schreibstil liest sich genauso gut wie im Vorgänger, den man jedoch nicht zwingend braucht, um der Handlung zu folgen.
Paige ist ein absoluter Sonnenschein, aber für Graysons Gefühle dermaßen blind, dass es schon nicht mehr auszuhalten ist. Ich mochte ihre individuelle und liebenswerte Art, mit der sie einfach etwas besonderes ist. Das empfindet natürlich auch Gray, der mir oft leidtat, wenn Paige mal wieder völlig unempfänglich für jegliche Signale war.
Die Entwicklung ihrer Beziehung braucht trotz ihrer tiefen und vertrauten Verbindung einige Zeit, die sie von der Autorin auch bekommen. Wenn die knisternden Funken und die Romantikherzchen einmal fliegen, sind sie aber nicht mehr aufzuhalten. Grays Brüder dürfen die witzigen Sidekicks sein und seine Wingmen, die ihm bei der Eroberung seiner großen Liebe mehr oder weniger hilfreich zur Seite stehen. Das ist natürlich sehr unterhaltsam und genau wie im ersten Band einfach zuckersüß.

Mein Fazit:
Hier gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

More Drama

King of Campus
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„King of Campus“ von Lily Red ist eine heftige Enemies-to-Lovers Romance und der Auftakt ihrer Montreal College Reihe.
Kelsey Cooper ist wenig erfreut, als es vom sonnigen Kalifornien ins wesentlich kältere ...

„King of Campus“ von Lily Red ist eine heftige Enemies-to-Lovers Romance und der Auftakt ihrer Montreal College Reihe.
Kelsey Cooper ist wenig erfreut, als es vom sonnigen Kalifornien ins wesentlich kältere Montreal geht, wo ihr alleinerziehender Dad der neue Rektor des elitären Montreal College wird. Schon gleich bei ihrer Ankunft wird klar, dass nicht nur das Wetter eisig ist, sondern auch die Begrüßung der Studenten. Matthew Leblanc ist der selbsternannte King of Campus und er hat nicht vor, sich in seiner Regentschaft durch irgendwelche Regeln des neuen Rektors einschränken zu lassen. Er hat jedoch nicht mit Kelsey gerechnet, die sich von seinen Machosprüchen und Pranks nicht einschüchtern lässt, sondern mit gleicher Härte zurückschlägt. Bald dreht sich alles nur noch um ihren persönlichen Krieg gegeneinander, bei dem für alle sehr deutlich ist, dass Hass hier nicht das vorherrschende Gefühl sein kann.

Der Debütroman von Lily Red ist eine College und Sports Romance, die in Kanada spielt. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von Kelsey und Matt erzählt, so dass man die Emotionen hautnah mitbekommt und schnell eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen kann. Das fiel mir bei Kelsey deutlich leichter, da Matt anfangs alles andere als sympathisch rüberkommt.
Kelsey ist tough, direkt und impulsiv, denn sie stürzt sich ohne zu zögern in jede Schlacht. Sie ist aber auch verletzlich und sensibel, was sie vor den meisten Menschen verbirgt. Ihre leidenschaftliche Hassliebe für Matt eskaliert immer wieder und manchmal will man ihnen einfach nur sagen, dass sie sich endlich ein Zimmer nehmen sollen. Ich mag ihren Charakter aber richtig gern, vor allem ihre Unerschrockenheit und ihren Beschützerinstinkt. Sie ist wie eine gezogene Handgranate und man weiß nie, wo sie als nächstes detonieren wird.
Matt ist arrogant, selbstbezogen und ein rücksichtsloser Bully, dem seine Opfer völlig egal sind, bis auf Kelsey. Es fiel mir am Anfang echt schwer, irgendetwas positives an ihm zu finden, denn außer der knisternden Chemie zwischen ihm und Kelsey war da nicht viel. Im Laufe der Handlung lernt man ihn jedoch besser kennen und so werden auch ein paar gute Facetten an ihm deutlich, die es nachvollziehbarer machen, warum sich Kelsey in ihn verlieben könnte.
Die feurigen Schlagabtausche und die funkensprühende Gefühlsachterbahn haben mir wirklich gefallen, aber ich denke auch, dass es dafür nicht unbedingt über 700 Seiten gebraucht hätte. Irgendwann wiederholt sich einfach nur zum tausendsten Mal das hin und her zwischen Kelsey und Matt, bevor es dann, und das ist das schlimmste, in einem Cliffhanger mit jeder Menge offenen Fragen endet. Ich habe im letzten Teil des Buches irgendwann geahnt, dass die Auflösung nicht mehr kommen wird, aber trotzdem war es ein WTF-Moment. Es können wir nur auf die Fortsetzung warten, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit Kelsey und Matt weitergehen wird.

Mein Fazit:
Gelungenes Debüt, für das ich 4,5 Sterne vergebe!

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Neue Liebe

Three words unspoken - London Hearts 3
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„Three words unspoken – London Hearts“ von Lorena Schäfer und Valentina Fast ist der dritte Band ihrer gefühlvollen London Hearts Reihe.
Alle vier Freundinnen in der Londoner WG sind glücklich vergeben, ...

„Three words unspoken – London Hearts“ von Lorena Schäfer und Valentina Fast ist der dritte Band ihrer gefühlvollen London Hearts Reihe.
Alle vier Freundinnen in der Londoner WG sind glücklich vergeben, aber der Schein trügt. Gerade die zurückhaltende Neve, die schon seit der Schulzeit mit ihrer ersten Liebe Jay zusammen ist, muss ich in letzter Zeit fragen, ob sie in ihrer langjährigen Beziehung tatsächlich noch glücklich ist. Ihre Zweifel verstärken sich, als der Zwillingsbruder ihrer Freundin Pippa vorübergehen in die WG zieht und bei Neve ein unerwartetes Knistern auslöst. Theo schreit förmlich nach Troublemaker und ist bekannt für seine unverbindlichen Flirts. Trotzdem fühlt sich Neve immer stärker zu ihm hingezogen, obwohl sie weiß, dass er London schon bald wieder verlassen will. Und auch Theo ist von Neve hingerissen, doch seine eigenen Dämonen suchen ihn immer wieder heim.

Wer die beiden Vorgängerteile gelesen hat, für den mag es überraschend kommen, dass es gerade bei dem vermeintlich stabilen Traumpaar Neve und Jay kriselt. Lorena Schäfer und Valentina Fast lassen die ruhige und harmoniebedürftige Neve ihre Beziehung hinterfragen, und dass meiner Meinung nach völlig zurecht.
Neve darf endlich ihre eigenen Entscheidungen fällen, auch wenn in der Vergangenheit nicht alles schlecht war. Manchmal entwickelt man sich eben nicht miteinander, sondern leider auseinander, und nicht jede erste Liebe ist für die Ewigkeit perfekt.
Ich finde das Thema glaubwürdig und gut ungesetzt, vor allem, da sich Neve erst mit Jay auseinandersetzt, bevor sie ihre Gefühle für Theo näher erforscht. Theo entspricht auf den ersten Blick eher einem herzensbrechenden Bad Boy, aber er verbirgt dahinter nur seine eigenen Ängste und Schuldgefühle. Deshalb mochte ich auch ihn, genau wie Neve, die mit ihren manchmal nerdigen Eigenheiten absolut liebenswert ist.
Die Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren funktioniert und auch das Tempo ihrer Beziehung ist genau richtig gewählt. Jetzt fehlt nur noch Gemma und ich freue mich auf das Finale.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Tödliche Liebe

Limerence
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„Limerence“ von H. C. Dolores ist der erste Band ihrer düsteren Fated Fixation Dilogie, in der Liebe eine besondere Definition erhält.
Poppy ist seit vier Jahren Stipendiatin an der teuren und exklusiven ...

„Limerence“ von H. C. Dolores ist der erste Band ihrer düsteren Fated Fixation Dilogie, in der Liebe eine besondere Definition erhält.
Poppy ist seit vier Jahren Stipendiatin an der teuren und exklusiven Lionswood Prep. Ihre Herkunft macht sie absolut unsichtbar und zu einer klaren Außenseiterin, aber immerhin hat es Poppy schon fast bis zu ihrem Abschluss geschafft. Ihr Unsichtbarkeitsstatus ändert sich aber schlagartig, als der einzige andere Stipendiat unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt und Poppy den Täter von Tatort fliehen sieht. Adrian Ellis ist der strahlende Golden Boy der Lionswood Prep und so unfassbar reich und beliebt, dass es gar keine Steigerung mehr geben kann. Nur Poppy erkennt die Dunkelheit und den finsteren Abgrund in seinen Augen, der sich nun auf sie richtet, als sie ihre Beobachtung erwähnt. Sie spürt die tödliche Gefahr, aber auch die ganz besondere Anziehung, denn auch Poppy hat einige dunkle Geheimnisse.

Die gesamte Handlung wird aus Poppys Perspektive erzählt und anfangs habe ich mich gefragt, ob ich nicht auch ein Kapitel aus Adrians Sichtweise lesen möchte. Letztendlich funktioniert die spannende Story aber auch so und am Ende vermisst man nichts.
Der Schreibstil von H.C. Dolores konnte durchgehend mitreißen. Es wird manchmal sehr düster, aber es gibt auch humorvolle Momente und Leichtigkeit. Die Grenzen zwischen Liebe und Besessenheit verschwimmen hier permanent und die beiden Hauptcharaktere haben einen fragwürdigen moralischen Kompass. Die Autorin erzählt aber auch die Hintergründe dazu, so dass man ihr Verhalten ansatzweise nachvollziehen kann. Das macht es trotzdem noch lange nicht akzeptabel, aber wir sind hier ja in einer fiktiven Dark Romance.
Die Dynamik zwischen Poppy und Adrian ist absolut faszinierend und ich mochte vor allem, dass sich Poppy nicht einschüchtern lässt und immer sie selbst und knallhart bleibt. Sie trifft letztendlich ihre eigenen Entscheidungen und wird nicht zu einer manipulierbaren Puppe, wie es stellenweise den Anschein machen könnte. Adrian ist in Poppys Gegenwart ein völlig anderer, aber er bleibt grundsätzlich immer der reuelose Manipulator, der wortwörtlich über Leichen gehen würde. Trotzdem schafft es die Autorin, dass man auch mit ihm irgendwie mitfühlen kann und es einem stellvertretend das Herz bricht.
Jetzt bin ich nur noch neugierig, wie es nach dem heftigen Cliffhanger weitergehen wird.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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