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Veröffentlicht am 15.11.2023

Nervige dilettantische Ermittler

Ostfriesengrab
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Dies ist der dritte Band der Ostfrieslandkrimis und mein zweiter (möglicherweise auch letzter, leider).
Ich bin ein großer Ostfriesland-Fan, mag grundsätzlich gerne Regionalkrimis und der erste Band war ...

Dies ist der dritte Band der Ostfrieslandkrimis und mein zweiter (möglicherweise auch letzter, leider).
Ich bin ein großer Ostfriesland-Fan, mag grundsätzlich gerne Regionalkrimis und der erste Band war auch ganz vielversprechend, gerade wo es doch der Einstieg in diese Reihe war.
Dieses Buch konnte allerdings meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Krimi-Handlung gefällt mir gut, eine interessant gewählte Story. Lokalkolorit ist da, aber für meinen Geschmack sogar ausbaufähig, es ist doch schließlich ein Regionalkrimi. Dann kommt das große Aber...
Ann-Kathrin Klaasen ist keine überzeugende Kommissarin, vom oftmals dilettantischen Verhalten her maximal Polizeiobermeisterin. Führungsqualitäten, Vorbildfunktion und Durchsetzungsvermögen fehlen ihr in großen Teilen. Stereotyp hat sie ein verkorkstes Privatleben, ein ungelöstes Trauma und Probleme mit ihrem Körperbewußtsein.
Ihr Kollege und Lebensgefährte Frank Weller kann das Ganze sogar noch negativ toppen. So ein nerviges, sexistisches Verhalten! Wie geht er mit seiner Vorgesetzten um - vor anderen! Er ist ermittlungstechnisch noch dilettantischer, Spuren und vernünftiges Vorgehen interessieren nicht wirklich.
So schade, aber das war leider nicht überzeugend.

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Veröffentlicht am 27.07.2023

Band 5 - Avery und Cole

Rocky Mountain Secrets
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Avery arbeitet als Undercover-Agentin für das Drogendezernat in Kalifornien. Ihr neuer Kollege vom FBI ist zufällig Cole, ihre frühere Jugendliebe aus Independence. Er hofft auf eine zweite Chance bei ...

Avery arbeitet als Undercover-Agentin für das Drogendezernat in Kalifornien. Ihr neuer Kollege vom FBI ist zufällig Cole, ihre frühere Jugendliebe aus Independence. Er hofft auf eine zweite Chance bei ihr, doch bevor sie sich erneut näher kommen gerät Avery ins Visier eines Killers der Drogenhändler. Die Verfolgungsjagd geht bis in ihre gemeinsame Heimatstadt Independence.
Dies ist der bisher mit Abstand schwächste Band dieser Reihe. So viele Zufälle, die Charakter überzeugen so gar nicht, ihr Verhalten (Agenten!) ist naiv, schwer nachvollziehbar und unrealistisch. Schade, Independence spielt nur eine geringe Rolle.
Die teils skurrilen Bewohner und die Gegend in Colorado werden liebevoll beschrieben, man merkt, wie gut die Autorin diese Gegend selbst kennt. Dies ist der fünfte Band einer Reihe von aktuell bereits insgesamt 33 Bänden.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Sorry Chris aber Cyrano ist besser

The Night We Met
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Zuerst einmal etwas positives. Auch dieses Cover reiht sich optisch gut bei den anderen Büchern von Abby Jimenez ein. Ist das Bild passend zur Story? Absolut nicht. Schon wieder ein englischer Titel für ...

Zuerst einmal etwas positives. Auch dieses Cover reiht sich optisch gut bei den anderen Büchern von Abby Jimenez ein. Ist das Bild passend zur Story? Absolut nicht. Schon wieder ein englischer Titel für die deutsche Ausgabe – meiner Meinung nach zwar unnötig aber für die Bewertung ohne Belang. Auch der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.
Na gut, es ist NICHT Cyrano de Bergerac in modern aber so viele Elemente lassen dieses Buch über weite Strecken wie eine (schlechte) Adaption des Theaterstückes werden. Ergänzt um den Ekelfaktor Wufferine (wer bitte schön ist auf diesen grottigen Namen gekommen?). Mir ist nicht klar, ob es an der Übersetzung liegt oder ob bereits das Original phasenweise lieblos, fast schon gedankenlos (mit weiblicher Endung für einen Rüden?) vorlag. Ich vermute letzteres.
Unschön ist ebenfalls die endlose Triggerwarnung dank der ich gefühlt das halbe Buch kannte, inklusive dem von Wufferine angeschleppten Frosch.
Die Protagonisten konnten mich absolut nicht überzeugen. Larissa ist einerseits taff und geht ihren Weg, dann findet sie aber nicht den Mut um sich aufzuraffen und in ihrer Beziehung zu Mike mal eine klare Ansage zu machen. Und Chris? Unverständlich loyal bis zum Anschlag dabei ließ ihn sein ach so bester Freund Mike in der Vergangenheit hängen und nutzt ihn gnadenlos aus. Warum da überhaupt noch eine Freundschaft ist – vermutlich Gewohnheit. Mike, der von Larissa wegen seines guten Aussehens in der entscheidenden Nacht gewählt wurde ist im Kern sicherlich ein netter Kerl aber schrecklich verzogen und achtet nach fast einem Jahr noch nicht einmal darauf dass seine Freundin hyperallergisch auf ein bestimmtes Lebensmittel ist.
Die Krönung ist der bereits erwähnte Hund Wufferine. Ein absoluter Chaot vor dem nichts sicher ist und dessen ekligste Taten in epischer Breite erzählt werden. Dieser Hund ist das Verbindungsglied zwischen Larissa und Chris – am Schluss wird er jedoch kaum noch erwähnt. Sonst würde man als Leser sich ja auch fragen wie er denn überhaupt mit Larissas neuem Job und u.a. der Hygiene in Wohnung vereinbar ist.
Für mich leider ein Flop auf ganzer Linie.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

nervig, unrealistisch und überzogen

Alles Tofu, oder was?
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Wie nervig – Dana ist eine Hardcore-Veganerin auf kompromisslosem Missionskurs. Da wird die freundliche Kindergärtnerin angefahren weil Töchterchen Nini mal was Süßes bekommen hat, der Dackel mit fleischlosem ...

Wie nervig – Dana ist eine Hardcore-Veganerin auf kompromisslosem Missionskurs. Da wird die freundliche Kindergärtnerin angefahren weil Töchterchen Nini mal was Süßes bekommen hat, der Dackel mit fleischlosem Ersatzfutter malträtiert usw. Punkte die für mich (Vegetarierin) in dieser Form nicht akzeptabel sind.
Freund Paul sucht das Weite (verständlich) und mit ihrem Vater (der bei ihr Asyl sucht) hat sie einen aufreibenden Kampf, denn der alte Herr besteht unter anderem auf Fleisch und Frühstücksei. Tochter Nini steht kurz vor der Einschulung, kann aber nicht mal vernünftig sprechen und Anwalt Jens ist mehr als nur ein Klischee.
Dumm nur, dass ihr Bistro nach der Umstellung auf vegane Küche so gar nicht mehr läuft und der Vermieter sie kurzfristig auf die Straße setzen wird, denn Dana hat beim Mietvertrag ganz professionell alle wichtigen Details überlesen.
Sie ist unsympathisch, unorganisiert, hat weder Buchhaltung noch Familie und ihr ganzes Leben im Griff. Ohne ihren ständig Sprüche klopfenden vietnamesischen Koch Hung Tai liefe im Bistro gar nichts denn auch dort – tja, was kann sie überhaupt? Allen furchtbar auf die Nerven gehen aber das so gewaltig dass man eigentlich nach wenigen Seiten nicht mehr weiter lesen mag. Leider ist es wie bei einem Unfall, wo man hinschaut, wissen möchte wie es ausgegangen ist. Dies ist bei einem Buch keineswegs positiv, auch das unrealistische und überhastete Ende sind kein Pluspunkt, dabei wollte ich irgendwann einfach nur noch wissen wie es zum Ende kommt.
Danas Vater und Paul waren noch die sympathischsten Charaktere und ja, der Schreibstil ist gewohnt locker leicht. Im Gegensatz zu dem ein oder anderen Buch von Ellen Berg was mir gefallen hat konnte mich dieses überhaupt nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Enttäuschende Umsetzung einer guten Idee

Identitti
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Das Konzept klang überzeugend, die Idee der Story sprach mich an und es wurde von vielen Seiten empfohlen - ich habe mich bis ca. zur Hälfte durchgequält und dann abgebrochen.
Sorry, aber ich habe den ...

Das Konzept klang überzeugend, die Idee der Story sprach mich an und es wurde von vielen Seiten empfohlen - ich habe mich bis ca. zur Hälfte durchgequält und dann abgebrochen.
Sorry, aber ich habe den Schreibstil einfach nur als konfus empfunden und das viele Denglisch war einfach furchtbar zu lesen (ich kann gut englisch, dies fand ich dagegen gruselig und viel zu viel).
Ich glaube die Autorin hat viel recherchiert aber der Schreibstil... akademische Fachausdrücke, Blogs, Twitter und Roman wechseln sich wild ab.

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