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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2022

Das vegane Rezept für die Liebe

The Sky in your Eyes
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Die Winternächte in Island sind lang. Aber Elín mag die Dunkelheit. Allein am Strand, unter dem endlosen Sternenhimmel, konnte sie trotzdem nicht vergessen, was ihr Ex-Freund über sie sagte. Über ihren ...

Die Winternächte in Island sind lang. Aber Elín mag die Dunkelheit. Allein am Strand, unter dem endlosen Sternenhimmel, konnte sie trotzdem nicht vergessen, was ihr Ex-Freund über sie sagte. Über ihren Körper. Über ihr Gewicht. Bis die Selbstzweifel wieder so laut wurden, dass nicht einmal das Rauschen der Wellen sie übertönen konnte. Als sie Jón in einem Kochkurs traf, war sie sich sehr unsicher. Jón ist charmant, charmant, lustig – und fasziniert von ihr. Elíns Herz raste in seiner Nähe, fror innerlich jedes Mal ein, wenn er sie berührte. Denn wie konnte sie sich nach all dem mit Ihrem Ex wieder fallen lassen?

Ich konnte kaum aufhören. Die Charaktere sind sehr gut gemacht und ich konnte Elín sehr oft sehr gut verstehen. Es war auch nicht zu langatmig geschrieben, hatte vor dem ersten Kochkurs echt bedenken, doch es war spannend und ich habe neues gelernt.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2024

Geheime Mission

Der Insasse
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Guido T. hat bereits zwei grausame Kindermorde gestanden und die Berliner Polizei zu den verstümmelten Leichen geführt. Doch nun schweigt er beharrlich. Auf Anraten seiner Anwältin weigert er sich, weitere ...

Guido T. hat bereits zwei grausame Kindermorde gestanden und die Berliner Polizei zu den verstümmelten Leichen geführt. Doch nun schweigt er beharrlich. Auf Anraten seiner Anwältin weigert er sich, weitere Aussagen zu machen. Während er im Hochsicherheitstrakt einer psychiatrischen Einrichtung einsitzt, sind die Ermittler überzeugt: Guido T. ist auch für die Entführung des sechsjährigen Max verantwortlich, der vor einem Jahr spurlos verschwand. Doch ihnen fehlen belastbare Beweise. Alles, was sie haben, sind Indizien – zu wenig, um eine Verurteilung zu erreichen oder den Fall endgültig aufzuklären. Ohne ein Geständnis bleibt Max' Schicksal ungeklärt, und seine Eltern müssen weiterhin in quälender Ungewissheit leben, unfähig, Abschied zu nehmen.
Monate nach Max' Verschwinden wendet sich ein Ermittler der Mordkommission mit einem radikalen Vorschlag an den verzweifelten Vater. Seine Idee: Den Vater als verdeckten Ermittler in die Psychiatrie einzuschleusen. Mit einer gefälschten Krankenakte und einer neuen Identität soll er sich als Patient in das Gefängnis-Krankenhaus einschleusen lassen, in dem Guido T. eingesperrt ist. Ziel ist es, dem mutmaßlichen Mörder so nahe wie möglich zu kommen, sein Vertrauen zu gewinnen – und ihn schließlich zu einem Geständnis zu bringen.
Doch was als verzweifelter Versuch beginnt, die Wahrheit ans Licht zu bringen, entwickelt sich zu einem Albtraum. Denn die Ungewissheit über Max' Schicksal, so quälend sie auch sein mag, ist nichts im Vergleich zu dem, was der Vater hinter den verschlossenen Türen der Psychiatrie herausfinden wird. Als Insasse des Hochsicherheitstrakts wird er mit einer schockierenden, grausamen Wahrheit konfrontiert, die alles verändert …

Das Buch hat mir wirklich super gefallen! Die Geschichte war spannend und hat mich insgesamt sehr gut unterhalten. Zwar gab es ein paar Stellen, die sich für mich etwas in die Länge gezogen haben, aber rückblickend hat alles perfekt zusammengepasst und die längeren Passagen ergaben am Ende absolut Sinn. Es war beeindruckend, wie die einzelnen Elemente der Handlung am Schluss so stimmig zusammengeführt wurden.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn die Gefahr, etwas Entscheidendes zu spoilern, ist einfach zu groß. Dieses Buch lebt von seinen überraschenden Wendungen und Enthüllungen, die ich niemandem vorwegnehmen möchte. Wer es liest, wird sicher selbst merken, wie clever und gut durchdacht die Geschichte ist!

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Alfie zurück auf Hallwood Hall

Bunburry - Schatten über Hallwood Hall
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Alfie weiß noch immer erstaunlich wenig über seine verstorbene Tante Augusta. Um mehr über ihr Leben und ihre Vergangenheit herauszufinden, schlägt sein bester Freund Oscar vor, eine Biografie über sie ...

Alfie weiß noch immer erstaunlich wenig über seine verstorbene Tante Augusta. Um mehr über ihr Leben und ihre Vergangenheit herauszufinden, schlägt sein bester Freund Oscar vor, eine Biografie über sie zu schreiben. Die Idee begeistert Alfie – nicht nur, weil er seiner Tante näherkommen möchte, sondern auch, weil er sich dadurch intensiver mit dem Schreiben beschäftigen kann.

Um erste Erfahrungen zu sammeln, meldet er sich für ein Schreibseminar an. Dieses findet ausgerechnet in Hallwood Hall statt – einem Ort, der für Alfie alles andere als neutral ist. In der Vergangenheit hatte er dort eine Leiche entdeckt und war sogar selbst unter Mordverdacht geraten. Die Rückkehr dorthin weckt daher gemischte Gefühle.

Schon zu Beginn des Kurses wird Alfie klar, dass er unter den Teilnehmenden eine Ausnahme ist: Während alle anderen bereits Schreiberfahrung mitbringen, steht er noch ganz am Anfang. Diese Unsicherheit ist ihm deutlich anzumerken und sorgt für einige peinliche Momente.

Doch das Seminar nimmt schnell eine unerwartete Wendung. Als eine Teilnehmerin plötzlich abreist und dabei einen Großteil ihres Gepäcks zurücklässt, wird Alfie misstrauisch. Für ihn passt das Verhalten nicht zusammen, und er beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Schon bald gerät er erneut in eine Situation, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint.



Nachdem mich der vorherige Band nicht vollständig überzeugen konnte, hat mich diese Geschichte wieder deutlich mehr gepackt. Besonders die Beziehung zwischen Alfie und Emma geht mir sehr ans Herz – obwohl sie gar nicht im Mittelpunkt steht und nur dezent erzählt wird, wirkt sie umso intensiver.

Ich bewundere die Autorin dafür, wie geschickt sie es schafft, den aktuellen Fall mit den übergeordneten Handlungssträngen zu verbinden. Trotz der vergleichsweise wenigen Seiten gelingt es ihr, sowohl die Spannung als auch die Entwicklung der Hauptgeschichte voranzutreiben, ohne dass es überladen wirkt.



Veröffentlicht am 30.03.2026

Sonnenseite eines Landes

Südkorea
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Südkorea zählt heute zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und erfreut sich international wachsender Beliebtheit – vor allem durch K-Pop und K-Dramen. Doch das Land hat weit mehr zu bieten als seine popkulturellen ...

Südkorea zählt heute zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und erfreut sich international wachsender Beliebtheit – vor allem durch K-Pop und K-Dramen. Doch das Land hat weit mehr zu bieten als seine popkulturellen Exporte. In diesem Buch werden kompakt und leicht verständlich verschiedene Aspekte der „Sonnenseite“ Koreas vorgestellt. Leserinnen und Leser erhalten einen ersten Einblick in Kultur, Alltag und Besonderheiten des Landes, begleitet von modernen, stimmungsvollen Illustrationen, die das Gelesene visuell unterstreichen.



Das Buch ist insgesamt informativ und enthält einige Fakten, die selbst mir noch neu waren. Besonders positiv fallen die liebevoll gestalteten Illustrationen auf, die sehr gut zum Thema passen und das Lesen angenehm begleiten.

Allerdings wird schnell deutlich, dass der Fokus stark auf den positiven Seiten Südkoreas liegt. Viele Aspekte wirken dadurch etwas romantisiert. Zwar ist nachvollziehbar, warum diese Entscheidung getroffen wurde, doch entsteht so ein etwas einseitiges Bild – vor allem für Leserinnen und Leser, die bisher kaum Berührungspunkte mit dem Land hatten.

Laut Internet richtet sich das Buch an Kinder ab etwa 10 Jahren. Meiner Einschätzung nach könnte es für diese Zielgruppe stellenweise zu wenig spannend sein, es sei denn, es handelt sich um besonders wissbegierige Kinder. Inhaltlich bietet es zwar interessante Informationen, doch die Aufbereitung wirkt eher ruhig als mitreißend.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Format des Buches. Es ist relativ groß, was das Lesen im Alltag etwas unhandlich macht. Zudem erinnert die Aufmachung auf den ersten Blick an ein Bilderbuch für jüngere Kinder, weshalb ich im Laden vermutlich daran vorbeigegangen wäre. Zwar kommen die Illustrationen dadurch besonders gut zur Geltung, doch der erste Eindruck kann hier täuschen.

Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass es eine Version für Erwachsene geben könnte: mit mehr Hintergrundinformationen, einer ausgewogeneren Darstellung – auch der Schattenseiten – und einem handlicheren Format. Mit dem bestehenden Schreibstil und den gelungenen Illustrationen würde ich eine solche Ausgabe definitiv kaufen.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Das Feuer

Tee? Kaffee? Mord! Eine düstere Prophezeiung
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Eine Wahrsagerin läuft aufgeregt durch Earlsraven und verkündet, dass Nathalies Hotel mit Pub „Black Feather“ in Flammen steht. Alarmiert eilt Nathalie sofort zum Gebäude – doch dort angekommen ist nichts ...

Eine Wahrsagerin läuft aufgeregt durch Earlsraven und verkündet, dass Nathalies Hotel mit Pub „Black Feather“ in Flammen steht. Alarmiert eilt Nathalie sofort zum Gebäude – doch dort angekommen ist nichts zu sehen: kein Rauch, kein Feuer, keine Spur eines Brandes. Auch die herbeigerufene Feuerwehr kann nichts feststellen. Alles scheint ein Fehlalarm gewesen zu sein.

Einige Zeit später findet im Gemeindehaus von Earlsraven eine Feier im Rahmen einer Miniaturausstellung statt. Verschiedene Künstler präsentieren dort ihre detailreichen Werke – darunter auch ein Modell des „Black Feather“. Die Stimmung ist ausgelassen, doch sie kippt abrupt, als es tatsächlich zu einem Brand kommt. Nach den Löscharbeiten wird das ganze Ausmaß sichtbar: Inmitten der verkohlten Überreste wird eine Leiche entdeckt. Offenbar ist die Person im Feuer ums Leben gekommen.

Doch schnell wird klar, dass mehr hinter dem Vorfall steckt. Noch bevor die endgültige Todesursache feststeht, beginnen Nathalie und ihre Freunde, eigene Nachforschungen anzustellen. Sie wollen herausfinden, wer der Tote ist und ob es sich wirklich um einen tragischen Unfall handelt – oder ob das Feuer nur Teil eines viel größeren Geheimnisses ist. Dabei stoßen sie auf Ungereimtheiten, die immer neue Fragen aufwerfen und sie tiefer in den Fall hineinziehen.



Wieder einmal ein gelungener Fall, ganz im Stil der Reihe. Man hat beim Lesen oft eine Ahnung davon, was passiert sein könnte, doch kleine Details lenken einen immer wieder in die falsche Richtung. Genau das macht den Reiz aus – denn am Ende fragt man sich, warum man nicht schon früher darauf gekommen ist.

Neben dem eigentlichen Kriminalfall entwickelt sich auch die übergreifende Handlung weiter, was die Geschichte noch lebendiger und die Figuren umso sympathischer macht. Die Mischung aus Spannung, Atmosphäre und Charakterentwicklung ist erneut sehr gelungen.

Ich freue mich wie immer schon auf den nächsten Teil.