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Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein spannender Krimi aus der Hauptstadt

Frettchenland
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nhalt:

Personenschützerin Lotte Wieland klaut zunächst hochbrisante Computerdaten und wird dann auf der Damentoilette ermordet aufgefunden. Der USB - Stick nimmt der Täter an sich. Die einzige Verwandte ...

nhalt:

Personenschützerin Lotte Wieland klaut zunächst hochbrisante Computerdaten und wird dann auf der Damentoilette ermordet aufgefunden. Der USB - Stick nimmt der Täter an sich. Die einzige Verwandte von Lotte ist ihre betagte Großmutter Luise Wieland, die in ihrem frühen Leben eine angesehene Sportschützin war. Als sie von dem Mord an ihre Enkelin erfährt, öffnet sie ihren Waffenschrank und beginnt sie wieder mit dem Schießen. Was hat sie vor? Will sie den Täter selber jagen und erschießen?

Das Team um Ermittlerduo Martin Nettelbeck und Wilbert Täubner vom Berliner LKA nehmen die Ermittlungen auf und ihre Spur führt sie ins politische Milieu des Bundestages. Warum wurde Lotte umgebracht? Wusste sie zu viel und ist der Mörder wirklich dort zu finden? Eine bizarre Spurensuche beginnt….



Dies ist mein erster Krimi von dem Autor Rainer Wittkamp. Die Leseprobe machte mich neugierig und ich wurde nicht enttäuscht. Der flüssige und spannende Schreibstil macht es dem Leser sehr leicht sich in diese Geschichte rein zu finden. Hier ist es dem Autor besonders gut gelungen eine Geschichte zu entwickeln, die nicht nur von Mord, sondern auch von Korruption, Gier und Machtspiele im Bundestag handelt. Eine sehr reale und vor allen Dingen spannende Story mit einem überraschenden Ende. Trotzdem bleibt sie Fiktion.

Wer ein paar Ortskenntnisse hat, erkennt sehr viele Schauplätze und ist quasi mit vor Ort. Die Charaktere Nettelbeck und Co haben nicht nur ihren Fall zu lösen, sondern auch noch mit ihren privaten Problemen zu kämpfen und somit wurden diese sehr authentisch und lebensnah dargestellt.



Meinung:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Frettchenland ist ein sehr gelungener und spannender, das durch seinen Humor überzeugen kann. Werde die ersten zwei Bücher von Nettelbeck & Co noch lesen!

4 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Vergeben und Verzeihen

Nur einen Horizont entfernt
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Die erfolgreiche Moderatorin Hannah Farr erhält überraschenderweise einen Brief und zwei Versöhnungssteine von einer ehemaligen Mitschülerin Namens Fiona Knowles. In diesem bittet sie Hannah um Verzeihung ...

Die erfolgreiche Moderatorin Hannah Farr erhält überraschenderweise einen Brief und zwei Versöhnungssteine von einer ehemaligen Mitschülerin Namens Fiona Knowles. In diesem bittet sie Hannah um Verzeihung für ihr Mobbing, das zur Schulzeit stattfand. Hannah tut sich sehr schwer, Fionas damaliges Verhalten ihr gegenüber zu entschuldigen bzw. zu vergessen. Nach uns nach wird Hannah bewusst, dass manche Dinge gar nicht so waren wie sie schienen. Die Reise in die Vergangenheit beginnt mit der Suche nach ihrer Mutter, die seit etlichen Jahren nie mehr gesehen hat. Wie wird ihre Mutter auf dieses Wiedersehen reagieren?

Die flüssige und sehr gefühlvolle Schreibweise der Autorin lässt einen sehr schnell in diese Geschichte rein kommen und dadurch konnte ich dieses Buch kaum aus der Hand legen. Ich musste wissen, wie es weiter geht. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und manche von ihnen findet man auf Anhieb sympathisch (z.B. Dorothy) und manche weniger (z.B. Claudia). Die Geschichte von Verzeihen und Vergeben lässt den Leser sehr nachdenklich stimmen. Die Versöhnungssteine waren eine klasse Idee und auch deren Umsetzung fand ich gut. Wobei ich hier schreiben muss, zum Ende hin waren es mir ein paar Steine zu viel. Während des Lesens denkt man unweigerlich darüber nach, wen man selber solch einen Stein schicken würde und von wem man einen bekommen könnte. Insgesamt war die Geschichte sehr vorhersehbar, aber dennoch sehr gut umgesetzt worden. Am Ende blieben zwar einige Fragen offen, aber dennoch würde ich dieses Buch weiter empfehlen.

4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein modernes Märchen für Erwachsene

Wenn Ozeane weinen
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Amber´s Mutter Claire Wood bekommt einen Job als Haushälterin bei dem verwitweten Eward Teagarden, der mit seinem 6jährigen Sohn Taylor in Monterey in Kalifornien lebt. Um sich besser um Taylor und Job ...

Amber´s Mutter Claire Wood bekommt einen Job als Haushälterin bei dem verwitweten Eward Teagarden, der mit seinem 6jährigen Sohn Taylor in Monterey in Kalifornien lebt. Um sich besser um Taylor und Job zu kümmern zu können, ziehen die Woods ins Gästehaus der Teagarden ein. Zwischen beiden Familien entwickelt sich eine Freundschaft und eines Tages machen sie eine Bootstour. Auf dieser Tour passiert etwas Ungewöhnliches: Der kleine Taylor geht über Board und seine Retterin soll eine Meerjungfrau gewesen sein. Die Suche nach Mandy, der Meerjungfrau, beginnt….

Mehr möchte ich zum Inhalt verraten….



Der Schreibstil dieses Buches liest sich sehr flüssig und man findet sehr schnell Zugang zu dieser ungewöhnlichen Geschichte. Die detaillierten Beschreibungen der Charaktere und der Umgebung lassen den Leser Teil dieses Buches sein. Manchmal meint man selbst vor Ort zu sein.

Wenn Ozeane weinen ist eine Geschichte, die aus Ambers Sicht erzählt wird. Realität und Märchen wechseln sich hier perfekt ab. Teilweise waren mir die Erzählungen etwas zu langatmig und einige Handlung sehr unrealistisch und trotzdem konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen, denn ich wollte unbedingt wissen wie die Geschichte um Amber, Taylor und Mandy endet. Das Ende ist in jeder Hinsicht eine Überraschung.



Fazit:

Eine sehr berührende und fantasiereiche Geschichte über Liebe, Hoffnung, Sehnsucht und Träume. Wer all diese Dinge liebt, ist hier bestens aufgehoben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine sehr berührende Geschichte

Liebten wir
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Die Fotografin Moira liebt ihren Beruf über alles und ihren neuen Freund Leon, der hinter ihrem Rücken ein mieses Spiel spielt. Von allem nichtsahnend begleitet Moira Leon zur anstehenden Familienfeier ...

Die Fotografin Moira liebt ihren Beruf über alles und ihren neuen Freund Leon, der hinter ihrem Rücken ein mieses Spiel spielt. Von allem nichtsahnend begleitet Moira Leon zur anstehenden Familienfeier und lernt dort die etwas außergewöhnliche Familie von ihm kennen. Allerdings entwickelt sich diese Feier nicht so wie geplant, sondern endet in einer Katastrophe. Moira erfährt u.a., dass Leon sich weiterhin mit seiner Ex trifft. Kurzer Hand verlässt sie die Feier, aber nicht nur sie… Die etwas eigenwillige Oma Aino kehrt ebenfalls dem Ganzen den Rücken zu und von da an beginnt für die beiden eine ungewöhnliche Reise nach Finnland….



Liebten wir ist das neuste Werk von Nina Blazon und es hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen. Zum einen zeichnet sich dieses Buch durch seinen flüssigen, humorvollen und gefühlvollen Schreibstil aus und zum anderen sind es die Geschichten von Aino und Mo. Ainos Vergangenheit spielte sich hauptsächlich zur Zeit des zweiten Weltkrieges in Finnland ab und Mos Vergangenheit, in der ihre Mutter sehr früh verstarb, ist alles andere als einfach. Hier treffen zwei Welten aufeinander, die nicht unterschiedlicher hätten sein können und genau das macht dieses Buch so einzigartig. Dadurch dass die Ereignisse detailliert und emotional sehr gut wieder gegeben worden sind, kann der Leser in die jeweiligen Geschichten eintauchen. Es gab zwar einige zähe Momente, aber langweilig wurde es dennoch nicht. Was mich ein wenig gestört hat, war der rüde Umgangston zwischen Aino und Mo und das Lesen wurde hier etwas anstrengend. Für mich blieben die Personen leider stehen und das fand ich sehr schade, denn da hätte ich mir ein wenig mehr positive Veränderungen und vor allen Dingen Herzlichkeit gewünscht.

Das Ende dieses Buches fand ich sehr überraschend und damit hätte ich so nicht gerechnet. Die aufgetauchten Fragen, die beim Lesen entstanden sind, werden hier beantwortet und vieles erklärt sich auch von selbst.



Fazit:

Eine sehr spannende und zu gleich nachdenkliche Reise nach Helsinki. Wer sich darauf einlässt, darf hier keine leichte Sommerlektüre erwarten. Trotzdem sollte man diesen Trip wagen und mitreisen. Für mich war dieses Buch mehr als lesenswert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Faule Marillen in Wachau

Faule Marillen
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In dem beschaulichen Örtchen Klein Dürnspitz in Niederösterreich machen Kinder einen grausigen Fund. Auf einer Baustelle finden sie Knochen und zwar menschliche Knochen. Wessen Gebeine wurden hier begraben? ...

In dem beschaulichen Örtchen Klein Dürnspitz in Niederösterreich machen Kinder einen grausigen Fund. Auf einer Baustelle finden sie Knochen und zwar menschliche Knochen. Wessen Gebeine wurden hier begraben? Major Paul Eigner von LKA, der sich eigentlich im Urlaub befinden, wird für diesen Fall in seine alte Heimat versetzt und soll vor Ort mit seinen Ermittlungen beginnen. Dabei wird schnell klar, um wen es sich bei dem Toten handelt. Es ist der seit Jahren vermisste Pfarrer Ralph. Nur wer hat ihn umgebracht?



Lisa Lercher hat mit ihrem Buch Faule Marillen einen spannenden Heimatkrimi geschrieben. Der angenehme Schreibstil, der mit österreichischem Dialekt ausgestattet worden ist, lässt sich leicht lesen und man findet sehr schnell in die Geschichte rein. (Für alle Nicht-Österreicher unter den Lesern: Am Ende dieses Buches befindet sich ein Glossar mit den wichtigsten Übersetzungen).Die Charaktere, die mit Ecken und Kanten versehen worden sind, wirkten sehr menschlich und authentisch. Die Handlung des Buches wurde sehr gut durchdacht und Dank der Irrungen und Verwirrungen wurde es auch zu keinem Zeitpunkt langatmig oder gar langweilig. Eher das Gegenteil trat ein, denn der Spannungsbogen blieb bis zu Schluss hin erhalten. Ohne jetzt zu viel zu verraten, aber mit diesem Ende hätte ich überhaupt nicht gerechnet.



Fazit:

Wer gerne Heimatkrimis liest, kommt hier auf seine Kosten. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Ich hoffe, dass es bald einen neuen Fall mit Eigner und Co geben wird…

4 von 5 Sternen!