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Veröffentlicht am 13.04.2026

Dunkle Geheimnisse hinter alten Mauern

Missing Page - Tödliche Worte
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Missing Page – Tödliche Worte ist ein atmosphärisch dichter Jugendthriller, der mit einer spannenden Grundidee und einer unheimlichen Kulisse überzeugt.

Die Geschichte beginnt vielversprechend: Ein abgelegenes ...

Missing Page – Tödliche Worte ist ein atmosphärisch dichter Jugendthriller, der mit einer spannenden Grundidee und einer unheimlichen Kulisse überzeugt.

Die Geschichte beginnt vielversprechend: Ein abgelegenes Herrenhaus in Schottland, ein exzentrischer Bestsellerautor und eine Gruppe junger Nachwuchstalente, die um ein außergewöhnliches Versprechen konkurrieren. Schnell entsteht eine fast schon klaustrophobische Stimmung, als ein Sturm die Gruppe von der Außenwelt abschneidet. Genau hier entfaltet das Buch seine größte Stärke: die dichte, düstere Atmosphäre, die einen permanent das Gefühl gibt, dass „etwas nicht stimmt“.

Besonders gelungen ist die Hauptfigur Toni. Ihre Schlafprobleme und Albträume verleihen der Handlung eine zusätzliche psychologische Ebene. Als Leser:in beginnt man, gemeinsam mit ihr zu zweifeln: Was ist real, was Einbildung? Diese Unsicherheit sorgt für konstanten Nervenkitzel und macht die Geschichte schwer vorhersehbar.

Auch die Nebenfiguren tragen zur Spannung bei. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben, und das Misstrauen innerhalb der Gruppe wächst stetig. Der Schreibwettbewerb selbst ist dabei ein cleverer Rahmen, der Kreativität mit Konkurrenzdruck verbindet eine Kombination, die die Dynamik zwischen den Figuren zusätzlich anheizt.

Die Handlung steigert sich nach und nach, bis sie schließlich eine deutlich düsterere und blutigere Richtung einschlägt. Gerade dieser Bruch sorgt für überraschende Momente und hält die Spannung hoch.

An einigen Stellen hätte die Geschichte noch mehr Tiefe vertragen können, besonders bei den Nebencharakteren. Zudem wirken manche Entwicklungen etwas schnell abgehandelt, obwohl sie großes Potenzial für noch mehr Intensität gehabt hätten.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Wenn aus einem Deal Leidenschaft wird

Deeply Forbidden
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Deeply Forbidden ist ein intensiver, emotional aufgeladener Dark-Romance-Roman, der genau das liefert, was der Klappentext verspricht: eine explosive Mischung aus Hass, Anziehung und gefährlichen Machtspielen.

Die ...

Deeply Forbidden ist ein intensiver, emotional aufgeladener Dark-Romance-Roman, der genau das liefert, was der Klappentext verspricht: eine explosive Mischung aus Hass, Anziehung und gefährlichen Machtspielen.

Die Geschichte rund um Gia Bennett und Tatum Blackthorn startet mit einem klassischen, aber effektiven Trope der Zwangsehe. Was zunächst wie ein kalkulierter Deal wirkt, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Beziehung, die von inneren Konflikten, verborgenen Gefühlen und einer ständig präsenten Bedrohung geprägt ist. Besonders gelungen ist dabei die Dynamik zwischen Gia und Tate: ihre Abneigung ist spürbar, aber ebenso die unterschwellige, fast magnetische Anziehung. Diese Spannung zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt dafür, dass man kaum aufhören kann zu lesen.

Gia ist eine starke, aber auch verletzliche Protagonistin, deren Motivation die Rettung ihrer Mutter nachvollziehbar und emotional greifbar ist. Ihre Entwicklung im Laufe der Handlung wirkt authentisch, auch wenn sie sich immer wieder in moralisch schwierigen Situationen wiederfindet. Tate hingegen ist der typische Antiheld: kalt, dominant und von Rache getrieben. Dennoch gelingt es der Autorin, ihm Tiefe zu verleihen, sodass man hinter seiner harten Fassade immer wieder Menschlichkeit erkennt.

Ein großes Plus ist die düstere Atmosphäre. Die Verstrickung in Mafia-Strukturen und der drohende Bandenkrieg geben der Liebesgeschichte zusätzliche Spannung und erhöhen die Stakes deutlich. Gerade die gefährlichen Situationen, in die Gia gerät, sorgen für Nervenkitzel und machen die Handlung abwechslungsreich.

Manche Wendungen sind etwas vorhersehbar. Zudem hätte ich mir an einigen Stellen mehr Raum für die emotionale Entwicklung gewünscht einige Konflikte werden relativ schnell abgehandelt.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Fake Dating, große Gefühle und prickelnde Spannung

New York City Billionaires - Player
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Mit „New York City Billionaires – Player“ liefert Louise Bay eine klassische, aber äußerst unterhaltsame Billionaire-Romance, die mit beliebten Tropes wie „Fake Relationship“ und „Boss & Employee“ spielt ...

Mit „New York City Billionaires – Player“ liefert Louise Bay eine klassische, aber äußerst unterhaltsame Billionaire-Romance, die mit beliebten Tropes wie „Fake Relationship“ und „Boss & Employee“ spielt und genau darin ihre Stärke findet.

Im Mittelpunkt stehen Jules West und ihr Chef Leo Hart, die unterschiedlicher kaum sein könnten zumindest auf den ersten Blick. Jules ist ehrgeizig, zielstrebig und arbeitet hart für ihren Traum, während Leo als charismatischer, kontrollierter Geschäftsmann auftritt, der genau weiß, was er will. Die Ausgangssituation ein Deal, bei dem Jules seine Fake-Freundin spielt, um im Gegenzug beruflich aufzusteigen sorgt sofort für Spannung und jede Menge Konfliktpotenzial.

Besonders gelungen ist die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden. Was zunächst wie ein kalkuliertes Arrangement beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu etwas Emotionalem und Ernsthaftem. Die Übergänge sind dabei größtenteils glaubwürdig gestaltet, auch wenn das Grundkonzept natürlich genretypisch ist.

Leo überzeugt als klassischer „Billionaire Hero“, bringt aber gleichzeitig genug Tiefe mit, um nicht zu klischeehaft zu wirken. Seine kontrollierte Art und die langsam bröckelnde Fassade machen ihn interessant. Jules hingegen ist eine starke Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt und genau weiß, was sie will auch wenn ihre Gefühle ihr dabei zunehmend in die Quere kommen.

Die Chemie zwischen den beiden ist deutlich spürbar und sorgt für einige prickelnde, emotionale Momente. Louise Bay versteht es, romantische Spannung aufzubauen, ohne dass es überladen wirkt. Der Schreibstil ist flüssig, modern und perfekt für zwischendurch.

Kritisch anzumerken ist, dass die Handlung stellenweise recht vorhersehbar bleibt und einige Konflikte etwas zu schnell gelöst werden. Wer viele Romance-Romane liest, wird einige Entwicklungen früh kommen sehen. Dennoch mindert das den Lesespaß nur bedingt, da die Umsetzung stimmig ist.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Schlagabtausch, Funkenflug und verletzliche Seiten

Clashing with No. 6
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Clashing with No. 6 liefert genau das, was man sich von einer gelungenen Sports Romance erhofft: scharfzüngige Dialoge, spürbare Anziehung und Figuren, die mehr Tiefe haben, als es auf den ersten Blick ...

Clashing with No. 6 liefert genau das, was man sich von einer gelungenen Sports Romance erhofft: scharfzüngige Dialoge, spürbare Anziehung und Figuren, die mehr Tiefe haben, als es auf den ersten Blick scheint.

Im Mittelpunkt stehen NFL-Star Saint Alvarez und die ehrgeizige Journalistin Callie McQueen zwei starke Persönlichkeiten, die vom ersten Moment an aufeinanderprallen. Der Einstieg ist direkt, humorvoll und voller Energie. Besonders die Wortgefechte zwischen Saint und Callie sind ein echtes Highlight und sorgen immer wieder für unterhaltsame, lebendige Szenen.

Saint ist dabei mehr als der typische selbstbewusste Profisportler. Hinter seiner abweisenden Fassade steckt ein Mann, der mit dem Druck der Öffentlichkeit und eigenen Geheimnissen zu kämpfen hat. Diese verletzliche Seite macht ihn greifbar und interessant. Callie hingegen ist schlagfertig, intelligent und lässt sich nicht einschüchtern eine Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt, weil sie sich behauptet, ohne ihre Empathie zu verlieren.

Die Chemie zwischen den beiden stimmt von Anfang an. Die Entwicklung ihrer Beziehung fühlt sich größtenteils authentisch an, auch wenn manche Wendungen etwas vorhersehbar sind. Gerade das Motiv „Enemies to Lovers“ wird hier solide umgesetzt, ohne das Genre neu zu erfinden aber das muss es auch gar nicht, denn die Umsetzung ist einfach unterhaltsam.

Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass einige Konflikte relativ schnell gelöst werden und man sich an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, insbesondere was Saints Hintergrundgeschichte betrifft. Auch die Dokumentation als zentrales Element hätte noch stärker ausgearbeitet werden können.

Der Schreibstil von Alicia Sommer ist locker, modern und sehr angenehm zu lesen. Die Dialoge sind pointiert, die Emotionen nachvollziehbar und die Geschichte insgesamt sehr zugänglich.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Zwischen Sehnsucht, Dunkelheit und verborgenen Wahrheiten

Convicted
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Convicted von Ambra Kerr ist ein emotional aufgeladener Romance-Roman, der mit einer Mischung aus Vergangenheit, Schuld, Sehnsucht und intensiver Anziehung spielt. Die Geschichte von Ivy und Archer entfaltet ...

Convicted von Ambra Kerr ist ein emotional aufgeladener Romance-Roman, der mit einer Mischung aus Vergangenheit, Schuld, Sehnsucht und intensiver Anziehung spielt. Die Geschichte von Ivy und Archer entfaltet sich auf zwei Zeitebenen und lebt stark von ihrer gemeinsamen Vergangenheit, die lange im Schatten ungelöster Fragen steht.

Schon der Einstieg zieht einen sofort hinein: Zehn Jahre nach Archers plötzlicher Verhaftung steht Ivy ihm wieder gegenüber ohne je wirklich verstanden zu haben, was damals passiert ist. Diese ungelöste Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und sorgt für eine durchgehend fesselnde Atmosphäre. Besonders gelungen ist dabei die emotionale Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren. Ivy wirkt verletzlich, aber zugleich stark, während Archer eine geheimnisvolle, fast düstere Aura mitbringt, die ihn als Charakter sehr interessant macht.

Die Beziehung zwischen Ivy und Archer ist intensiv, stellenweise fast schon elektrisierend. Ihre Verbindung basiert auf Erinnerungen, Sehnsucht und unerfüllten Gefühlen, was die Geschichte besonders für Fans von „Second Chance Romance“ sehr reizvoll macht. Die Autorin versteht es, diese Emotionen greifbar zu machen, ohne dabei zu übertreiben.

Allerdings gibt es auch kleinere Schwächen: An einigen Stellen zieht sich die Handlung etwas in die Länge, besonders wenn sich die Figuren im Kreis zu drehen scheinen, ohne die Wahrheit wirklich anzusprechen. Zudem hätte man sich bei der Auflösung rund um Archers Vergangenheit etwas mehr Tiefe und Klarheit gewünscht hier bleibt manches ein wenig zu vage.

Der Schreibstil von Ambra Kerr ist angenehm flüssig und bildhaft, wodurch sich das Buch sehr leicht lesen lässt. Besonders die inneren Konflikte der Charaktere werden gut dargestellt, sodass man ihre Entscheidungen nachvollziehen kann, auch wenn sie nicht immer rational erscheinen.

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