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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2026

Gesunder Food-Trend anschaulich erklärt

Fermentieren – Twist your Taste!
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„Fermentieren – Twist Your Taste“ ist ein rundum gelungenes Buch, das sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene begeistert. Auf anschauliche Weise führt es im ersten Teil in die Welt der Fermentation ...

„Fermentieren – Twist Your Taste“ ist ein rundum gelungenes Buch, das sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene begeistert. Auf anschauliche Weise führt es im ersten Teil in die Welt der Fermentation ein und zeigt, was man beachten muss und wie einfach es sein kann, Lebensmittel haltbar zu machen. Hintergrundinformationen z. B. zu gesundheitlichen Vorteilen und mikrobiologischen Zusammenhängen sind verständlich erklärt, ohne zu trocken zu wirken.
Gut fand ich die klar strukturierten Anleitungen und Bilder, die Schritt für Schritt durch die Prozesse führen und dabei Unsicherheiten nehmen. Besonders interessant sind die Informationen zu Gewürzen in Fermenten.

Im zweiten Teil werden Basisfermente vorgestellt, die von Getreide über Obst und Gemüse hin zu Dips und Drinks führen. Von klassischen Fermenten wie Sauerteig und Sauerkraut bis hin zu kreativen, modernen Ideen ist alles dabei. Dabei wird deutlich, wie vielseitig Fermentation sein kann und wie sie sich in den Alltag integrieren lässt.
Auch die Vielfalt der Rezepte im dritten „Mix and Match“-Teil ist ein großes Plus.
Optisch punktet das Buch mit übersichtlichen Tabellen und ansprechenden Bildern zu jedem der Teile, die Lust machen, sofort loszulegen. Für mich ist es eine perfekte Mischung aus Praxis, Wissen und Inspiration. Ein echtes Must-have für alle, die sich mit dem Thema näher beschäftigen möchten.

Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein zauberhaftes, herzerwärmendes Buch

Tom Tauber – Ratte der Lüfte
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Mit „Tom Tauber – Ratte der Lüfte“ ist Hannah Schenk und Anne Hofmann ein wunderbares Kinderbuch gelungen, das zu Herzen geht und in keinem Haushalt mit kleinen Kindern fehlen sollte.

Allein schon ...

Mit „Tom Tauber – Ratte der Lüfte“ ist Hannah Schenk und Anne Hofmann ein wunderbares Kinderbuch gelungen, das zu Herzen geht und in keinem Haushalt mit kleinen Kindern fehlen sollte.

Allein schon vom Cover und dem Material des Umschlages war ich begeistert. Die Illustrationen sind schön und liebevoll gestaltet und viele Details sorgen dafür, dass man bei jedem Durchblättern etwas Neues entdeckt. So hat das Taubenbaby Tom gelben Flaum auf dem Kopf - wie die echten Tauben. Nett finde ich auch die verschiedenen Tierspuren am Anfang und Ende des Buches.

Die Handlung dreht sich um Ratten und Tauben, den „Ratten der Lüfte“, also um zwei bei den Menschen zu Unrecht sehr unbeliebte Tierarten.

Es geht um das Taubenbaby Tom, das aus dem Nest fällt und von Ratten großgezogen wird. Tom liebt seine Rattenfamilie, spürt aber, dass er anders ist und sucht seinen Platz in der Welt.
Die Geschichte erzählt von Familie, Freundschaft und Anderssein und gibt, obwohl sie kindgerecht ist, viele interessante Informationen zu Tauben.

Besonders gut fand ich den Anhang „Lerne mehr über Stadttauben“ und den Link zum Tierschutzbund/Taubenschutz, damit man sich schnell weitere Informationen einholen kann. Außerdem geht ein Teil der Einnahmen aus dem Buchverkauf direkt an den Taubenschutz.
Das Buch wurde in Deutschland und komplett vegan hergestellt.

Ein Buch, das mich begeistert hat und für das 5 Punkte gar nicht ausreichen. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 27.01.2026

Der Mörder ist (nicht) immer der Gärtner

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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Das Buch "Mord im Nacktschneckenmilieu" vermittelt auf äußerst spannende und unterhaltsame Weise Wissen zu Flora und Fauna.
Anhand von Kriminalfällen, die sich im eigenen Garten zutragen können, wird so ...

Das Buch "Mord im Nacktschneckenmilieu" vermittelt auf äußerst spannende und unterhaltsame Weise Wissen zu Flora und Fauna.
Anhand von Kriminalfällen, die sich im eigenen Garten zutragen können, wird so mancher zum Detektiv und sicher auch seinen Garten mit anderen Augen betrachten.
Es ist in 20 Kriminalfälle gegliedert, die von Einbruch über Diebstahl bis zum Mord reichen. Beschrieben werden Tatort, Indizien, Zeugen und Verdächtige. Dann werden Täter und Motiv präsentiert. Als Täter kommt fast jeder in Frage: Pflanzen, diverse Tiere sowie der Mensch - nicht nur der Gärtner.
Elke Schwarzer versteht es, Wissen auf witzige und humorvolle Art zu vermitteln. Dabei setzt sie den juristischen Jargon gekonnt ein.
Wunderschöne Bilder und Zeichnungen ergänzen den Text. Das Buch ist auch farbig schön und übersichtlich gestaltet und wirkt versehen mit Lesebändchen sehr hochwertig.
Wer die Natur liebt, wird begeistert sein und das Buch sicher häufiger zur Hand nehmen.
Ich finde es sehr gelungen.

Veröffentlicht am 25.08.2025

Ein emotionaler Roman über eine beeindruckende Frau

In uns der Ozean
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In meiner Jugend habe ich das Buch „Der stumme Frühling“ gelesen, in welchem es um die Gefahren von DDT geht, und es hat mich sehr beeindruckt. Ähnliches ist der Autorin Theresia Graw mit dem Buch „In ...

In meiner Jugend habe ich das Buch „Der stumme Frühling“ gelesen, in welchem es um die Gefahren von DDT geht, und es hat mich sehr beeindruckt. Ähnliches ist der Autorin Theresia Graw mit dem Buch „In uns der Ozean“ gelungen.
Sie schafft es, wie Rachel Carson, den Leser auf eine sehr poetische Art emotional anzusprechen und unsere Abhängigkeit von der Natur und unsere Verantwortung den künftigen Generationen gegenüber nicht nur auf rationale Art zu vermitteln.

Viele wichtige Themen im Bereich Naturschutz werden von ihr auf Grundlage der Lebensgeschichte von Rachel Carson angesprochen. Man schützt nur, was man kennt und liebt und sollte nie das Staunen über die Wunder der Natur verlieren.

Theresia Graw beginnt die Lebensgeschichte Rachel Carsons beim Ende des Studiums im Jahr 1929 und schildert ihr Leben in Abschnitten abwechselnd mit der Vorbereitung auf ein TV-Duell im Jahre 1963. Die Autorin zeigt, mit welchen gesellschaftlichen Problemen Rachel als unverheiratete Frau zu kämpfen hatte, wie mutig sie den Kampf gegen die übermächtige chemische Industrie nebst Behörden aufnahm und wie schwierig es war, einen Verlag zu finden, um das Buch zu publizieren.

Ihr Kampf gegen den unkontrollierten Einsatz von DDT ist heute aktueller denn je. Auch wenn die zahlreichen Biozide heute andere Namen haben wie z.B. Glyphosat, ist das Insektensterben eines unserer großen Probleme. An der Hybris des Menschen und seinem Glauben, den andere Arten überlegen zu sein, hat sich leider nichts geändert.

Ich hoffe, dass viele neben Theresia Graws Buch auch „Der stumme Frühling lesen“.

Für mich ein Manko war, dass die Lebensgeschichte von Rachel Carson nicht nur in Kleinigkeiten abgeändert wurde und die TV-Talkshow nicht in der Realität stattgefunden hat.

Allerdings ist als Genre auch „historischer Roman“ und nicht Biografie angegeben. Warum die Autorin diesen Weg wählte, ist gut nachvollziehbar. So wurden Personen erfunden, um die Stellung der Frau der damaligen Zeit und die Probleme deutlicher und nachvollziehbarer zu machen, mit denen Frauen zu kämpfen hatten, die nicht den gesellschaftlichen Vorgaben entsprachen.

Ein mitreißender Roman, den ich sehr empfehlen kann.

Veröffentlicht am 12.04.2026

Magische Sommervögelein

Das Jahr der Schmetterlinge
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Das Buch „Das Jahr der Schmetterlinge“ erzählt von einem ungewöhnlichen Versuch: Innerhalb eines Jahres will die Autorin Lea Korsgaard alle 64 in Dänemark heimischen Tagfalterarten entdecken. Die Schwierigkeit ...

Das Buch „Das Jahr der Schmetterlinge“ erzählt von einem ungewöhnlichen Versuch: Innerhalb eines Jahres will die Autorin Lea Korsgaard alle 64 in Dänemark heimischen Tagfalterarten entdecken. Die Schwierigkeit dabei ist, dass manche Arten vom Aussterben bedroht und nur noch an einem Ort zu finden sind. Außerdem können sie nur innerhalb einer bestimmten Zeit gesichtet werden, da jede Art ihre bestimmte Flugzeit hat.
Ohne Vorkenntnisse begibt sie sich auf eine Reise durch die Natur – und gleichzeitig zu sich selbst.
Sie lernt bei ihrer Suche, ihre Umgebung auf andere, genauere Art zu betrachten.
Besonders gelungen ist die Mischung aus Tagebuch, Naturbeobachtung und philosophischen Gedanken.
Das Buch verbindet persönliche und auch familiäre Erlebnisse mit fundiertem Wissen über Artenvielfalt und ökologische Zusammenhänge. Es führt uns durch die Welt der Mythologie, Theologie, Kunst, Geschichte u.a.
Der Schreibstil ist leicht zugänglich und zugleich reflektiert, wodurch man sich der Autorin sehr nah fühlt – auch wenn ich nicht verstehen konnte, warum sie den Fund einer Art nicht mehr genießt und ihr Vorhaben lieber auf zwei Jahre aufteilt.
Der Leser wird angeregt, über seinen eigenen Lebensrhythmus und den Umgang mit der Natur nachzudenken und ggf. sein Verhalten zu ändern.
Allerdings wirkt die Handlung auf mich stellenweise etwas zu ruhig und mir hat die Spannung gefehlt, sodass ich das Buch in mehreren Etappen und nicht auf einmal gelesen habe.
Schön finde ich die verschiedenen Zeichnungen im Buch. So weiß man auch als Laie, wie eine erwähnte Art aussieht. Vermisst habe ich weitere Informationen zu den einzelnen Arten.
Insgesamt ist es für mich ein wunderschönes, poetisches Sachbuch, das Naturwissen mit Sinnsuche verbindet und ich kann es wärmstens empfehlen. Einen Punktabzug gab es, da es teilweise etwas langatmig war.