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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2024

Wunderlich und nicht realistisch, aber amüsant.

Rostfrei
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Juliane Knop feiert ihren 97sten Geburtstag. Von ihrer Tochter bekommt sie einen Treppenlift - sie ist entrüstet, denn so alt und senil ist sie schließlich noch nicht. Sie ist seit 80 Jahren verheiratet ...

Juliane Knop feiert ihren 97sten Geburtstag. Von ihrer Tochter bekommt sie einen Treppenlift - sie ist entrüstet, denn so alt und senil ist sie schließlich noch nicht. Sie ist seit 80 Jahren verheiratet und mit dem Tag der Hochzeit hat sich Heiner geändert: er wurde zum Tyrann und hat Juliane regelmäßig verprügelt. Damit soll nun Schluss sein! Nach einer weiteren Prügelattacke, weil das Mittagessen nicht fertig war, fasst Juliane nachts den Entschluss, dem endlich ein Ende zu setzen und ihn zu verlassen. Im Zug nach Hamburg kommt sie mit einem jungen Mann ins Gespräch, der ihr helfen möchte…

Ich habe schon einige Werke dieser Autorin gelesen und dieses Mal war ich anfangs wieder begeistert. Mit viel Humor wird Juliane dargestellt. Eine rüstige Seniorin, die noch mit beiden Beinen im Leben steht. Sehr zum Leidwesen ihrer betagten Kinder und Enkel. Ans Ableben denkt sie noch lange nicht, denn schließlich will sie noch was erleben!

Vor jedem Kapitel wird individuelles Wissen vermittelt. Es hat nicht wirklich etwas mit dem Buch zu tun. Ich vermute, weil Juliane im Lexikon liest und sich dadurch Wissen aneignet.

Juliane war mir sympathisch, was ich vom Rest ihrer Familie nicht behaupten kann. Was sie bisher durchgemacht hat, reicht für mehrere Leben. Dass sie jetzt die Reißleine zieht, dafür zolle ich ihr Respekt! Auch wenn sie nicht weiß, wie es jetzt weitergehen soll, denn sie war immer abhängig von ihrem Ehemann…

Jason war mir ebenfalls sympathisch. Ein 31-jähriger Rechtsmediziner, dem die alte Frau leid tat. Gemeinsam hecken sie einen Plan aus, der Heiner schaden soll. Doch dann kommt es immer wieder anders als gedacht, aber es geht jedes Mal gerade noch gut.

Ich musste viel schmunzeln und auch wenn es mitunter sehr übertrieben war, habe ich mich gut unterhalten. Aber etwa bei der Hälfte des Buches wurde es immer grotesker und ich konnte nur noch den Kopf schütteln über so viel Unvermögen. Trotzdem wollte ich wissen, wie es denn ausgehen wird.

Das Ende war genau so sonderbar und ich habe das Buch kopfschüttelnd aus der Hand gelegt. Ich vergebe 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.09.2023

Rache verjährt nicht…

Nach der Zeit
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In der Heide werden unabhängig voneinander 2 tote Männer gefunden, alles deutet auf Suizid hin. Doch bei der Obduktion kommen Zweifel auf, außerdem waren sie früher befreundet gewesen. Die örtliche Polizei ...

In der Heide werden unabhängig voneinander 2 tote Männer gefunden, alles deutet auf Suizid hin. Doch bei der Obduktion kommen Zweifel auf, außerdem waren sie früher befreundet gewesen. Die örtliche Polizei bekommt Hilfe durch das Ermittlerduo de Bruyn und Will.

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles gut vorstellen. Jan war mir sofort sympathisch, was ich von Hanna nicht behaupten konnte.

Es war mein erstes Buch der Autorin und ich hatte keine Schwierigkeiten, weil ich das vorige Band nicht kenne. Allerdings wurde ich nicht richtig warm mit dem Buch. Auf der einen Seite Hanna, die mir zu sehr auf Jan fixiert war. Und auf der anderen Seite die örtliche Polizei, deren Mitglieder die bereits vorhandenen Ergebnisse ignorierten und dem Team Steine in den Weg legten. Nach dem dritten Todesfall hätten sie schon sensibler sein müssen, aber das wurde nach dem vierten Opfer noch schlimmer…

Die eigentliche Geschichte war spannend, trat dadurch aber in den Hintergrund. Nach verschiedenen Motiven kam am Schluss dann doch eine ungeheure Wahrheit ans Licht. Alles wurde aufgeklärt und zu dem Fall blieben keine Fragen offen. Trotzdem kann ich nicht mehr als 2,5 Sterne vergebn…

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Jeder kann zum Mörder werden!

Böse geboren
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Tom arbeitet beim BKA Berlin und wurde nach Hamburg zu einem Leichenfund gerufen. Die junge Frau lebte in Köln und war nach dem Tod eingefroren worden. Wie sie nach Hamburg gekommen ist, war unklar.

Der ...

Tom arbeitet beim BKA Berlin und wurde nach Hamburg zu einem Leichenfund gerufen. Die junge Frau lebte in Köln und war nach dem Tod eingefroren worden. Wie sie nach Hamburg gekommen ist, war unklar.

Der Schreibstil war angenehm und ich konnte mir alles vorstellen - aber mit den ständigen Zeitsprüngen hatte ich Probleme.

Tom hatte in der Vergangenheit einige Schicksalsschläge zu verkraften. Auch Freddie lernte ich kennen. Er hatte es nicht leicht und eine schreckliche Kindheit. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass das keine Entschuldigung für alles ist. Jeder Mensch ist ein Individuum mit eigenem Willen!

Irgendwie fehlte mir der rote Faden. Die Geschichten waren eher oberflächlich und hatten lange nichts miteinander zu tun. Außerdem fehlte den Figuren der Charakter. Dazu die verwirrenden Zeitenwechsel, die meinen Lesefluss massiv störten. Oftmals wurde das Geschehen abrupt beendet, ohne dass es abgeschlossen war. Einzig die Kindheit von Freddie wurde ausführlich beschrieben.

Das Ende war überraschend und mit den Wendungen habe ich nicht gerechnet. Auch wenn alles aufgelöst wurde, bin ich nicht wirklich glücklich damit. Das Gute hat zwar über das Böse gesiegt, aber trotzdem verloren…

Ich tu mich schwer mit den bewerten dieses Buches! Einerseits war es interessant, aber ich hatte doch meine Probleme und bin mit dem Ende nicht wirklich zufrieden. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch nur 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Lass sie und lass mich - jeder ist für sich selbst verantwortlich!

Die LET THEM Theorie
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Das Buch beginnt mit der Geschichte der Autorin: sie war hochverschuldet, arbeitslos und hoffnungslos. Aus diesem Tief kam sie durch die 5-Sekunden-Regel, die sie eisern durchführte. Diese Regel betrifft ...

Das Buch beginnt mit der Geschichte der Autorin: sie war hochverschuldet, arbeitslos und hoffnungslos. Aus diesem Tief kam sie durch die 5-Sekunden-Regel, die sie eisern durchführte. Diese Regel betrifft die Optimierung von SICH SELBST. Aber trotzdem war sie nicht zufrieden, bis sie dann die Let them-Regel entdeckt. LASS SIE hilft Dir, die Erwartungen Deiner Mitmenschen nicht mehr an Deinen eigenen Erwartungen zu messen.

Die Let them-Theorie hilft Dir, Dich von den Erwartungen anderer zu distanzieren und Dein Glück selbst zu finden. Es ist nicht einfach, aber die Mühe lohnt sich! Jeder hat das Recht auf eigene Erfahrungen und Fehler! Andere Meinungen müssen nicht falsch sein - auch wenn man selbst es anders sieht.

Zwischendurch habe ich auch mit der Autorin gehadert. Manche beschriebenen Geschichten waren mir für diese Methode ungeeignet. Wenn man bei Freundschaften diese Methode immer anwendet, wird man irgendwann als desinteressiert gehalten. Denn wenn dem Gegenüber alles egal zu sein scheint, gibt es keine Basis. Dann bin ich vielleicht zufrieden mit mir selbst, aber allein und einsam. Dafür hatte die Autorin zwar eine Antwort, aber die schien mir nicht ganz schlüssig. Auch was die emotionalen Reaktionen betrifft: meiner Meinung nach sollte man darüber reden und Missverständnisse aus dem Weg räumen. Wer die Fehler immer bei anderen sucht und sich seiner Unfehlbarkeit sicher ist, ist selber egoistisch und narzisstisch…

Aber in einem hat sie definitiv recht: ich kann nicht ändern, was andere denken, sagen oder tun - warum also darüber ärgern?

Ich hatte Schwierigkeiten mit dem Buch und weiß nicht genau, wie ich es bewerten soll. Das Buch ist sehr amerikanisch und die Autorin hat viele ihrer Ratschläge durch andere Experten erhalten - also nur erhaltenes Wissen weitergegeben. Und irgendwie die wichtigen Themen nur angeschnitten und/oder keine brauchbaren Lösungen beschrieben und bei anderen Themen zu langwierig und meiner Meinung nach zu einseitig. Wollen wir in der Welt noch mehr Egoisten und Narzissten haben? Aus diesem Grund gebe ich dem Buch nur 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Interessante Story, träge umgesetzt.

Das Ministerium der Zeit
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Eine junge Frau arbeitet im Ministerium für Expatriation. Ihr Auftrag ist es, sich um den Polarforscher Graham Gore zu kümmern. Der Mann kam aus dem Jahr 1847 und soll lernen, sich im 21. Jahrhundert zurecht ...

Eine junge Frau arbeitet im Ministerium für Expatriation. Ihr Auftrag ist es, sich um den Polarforscher Graham Gore zu kümmern. Der Mann kam aus dem Jahr 1847 und soll lernen, sich im 21. Jahrhundert zurecht zu finden…

Das Buch ist angenehm geschrieben und gut verständlich, auch wenn nicht klar war, was das Ministerium genau macht. Klar, es ist für Zeitreisen zuständig und erforscht die Folgen - aber ich habe früh vermutet, dass da noch mehr dahinter steckt, was aber niemand wissen sollte…

Die junge Mitarbeiterin (leider wurde bei ihr als einzigem Charakter kein Name genannt), war mir sympathisch, ebenso wie der Polarforscher und ihre Kollegin Simellia. Ihrer Chefin Adela habe ich aber von Anfang an misstraut.

Die ersten 50 Seiten haben mich gefesselt, aber dann wurde es langatmig und despektierlich. Als dann der Kollege Quentin verschwand, wurde ich wieder neugierig – auch, weil weitere kuriose Phänomene vorkamen. Aber so richtig begeistert hat mich das Buch nicht.

Gegen Ende wurde es sonderbar und ich fand das Geschehen paradox und unrealistisch. Das Ende fand ich unvollständig, es blieben noch Fragen offen.

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