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Veröffentlicht am 13.03.2023

Intensive lyrische Spurensuche

Ein Geist in der Kehle
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Die Sunday Times schreibt „Außergewöhnlich, intensiv, lyrisch.“

Genauso.

Dieser wunderbare Roman hat mir außergewöhnlich gut gefallen, das Lesen der lyrischen Sprache ein wahrer Genuss, die behandelten ...

Die Sunday Times schreibt „Außergewöhnlich, intensiv, lyrisch.“

Genauso.

Dieser wunderbare Roman hat mir außergewöhnlich gut gefallen, das Lesen der lyrischen Sprache ein wahrer Genuss, die behandelten Themen intensiv.

Mir war anfänglich nicht ganz klar, dass es nicht um einen fiktiven Roman handelt, sondern um einen stark autobiographisch inspirierten Text.
Doireann Ní Ghríofa verwebt in ihrem Roman ihre eigene Geschichte mit der Geschichte von Eiblhín Dubh Ní Chonaill, einer irischen Adeligen, die im 18. Jahrhundert das Caoineadh geschrieben hat. Das Caoineadh ist ein national sehr bekanntes altes gälischen Klagelied, worin Eiblhín Dubh Ní Chonaill die Ermordung ihres Mannes beschreibt und ihre tiefe Trauer danach.

Ní Ghríofa hat, wie wieviele Schulkinder, den Text in ihrer Jugend kennengelernt und er begleitet sie seither.
Sie beschreibt wunderbar diese intime und verletzliche Zeit nach der Geburt ihrer Kinder und die erste Zeit mit einem neugeborenen Baby. Dieser Kokon aus Liebe und Aufopferung und dem tiefen weiblichen Band, das die Menschen zeitenübergreifend verbindet. Diese Ambivalenz zwischen erschöpfter Leere und Erfüllung. In meinen Augen eine der schönsten und nuanciertesten Beschreibungen von junger Mutterschaft, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

𝙋𝙤𝙚𝙩𝙞𝙨𝙘𝙝 𝙪𝙣𝙙 𝙥𝙧𝙤𝙨𝙖𝙞𝙨𝙘𝙝 𝙯𝙪𝙧 𝙜𝙡𝙚𝙞𝙘𝙝𝙚𝙣 𝙕𝙚𝙞𝙩.

Ní Ghríofa spürt durch die Verszeilen des Caoineadh eine tiefe Verbundenheit mit Eiblhín Dubh Ní Chonaill und möchte mehr über das Leben der Adeligen erfahren. Eine obsessive Bessesenheit beginnt, die Ní Ghríofa über Jahre begleiten und über schwere Zeiten hinweghelfen wird. Die Autorin wird später selbst in einem Interview sagen, dass sie während des Schreibprozesses wie unter einem Bahn stand und das ist deutlich durch die Zeilen zu spüren. Eine Zwanghaftigkeit, eine Unabdingbarkeit Eiblhín Dubh Ní Chonaills Geschichte zu erzählen.
Getragen von dem Wunsch dieser Frau, deren Anwesenheit so oft aus männlichen Texten gelöscht wurde, eine neue Bedeutsamkeit zukommen zu lassen.

𝘿𝙚𝙣𝙣 𝙙𝙞𝙚𝙨 𝙞𝙨𝙩 𝙚𝙞𝙣 𝙬𝙚𝙞𝙗𝙡𝙞𝙘𝙝𝙚𝙧 𝙏𝙚𝙭𝙩.

Ich habe das Lesen von Ní Ghríofas magischer und lyrischer Sprache sehr genossen und fühlte mich in ihrem Text erkannt und gesehen.
Ich denke, es ist einer dieser Romane, mit dem nicht zwangsläufig jeder warm wird, da die Themen sehr persönlich und intim sind. Von mir eine klare Empfehlung, sich an diesem wunderbaren Roman zu versuchen und sich emotional ganz darauf einzulassen!

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Veröffentlicht am 08.03.2023

Feminismus- eine emotionale literarische Bestandsaufnahme

Einzeller
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🔸Ein dicker, dicker Kloß aus Trauer und Wut sitzt in meiner Brust. Gerade habe ich das Buch nach dem letzten aufwühlenden Kapitel zugeklappt.

Mein Kopf und mein Herz ist übervoll. Von Gedanken, Gefühlen ...

🔸Ein dicker, dicker Kloß aus Trauer und Wut sitzt in meiner Brust. Gerade habe ich das Buch nach dem letzten aufwühlenden Kapitel zugeklappt.

Mein Kopf und mein Herz ist übervoll. Von Gedanken, Gefühlen und Wünschen.

🔸Gertraud Klemms Romane begleiten mich schon viele Jahre und durch verschiedene Lebenssituationen. Schon lange freue ich mich auf ihren neuen Roman „𝗘𝗜𝗡𝗭𝗘𝗟𝗟𝗘𝗥“. Als ich ihn endlich in Händen hielt, waren die Erwartungen groß und auch ein klein wenig Angst enttäuscht zu werden.

🔸In „𝗘𝗜𝗡𝗭𝗘𝗟𝗟𝗘𝗥“ analysiert Klemm den Versuch einer feministischen Utopie: eine WG, nur aus Frauen bestehend, die solidarisch zusammenleben, als Keimzelle für sozialen Wandel. Zusammengebracht werden die Frauen aus verschiedenen Backgrounds und verschiedenen Generationen von Simone, einer Alt-Feministin des öffentlichen Lebens.
Klemm stellt ihrer Simone eine andere Protagonistin gegenüber, die junge Lilly, die das andere Ende auf der feministischen Skala und der Generationen abbildet.

🔸Doch dieses WG-Setting ist nur kurzfristig der Ausgangspunkt für die ganz großen Themen, die Klemm hier aufmacht. Alles vor dem Hintergrund eines Landes, durch das ein Rechtsruck geht, vor dem Hintergrund einer Welt, in der, in immer mehr Ländern die Frauenrechte beschnitten werden, in der Gewalt gegen Frauen zum Alltag gehört.
Die Geschichte entwickelt sich rasant und auch Simone und Lilly gehen durch persönliche Entwicklungen, die ich hier nicht vorweg nehmen will….
Es ist Klemms große Stärke, mit prägnanten Sätzen ganze Sachverhalte auf den Punkt zu bringen, die noch länger in mir nachhallen. Klemms Schreibkunst bewirkt, dass ich Simones Wut fühlen kann, aber auch Lilliys noch so junge Resignation.
Klemm kritisiert mit ihrem Roman ganz deutlich die feministischen Grabenkämpfe der letzten Jahre und benennt die Ursachen aber auch die Konsequenzen.
Ihre Figuren stehen stellvertretend für verschiedene Standpunkte und bieten viele Diskussionsmöglichkeiten.
Für mich besonders interessant war das Themenfeld Mutterschaft und Feminismus, das so viele komplexe Fragen stellt und so wenig Auswege.

🔸Insgesamt ein Roman, der danach schreit, besprochen und diskutiert zu werden, der wütend machen soll und nachdenklich.
Hat bei mir funktioniert und doch dieses Gefühl der Trauer hinterlassen. Eine kleine Resignation?

🔸Eine große Leseempfehlung für diesen großartigen Roman, der mich emotional auf voller Breitseite erwischt hat!

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Emotional 🖤

Young Mungo
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🔸Mein Herz ist gerade ein bißchen zerbrochen.
Diese Geschichte, dieses Ende!

Schon als ich dieses Buchcover in den Vorschauen sah, war ich wie elektrisiert. Es liegt so viel Jugendgefühl und Unschuld ...

🔸Mein Herz ist gerade ein bißchen zerbrochen.
Diese Geschichte, dieses Ende!

Schon als ich dieses Buchcover in den Vorschauen sah, war ich wie elektrisiert. Es liegt so viel Jugendgefühl und Unschuld darin, dass ich unbedingt wissen wollte, welche Geschichte dahinter steckt.

🔸Douglas Stuart beschreibt mir in seinem Roman mit unglaublicher Erzählkunst vom Leben des jungen Mungo (benannt nach einem Heiligen), der in einem Arbeiterviertel von Glasgow, Schottland, in den 90ern aufwächst.
Das Milieu, das Stuart beschreibt, ist extrem frauenfeindlich und homophob. Alkoholismus, Gewalt, Kleinkriminalität und Teeenagerschwangerschaften sind an der Tagesordnung. All das Erwähnte finden wir auch in der Familie von Mungo, der anders ist als die anderen. Sanft und friedfertig durchschaut er selten die Gesetzte der Straße, auf der nur der Starke überlebt.
Die Menschen sind durch den ständigen Überlebenskampf und die prekäre Not hart und zynisch geworden. Liebe ist nur eine weitere Währung auf dem umkämpften Markt um Anerkennung und Aufmerksamkeit.
Nur echte Männer haben hier eine Chance und Zugang zu Ressourcen.
In den Augen vieler ist Mungo genau das nicht. Eigentlich möchte er nur seiner Mutter helfen, von ihr geliebt werden und sehnt sich nach der Annerkennung seines Bruders. Schließlich findet er in dem katholischen Nachbarsjungen James einen Gleichgesinnten und sich die beiden freunden sich an.
Die Beschreibungen der unsichern und zärtlich-rohen Annäherung der beiden sind wundervoll.

🔸 Stuart siedelt seinen Roman auf zwei Zeitebenen an, die eine erzählt von Mungo und James, die andere scheinbar zusammenhangslos von einem späteren Angelausflug von Mungo und zwei Freunden seiner Mutter.

Doch der perfide Zusammenhang wird sich erschließen, oh ja! Auf dem Angelausflug zieht Stuart das Tempo der Handlung an, bis ich mit offenen Mund entsetzt das Hörbuch pausieren muss (nur bildlich gesprochen, ich pausiere nie auf Grund der Handlung). Vorherige Anspielungen haben mir schon angedeutet was passieren wird, dennoch bin geschockt von der Heftigkeit und den anschließenden Konsequenzen!

🔸Ich neige nicht zur Sentimentalität, doch Stuart bringt mir seine Figuren so nah, dass ich Mungo und seine Schwester Jodie am liebsten in den Arm nehmen möchte und ihnen ein leckeres Essen kochen möchte, wie ich es auch für meine Kinder tue, wenn wir ein bißchen Seelentrost brauchen.

Eine dicke uneingeschränkte Empfehlung von mir für diesen emotionalen, elektrisierenden und spannenden Roman!

Als Hörbuch ein besonderes Erlebniss, einfühlsam gelesen von Julian Horeyseck

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Veröffentlicht am 20.02.2023

Großartig!

Wovon wir leben
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Als ich die Leseprobe des Romans gelesen hatte, wusste ich sofort, dass ich den Roman lesen will. Überraschend bin ich hier auf ein kleines Lesehighlight gestoßen. Das Thema, das Birgit Birnbacher hier ...

Als ich die Leseprobe des Romans gelesen hatte, wusste ich sofort, dass ich den Roman lesen will. Überraschend bin ich hier auf ein kleines Lesehighlight gestoßen. Das Thema, das Birgit Birnbacher hier behandelt, brennt mir schon seit einiger Zeit auf der Seele. Die Bedeutung und Definition von Arbeit in unserem Leben und die Frage: Wovon leben wir?
Das Wunderbare an dem Roman ist, dass er darauf keine eindeutige Antwort gibt. Birnbacher erkundet in ihrer wunderbar poetischen Sprache verschieden Aspekte, meist ohne eine direkte Wertung.
Es gibt durchaus einen Spannungsbogen, eine Handlung, doch wohin mich diese letztendlich führt, bleibt meiner Interpretation überlassen.

🟡 Das Milieu, in dem Birnbacher ihre Ich-Erzählerin Julia positioniert, ist mir wohlbekannt: ländlich, wo „𝘚𝘵𝘶𝘥𝘦𝘯𝘵 𝘢𝘭𝘴 𝘚𝘤𝘩𝘪𝘮𝘱𝘧𝘸𝘰𝘳𝘵 𝘨𝘪𝘭𝘵“, „𝘚𝘤𝘩𝘸𝘶𝘭𝘴𝘦𝘪𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘨ä𝘯𝘨𝘪𝘨𝘦 𝘉𝘦𝘭𝘦𝘪𝘥𝘪𝘨𝘶𝘯𝘨“ und die Geschlechterrollen noch klar abgegrenzt.
Hierher, in ihr Elternhaus, kehr die Erzählerin Julia zurück, nachdem sie ihre Arbeit als Krankenschwester verloren hat und noch dazu lungenkrank ist. Zu Hause dann die Überraschung, ihre Mutter, die ein Leben lang schicksalsergeben die Care-Arbeit der Familie verrichtet hat, hat den Vater verlassen und ist nach Italien durchgebrannt.
Der Vater, von den Segnungen und Bedeutsamkeit seiner Erwerbsarbeit mittlerweile ledig, verlottert zu Hause, nicht willens und nicht fähig einfachste Hausarbeiten für sich zu übernehmen.
Neue Perspektiven erhält die Ich-Erzählerin durch die Bekanntschaft mit einem frisch zugezogenem Städter und ihrer unkonventionell lebenden Freundin Bea.
Die Frage, wovon wir leben, treibt Julia um, womit nicht nur materielles Auskommen gemeint ist. Es ist auch die kleine große Frage nach dem richtigen Leben und wie wir es mit Bedeutung füllen können.
🟡 Ist es die bezahlte Arbeit, die meinem Leben Sinn und Inhalt gibt? Und was ist mit der unbezahlten unsichtbaren Fürsorge Arbeit? Diese Ambivalenz zwischen dem guten Gefühl gebraucht zu werden und der Verpflichtung leisten zu müssen in so vielen Bereichen meines Lebens. Wo verläuft die Grenze zwischen gesellschaftlicher Pflicht, selbstgewählter Verantwortung und persönlicher Freiheit?

🟡 Birnbacher steigt tief in diese Widersprüche ein und ich finde viele meiner Gedanken in diesem Roman wieder. Es ist schön zu lesen wie sich der Griff des Zynismus der Ich-Erzählerin lockert und sie sprich- und wortwörtlich wieder mehr Luft zum Atmen hat. Und doch bleibt der Roman am Ende deutungsoffen und bietet mir verschiedene Interpretationsmöglichkeiten an, die ich noch eine Weile in meinem Kopf hin- und her bewege.
Keine Lösung für meine aktuellen Probleme mit meiner Arbeitseinstellung, aber er verstärkt die Dankbarkeit für all das Bedeutsame in meinem Leben!

🟡 Großartig.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Eindringlicher und fesselnder Roman

Sicheres Haus
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Nach dem Beenden dieses Romans hatte ich einen dicken Kloß im Hals. Ladas Geschichte, die sie sich selbst aus dem Gefängnis heraus erzählt und somit auch mir, hat mich sehr bewegt und unendlich traurig ...

Nach dem Beenden dieses Romans hatte ich einen dicken Kloß im Hals. Ladas Geschichte, die sie sich selbst aus dem Gefängnis heraus erzählt und somit auch mir, hat mich sehr bewegt und unendlich traurig gemacht.
Denn Lada erlebt in ihrer Ehe viele Jahre partnerschaftliche Gewalt und sie ist nicht in der Lage, sich zu trennen. Das ist die Geschichte vieler Frauen und sie finden in zu vielen Fällen ein gewaltsames Ende. Die Zahl an Femiziden ist in Kroatien, dem Heimatland der Autorin Vujčić, so hoch, dass das Land den Femizid als eigenständigen Straftatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen hat. Anders als bis jetzt in Deutschland.
Doch in „Sicheres Haus“ verhindert Lada ihren Femizid, indem sie ihren Mann in Notwehr tötet. Dafür sitzt sie jetzt mehrere Jahre im Gefängnis und kann ihre kleine Tochter nicht aufwachsen sehen.
Ihre Mutter und ihre Schwester haben sich angesichts dieser ungeheuerlichen Tat von ihr abgewendet.

„Normalerweise ist die Frau das Opfer, aber sie ist nur dann das Opfer, wenn sie tot ist.“

Vujčić arbeitet diese Ungeheuerlichkeit deutlich heraus. Lada wird von der Gesellschaft, ihrer Familie und letztendlich auch vom Gericht dafür verurteilt, dass ihre Geschichte nicht wie üblich geendet hat und ihr Mann, ein angesehener Universitätsprofessor, jetzt tot ist.

Auch Lada selbst empfindet ungeheurer Schuldgefühle und geht in Gedanken in ihrer Ehe zurück, an den Beginn der Gewalt.

Was als Liebesgeschichte begann, wird schnell zu einer Beziehung, in der nur noch einer Kontrolle und Macht ausüben kann. Am Anfang ist es nur die Kleidung, die Lada nicht mehr selbstständig auswählen darf, später gibt sie ihren Beruf auf, der ihrem Mann Grund für Eifersucht gibt. Wenn Lada sich nicht den Wünschen ihres Partners fügt, verleiht er seinen Worten auch mit körperlicher Gewalt Nachdruck. Mehrmals versucht Lada, ihn zu verlassen, aber niemand glaubt ihr, dass hinter dem freundlichen Gesicht des Professors auch ganz andere Seiten stecken.
Mit dreisten Lügen und schließlich einer Schwangerschaft hält er Lada fest in seinem Griff und die Spirale aus Kontrolle, Demütigungen und Gewalt spitzt sich immer mehr zu.

Ich finde die Schilderungen dieser Ehe sehr nachvollziehbar und bedrückend und auch Lada erkennt im Rückblick viele der Manipulationen und des Missbrauchs. Sie schwankt zwischen Selbstvorwürfen und Rechtfertigungen und findet Trost und Gemeinschaft bei den anderen inhaftierten Frauen.
Sie fragt sich oft, ob es einen anderen Ausweg gegeben hätte.

“Denn wenn du das Szenario, dass du ein totes Opfer hättest sein können, gegen das abwägst, dass du eine Mörderin geworden bist, gibt es kein gutes und kein gerechtes Ergebnis.”

Vujčić hat für ihren neuen Roman Täter- und Opferbilder in der medialen Darstellung untersucht und unter anderem mit Frauen im Strafvollzug gesprochen.
Das Ergebnis ist ein äußerst eindringlicher und auch fesselnder Roman, den Vujčić nicht nur als literarischen Fall betrachtet wissen will, sondern als Realität, die uns alle betrifft.

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