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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2022

Patsy Logan in Dublin

Boom Town Blues
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Patsy Logan hat ihr Leben nicht im Griff. Seit Jahren reibt sie sich an Beruf und Familie auf. In Dublin bei Ihrer Cousine nimmt sie sich eine Auszeit und merkt schnell, dass sich jetzt endlich alles richtig ...

Patsy Logan hat ihr Leben nicht im Griff. Seit Jahren reibt sie sich an Beruf und Familie auf. In Dublin bei Ihrer Cousine nimmt sie sich eine Auszeit und merkt schnell, dass sich jetzt endlich alles richtig anfühlt. Doch dann hat sie einen neuen Fall. Eine deutsche Praktikantin kommt unter mysteriösen Umständen in der österreichischen Botschaft in Dublin zu Tode. Ausgerechnet die Tochter vom Hauptgeschäftsführer der Bayrischen Handelskammer.

Was ist in der österreichischen Botschaft passiert? Patsys Ehrgeiz ist entfacht. Schnell wird klar, das Opfer wurde vergiftet. Doch der Dubliner Inspektor Paul Flanagan, ein erfahrener Mann, macht unmissverständlich klar, dass er Patsys Hilfe nicht benötigt.

Gleich zu Beginn wird durch kurze knackige Ausführungen Spannung erzeugt. Ein toller, frecher Erzählstil. Dazu kommt eine fassettenreich Kriminalkommissarin, ungestüm, vorlaut und mit Killerinstinkt.

Es handelt sich eigendlich um den dritten Band einer Krimireihe, man kann ihn aber auch, wie ich, gut ohne Vorkenntnisse lesen.

Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Magie im Rahmen

Zwei in einem Bild
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„Zwei in einem Bild“ von Morgan Pager hat mich schon mit seine originelle und kreative Grundidee überzeugt. Allein das Cover ist sehr ansprechend gestaltet uundverweist umgehend auf die Verbindung zur ...

„Zwei in einem Bild“ von Morgan Pager hat mich schon mit seine originelle und kreative Grundidee überzeugt. Allein das Cover ist sehr ansprechend gestaltet uundverweist umgehend auf die Verbindung zur Kunst, wodurch meine Neugier gleich geweckt wurde.

Die Handlung rund um Claire, die junge Mutter mit einer neuen Anstellung im Museum und Jean, der sein Leben im Gemälde verbringt, ist fantasievoll umgesetzt und bietet viele atmosphärische Momente. Besonders die lebendigen Beschreibungen der verschiedenen Bildwelten haben mir gut gefallen, da sie einen regelrecht in die Szenen hineinziehen. Auch wenn nicht jeder Aspekt bis ins Detail ausgearbeitet ist und besonders die Liebesgeschichte sehr vorhersehbar ist, entfaltet die Geschichte dennoch einen besonderen Reiz durch ihre ungewöhnliche Perspektive.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Es entsteht eine fast träumerische Stimmung zu erzeugen, die über den schlussendlich doch etwas oberflächlichen Inhalt hinwegsehen lässt.

Insgesamt hat mir diese Idee zur Verbindung von Kunst, Fantasie und Emotionen gut gefallen und schönes Leseerlebnis erzeugt.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

In Stein gebannt

Was ich von ihr weiß
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„Was ich von ihr weiß“ ist ein berührender Roman, der große Themen wie Familie, Erinnerung und Identität behandelt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines im Sterben liegenden Mannes, der auf ...

„Was ich von ihr weiß“ ist ein berührender Roman, der große Themen wie Familie, Erinnerung und Identität behandelt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines im Sterben liegenden Mannes, der auf sein turbulentes Leben im Beginnenden 20. Jahrhundert zurückblickt. Aufgewachsen zwischen Armut und Kriegswirren, hat der junge Mimo unbestreitbar ein handwerkliches Talent. Es folgt ein Kampf um berufliche Anerkennung als Bildhauer, die Behauptung der eigenen Persönlichkeit und die innige jedoch komplizierte Beziehung zu seiner Jugendfreundin Viola. Paralell liegt die Welt im Krieg während der Faschismus in Italien erstarkt und alle versuchen einen Platz für sich zu finden. Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen den verschiedenen Jahrzehnten, die der Geschichte zusätzlich Tiefe und Dynamik geben, ohne den Lesefluss zu stören. Mimos Perspektive bleibt dabei stets nachvollziehbar und authentisch im Mittelpunkt. Ein insgesamt kraftvoller Roman, der nachwirkt – trotz kleiner Längen im Mittelteil absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Mysteriöse Morde in klirrender Kälte

Tödlicher Winter
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Paul Schwartzmüller kehrt nach einem halben Jahr zurück in das kleine Dorf, in dem er früher seine Sommer bei Tante Zinzi verbracht. Nachdem er im Sommer erstmals, seit seiner Kindheit wieder hierher zurück ...

Paul Schwartzmüller kehrt nach einem halben Jahr zurück in das kleine Dorf, in dem er früher seine Sommer bei Tante Zinzi verbracht. Nachdem er im Sommer erstmals, seit seiner Kindheit wieder hierher zurück kam, hat sich einiges in Pauls Leben verändert. Besonders die mysteriöse Maia, mit lebenslangem Wohnrecht auf seinem Hof, geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Doch statt gemütlicher Abende vor dem Kamin, findet er einen fremden Mann an Maiaˋs Tür, angeblich ihr Ehemann. Als dieser kurz darauf tot im Wald gefunden wird und Paul als dringend tatverdächtig in ein mittelalterliches Gefängnis gesteckt wird, ist das Chaos um ihn komplett ...

Auch der zweite Fall um Paul Schwartzmüller ist wieder geprägt von unglücklichen Umständen, gut gemeinten Aktionen und Missverstehen der Siebenbürgener Lebensweise. Pauls mittlerweile sehr deutsch geprägte Ansichten, wie etwas funktioniert, stoßen nicht immer auf Verständnis vor Ort und er eckt trotz seiner liebenswürdigen Art so manches Mal bei den Dorfbewohnern an. Die winterlichen, lebensfeindlichen Umstände sind sehr anschaulich beschrieben, wodurch das Buch sich gut für gemütliche Stunden in der warmen Stube eignet.

Insgesamt fand ich die Fortsetzung jedoch nicht so stark, wie den ersten Teil, da die ganze Geschichte ohne wirkliche Ermittlungen und meine Ansicht nach etwas verwirrend vor sich hin plätschert. Außerdem fand ich die Auflösung für das vorherige Hin und Her mit vielen Toten zu einfach gehalten.

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Veröffentlicht am 07.04.2024

Tief vergrabene Geheimnisse

Orkantief
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Die Leiche des seit drei Jahren vermissten Jungen Kalli, wird nach einem schweren Sturm in Schilksee offenbart. Wanda und Telse wollen dem Onkel des Jungen helfen seine Schwester, also Kalli´s Mutter, ...

Die Leiche des seit drei Jahren vermissten Jungen Kalli, wird nach einem schweren Sturm in Schilksee offenbart. Wanda und Telse wollen dem Onkel des Jungen helfen seine Schwester, also Kalli´s Mutter, zu finden, die seit dem Verschwinden des Jungen untergetaucht ist. Doch jede Spur scheint im Sande zu verlaufen.

Wanda ist auch im zweiten Band wieder in Topform und reißt ihre Freundin Telse mit. Sie stecken ihre Nasen wieder bis zur Grenze der Aufdringlichkeit in die Privatangelegenheiten anderer Leute und auch ihr Nachbar und Freund, Hauptkommisar Olaf Wuttke, bleibt nicht verschont. Es kommt wieder zu amüsant skurielen Situationen, die man sich dank der Schreibweise bildlich vorstellen kann. Insgesamt ein leichter Küstenkrimi für entspannte Nachmittage.

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