Berührend und zart und doch intensiv
Meine Berge bist duGuido Contin ist ein alter Mann. Durch Zufall trifft er auf den Erzähler, beide kommen ins Gespräch und Guido lässt sich aus seiner Mappe mit alten Briefen vorlesen. Diese stammen von Onesto, gerichtet ...
Guido Contin ist ein alter Mann. Durch Zufall trifft er auf den Erzähler, beide kommen ins Gespräch und Guido lässt sich aus seiner Mappe mit alten Briefen vorlesen. Diese stammen von Onesto, gerichtet an die Berge. Sie erzählen Onestos Leben. Als Baby von seinem Zwillingsbruder getrennt, kam er mit 4 Jahren doch wieder zu seiner Mutter zurück und auch zu seinem Bruder Santo. Beide waren fortan unzertrennlich und eng verbunden. Beim Klau von Kohlköpfen trafen sie auf Celeste und ihren Bruder, nun waren sie zu viert unterwegs. Beide Brüder verlieben sich in Celeste, doch Onesto verzichtet und hält sich zurück. Er wünscht seinem Bruder alles Glück. Doch Celeste ereilt ein großes Unglück und das Leben aller soll sich fortan ändern.
Eindrucksvoll und atmosphärisch wird die Geschichte von Onesto erzählt. Kleine Episoden zeugen von einem harten Leben, jedoch voller Liebe und Geborgenheit. Ich empfand die Zeilen voller Glück und Zufriedenheit. Guido ist das iTüpfelchen und sorgt mit pointierter Lebenserfahrung für einige gedankliche Impulse. Ich fand das Buch sehr angenehm zu lesen, auch wenn mir zwischenzeitlich die Rolle Guidos und des Erzählers ab und an aus dem Sinn rutschte. Am Ende rundet sich jedoch das Bild und zurück blieb für mich irgendwie etwas hoffnungsvolles.