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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2022

Absoluter Pageturner!

Emerdale 1: Two Sides of the Dark
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Nachdem ich viel Gutes über "Two Sides of the Dark" gehört habe, musste ich das Buch einfach so früh wie möglich haben und lesen. Schnell ist es ganz oben auf meiner Wunschliste gelandet, wo es glücklicherweise ...

Nachdem ich viel Gutes über "Two Sides of the Dark" gehört habe, musste ich das Buch einfach so früh wie möglich haben und lesen. Schnell ist es ganz oben auf meiner Wunschliste gelandet, wo es glücklicherweise nicht lange bleiben sollte.

Taylor ist in einer geheimen Forschungsstation namens Emerdale aufgewachsen, die sich auf Genmanipulation spezialisiert hat. Als sie von dort flüchtet, trifft sie in LA auf Jo, einen Schauspieler, der seine Karriere nach einem Unfall an den Nagel hängen musste. Beide wollen ihre Vergangenheit am liebsten einfach nur vergessen, ein normales Leben leben und kommen sich langsam näher. Doch die zurückliegenden Ereignisse haben ihre Klauen in sie geschlagen und holen sie schon bald wieder ein..

Wow! Ich hatte ja schon damit gerechnet, dass mich "Two Sides of the Dark" sehr überzeugen würde - die Geschichte klang einfach grandios und auch das, was ich bisher über das Buch gehört oder gelesen habe, sprach für sich. Dass es mich dann aber so sehr packen würde, dass ich es selbst mit Kopfschmerzen nur widerwillig mitten in der Nacht aus der Hand legen konnte, hätte ich nicht gedacht.

Alexandra Flint erzählt die Geschichte im Ich-Erzähler abwechselnd aus der Perspektive von Taylor und Jo. Ihr Schreibstil las sich unheimlich flüssig, zog mich schnell in den Bann dieses dystopischen Thrillers und ließ mich kaum los. Jedes mal, wenn ich mir vorgenommen habe, nur noch ein Kapitel zu lesen, wurden 2, 3, 4 und mehr daraus. Es war mir fast unmöglich, die Augen vom digitalen Papier zu nehmen und den Reader wegzulegen!

In Taylor und Jo konnte ich mich unfassbar gut einfühlen. Beide Figuren haben schon einiges erlebt und benehmen sich dementsprechend. Sie beide wirkten sehr authentisch auf mich und haben mich vollkommen überzeugt, in ihren Bann gezogen und mitgerissen. Die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen ihnen gefiel mir sehr und konnte mich berühren.
Die anderen Figuren blieben blasser, was ich aber überhaupt nicht schlimm fand. Sie überzeugten mich trotzdem, der Fokus lag halt einfach auf Taylor und Jo.

Die Story ist unfassbar spannend. Die Flucht, das langsame Ankommen, nur um dann von der Vergangenheit eingeholt zu werden.. dazwischen eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte.. gefiel mir so gut! Das Buch ist ein absoluter Pageturner und ich konnte wirklich nur sehr schwer Lesepausen machen - selbst als mir die Augen vor Erschöpfung schon zugefallen sind, konnte ich an nichts anderes denken als weiter zu lesen!
Das ganze Konzept, die Idee ist so interessant und einfach richtig spannend und mitreißend umgesetzt. Meine Gedanken kreisten sich nur noch darum, was wohl als Nächstes geschieht.

Das Ende ist ein ganz fieser Cliffhanger und ich muss gestehen, dass ich kurz dazu geneigt war, meinen Reader an die Wand zu werfen. Hätte nichts gebracht, keine Lesegeräte wurden verletzt. Es verspricht einen mindestens genau so packenden zweiten Band, den ich jetzt schon kaum noch erwarten kann.

"Two Sides of the Dark" ist ein absoluter Pageturner. Die Idee ist unheimlich interessant, das Buch unfassbar spannend, es ließ mich einfach nicht los!

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Veröffentlicht am 17.03.2022

Supernatural Feeling für junge Leser*innen

Creepy Chronicles – Bloß nicht den Kopf verlieren!
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Als ich "Creepy Chronicles: Bloß nicht den Kopf verlieren!" entdeckt habe, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Horror für Kinder voll mit Humor, Spannung und Monsterjäger - genau meins! Als ...

Als ich "Creepy Chronicles: Bloß nicht den Kopf verlieren!" entdeckt habe, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Horror für Kinder voll mit Humor, Spannung und Monsterjäger - genau meins! Als ich es dann schon vor Erscheinen lesen durfte, habe ich mich unfassbar gefreut.

Auf ihrer letzten gemeinsamen Jagd geraten Padraig und sein Vater in einen Hinterhalt. Als letzten Ausweg sieht Padraigs Vater eine geheimnisvolle Sigille und als Padraig wieder zu sich kommt, fehlt sowohl von den Monstern als auch von seinem Vater jede Spur. Entgegen der Anweisung macht sich Padraig auf die Suche nach ihm und stößt dabei auf einen Hinweis, der ihn zu einem Fall von verschwundenen Frauen führt. Gemeinsam mit Brandon, dem Betreiber des Blogs "Creepy Chronicles", und Hannah macht er sich auf die Suche nach dem Monster, das hinter den Vermisstenfällen steckt und irgendwie mit dem Verschwinden seines Vaters zusammenhängt..

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Padraig und Brandon im Ich-Erzähler. Zwischendurch werden Beiträge aus Brandons Blog oder Einträge aus dem Handbuch von Padraigs Vater eingebunden, was mir sehr gefiel. Unterstrichen wird das Ganze von Illustrationen aus der Feder von Falk Holzapfel, die mir richtig gut gefielen. Sie brachten das Düstere sehr gut rüber. Sergio Dudlis Schreibstil las sich wunderbar flüssig und voll Humor, der mich Grinsen ließ.

Die Story fing sofort voller Action an und ging auch so weiter, es ist vollgepackt mit Spannung und zieht den Lesenden in eine düstere Atmosphäre. Das Ganze hat mich total an eine "Supernatural"-Folge erinnert - natürlich in Buchform und für eine jüngere Zielgruppe. Gefiel mir richtig, richtig gut und hat mich wunderbar unterhalten und sehr gepackt.
Der Verlauf ist zwar ohne größere Überraschungen, kam mir aber auch nicht vorhersehbar vor und konnte mich sehr fesseln und mitreißen.
Das Ende lässt einiges offen und macht unheimlich viel Bock auf einen zweiten Band.

Die Charaktere konnten mich ebenfalls sehr überzeugen. Padraig, Brandon und Hannah könnten nicht unterschiedlicher sein, spielten als Gruppe aber toll zusammen. Sie sind authentisch dargestellt und haben mich mitgerissen. Über Hannah hätte ich mir allerdings ein paar mehr Infos gewünscht, sie kam mir im Vergleich doch ein bisschen blasser vor.

Das Setting in Schottland und die Monsterwelt mit den Monsterjägern fand ich richtig cool und ich hätte zu gern noch viel mehr darüber gelesen.

Insgesamt ist "Creepy Chronicles: Bloß nicht den Kopf verlieren!" ein sehr toller Auftakt für diese düstere Monsterjäger-Reihe voll Humor. Das Buch konnte mich sehr packen und ich freu mich schon sehr auf mehr!

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Toller Auftakt!

Der Onyxpalast - Wo die Toten tanzen
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Unter der Erde. Der Regen wurde stärker und prasselte im Takt meiner Gedanken zu Boden. - Seite 7

Auf "Der Onyxpalast: Wo die Toten tanzen" war ich richtig gespannt. Ich habe zwar schon ein paar Bücher ...

Unter der Erde. Der Regen wurde stärker und prasselte im Takt meiner Gedanken zu Boden. - Seite 7

Auf "Der Onyxpalast: Wo die Toten tanzen" war ich richtig gespannt. Ich habe zwar schon ein paar Bücher von Stefanie Lasthaus im Regal stehen, allerdings habe ich, wie ich zugeben muss, bisher noch nichts von ihr gelesen. Als ich dann dieses Schätzchen entdeckt habe, wusste ich, dass ich das ganz bald ändern muss.

Als Gwens Bruder Vander plötzlich stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Er hinterlässt nicht nur eine schmerzhafte Lücke, kurz darauf taucht auch noch ein Unbekannter auf und bedroht ihre Familie. In ihrer Verzweiflung begibt sie sich kurzerhand ins Reich der Toten, um ihren Bruder zurückzuholen. Dort landet sie im Onyxpalast, wo ein Totenball stattfindet.. und auf dem sie auf Aran trifft, den Herrscher der walisischen Unterwelt, der auf gar keinen Fall erfahren darf, dass ihr Herz noch schlägt.

Alleine der Klappentext hat mich schon so überzeugt, dass ich wusste, dass ich nicht um den Auftakt dieser Trilogie herumkomme. Todesgötter und Forbidden Romance? Yes, please!

Zugegeben, den Start empfand ich als ein klein wenig... hmm. Auf den ersten Seiten kam ich noch nicht so richtig in die Geschichte rein, obwohl ich diese theoretisch von Anfang an sehr mochte. Ich habe es einfach... nicht gefühlt und obwohl ich nicht das Gefühl hatte, dass es sich holprig liest, war es irgendwie... unflüssig, falls das Sinn ergibt. Nach rund 70 oder 80 Seiten legte sich das komplett und ich konnte vollkommen ins Reich der Toten abtauchen, wurde sogar so sehr gepackt, dass ich bis 2 in der Nacht gelesen habe. Wenn mir zu dem Zeitpunkt nicht schon die Augen zugefallen wären, hätte ich bis zum Schluss durchgezogen.

Unsere Protagonistin Gwen war mir direkt sympathisch. Sie hat gerade ihren Bruder verloren und plötzlich wird ihre Familie bedroht.. ich fand es sehr nachvollziehbar, dass sie in dem Moment nach allen Möglichkeiten sucht und letztendlich ihrem Bruder ins Reich der Toten folgt, da die Grenzen zwischen den Reichen in Cardiff, wo sie lebt, besonders durchlässig sind. Insgesamt konnte sie mich sehr überzeugen.

Ich fand es so faszinierend, wie Stefanie Lasthaus hier verschiedene Mythologien miteinander verbunden hat, allen voran natürlich die walisische. So trifft man nicht nur auf Aran, den walisischen Totengott, sondern auch auf beispielsweise Hades, Hel oder Osiris. Das Worldbuilding war grandios und hatte so richtig coole Gothic Vibes und die Atmosphäre war etwas düsterer, was ich geliebt habe.

Die Story hat mich wirklich sehr gepackt und ich fand sie mega gut. Die verschiedenen Mythologien, an jeder Ecke Machtspiele oder Intrigen.. es war einfach so spannend und es ist mir wirklich schwergefallen, das Buch zur Seite zu legen. Ab und zu hatte ich das Gefühl, dass es sich ein klitzekleines bisschen zieht, das wäre aber Meckern auf hohem Niveau.
Auch die Forbidden Romance habe ich soo gefühlt. Es ist Slow Burn und hat mich einfach mitgerissen.

Am Ende hätte ich am liebsten sofort zum zweiten Band gegriffen, der Cliffhanger ist schon ein bisschen gemein. Ich kann es kaum erwarten, herauszufinden, wie es mit Gwen, Aran und Co. weitergehen wird!

Mein Fazit:
"Der Onyxpalast: Wo die Toten tanzen" ist ein verdammt guter Auftakt für diese Romantasy Trilogie. Ich liebe diese eher düstere Atmosphäre, die Gothic Vibes, das Worldbuilding hat mich fasziniert und ich mochte die Kombination aus verschiedenen Mythologien so sehr. Nach einem für mich etwas holprigen Start konnte ich das Buch kaum zur Seite legen und hätte am liebsten direkt mit dem zweiten Band weitergemacht.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Cozy Romance zum Wohlfühlen

Copenhagen Cinnamon 1. Delicate
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4,5 Sterne

Der Deckenventilator über uns kreist. Sehen kann ich ihn in der Dunkelheit nur schemenhaft, aber ich spüre seinen Wind, der über meine verschwitzte Haut streicht. - 1%

"Copenhagen Cinnamon: ...

4,5 Sterne

Der Deckenventilator über uns kreist. Sehen kann ich ihn in der Dunkelheit nur schemenhaft, aber ich spüre seinen Wind, der über meine verschwitzte Haut streicht. - 1%

"Copenhagen Cinnamon: Delicate" klang nach dem perfekten cozy read. Setting im herbstlichen Kopenhagen in einem Coffee Shop und die Story hat mich direkt sehr angesprochen. Ich war richtig gespannt, was mich hier erwartet.

Stefanie Neeb erzählt abwechselnd aus Sicht von Mads und Jonna im Ich-Erzähler. Das mag ich immer total gern und auch hier hat es mir richtig gut gefallen und es passte einfach sehr zur Story. Ihr Schreibstil las sich toll, rasend schnell und sie ließ sofort eine wirklich cozy Stimmung aufkommen, die mich gefangen genommen hat. Ich konnte den Kaffee-Duft schon fast riechen.

In Jonna konnte ich mich richtig gut hineindenken. Ganz spontan fängt sie im "Copenhagen Cinnamon" an und wird schnell ein fester Teil des Teams. Sie war mir total sympathisch, sie wirkt wie ein richtiger Sonnenschein, den man einfach mögen muss. Auch Mads, der Chef des Cafés, gefiel mir sehr. Er war mir an sich auch schnell sympathisch, obwohl er recht verschlossen ist, sich immer mal wieder zurückzieht und irgendetwas verbirgt.

Was das ist und wie sehr die Vergangenheit von Jonna und Mads miteinander verwoben ist.. hätten beide sich wohl niemals ausmalen können und das war auch etwas, womit ich selbst nicht gerechnet habe. Neben der wirklich sehr gemütlichen Lovestory mit dem Setting im Café, das mir wirklich unfassbar gut gefallen hat, enthält das Buch auch noch eine.. etwas düstere Seite. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern. Das Ganze ist viel tiefgründiger und emotionaler, als ich zu Beginn gedacht habe.

Ein Punkt, der mir auch richtig gut gefallen hat: Die Romance kommt ganz ohne unnötiges Drama aus. Ich mochte die Dynamik zwischen Jonna und Mads richtig gern, mochte es, wie sie sich langsam angenähert haben. Das war wirklich schön zu lesen.

"Copenhagen Cinnamon: Delicate" ist der Auftakt einer (so weit ich weiß) Dilogie und Band 2 erscheint jetzt auch schon bald. In dem Buch stehen andere Charaktere im Mittelpunkt, die man hier schon kennengelernt hat. Ich hoffe, dass wir auch Jonna und Mads wiedersehen werden und ich freue mich schon richtig auf das Buch!

Mein Fazit:
"Copenhagen Cinnamon: Delicate" ist ein richtig schöner Auftakt für die Reihe, der sich wie ein kuscheliger Herbsttag anfühlt. Es ist wirklich cozy, romantisch und tiefgründiger als ich erwartet habe. Es hat zwar knapp nicht zum Highlight gereicht, ich kann das Buch aber wirklich nur empfehlen und ich freu mich schon auf den zweiten Band.

Veröffentlicht am 03.03.2026

Wilde Mischung aus Humor und Brutalität - absolut unterhaltsam!

Dungeon Crawler Carl
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Die Transformation ereignete sich etwa gegen 02.23 Uhr morgens pazifischer Standardzeit. Soweit ich es beurteilen kann, war jeder, der sich zu diesem Zeitpunkt in einem Gebäude aufhielt, sofort tot. - ...

Die Transformation ereignete sich etwa gegen 02.23 Uhr morgens pazifischer Standardzeit. Soweit ich es beurteilen kann, war jeder, der sich zu diesem Zeitpunkt in einem Gebäude aufhielt, sofort tot. - 1%

Als ich "Dungeon Crawler Carl" beim Stöbern entdeckt habe, hatte das Buch irgendwas, was mich sofort neugierig gemacht hat. Ich weiß nicht, warum genau, aber ich musste es mir direkt näher anschauen... und schwups wars schon auf meinem Reader. Die Inhaltsangabe klang einfach zu gut, so absolut absurd und vollgepackt mit einer Art von Humor, die ich liebe.

Ich mein.. Drogen dealende Lamas? Ein Hauptcharakter in Lederjacke und Unterhose und mit einer Katze an seiner Seite? Intergalaktische Spielshow? Da konnte ich nicht widerstehen.

"Dungeon Crawler Carl" war.. ein wilder Ritt, ich kann es einfach nicht anders beschreiben. Ich weiß nicht mal, wie ich euch irgendwie den Inhalt wiedergeben soll, denn es passiert SO viel und so viel wildes Zeug! Stellt euch vor, eure Welt wird ohne Vorwarnung eines Nachts plattgemacht, nur wer gerade ohne ein Dach über dem Kopf draußen war, überlebt. Alles, was du kennst, wird auf den Kopf gestellt, denn Außerirdische verwandeln die Welt in einen Dungeon, der als Schauplatz für eine Spielshow dient. Der Dungeon steckt voller tödlicher Gefahren und du musst alles geben, um irgendwie am Leben zu bleiben. Das alles erinnert sehr stark an ein Videospiel.. allerdings in Buchform. Und genau das soll es auch sein, denn es handelt sich hier um ein LitRPG. Ich glaube, das ist mein erstes Buch dieser Art gewesen und ich habe es so gefeiert!

Zugegeben.. auf den ersten Seiten war ich noch unsicher, was ich vom Buch halten soll. Es war alles so weird und besonders eine Aussage ist mir als fragwürdig im Kopf geblieben - da dies aber von Protagonist Carl direkt kritisiert wurde, habe ich weitergelesen.. und habe es nicht bereut. Ich wünschte, ich könnte euch hier wirklich alles über das Buch erzählen, was mir im Kopf herumschwirrt.. aber das würde Spoiler beinhalten.

Ich hatte unfassbar viel Spaß mit "Dungeon Crawler Carl". Dass mir meine Gesichtsmuskeln vor Lachen nicht wehgetan haben, hat mich sehr gewundert, denn der Humor ist grandios und hat mich immer und immer wieder laut auflachen lassen.
Die Seiten sind wie im Flug vergangen. Zum Humor gesellt sich eine sehr spannende Story, denn Carl muss sich zusammen mit Prinzessin Donut, der Katze seiner Ex Freundin, durch den absolut tödliche Dungeon schlagen. Dabei wird es teils wirklich blutig und sehr grausam und obwohl vieles mit einer guten Portion Witz dargestellt wird, spürt man diese Brutalität sehr.

Carl gefiel mir als Hauptfigur richtig gut und ich konnte mich sehr gut in ihn hineindenken. Hosenlos geht es für ihn in den Dungeon und was er dabei alles erlebt.. ich kann mich nur wiederholen, es wird richtig wild. Die Drogen dealenden Lamas sind dabei erst der Anfang! Prinzessin Donut gefiel mir am Anfang nicht besonders, ihre Art war erst ziemlich unsympathisch, was sich aber auch schnell ändert. Sie hat sich zu einem richtig coolen tierischen Sidekick entwickelt.

Das Ganze ist sehr satirisch aufgebaut und ist immer wieder gesellschaftskritisch. Alles verpackt in einem unfassbar unterhaltsamen LitRPG voller Sarkasmus, Zynismus und Witz. Am Ende hätte ich am liebsten direkt zum zweiten Band gegriffen, der im Juni '26 auf Deutsch erscheinen soll. "Dungeon Crawler Carl" ist der Auftakt einer längeren Reihe. Auf Englisch sind bisher schon 7 Bände erschienen, Band 8 erscheint bald und irgendwo habe ich gelesen, dass es wohl insgesamt 10 Teile werden sollen <- ob das so stimmt, kann ich aber tatsächlich nicht sagen.

Mein Fazit:
Auf den ersten Seiten wusste ich noch nicht genau, was ich von "Dungeon Crawler Carl" halten soll. Schnell entwickelte es sich aber zu einem absolut wilden Ritt voller Humor und Brutalität, die sich hier die Klinke in die Hand geben. Es ist unfassbar unterhaltsam und hat mich kaum losgelassen. Ein wirklich toller Auftakt für die Reihe und ich muss unbedingt weiterlesen!