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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Gelungener Abschluss

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Die Journalistin Anna März kehrt zurück nach Sylt, um der 85 jährigen Fenja bei der Suche nach ihrer Schwester zu helfen. Dabei trifft sie auch wieder auf Eric und die Gefühle holen sie rasant ein. Nach ...

Die Journalistin Anna März kehrt zurück nach Sylt, um der 85 jährigen Fenja bei der Suche nach ihrer Schwester zu helfen. Dabei trifft sie auch wieder auf Eric und die Gefühle holen sie rasant ein. Nach und nach wird die Geschichte von Martje aufgedeckt. Kam sie wirklich in der Sturmnacht ums Leben?
Ich möchte an dieser Stelle gar nicht mehr verraten. 2 Erzählstränge finden sich zusammen. Im Heute geht es um Anna und Fenja. Der zweite Strang erzählt Martjes Geschichte, die voller Liebe und Leidenschaft ist. Wunderschön erzählt, überzeugt dieser zweite Teil der Dilogie mit einer sehr atmosphärischen Darstellung. Das Raue und Mystische der See, verbunden mit der beruhigenden Atmosphäre schafft eine wirklich tolle Kulisse für diese Geschichte. Persönlich hat mich Teil 1 etwas mehr angesprochen und auch berührt.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Lust auf was süßes?

Rebel Girls - das Original. Cookbook for Rebel Girls Sweet
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Und wieder gibt es etwas Neues aus der Reihe Rebel Girls – dieses Mal ist es ein Backbuch mit 45 Rezepten für Süßes. Ob Kuchen, Dessert oder Eis, in kindgerechter Aufbereitung ist für jeden etwas dabei. ...

Und wieder gibt es etwas Neues aus der Reihe Rebel Girls – dieses Mal ist es ein Backbuch mit 45 Rezepten für Süßes. Ob Kuchen, Dessert oder Eis, in kindgerechter Aufbereitung ist für jeden etwas dabei. Vorangestellt sind allgemeine Erklärungen zu Techniken, auch diese ergänzt um anschauliche Bilder. Junge Bäckerinnen ab ca. 8 Jahren können somit loslegen.
Das Buch ergänzt damit die Reihe perfekt. Es ermutigt junge Mädchen zur Selbständigkeit und schafft mit der ansprechenden Darstellung beste Voraussetzungen dafür. Gleichzeitig lädt es ein, neue Rezepte aus verschiedenen Regionen zu entdecken.

Wir haben in den Ferien auch direkt eines probiert – die Cookies. Sehr lecker und auch anschaulich erklärt. Ein wenig aufwändiger als einfache Mürbeteigplätzchen, aber gut gelungen. Was mir aufgefallen ist, dass in vielen Rezepten gezuckerte Kondensmilch verwendet wird, selbst meiner Tochter ist die Menge an Zucker bei den Cookies aufgefallen. Aber da kann man ja auch ein wenig variieren.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Bewegender Roman über 3 Generationen

Die Frauen der Familie
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Es wird die Geschichte von Phönix, Cedar, Elfi und Margarete erzählt. Phönix ist in Jugendhaft und bekommt ihr erstes Kind, welches sofort zur neuen Familie kommt. Innerlich von Wut und Aggression zerfressen, ...

Es wird die Geschichte von Phönix, Cedar, Elfi und Margarete erzählt. Phönix ist in Jugendhaft und bekommt ihr erstes Kind, welches sofort zur neuen Familie kommt. Innerlich von Wut und Aggression zerfressen, ist Phönix kein leichter Charakter. Mir langsam öffnet sie sich ihrem Sozialarbeiter und lässt jemanden an sich heran. Cedar ist ihre Schwester, aufgewachsen bei Pflegefamilien ist sie eher ruhig und clever, konzentriert sich auf die Schule und vermisst ihre Mutter. Doch sie hat Glück und wird von der Familie ihres Vaters aufgenommen. Elfie ist die Mutter der beiden. Ein Leben voller Drogen, Abhängigkeit und Armut bildet die Grundlage, dass ihre Mädchen nicht bei ihr sind. Und Margaretes Geschichte - als Oma - bildet den Rahmen der Erzählung und gibt Hintergründe der Familie preis.

Abwechselnd wird über 5 Jahre aus Sicht dieser 4 Frauen erzählt und zwar offen, schonungslos und direkt. Man möchte die Mädchen in den Arm nehmen, ihnen Stabilität geben. Der Roman wird beschrieben mit dem Fokus auf indigenen Frauen. Dies kommt an einigen Stellen deutlich raus. Vielmehr empfand ich die Geschichte aber als eine traurige Lebensgeschichte in Armut und Sucht, wie sie zum Teilnahme unabhängig ethnischer Herkunft geschehen könnte. Nichtsdestotrotz war dies ein intensives Leseerlebnis, welches mich dank SchreibStil und atmosphärischer Darstellung richtig tief mitgenommen und bewegt hat. Die Charaktere sind nicht unbedingt zum gernhaben, man reibt sich an ihnen. Rabiat wenig Liebe spürbar, und doch steckt ganz viel Gefühl in den Zeilen. Und in einer Hinsicht hat die Ethnie dann doch eine Rolle gespielt - Phönix findet dadurch ihre Identität und dadurch Halt. Sie findet Zugang zu ihrem Sozialarbeiter und lernt sich zu öffnen. Hier haben die gemeinsamen Hintergründe Raum geschaffen, der Sicherheit bietet. Ein tolles Buch

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Zart und leise, aber intensiv

Wie Inseln im Licht
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Zoey kehrt nach dem Tod ihrer Mutter zurück an den Ort ihrer Kindheit, an die französische Atlantikküste. Mit 7 Jahren verbringt sie einen Sommer mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auf einem Campingplatz, ...

Zoey kehrt nach dem Tod ihrer Mutter zurück an den Ort ihrer Kindheit, an die französische Atlantikküste. Mit 7 Jahren verbringt sie einen Sommer mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auf einem Campingplatz, doch aus diesem Urlaub kehrt die Schwester nicht mehr mit heim. Fortan lebt Zoey mit ihrer Mutter allein, pflegt sie gar in den letzten Jahren. Doch die Schwester ist ein unausgesprochenes Tabu. Manches mal zweifelt Zoey gar daran, dass es sie gab. Zoey möchte ihre Mutter dort, am Ort der Kindheit, bestatten. Während ihres Aufenthaltes trifft sie auf Marlene, mit der sie unbeschwert über das Erlebte sprechen kann, und auf Kitty, deren Oma ebenfalls auf diesem Campingplatz lebt und sich erinnern kann. Nach und nach gelingt es Zoey das Rätsel zu entziffern und ihre Vergangenheit zu verstehen.

Die Geschichte um Zoey besticht durch ihre leisen Töne, die tiefe Atmosphäre und die bildhafte, poetische Sprache. Die Geschichte hat mich in den Bann gezogen, so dass ich recht schnell auch nur noch wissen wollte, was damals geschehen ist. Die Geschichte zeigt auf, dass (Ver)Schweigen niemandem hilft und das Problem nicht löst. Aber auch, dass Kinder doch mehr mitbekommen, als man glauben mag. Nach und nach tauchen Erinnerungen auf, die längst tief in Zoey verborgen lagen, da ein Mantel des Schweigens darüber an ihrer Existenz hat bereits zweifeln lassen. Und doch kann sich Zoey auf ihr Gefühl verlassen. Ein kurzes, aber intensives Leseerlebnis,

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Veröffentlicht am 21.02.2026

zuckersüße Verführung

Der Duft von Schokolade
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Der junge Soldat August kehrt nach Jahren in der Armee zurück – und soll nun als Einkäufer in der Schokoladenfabrik seines Onkels Fuß fassen. Ein sicherer Weg, vorgezeichnet und vernünftig. Doch innerlich ...

Der junge Soldat August kehrt nach Jahren in der Armee zurück – und soll nun als Einkäufer in der Schokoladenfabrik seines Onkels Fuß fassen. Ein sicherer Weg, vorgezeichnet und vernünftig. Doch innerlich steht August noch immer suchend am Rand seines eigenen Lebens.

In diese leise Orientierungslosigkeit tritt Elena. Geheimnisvoll, unangepasst, mit einem feinen Trotz gegenüber den Konventionen des Wien im Jahre 1881. Sie spricht frech, denkt frei und bewegt sich mit einer Selbstverständlichkeit durch die Welt, die August gleichermaßen irritiert wie fasziniert. Elena lebt nicht nach Erwartung – sie lebt nach ihrem Gefühl. Und genau das zieht ihn in ihren Bann.

Durch sie entdeckt August etwas, das lange in ihm geschlummert hat: seine Leidenschaft und er findet er einen eigenen Ausdruck und damit einen Weg zu Elena.

Doch über allem liegt ein Schleier. Wer ist diese Frau wirklich? Welches Geheimnis begleitet sie?

Ewald Arenz schreibt mit einer unverwechselbaren Handschrift. Es ist mittlerweile das vierte Werk von ihm, das ich gelesen oder gehört habe – und wieder hat mich seine Sprache tief berührt. Seine Erzählweise ist poetisch, ohne je schwer zu wirken. Selbst ernste Töne tragen eine Leichtigkeit in sich, die einen sanft durch die Geschichte führt – wie eine Erinnerung an die erste Liebe: zart, intensiv und leidenschaftlich.

In seiner Atmosphäre und der sensiblen Figurenzeichnung fühlte ich mich sehr an „Katzentage“ erinnert. Und doch erzählt diese Geschichte auf ganz eigene Weise davon, wie man – manchmal durch einen anderen Menschen – den Mut findet, sich selbst zu entdecken.

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