Cozy Southern Vibes
Bookish Belles – Mehr als nur drei WorteMit dem dritten Band ihrer aktuellen Trilogie hat Kelly Moran mich nach ihrem Redwood-Universum einmal mehr mitten ins Herz getroffen - und gleichzeitig in die zauberhafte Welt der Südstaaten entführt, ...
Mit dem dritten Band ihrer aktuellen Trilogie hat Kelly Moran mich nach ihrem Redwood-Universum einmal mehr mitten ins Herz getroffen - und gleichzeitig in die zauberhafte Welt der Südstaaten entführt, die ich so sehr liebe. Ich habe mich vom ersten Moment an willkommen gefühlt in Vallantine, Georgia.
Auch wenn es sich hierbei um den Abschluss der Reihe handelt, war es tatsächlich mein erster Band - und ich weiß nun: Die beiden Vorgänger werden ganz sicher auch noch bei mir einziehen.
Schon beim Aufschlagen habe ich mich unglaublich über das Innencover gefreut, in dem die drei Freundinnen (= die "Bookish Belles") mit kleinen Stichworten vorgestellt werden - ein liebevoll gestaltetes Extra, das zudem sofort neugierig auf ihre jeweiligen Geschichten macht.
Diese Frauen-Freundschaft war für mich eines der Highlights des Buches. Die Verbundenheit der drei Belles ist so ehrlich und unterstützend - das ging mir runter wie Sahne. Vertrauen, Loyalität, aufrichtige gegenseitige Wertschätzung … Solch innige Freundschaften kann man nur jedem Menschen wünschen.
Im Mittelpunkt der Story steht Dorothy, eine unglaublich greifbare und liebenswerte Protagonistin, die trotz all ihrer Souveränität von alten Unsicherheiten aus ihrer Jugendzeit geprägt ist.
"Er war ein ehemaliger College-Footballspieler. Der Starquarterback ihrer Highschool. Er war allseits beliebt gewesen und galt immer noch als der Goldjunge der Stadt. Er könnte mit jeder Frau ausgehen, die er wollte. Er hatte eine leitende Position in seinem Job, war gereist und außerdem handwerklich begabt. Sie war bloß ... Dorothy. So verlässlich wie langweilig. Fürsorglich, aber unscheinbar. Durchschnittlich in seinem Leben, das voller Besonderheiten war."
Die sanfte Annäherung zwischen den beiden las sich so schön! Er, der sie früher kaum wahrgenommen hat, beginnt erst jetzt zu erkennen, was für eine faszinierende, starke und wunderbare Frau sie ist.
"All die Jahre war nie irgendetwas zwischen ihnen gewesen. Nicht die leiseste Andeutung, kein aufgeheizter Moment, kein bewundernder Blick. Warum, verdammt noch mal, überfielen ihn jetzt plötzlich all diese Erkenntnisse?"
Ich musste so schmunzeln über seinen Pommes-Aha-Moment - when you know, you know. Dorothy glaubt an ihn, unterstützt ihn, macht ihm Mut … ohne je etwas dafür zu erwarten oder gar Bedingungen zu stellen. "Kein Stress, keine Forderungen oder versteckten Motive. Sie war Balsam für den Teil seiner Seele, der ständig in Aufruhr war."
Was dieses Buch für mich zusätzlich zu etwas Besonderem gemacht hat, sind die unvergleichlichen Southern Vibes. Die detaillierten Beschreibungen - sei es die Renovierung der alten Bibliothek oder Dorothys Zuhause - haben eine Atmosphäre geschaffen, in die ich vollkommen eintauchen konnte. Oh, how I miss the South!
Zum routiniert-flüssigen Schreibstil möchte ich anmerken: Mir ist bewusst, dass genau diese ruhige, sehr detailreiche Erzählweise nicht für jeden etwas ist - aber für mich war sie einfach perfekt. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Erschaffen der Südstaaten- Atmosphäre sowie auf der emotionalen Entwicklung der Figuren.
Ein kleiner Wermutstropfen für mich war, dass ich mich sehr über eine Karte im Innenteil gefreut hatte, um Vallantine noch besser greifen zu können. Dafür hat mich das Rezept für Southern Pecan Pie im Anhang umso mehr begeistert - eine charmante, absolut sinnvolle Ergänzung, die perfekt zur Stimmung des Buches passt.
Für mich war diese warme und gefühlvoll erzählte Geschichte über Selbstwert, zweite Chancen und die unverhofften Wege der Liebe ein rundum unterhaltsamer Lesegenuss. Ich bin ganz verzaubert vom Südstaaten-Charme und freue mich darauf, nachträglich die Vorgängerbände zu entdecken.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Klare Empfehlung für Fans von dramafreien, cozy Smalltown-Romanzen!