Schlagabtausch, Funkenflug und verletzliche Seiten
Clashing with No. 6Clashing with No. 6 liefert genau das, was man sich von einer gelungenen Sports Romance erhofft: scharfzüngige Dialoge, spürbare Anziehung und Figuren, die mehr Tiefe haben, als es auf den ersten Blick ...
Clashing with No. 6 liefert genau das, was man sich von einer gelungenen Sports Romance erhofft: scharfzüngige Dialoge, spürbare Anziehung und Figuren, die mehr Tiefe haben, als es auf den ersten Blick scheint.
Im Mittelpunkt stehen NFL-Star Saint Alvarez und die ehrgeizige Journalistin Callie McQueen zwei starke Persönlichkeiten, die vom ersten Moment an aufeinanderprallen. Der Einstieg ist direkt, humorvoll und voller Energie. Besonders die Wortgefechte zwischen Saint und Callie sind ein echtes Highlight und sorgen immer wieder für unterhaltsame, lebendige Szenen.
Saint ist dabei mehr als der typische selbstbewusste Profisportler. Hinter seiner abweisenden Fassade steckt ein Mann, der mit dem Druck der Öffentlichkeit und eigenen Geheimnissen zu kämpfen hat. Diese verletzliche Seite macht ihn greifbar und interessant. Callie hingegen ist schlagfertig, intelligent und lässt sich nicht einschüchtern eine Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt, weil sie sich behauptet, ohne ihre Empathie zu verlieren.
Die Chemie zwischen den beiden stimmt von Anfang an. Die Entwicklung ihrer Beziehung fühlt sich größtenteils authentisch an, auch wenn manche Wendungen etwas vorhersehbar sind. Gerade das Motiv „Enemies to Lovers“ wird hier solide umgesetzt, ohne das Genre neu zu erfinden aber das muss es auch gar nicht, denn die Umsetzung ist einfach unterhaltsam.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass einige Konflikte relativ schnell gelöst werden und man sich an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, insbesondere was Saints Hintergrundgeschichte betrifft. Auch die Dokumentation als zentrales Element hätte noch stärker ausgearbeitet werden können.
Der Schreibstil von Alicia Sommer ist locker, modern und sehr angenehm zu lesen. Die Dialoge sind pointiert, die Emotionen nachvollziehbar und die Geschichte insgesamt sehr zugänglich.