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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Berührend und zart und doch intensiv

Meine Berge bist du
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Guido Contin ist ein alter Mann. Durch Zufall trifft er auf den Erzähler, beide kommen ins Gespräch und Guido lässt sich aus seiner Mappe mit alten Briefen vorlesen. Diese stammen von Onesto, gerichtet ...

Guido Contin ist ein alter Mann. Durch Zufall trifft er auf den Erzähler, beide kommen ins Gespräch und Guido lässt sich aus seiner Mappe mit alten Briefen vorlesen. Diese stammen von Onesto, gerichtet an die Berge. Sie erzählen Onestos Leben. Als Baby von seinem Zwillingsbruder getrennt, kam er mit 4 Jahren doch wieder zu seiner Mutter zurück und auch zu seinem Bruder Santo. Beide waren fortan unzertrennlich und eng verbunden. Beim Klau von Kohlköpfen trafen sie auf Celeste und ihren Bruder, nun waren sie zu viert unterwegs. Beide Brüder verlieben sich in Celeste, doch Onesto verzichtet und hält sich zurück. Er wünscht seinem Bruder alles Glück. Doch Celeste ereilt ein großes Unglück und das Leben aller soll sich fortan ändern.

Eindrucksvoll und atmosphärisch wird die Geschichte von Onesto erzählt. Kleine Episoden zeugen von einem harten Leben, jedoch voller Liebe und Geborgenheit. Ich empfand die Zeilen voller Glück und Zufriedenheit. Guido ist das iTüpfelchen und sorgt mit pointierter Lebenserfahrung für einige gedankliche Impulse. Ich fand das Buch sehr angenehm zu lesen, auch wenn mir zwischenzeitlich die Rolle Guidos und des Erzählers ab und an aus dem Sinn rutschte. Am Ende rundet sich jedoch das Bild und zurück blieb für mich irgendwie etwas hoffnungsvolles.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Gelungener Abschluss

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Die Journalistin Anna März kehrt zurück nach Sylt, um der 85 jährigen Fenja bei der Suche nach ihrer Schwester zu helfen. Dabei trifft sie auch wieder auf Eric und die Gefühle holen sie rasant ein. Nach ...

Die Journalistin Anna März kehrt zurück nach Sylt, um der 85 jährigen Fenja bei der Suche nach ihrer Schwester zu helfen. Dabei trifft sie auch wieder auf Eric und die Gefühle holen sie rasant ein. Nach und nach wird die Geschichte von Martje aufgedeckt. Kam sie wirklich in der Sturmnacht ums Leben?
Ich möchte an dieser Stelle gar nicht mehr verraten. 2 Erzählstränge finden sich zusammen. Im Heute geht es um Anna und Fenja. Der zweite Strang erzählt Martjes Geschichte, die voller Liebe und Leidenschaft ist. Wunderschön erzählt, überzeugt dieser zweite Teil der Dilogie mit einer sehr atmosphärischen Darstellung. Das Raue und Mystische der See, verbunden mit der beruhigenden Atmosphäre schafft eine wirklich tolle Kulisse für diese Geschichte. Persönlich hat mich Teil 1 etwas mehr angesprochen und auch berührt.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Lust auf was süßes?

Rebel Girls - das Original. Cookbook for Rebel Girls Sweet
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Und wieder gibt es etwas Neues aus der Reihe Rebel Girls – dieses Mal ist es ein Backbuch mit 45 Rezepten für Süßes. Ob Kuchen, Dessert oder Eis, in kindgerechter Aufbereitung ist für jeden etwas dabei. ...

Und wieder gibt es etwas Neues aus der Reihe Rebel Girls – dieses Mal ist es ein Backbuch mit 45 Rezepten für Süßes. Ob Kuchen, Dessert oder Eis, in kindgerechter Aufbereitung ist für jeden etwas dabei. Vorangestellt sind allgemeine Erklärungen zu Techniken, auch diese ergänzt um anschauliche Bilder. Junge Bäckerinnen ab ca. 8 Jahren können somit loslegen.
Das Buch ergänzt damit die Reihe perfekt. Es ermutigt junge Mädchen zur Selbständigkeit und schafft mit der ansprechenden Darstellung beste Voraussetzungen dafür. Gleichzeitig lädt es ein, neue Rezepte aus verschiedenen Regionen zu entdecken.

Wir haben in den Ferien auch direkt eines probiert – die Cookies. Sehr lecker und auch anschaulich erklärt. Ein wenig aufwändiger als einfache Mürbeteigplätzchen, aber gut gelungen. Was mir aufgefallen ist, dass in vielen Rezepten gezuckerte Kondensmilch verwendet wird, selbst meiner Tochter ist die Menge an Zucker bei den Cookies aufgefallen. Aber da kann man ja auch ein wenig variieren.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Bewegender Roman über 3 Generationen

Die Frauen der Familie
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Es wird die Geschichte von Phönix, Cedar, Elfi und Margarete erzählt. Phönix ist in Jugendhaft und bekommt ihr erstes Kind, welches sofort zur neuen Familie kommt. Innerlich von Wut und Aggression zerfressen, ...

Es wird die Geschichte von Phönix, Cedar, Elfi und Margarete erzählt. Phönix ist in Jugendhaft und bekommt ihr erstes Kind, welches sofort zur neuen Familie kommt. Innerlich von Wut und Aggression zerfressen, ist Phönix kein leichter Charakter. Mir langsam öffnet sie sich ihrem Sozialarbeiter und lässt jemanden an sich heran. Cedar ist ihre Schwester, aufgewachsen bei Pflegefamilien ist sie eher ruhig und clever, konzentriert sich auf die Schule und vermisst ihre Mutter. Doch sie hat Glück und wird von der Familie ihres Vaters aufgenommen. Elfie ist die Mutter der beiden. Ein Leben voller Drogen, Abhängigkeit und Armut bildet die Grundlage, dass ihre Mädchen nicht bei ihr sind. Und Margaretes Geschichte - als Oma - bildet den Rahmen der Erzählung und gibt Hintergründe der Familie preis.

Abwechselnd wird über 5 Jahre aus Sicht dieser 4 Frauen erzählt und zwar offen, schonungslos und direkt. Man möchte die Mädchen in den Arm nehmen, ihnen Stabilität geben. Der Roman wird beschrieben mit dem Fokus auf indigenen Frauen. Dies kommt an einigen Stellen deutlich raus. Vielmehr empfand ich die Geschichte aber als eine traurige Lebensgeschichte in Armut und Sucht, wie sie zum Teilnahme unabhängig ethnischer Herkunft geschehen könnte. Nichtsdestotrotz war dies ein intensives Leseerlebnis, welches mich dank SchreibStil und atmosphärischer Darstellung richtig tief mitgenommen und bewegt hat. Die Charaktere sind nicht unbedingt zum gernhaben, man reibt sich an ihnen. Rabiat wenig Liebe spürbar, und doch steckt ganz viel Gefühl in den Zeilen. Und in einer Hinsicht hat die Ethnie dann doch eine Rolle gespielt - Phönix findet dadurch ihre Identität und dadurch Halt. Sie findet Zugang zu ihrem Sozialarbeiter und lernt sich zu öffnen. Hier haben die gemeinsamen Hintergründe Raum geschaffen, der Sicherheit bietet. Ein tolles Buch

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Zart und leise, aber intensiv

Wie Inseln im Licht
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Zoey kehrt nach dem Tod ihrer Mutter zurück an den Ort ihrer Kindheit, an die französische Atlantikküste. Mit 7 Jahren verbringt sie einen Sommer mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auf einem Campingplatz, ...

Zoey kehrt nach dem Tod ihrer Mutter zurück an den Ort ihrer Kindheit, an die französische Atlantikküste. Mit 7 Jahren verbringt sie einen Sommer mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auf einem Campingplatz, doch aus diesem Urlaub kehrt die Schwester nicht mehr mit heim. Fortan lebt Zoey mit ihrer Mutter allein, pflegt sie gar in den letzten Jahren. Doch die Schwester ist ein unausgesprochenes Tabu. Manches mal zweifelt Zoey gar daran, dass es sie gab. Zoey möchte ihre Mutter dort, am Ort der Kindheit, bestatten. Während ihres Aufenthaltes trifft sie auf Marlene, mit der sie unbeschwert über das Erlebte sprechen kann, und auf Kitty, deren Oma ebenfalls auf diesem Campingplatz lebt und sich erinnern kann. Nach und nach gelingt es Zoey das Rätsel zu entziffern und ihre Vergangenheit zu verstehen.

Die Geschichte um Zoey besticht durch ihre leisen Töne, die tiefe Atmosphäre und die bildhafte, poetische Sprache. Die Geschichte hat mich in den Bann gezogen, so dass ich recht schnell auch nur noch wissen wollte, was damals geschehen ist. Die Geschichte zeigt auf, dass (Ver)Schweigen niemandem hilft und das Problem nicht löst. Aber auch, dass Kinder doch mehr mitbekommen, als man glauben mag. Nach und nach tauchen Erinnerungen auf, die längst tief in Zoey verborgen lagen, da ein Mantel des Schweigens darüber an ihrer Existenz hat bereits zweifeln lassen. Und doch kann sich Zoey auf ihr Gefühl verlassen. Ein kurzes, aber intensives Leseerlebnis,

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