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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2025

In Stein gebannt

Was ich von ihr weiß
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„Was ich von ihr weiß“ ist ein berührender Roman, der große Themen wie Familie, Erinnerung und Identität behandelt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines im Sterben liegenden Mannes, der auf ...

„Was ich von ihr weiß“ ist ein berührender Roman, der große Themen wie Familie, Erinnerung und Identität behandelt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines im Sterben liegenden Mannes, der auf sein turbulentes Leben im Beginnenden 20. Jahrhundert zurückblickt. Aufgewachsen zwischen Armut und Kriegswirren, hat der junge Mimo unbestreitbar ein handwerkliches Talent. Es folgt ein Kampf um berufliche Anerkennung als Bildhauer, die Behauptung der eigenen Persönlichkeit und die innige jedoch komplizierte Beziehung zu seiner Jugendfreundin Viola. Paralell liegt die Welt im Krieg während der Faschismus in Italien erstarkt und alle versuchen einen Platz für sich zu finden. Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen den verschiedenen Jahrzehnten, die der Geschichte zusätzlich Tiefe und Dynamik geben, ohne den Lesefluss zu stören. Mimos Perspektive bleibt dabei stets nachvollziehbar und authentisch im Mittelpunkt. Ein insgesamt kraftvoller Roman, der nachwirkt – trotz kleiner Längen im Mittelteil absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Mysteriöse Morde in klirrender Kälte

Tödlicher Winter
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Paul Schwartzmüller kehrt nach einem halben Jahr zurück in das kleine Dorf, in dem er früher seine Sommer bei Tante Zinzi verbracht. Nachdem er im Sommer erstmals, seit seiner Kindheit wieder hierher zurück ...

Paul Schwartzmüller kehrt nach einem halben Jahr zurück in das kleine Dorf, in dem er früher seine Sommer bei Tante Zinzi verbracht. Nachdem er im Sommer erstmals, seit seiner Kindheit wieder hierher zurück kam, hat sich einiges in Pauls Leben verändert. Besonders die mysteriöse Maia, mit lebenslangem Wohnrecht auf seinem Hof, geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Doch statt gemütlicher Abende vor dem Kamin, findet er einen fremden Mann an Maiaˋs Tür, angeblich ihr Ehemann. Als dieser kurz darauf tot im Wald gefunden wird und Paul als dringend tatverdächtig in ein mittelalterliches Gefängnis gesteckt wird, ist das Chaos um ihn komplett ...

Auch der zweite Fall um Paul Schwartzmüller ist wieder geprägt von unglücklichen Umständen, gut gemeinten Aktionen und Missverstehen der Siebenbürgener Lebensweise. Pauls mittlerweile sehr deutsch geprägte Ansichten, wie etwas funktioniert, stoßen nicht immer auf Verständnis vor Ort und er eckt trotz seiner liebenswürdigen Art so manches Mal bei den Dorfbewohnern an. Die winterlichen, lebensfeindlichen Umstände sind sehr anschaulich beschrieben, wodurch das Buch sich gut für gemütliche Stunden in der warmen Stube eignet.

Insgesamt fand ich die Fortsetzung jedoch nicht so stark, wie den ersten Teil, da die ganze Geschichte ohne wirkliche Ermittlungen und meine Ansicht nach etwas verwirrend vor sich hin plätschert. Außerdem fand ich die Auflösung für das vorherige Hin und Her mit vielen Toten zu einfach gehalten.

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Veröffentlicht am 07.04.2024

Tief vergrabene Geheimnisse

Orkantief
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Die Leiche des seit drei Jahren vermissten Jungen Kalli, wird nach einem schweren Sturm in Schilksee offenbart. Wanda und Telse wollen dem Onkel des Jungen helfen seine Schwester, also Kalli´s Mutter, ...

Die Leiche des seit drei Jahren vermissten Jungen Kalli, wird nach einem schweren Sturm in Schilksee offenbart. Wanda und Telse wollen dem Onkel des Jungen helfen seine Schwester, also Kalli´s Mutter, zu finden, die seit dem Verschwinden des Jungen untergetaucht ist. Doch jede Spur scheint im Sande zu verlaufen.

Wanda ist auch im zweiten Band wieder in Topform und reißt ihre Freundin Telse mit. Sie stecken ihre Nasen wieder bis zur Grenze der Aufdringlichkeit in die Privatangelegenheiten anderer Leute und auch ihr Nachbar und Freund, Hauptkommisar Olaf Wuttke, bleibt nicht verschont. Es kommt wieder zu amüsant skurielen Situationen, die man sich dank der Schreibweise bildlich vorstellen kann. Insgesamt ein leichter Küstenkrimi für entspannte Nachmittage.

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Veröffentlicht am 05.07.2023

Rosmarie Dorns dritter Fall

Salzburger Saitenstich
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Rosmarie und ihre Chefin Frau Dr. Fleischer haben so manchen speziellen Patienten in ihrer Praxis zu betreuen. Doch als plötzlich ihr größer Hypochonder tot im Kanal schwimmt sind sie doch schockiert. ...

Rosmarie und ihre Chefin Frau Dr. Fleischer haben so manchen speziellen Patienten in ihrer Praxis zu betreuen. Doch als plötzlich ihr größer Hypochonder tot im Kanal schwimmt sind sie doch schockiert. So detailliert hat er seinen Tod vorbereitet und nun ist es tatsächlich dazu gekommen. Rosmarie glaubt nicht an einen Unfall, genauso wenig ihre Chefin. Zusammen mit Rosmaries bester Freundin Vroni beginnen sie zu ermitteln. Auf der Mördersuche gilt es auch andere vergangene Rätsel zu lösen ...

Von Anfang an ist Rosmarie sehr sympatisch und trotz der Tasache, dass sie als Arzthelferin ermittelt, wirkt die Story nicht gezwungen. Man kann sich gut vorstellen, dass sie mit den meisten ihren Aktionen tatsächlich durch kommen würde. Eine Wohlfühlatmosphähre liefert zusätzlich die Einbettung in das Familienleben der Dorns und Rosmaries Art für andere einzustehen. Die ersten zwei Drittel kamen mir jedoch insgesamt etwas langatmig vor, es wurde viel zusammen gefasst und immer wieder betont, dass man ja noch nicht wirklich weiter ist. Dafür wurde es aber im letzten Drittel richtig interessant. Die Zusammenhänge ergaben sich logisch und es kam zu einer überraschenden Auflösung.

Insgesamt handel es sich um einen schönen Regionalkrimi, den man auch unabhängig von den ersten beiden Fällen lesen kann.

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Veröffentlicht am 19.05.2023

Ein unfreiwilliger Gentleman-Gauner

Der nette Herr Heinlein und die Leichen im Keller
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Norbert Heinlein arbeitet seit fast 60 Jahren tagein, tagaus, auf die Minute genau in seinem Delikatessengeschäft. Er ist bereits die dritte Generation und hat um sich herum fast alle alteingesessenen ...

Norbert Heinlein arbeitet seit fast 60 Jahren tagein, tagaus, auf die Minute genau in seinem Delikatessengeschäft. Er ist bereits die dritte Generation und hat um sich herum fast alle alteingesessenen Geschäftsleute aufgeben sehen, nur er und sein Sein Freund Johann fürhren noch ihre Geschäfte am Platz. Als alleinstehender Mann kümmert er sich dabei um seinen demenzkranken Vater und hat den authistischen Marvin unter seine Fittiche genommen, der mit ihm im Geschäft arbeitet. Ein neuer Stammkunde, ein intererssanter, weitgereister aber auch zwielichtiger Mann, mit dem sich Norbert schnell anfreundet, taucht auf und wohnt in Johanns Pension gegenüber. Er kommt nach einer gewissen Zeit auch ausßerhalb der Öffnungszeiten vorbei, lagert seine Sachen im Keller und hilft mit aufsässigen Jugendlichen vom nahegelegenen Imbiss. Doch eines Morgens, als er Norberts Pasteten probe isst, wird er dies nicht überleben. Um Marvin unsd einen Vater nicht im Stich zu lassen, entscheidet sich Norbert, den neuen Freund ersteinmal im Kühlhaus zwischen zu lagern. Doch er wird nicht lange im Kpühlhaus alleine beliben.

Das Buch erzählt die Aneinanderreihung unglücklicher Umstände (oder war es doch mehr?) aus Norbert Heinleins Sicht. Schildert seine Verdrängungsprozesse, aber auch wie er die Situation mit der Zeit für sich zu nutzen weiß.

Mir hat die Idee vom Buch sehr gut gefallen, aber die Stimmung vom Buch war mir zwischenzeitlich etwas zu deprimierend und monoton. Da konnte ich die Handlungen des stoischen aber auch gutgläubigen Nobert Heinleins schwer nachvollziehen. Sehr gut gefallen hat mir dafür das Ende mit einer unerwarteten Wendung, die ich dem Buch dann garnicht zugetraut habe.

Es ist nicht der klassische Wohlfühlkrimi, er ist auch nicht voll von schwarzem Humor, es ist er ein Buch über einen unfreiwilligen Gentleman-Gauner, der definitiv nicht von Anfang an für seine Rolle geboren ist.

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