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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Einfach spannend

Rostiges Grab
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„Rostiges Grab“ von Anders de la Motte ist
für mich ein Krimi, der vom ersten Satz zeigt, warum ich diese Reihe seit dem allerersten Fall liebe, und ich muss sagen: Auch der dritte Einsatz von Leo Asker ...

„Rostiges Grab“ von Anders de la Motte ist
für mich ein Krimi, der vom ersten Satz zeigt, warum ich diese Reihe seit dem allerersten Fall liebe, und ich muss sagen: Auch der dritte Einsatz von Leo Asker und dem Team der Ebene Minus 1 ist einfach nur Hammer.

Kriminalkommissarin Leo Asker steht kurz vor einer Beförderung und hofft, ihre bisherige Abteilung hinter sich zu lassen. Doch neue Hinweise zu einem alten ungelöster Mordfall holen sie ein.
Gemeinsam mit ihrem Team und dem Lost-Place-Experten Martin Hill ermittelt Leo in einem unheimlichen Wald, der für düstere Ereignisse bekannt ist. Während sie versuchen, das Verbrechen aufzuklären, stoßen sie auf verstörende Geheimnisse und geraten selbst zunehmend in Gefahr.
Ohne zu spoilern: Der Roman steuert konsequent auf ein Finale zu, das mit einem Cliffhanger endet, der einfach der Hammer ist!

Leonore Asker ist für mich weiterhin eine der spannendsten Ermittlerinnen die ich kenne. Direkt, stur, und nicht immer kompatibel mit Hierarchien, genau das macht sie so glaubwürdig. In diesem Fall wirkt sie noch kantiger, verletzlicher und zugleich entschlossener als zuvor. Ihre innere Zerrissenheit ist einfach spürbar.
Anders de la Motte hat einen klaren Schreibstil. Keine überflüssigen Schnörkel und keine Effekthascherei, stattdessen präzise Szenen, starke Dialoge und ein Gespür für düstere Stimmungen.
Fazit:
Ich bin Fan seit dem ersten Fall von Leo Asker und ihrem Team von der Ebene Minus 1, und dieser Fall hat mich wieder gepackt. Spannung, Figuren, Atmosphäre: alles auf den Punkt. Und dieser Cliffhanger am Ende? Der macht unfassbar Lust auf den nächsten Fall. Für Serienfans ein absolutes Muss, natürlich auch als Einstieg geeignet, obwohl man Leo Asker am besten von Anfang an begleitet.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Einfach schön

Körbchen mit Bergblick
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Körbchen mit Bergblick“ ist ein Wohlfühlroman zum Abtauchen.

Im Mittelpunkt steht Ally, eine Musical-Darstellerin auf einem Kreuzfahrtschiff, die, als ihre Mutter krank wird, wieder in ihre Heimat zurückkehrt. ...

Körbchen mit Bergblick“ ist ein Wohlfühlroman zum Abtauchen.

Im Mittelpunkt steht Ally, eine Musical-Darstellerin auf einem Kreuzfahrtschiff, die, als ihre Mutter krank wird, wieder in ihre Heimat zurückkehrt. Nach Lenggries, ein Ort mit traumhaftem Bergblick, und mitten hinein in die Tierpension und Tierarztpraxis ihrer Mutter, wo das Leben mit Tieren tobt.
Die Geschichte lebt von kleinen Momenten: Begegnungen mit den Tieren, Gespräche, neuen Freundschaften und die Frage, wohin der eigene Weg eigentlich führen soll.

Ally’s Geschichte ist Klasse, sie muss lernen loszulassen, Vertrauen zu fassen und ihren eigenen Weg neu zu justieren, die Tiere und Menschen rund um die Tierpension tragen viel dazu bei, sie bringen Leben, Humor und oft auch unerwartete Wendungen in die Handlung.

Der Schreibstil von Caroline Messingfeld hat mir gut gefallen, es ist mein erster Roman von ihr, aber sicher nicht mein letzter. Sie schreibt leicht, flüssig und bildhaft.
Ich fühlte mich direkt hineinversetzt in ein tolles Bergpanorama (obwohl ich ja sonst eher der Meermensch bin😂)
Der Roman lässt sich wunderbar leicht lesen ohne dass es an Gefühl oder Tiefe fehlt. Gerade diese Leichtigkeit macht das Buch so kurzweilig und perfekt für einen erholsamen Lesenachmittag.

Fazit: „Körbchen mit Bergblick“ hat mir schöne und entspannte Lesestunden beschert. Wer Geschichten mit Herz, einer tollen Tierpension und einer sympathischen Hauptfigur wie Ally mag, wird hier definitiv glücklich.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Faszinierend

Ein Ort, der bleibt
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Mit „Ein Ort, der bleibt“ hat Sandra Lüpkes einen Generationen-Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite an fasziniert hat.
Im Mittelpunkt steht Imke, die in der Gegenwart lebt und sich auf Spurensuche ...

Mit „Ein Ort, der bleibt“ hat Sandra Lüpkes einen Generationen-Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite an fasziniert hat.
Im Mittelpunkt steht Imke, die in der Gegenwart lebt und sich auf Spurensuche in Istanbul begibt. Was zunächst wie ein persönlicher Tapetenwechsel wirkt, entwickelt sich schnell zu einer Reise in die Vergangenheit, und zwar zu drei Frauen, deren Leben auf ganz unterschiedliche Weise miteinander verbunden sind.
Jede von ihnen lebt in einer anderen Zeit, geprägt von den jeweiligen Umständen, und doch ziehen sich bestimmte Themen wie Verlust, Identität und Zugehörigkeit durch alle Ebenen.
Ein großer Teil der Geschichte spielt in Istanbul, zwischen kulturellen Gegensätzen, politischen Umbrüchen und persönlichen Entscheidungen entfaltet sich eine Geschichte, die auch ein dunkles Kapitel der Geschichte berührt.
Die Verknüpfung der Zeitebenen finde ich dabei besonders gelungen: Nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen, bis ein Gesamtbild entsteht, das sowohl berührt als auch nachdenklich macht.
Ich mag Sandra Lüpkes Schreibstil: sie schreibt total atmosphärisch und spannend. Die historischen Hintergründe wirken authentisch und sind so in die Handlung eingebunden, dass sie nie trocken oder belehrend wirken.

Fazit:
Für mich ist „Ein Ort, der bleibt“ ein richtig starker Generationenroman, der zeigt, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen, und wie Geschichten über Jahrzehnte hinweg weiterleben. Die Mischung aus Frauenschicksalen, historischer Tiefe und der faszinierenden Kulisse Istanbuls hat mich komplett abgeholt.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Spannender Urlaubskrimi

Schatten über den Chianti-Hügeln
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Mit „Schatten über den Chianti-Hügeln“ hat mich Gianni Borsa wieder einmal bestens unterhalten, ein Krimi, der leicht zu lesen ist und trotzdem mehr Tiefe mitbringt, als ich zunächst erwartet habe.

Der ...

Mit „Schatten über den Chianti-Hügeln“ hat mich Gianni Borsa wieder einmal bestens unterhalten, ein Krimi, der leicht zu lesen ist und trotzdem mehr Tiefe mitbringt, als ich zunächst erwartet habe.

Der Fall hat mich zum zweiten Mal in die malerische Toskana entführt.
Ein Olivenbauer wird unter verdächtigen Umständen tot aufgefunden und was zunächst nach einem überschaubaren Verbrechen aussieht, entwickelt sich nach dem Fund eines Grabes aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs schnell zu einer komplexen Geschichte, bei der nichts so ist, wie es scheint.
Commissario Daniele Figallo beginnt zu ermitteln und bekommt natürlich wieder Unterstützung von Sandra Wolff, die mittlerweile mit ihrem Yoga-Studio heimisch in Poggibonsi geworden ist.
Während sie versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, geraten sie ( und ich😂) immer wieder auf falsche Fährten. Motive und Zusammenhänge verschieben sich ständig, sodass es einfach spannend geblieben ist. Stück für Stück wird dann aber ein dunkles Kapitel der deutsch-italienischen Geschichte sichtbar, das bis in die Gegenwart nachwirkt.

Ich mag Daniele und Sandra einfach, sie ergänzen sich perfekt und besonders schön finde ich, dass sich zwischen den beiden doch eine Entwicklung abzeichnet, und genau das macht es für mich sehr interessant😂
Ich habe in jedem Kapitel wieder die Liebe von Gianni Borsa zur toskanischen Landschaft gespürt und zugleich schafft er es, ein ernstes historisches Thema einzubinden, dieses Zusammenspiel aus Leichtigkeit und Tiefe hat mir besonders gut gefallen. Ich hoffe sehr, dass uns diese ernsten Themen auch heute als Mahnung dienen.

Fazit:
Schatten über den Chianti-Hügeln ist ein Krimi, der mehr bietet als nur Spannung. Die Verbindung aus Gegenwart und Vergangenheit, gibt der Geschichte Gewicht und das mag ich so an Krimis, wenn sie nicht nur spannend sind, sondern auch etwas mitgeben.
Wer Krimis mit Urlaubsfeeling, Tiefgang und überraschenden Wendungen mag, sollte hier unbedingt zugreifen.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Toller 2. Fall

Kohle, Stahl und Mord: Das Totenhaus
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Im Mittelpunkt von „Das Totenhaus" steht ein Mordfall, der tief in die Vergangenheit des Ruhrgebiets führt.
Eine verletzte, erinnerungslose Frau führt Ermittlerin Elin Akay zu einer verlassenen Villa, ...

Im Mittelpunkt von „Das Totenhaus" steht ein Mordfall, der tief in die Vergangenheit des Ruhrgebiets führt.
Eine verletzte, erinnerungslose Frau führt Ermittlerin Elin Akay zu einer verlassenen Villa, in der ein Mann ermordet wurde. Es ist die Stinnes-Villa, einst Wohnsitz des Zechendirektors auf ehemaligem Bergbauareal, eben das titelgebende „Totenhaus".
Die Nachforschungen enthüllen ein lange zurückliegendes Verbrechen aus der Bergbauzeit, das bis heute nachwirkt.
Elin Akay ist eine Ermittlerin, die mich einfach fasziniert, klar, hartnäckig im Vorgehen und mit einem feinen Gespür für Zwischentöne. Sie wirkt bodenständig und glaubwürdig, genau so, wie ich mir eine Hauptkommissarin im Ruhrpott vorstelle. Ihr Team ergänzt sie hervorragend, mit unterschiedlichen Starken und Reibungspunkten.
Ein Highlight ist für mich die neue Staatsanwältin. Sie bringt frischen Wind in die Ermittlungen, ist scharf im Denken, unbequem, aber absolut kompetent, jemand, der nicht einfach nur mitläuft.
Martin Conrath schreibt atmosphärisch und ohne Schnörkel. Der Ton passt einfach zum Ruhrgebiet: rau und ehrlich. Gefallen hat mir auch, wie selbstverstandlich er Orte mit Geschichte und Bergbau verbindet. Es ist für mich einfach ein Krimi, bei dem ich immer gedacht habe, noch ein kapitel, und dann war die Nacht tast rum e eben ein Pageturner. Die Mischung aus glaubwürdigen Figuren und einem Setting, das ich kenne und liebe hat funktioniert. Dass die Handlungsorte quasi vor meiner Haustür liegen und der Bergbau eine so zentrale Rolle spielt, hat den Krimi für mich noch interessanter gemacht.
Fazit:
Wer Krimis mag, die nicht glattgebügelt sind, sondern Ecken, Kanten und Geschichte haben, sollte hier unbedingt zugreifen

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