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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

Weder Thriller noch richtige Liebesgeschichte

Woman Down
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Ich bin bei Colleen Hoover immer hin und her gerissen. Auf der einen Seite mag ich ihren Schreibstil ganz gerne, er lässt sich wirklich schnell lesen und entwickelt irgendwie eine Sogwirkung. Die Grundideen ...

Ich bin bei Colleen Hoover immer hin und her gerissen. Auf der einen Seite mag ich ihren Schreibstil ganz gerne, er lässt sich wirklich schnell lesen und entwickelt irgendwie eine Sogwirkung. Die Grundideen ihrer Bücher klingen erstmal gut, aber der Inhalt überzeugt mich meistens nicht. Trotzdem wollte ich ihrem neuen Buch eine Chance geben.

Aber auch hier wieder das Übliche: die Protagonisten sind wandelnde Red-Flags, ihre Handlungen problematisch und wenig reflektiert und meiner Meinung nicht mehr nur „morally grey“ wie beworben.

Den Anfang mit Petra auf dem Weg zu ihrem Ferienhaus am See, um dort zu in Ruhe zu schreiben, fand ich noch ganz interessant. Man erfährt, warum sie einem Shitstorm ausgesetzt war und eine Schreibblockade hat. Als dann Nathaniel auftaucht, ist die Geschichte allerdings immer abstruser geworden.

Petra ist generell nicht wirklich sympathisch, sie versinkt oft in Selbstmitleid und ist leider wenig reflektiert. Ihre Gedanken und Gefühle sind repetitiv, was die Geschichte ein bisschen in die Länge zieht.

Das Thriller-Element kam mir etwas zu kurz, wirklich Spannung wurde nicht aufgebaut. Bis auf wenige (eher vorhersehbare) Plott-Twists hielt sich das Ganze in Grenzen. Romantik gab es nicht wirklich, dafür einiges an Spice.

Wem andere Colleen Hoover-Bücher gefallen, könnte hier nicht enttäuscht werden. Allen anderen würde ich eher von dem Buch abraten.

Veröffentlicht am 21.10.2025

Nicht vom süßen Cover täuschen lassen

Spookily Yours
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Das Cover vermittelt zwar einen süßen Eindruck und auch der Anfang der Geschichte ist recht kindlich geschrieben, schnell kommen allerdings spicy Szenen, die es in dem recht dünnen Buch überproportional ...

Das Cover vermittelt zwar einen süßen Eindruck und auch der Anfang der Geschichte ist recht kindlich geschrieben, schnell kommen allerdings spicy Szenen, die es in dem recht dünnen Buch überproportional häufig gibt.

Kommen wir damit auch zu meinem Hauptproblem mit dem Buch, und zwar die Länge bzw. die Kürze. Auf knapp 250 Seiten schafft man es einfach nicht eine handlungs- bzw. wendungsreiche Geschichte und tiefergehende Charaktere unterzubringen sowie eine Fantasywelt zu erschaffen. Es hat einfach an Handlung gefehlt. Probleme wie Damiens Rückverwandlung in eine Katze lösten sich wie von selbst und alles lief irgendwie zu perfekt.

Die Annäherung zwischen Damien und Willow konnte ich nicht richtig nachvollziehen. Willow wirkte nicht mal wirklich überrascht, dass ihre Katze ein Dämon ist.

Die Atmosphäre des Buches war definitiv auf Halloween und Herbst ausgelegt. Das Kürbis-Thema wird zwar auch irgendwann einfach zu viel, aber ansonsten ist die Stimmung in einem kleinen Hexendorf ganz gut gelungen. Schade, dass man nur wenig über Willows Hexenzirkel erfahren hat, der für sie eine zentrale Bedeutung hatte.

Wer keinen Spice mag, sollte hiervon definitiv die Finger lassen und auch die Leute, die gerne eine ausgereifte Handlung haben, kommen hier nicht auf ihre Kosten.

Veröffentlicht am 18.04.2025

Hauptsächlich Spice, wenig Handlung

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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Mich hat die Geschichte an eine Kombination aus zwei Ali Hazelwood-Büchern (Bride und Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe) erinnert, die mir aber beide bedeutend besser gefallen haben.

Das ...

Mich hat die Geschichte an eine Kombination aus zwei Ali Hazelwood-Büchern (Bride und Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe) erinnert, die mir aber beide bedeutend besser gefallen haben.

Das Körperliche stand zwischen den beiden Protagonisten definitiv im Vordergrund. Ich habe an sich nichts gegen Spice, aber wenn die Handlung darunter leidet, ist es mir einfach zu viel. Würde man die spicy Szenen streichen, bleibt leider nicht wirklich Substanz für eine richtige Geschichte übrig.

Zu dem ganzen Werwolf-Universum gibt es nur begrenzt Erklärungen. Wenn man also nicht tief in der Thematik drinsteckt, bleiben Fragen offen und man versteht nicht unbedingt alles.

Generell war die wenige Handlung sehr vorhersehbar, sodass einen der vermeintliche Plottwist auch nicht mehr überrascht. Die Reaktion darauf fand ich sehr unlogisch.

Die Charaktere fand ich ganz okay, bis auf manchmal das subtile Alpha-Gehabe von Noah (aber das ist wohl nicht zu vermeiden, wenn er ein Alpha und sie eine Omega ist). Da wurde er aber auch von Mackenzie, die sich als sehr tough und selbstbewusst herausgestellt hat, in seine Schranken verwiesen.

Wer keinen Spice mag, sollte unbedingt die Finger davonlassen, Überblättern funktioniert hier nur bedingt. Auch ansonsten muss man das Buch nicht unbedingt gelesen haben.

Veröffentlicht am 26.12.2024

Fehlende Spannung

Die blaue Stunde
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Zunächst fand ich es super, dass das Buch direkt mit dem bereits auf dem Klappentext angekündigten Geschehen anfing. Allerdings wurde kurz danach die ganze Geschichte etwas langatmig.

Ein wenig Abwechslung ...

Zunächst fand ich es super, dass das Buch direkt mit dem bereits auf dem Klappentext angekündigten Geschehen anfing. Allerdings wurde kurz danach die ganze Geschichte etwas langatmig.

Ein wenig Abwechslung haben die Erzählperspektiven von Museumskurator Becker und Künstlerfreundin Grace sowie Zeitungsartikel und Tagebucheinträge der Künstlerin Vanessa Chapman gebracht.

Die ganze Geschichte war recht atmosphärisch, der Haupthandlungsort ist eine Gezeiteninsel an der Küste Schottlands, die aufgrund dessen nicht immer erreichbar ist.

Mein größter Kritikpunkt ist eigentlich die fehlende Spannung. So richtig hat mich das Buch nur auf den ersten dreißig und den letzten fünfzig Seiten gepackt. Da es als Spannungs-Highlight beworben wird, waren meine Anforderungen dementsprechend hoch und sie wurden leider nicht erfüllt.

Man erfährt viel über das Leben der Künstlerin und anderer Personen. Allerdings rückt das den Knochenfund meiner Meinung nach oft so in den Hintergrund, dass ich fast schon vergessen hatte, dass es ja ein Krimi ist.

Die Handlung sowie die Auflösung fand ich recht vorhersehbar, das Ende lässt dem Leser jedoch noch ein bisschen Interpretationsspielraum. Die ganze Geschichte ist letztendlich doch recht einfach gestrickt und hat keinen wirklichen psychologischen Twist.

Ich würde das Buch nicht unbedingt Krimifans empfehlen, sondern eher Personen, die gerne atmosphärische Bücher mit speziellen Charakteren und einer Prise Spannung lesen.

Veröffentlicht am 10.11.2024

Den Hype nicht wert

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Da die englische Originalausgabe sehr gehypt wurde, hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft. Stattdessen gab es eine eher unspannende, oberflächliche Handlung.

Die Herbststimmung kommt ganz gut ...

Da die englische Originalausgabe sehr gehypt wurde, hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft. Stattdessen gab es eine eher unspannende, oberflächliche Handlung.

Die Herbststimmung kommt ganz gut rüber, wirkt an manchen Stellen jedoch etwas erzwungen. Ich mochte aber das Kleinstadt- und Caféfeeling.

Jeanie fand ich leider nicht sehr sympathisch und eher nervig. Sie kam manchmal etwas naiv und zu aufgedreht rüber. Logan fand ich okay, aber auch nicht wirklich herausstechend.

Viele Themen wie Logans letzte Beziehung oder Jeanies ehemaliger Chef werden ständig wiederholt, was ein bisschen eintönig wurde und wodurch sich die Geschichte immer wieder im Kreis gedreht hat.

Auch der Versuch Spannung aufzubauen, indem man eine „Geisterjagd“ machte und merkwürdigen Geschehnissen auf den Grund ging, ist nicht wirklich gelungen. Es wirkte alles recht inszeniert und kindisch und war für meinen Geschmack nicht wirklich spannend. Man konnte die Auflösung vorhersehen, die Protagonisten tappten allerdings bis zum Schluss im Dunkeln.

Insgesamt ist das Buch nicht unbedingt ein Must-read, aber für gemütliche Herbsttage als nicht anspruchsvolle Lektüre okay.