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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Sonnenseite eines Landes

Südkorea
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Südkorea zählt heute zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und erfreut sich international wachsender Beliebtheit – vor allem durch K-Pop und K-Dramen. Doch das Land hat weit mehr zu bieten als seine popkulturellen ...

Südkorea zählt heute zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und erfreut sich international wachsender Beliebtheit – vor allem durch K-Pop und K-Dramen. Doch das Land hat weit mehr zu bieten als seine popkulturellen Exporte. In diesem Buch werden kompakt und leicht verständlich verschiedene Aspekte der „Sonnenseite“ Koreas vorgestellt. Leserinnen und Leser erhalten einen ersten Einblick in Kultur, Alltag und Besonderheiten des Landes, begleitet von modernen, stimmungsvollen Illustrationen, die das Gelesene visuell unterstreichen.



Das Buch ist insgesamt informativ und enthält einige Fakten, die selbst mir noch neu waren. Besonders positiv fallen die liebevoll gestalteten Illustrationen auf, die sehr gut zum Thema passen und das Lesen angenehm begleiten.

Allerdings wird schnell deutlich, dass der Fokus stark auf den positiven Seiten Südkoreas liegt. Viele Aspekte wirken dadurch etwas romantisiert. Zwar ist nachvollziehbar, warum diese Entscheidung getroffen wurde, doch entsteht so ein etwas einseitiges Bild – vor allem für Leserinnen und Leser, die bisher kaum Berührungspunkte mit dem Land hatten.

Laut Internet richtet sich das Buch an Kinder ab etwa 10 Jahren. Meiner Einschätzung nach könnte es für diese Zielgruppe stellenweise zu wenig spannend sein, es sei denn, es handelt sich um besonders wissbegierige Kinder. Inhaltlich bietet es zwar interessante Informationen, doch die Aufbereitung wirkt eher ruhig als mitreißend.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Format des Buches. Es ist relativ groß, was das Lesen im Alltag etwas unhandlich macht. Zudem erinnert die Aufmachung auf den ersten Blick an ein Bilderbuch für jüngere Kinder, weshalb ich im Laden vermutlich daran vorbeigegangen wäre. Zwar kommen die Illustrationen dadurch besonders gut zur Geltung, doch der erste Eindruck kann hier täuschen.

Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass es eine Version für Erwachsene geben könnte: mit mehr Hintergrundinformationen, einer ausgewogeneren Darstellung – auch der Schattenseiten – und einem handlicheren Format. Mit dem bestehenden Schreibstil und den gelungenen Illustrationen würde ich eine solche Ausgabe definitiv kaufen.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Das Feuer

Tee? Kaffee? Mord! Eine düstere Prophezeiung
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Eine Wahrsagerin läuft aufgeregt durch Earlsraven und verkündet, dass Nathalies Hotel mit Pub „Black Feather“ in Flammen steht. Alarmiert eilt Nathalie sofort zum Gebäude – doch dort angekommen ist nichts ...

Eine Wahrsagerin läuft aufgeregt durch Earlsraven und verkündet, dass Nathalies Hotel mit Pub „Black Feather“ in Flammen steht. Alarmiert eilt Nathalie sofort zum Gebäude – doch dort angekommen ist nichts zu sehen: kein Rauch, kein Feuer, keine Spur eines Brandes. Auch die herbeigerufene Feuerwehr kann nichts feststellen. Alles scheint ein Fehlalarm gewesen zu sein.

Einige Zeit später findet im Gemeindehaus von Earlsraven eine Feier im Rahmen einer Miniaturausstellung statt. Verschiedene Künstler präsentieren dort ihre detailreichen Werke – darunter auch ein Modell des „Black Feather“. Die Stimmung ist ausgelassen, doch sie kippt abrupt, als es tatsächlich zu einem Brand kommt. Nach den Löscharbeiten wird das ganze Ausmaß sichtbar: Inmitten der verkohlten Überreste wird eine Leiche entdeckt. Offenbar ist die Person im Feuer ums Leben gekommen.

Doch schnell wird klar, dass mehr hinter dem Vorfall steckt. Noch bevor die endgültige Todesursache feststeht, beginnen Nathalie und ihre Freunde, eigene Nachforschungen anzustellen. Sie wollen herausfinden, wer der Tote ist und ob es sich wirklich um einen tragischen Unfall handelt – oder ob das Feuer nur Teil eines viel größeren Geheimnisses ist. Dabei stoßen sie auf Ungereimtheiten, die immer neue Fragen aufwerfen und sie tiefer in den Fall hineinziehen.



Wieder einmal ein gelungener Fall, ganz im Stil der Reihe. Man hat beim Lesen oft eine Ahnung davon, was passiert sein könnte, doch kleine Details lenken einen immer wieder in die falsche Richtung. Genau das macht den Reiz aus – denn am Ende fragt man sich, warum man nicht schon früher darauf gekommen ist.

Neben dem eigentlichen Kriminalfall entwickelt sich auch die übergreifende Handlung weiter, was die Geschichte noch lebendiger und die Figuren umso sympathischer macht. Die Mischung aus Spannung, Atmosphäre und Charakterentwicklung ist erneut sehr gelungen.

Ich freue mich wie immer schon auf den nächsten Teil.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Die Podcaster

This Story Might Save Your Life
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Joy und Benny betreiben gemeinsam den erfolgreichen Podcast „This Story Might Save Your Life“, mit dem sie zahlreiche Hörer begeistern. Ihr Leben scheint perfekt zu laufen – bis Joy plötzlich spurlos verschwindet. ...

Joy und Benny betreiben gemeinsam den erfolgreichen Podcast „This Story Might Save Your Life“, mit dem sie zahlreiche Hörer begeistern. Ihr Leben scheint perfekt zu laufen – bis Joy plötzlich spurlos verschwindet. Doch sie ist nicht allein: Auch ihr Ehemann ist wie vom Erdboden verschluckt. Nur ihr Hund bleibt zurück, als stummes Zeichen dafür, dass etwas ganz und gar nicht stimmt.

Für Benny ist sofort klar, dass mehr hinter dem Verschwinden steckt. Entschlossen setzt er alles daran, seine beste Freundin zu finden. Auf der Suche nach Hinweisen stößt er auf einen geheimen Ordner, in dem sich Joys unveröffentlichtes Manuskript für ihre geplante Biografie befindet. Während er darin liest, eröffnet sich ihm – und auch den Leserinnen und Lesern – eine völlig neue Perspektive auf Joys Leben und die Ereignisse der letzten Zeit.

Mit jedem Kapitel des Manuskripts kommen dunkle Geheimnisse ans Licht, die alles in ein anderes Licht rücken. Parallel dazu spitzt sich die Lage in der Gegenwart zu: Ein schockierender Fund in einem nahegelegenen Wald bringt die Ermittlungen in eine neue Richtung – und plötzlich gerät ausgerechnet Benny selbst ins Visier der Polizei. Die Grenze zwischen Wahrheit und Täuschung verschwimmt zunehmend, und die Frage, wem man noch trauen kann, wird immer drängender.



Die Geschichte ist spannend und clever aufgebaut. Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen der Gegenwart und den Auszügen aus Joys Manuskript. Dadurch bleibt man als Leser ständig im Ungewissen und hinterfragt immer wieder, wie die Ereignisse wirklich einzuordnen sind.

Man fiebert intensiv mit Benny mit und hofft die ganze Zeit, dass er seine beste Freundin – vielleicht sogar den wichtigsten Menschen in seinem Leben – lebend wiederfindet. Gleichzeitig tun sich im Manuskript immer tiefere Abgründe auf, mit denen man zu Beginn der Geschichte niemals gerechnet hätte.

Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse: Plot-Twists und Verschwörungen jagen einander, sodass man kaum Zeit hat, alles zu verarbeiten. Und schließlich bleibt man einfach sprachlos zurück.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Zwischen Badehäusern und Altersheimen

The Seoul Season
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Maya reist nach Seoul, um geeignete Drehorte für eine neue Serie zu finden, die dort spielen soll. Da sie jedoch kein Koreanisch spricht, gerät sie immer wieder in unangenehme und oft auch peinliche Situationen.

Jae-ho ...

Maya reist nach Seoul, um geeignete Drehorte für eine neue Serie zu finden, die dort spielen soll. Da sie jedoch kein Koreanisch spricht, gerät sie immer wieder in unangenehme und oft auch peinliche Situationen.

Jae-ho hat vor Kurzem eine Skulpturengalerie eröffnet und erhält überraschend die Chance, seine Werke in einem Museum auszustellen. Was jedoch niemand weiß: Ihm fehlt die Inspiration für neue Arbeiten – die kreative Muse hat ihn verlassen.

Als Maya seine Galerie betritt, ist für sie sofort klar: Genau das ist der Hauptschauplatz, nach dem sie gesucht hat. Doch Jae-ho, der eher grimmige und zurückhaltende Besitzer, lehnt es strikt ab, seine Galerie als Drehort zur Verfügung zu stellen. Entschlossen, ihn umzustimmen, bittet Maya ihn stattdessen, sie bei der weiteren Locationsuche zu begleiten.

So beginnt eine ungewöhnliche Zusammenarbeit, bei der die beiden verschiedene mögliche Drehorte erkunden – und dabei immer wieder Szenen und „Dates“ der Serienprotagonisten nachspielen. Was als rein berufliche Zweckgemeinschaft startet, entwickelt sich langsam zu etwas Tieferem. Ohne es zu merken, inspirieren und unterstützen sie sich gegenseitig – sowohl in ihrer Arbeit als auch in ihrer persönlichen Entwicklung.



Die Geschichte ist unglaublich herzerwärmend. Besonders der Schreibstil hat mir sehr gefallen: Die Beschreibungen sind lebendig und haben mich sofort in die Handlung hineingezogen. Das Buch schafft eine gelungene Balance zwischen Humor und ernsten Momenten, wodurch eine angenehme Mischung entsteht.

Auch die romantischen und sinnlichen Szenen („Spice“) haben mich diesmal positiv überrascht – statt mich zu stören, haben sie mich gefesselt und neugierig weiterlesen lassen.

Die Serie, die Maya plant, wäre zwar persönlich nicht mein Fall und auch das Konzept spricht mich nicht wirklich an. Trotzdem habe ich ihr von Herzen gewünscht, dass sie damit Erfolg hat. Insgesamt könnte ich mir sehr gut eine Fortsetzung vorstellen – die Geschichte bietet definitiv Potenzial für einen zweiten Teil.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Ja-Sager

Das Zauberwort heißt Nein!
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Kater Fiete ist ein besonders hilfsbereiter Kater. Er hat seine Freunde sehr gern und möchte ihnen immer helfen. Deshalb fällt es ihm unglaublich schwer, ihnen eine Bitte abzuschlagen. Ganz egal, wie gefährlich, ...

Kater Fiete ist ein besonders hilfsbereiter Kater. Er hat seine Freunde sehr gern und möchte ihnen immer helfen. Deshalb fällt es ihm unglaublich schwer, ihnen eine Bitte abzuschlagen. Ganz egal, wie gefährlich, anstrengend oder unangenehm diese auch sein mag – Fiete sagt einfach immer „Ja“.

Eines Tages klettert er auf einen hohen Baum, weil eine Freundin ihn gebeten hat, etwas für sie herunterzuholen. Der Baum ist hoch, der Aufstieg schwierig und Fiete hat eigentlich ein mulmiges Gefühl. Doch weil er seine Freunde nicht enttäuschen möchte, macht er sich trotzdem auf den Weg nach oben.

Während er dort hinaufklettert, beobachtet ihn eine kleine Maus. Sie wundert sich sehr über Fietes Verhalten und fragt ihn schließlich, warum er immer alles für seine Freunde erledigt. Für Fiete ist die Antwort ganz klar: Für ihn gehört das zur Freundschaft dazu. Freunde helfen einander schließlich immer.

Doch die Maus sieht das etwas anders. Sie erklärt Fiete, dass Freundschaft nicht bedeutet, immer alles mitzumachen. Manchmal darf man auch an sich selbst denken. Dafür hat sie ein ganz besonderes Zauberwort: „Nein“.

Zunächst glaubt Fiete nicht daran, dass dieses Wort wirklich helfen kann. Er hat Angst, seine Freunde könnten dann traurig oder sogar böse auf ihn sein. Doch nach und nach traut er sich, das Zauberwort auszuprobieren. Und tatsächlich merkt er, dass sich viele Probleme auch lösen lassen, ohne dass er sich selbst in unangenehme oder gefährliche Situationen bringt.

Seine Freunde sind darüber allerdings nicht besonders begeistert. Schließlich waren sie es gewohnt, dass Fiete immer sofort „Ja“ sagt. Schnell sind sie sich einig: Die Maus muss verschwinden!



Eine sehr kurze Geschichte, die jedoch genau zur Zielgruppe passt. Kinder lernen auf einfache und verständliche Weise, dass sie nicht alles mitmachen müssen, nur um anderen zu gefallen. Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und auch einmal „Nein“ sagen zu dürfen.

Die Illustrationen sind bunt, freundlich und angenehm gestaltet. Sie unterstützen die Geschichte sehr gut und machen das Buch besonders für jüngere Kinder ansprechend.

Ich bin überzeugt, dass dieses Buch in jeden Kindergarten gehört. Auch viele Familien sollten es im Bücherregal haben, denn gerade Kinder müssen erst lernen, dass es völlig in Ordnung ist, nicht immer ein „Ja-Sager“ zu sein.

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