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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Atmosphärisch, fesselnd, mit kleinen Schwächen

Rosefield Academy of Arts – The Secrets We Keep
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Rosefield Academy of Arts – The Secrets We Keep hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ana Woods erschafft eine Welt, die zugleich elitär, geheimnisumwoben und emotional aufgeladen wirkt. Die Academy ...

Rosefield Academy of Arts – The Secrets We Keep hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ana Woods erschafft eine Welt, die zugleich elitär, geheimnisumwoben und emotional aufgeladen wirkt. Die Academy selbst ist ein Schauplatz, der fast wie ein eigener Charakter funktioniert – glänzend an der Oberfläche, aber voller Risse, durch die Dunkelheit und Intrigen hindurchschimmern. Diese Dark-Academia-Note ist elegant umgesetzt, ohne zu schwer zu wirken.

Im Zentrum steht Hazel, deren Weg zwischen musikalischem Ehrgeiz und der Suche nach Antworten über den Tod ihrer Schwester berührt. Ihre Entwicklung ist glaubhaft, manchmal schmerzhaft, und gerade deshalb spannend zu verfolgen. Auch die Dynamik zwischen ihr und Tristan sorgt für emotionale Spannung, selbst wenn nicht jede Szene den ganz großen Funken überspringen lässt.

Die Handlung lebt von Wendungen, Geheimnissen und unterschwelliger Gefahr. Einige Twists sind gelungen, andere wirken vertraut, weil ähnliche Motive in diesem Genre häufiger vorkommen. Besonders im Mittelteil verliert die Geschichte etwas an Tempo, bevor sie wieder anzieht. Trotzdem bleibt der Stil der Autorin ein Highlight: bildhaft, melodisch und angenehm fließend.

Was mich am meisten überzeugt hat, ist die Atmosphäre – dieses Zusammenspiel aus Kunst, Musik, Elite-Uni-Vibes und unterschwelliger Bedrohung. Gleichzeitig hätte ich mir bei manchen Figuren mehr Tiefe gewünscht, um emotional noch stärker einzutauchen.

Fazit: Ein stimmungsvolles Dark-Academia-Erlebnis mit viel Gefühl, einem starken Setting und einer Protagonistin, die man gerne begleitet. Nicht vollkommen überraschend, aber definitiv fesselnd genug für intensive Lesestunden.

Wenn du Geschichten magst, die Geheimnisse, Kunst und eine Prise Romantik verbinden, wirst du hier auf deine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Ein herbstliches Fantasyabenteuer voller Nebel, Spannung und Slow Burn

Autumn Academy. Die Tochter des Nebels
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Dieses Buch hat für mich genau die Art von Stimmung eingefangen, die ich im Herbst so liebe: kühle Wälder, schleichender Nebel und eine Atmosphäre, die sich wie ein flüsternder Windzug durch jede Szene ...

Dieses Buch hat für mich genau die Art von Stimmung eingefangen, die ich im Herbst so liebe: kühle Wälder, schleichender Nebel und eine Atmosphäre, die sich wie ein flüsternder Windzug durch jede Szene zieht. Schon nach wenigen Seiten war klar, dass die Autorin ein Händchen dafür hat, Setting und Spannung ineinander zu verweben.

Die Handlung rund um die Autumn Academy – eine Schule, an der junge Frauen zu Jägerinnen ausgebildet werden – wirkt frisch, obwohl das Academy‑Genre inzwischen gut gefüllt ist. Besonders spannend fand ich den Konflikt zwischen Pflicht und Zweifel: Eris, Tochter der strengen Leiterin, wächst in einer Rolle auf, die sie nie selbst gewählt hat. Ihre Begegnung mit Callum, einem Nebelwanderer und damit eigentlich ihr Feind, wirbelt alles durcheinander.

Eris selbst war für mich nicht immer leicht zu greifen. Ihre Eigenheiten machen sie interessant, aber manchmal blieb sie emotional etwas auf Abstand. Dafür glänzen die Nebenfiguren – sie geben der Geschichte Wärme und Tiefe, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Und dann ist da natürlich die Dynamik zwischen Eris und Callum: ein herrlich langsames, spannungsgeladenes Hin und Her, das mich immer wieder hat mitfiebern lassen.

Was die Autorin wirklich meisterhaft beherrscht, sind Wendungen. Einige Enthüllungen haben mich komplett überrascht, besonders gegen Ende, wo die Handlung noch einmal richtig anzieht. Der Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei: flüssig, bildhaft und mit einem Tempo, das einen mühelos durch die Kapitel trägt.

Nicht alles hat mich restlos überzeugt – vor allem die emotionale Distanz zwischen Eris und ihren Kameradinnen hätte für meinen Geschmack etwas stärker ausgearbeitet sein dürfen. Doch das Gesamtpaket stimmt: Atmosphäre, Spannung, Romantik und ein Worldbuilding, das neugierig auf mehr macht.

Fazit: Ein stimmungsvolles Fantasy‑Abenteuer, das perfekt zu dunklen Herbstabenden passt. Wer Academy‑Settings, Slow Burn und überraschende Twists liebt, wird hier definitiv fündig. Für mich ein sehr gelungenes Buch – und ein starker Auftakt, der Lust auf weitere Bände macht.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Hotter than the others

Chapters unfinished
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Mit Chapters Unfinished liefert Kathinka Engel den Abschluss der Badger‑Books‑Reihe – und auch wenn dieser Band für mich nicht der stärkste ist, hat er mich insgesamt gut unterhalten. Die Geschichte lebt ...

Mit Chapters Unfinished liefert Kathinka Engel den Abschluss der Badger‑Books‑Reihe – und auch wenn dieser Band für mich nicht der stärkste ist, hat er mich insgesamt gut unterhalten. Die Geschichte lebt vor allem von der reizvollen Gegensätzlichkeit zwischen Coulter, dem kontrollierten Zahlenmenschen, und Evie, der chaotischen neuen Assistentin, die sein geordnetes Leben gründlich durcheinanderwirbelt. Das klassische „Haters to Lovers“-Setting funktioniert hier besonders gut, weil Engel beide Perspektiven nutzt und so die inneren Konflikte der Figuren greifbar macht.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, lebendig und voller pointierter Dialoge, die die Dynamik zwischen Coulter und Evie authentisch einfangen. Gerade die emotionalen Szenen – allen voran jene rund um Coulters Familie – stechen heraus und zeigen, wie viel Tiefe in seiner Vergangenheit steckt. Diese Momente gehören für mich zu den stärksten des Buches.

Trotzdem hatte ich mit Coulters Verhalten an einigen Stellen meine Schwierigkeiten. Sein kontrollierter Perfektionismus kippt gelegentlich ins Herablassende, was ihn für mich weniger sympathisch wirken ließ. Auch Evie, die ich grundsätzlich mochte, hat gegen Ende Entscheidungen getroffen, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Zudem wurde das „typisch Evie“ etwas zu oft bemüht, was ihren Charakter stellenweise eindimensional wirken ließ.

Der Spice‑Anteil ist höher als in den vorherigen Bänden – für manche sicher ein Pluspunkt, für mich war er anfangs etwas zu präsent und nicht immer organisch eingebettet. Dennoch trägt die körperliche Anziehung spürbar zur Entwicklung der Beziehung bei, ohne die emotionale Ebene völlig zu überlagern.

Alles in allem ist Chapters Unfinished ein unterhaltsamer, gefühlvoller Abschluss der Reihe, der mit Humor, Leidenschaft und einigen wirklich starken Szenen punktet. Auch wenn nicht alles für mich funktioniert hat, habe ich das Buch schnell gelesen und mochte die Grundidee sehr. Für Fans von Workplace‑Romance und gegensätzlichen Charakteren ist es definitiv einen Blick wert.

Fazit: Ein emotionaler, stellenweise holpriger, aber insgesamt überzeugender Abschluss – solide vier Sterne.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Eine atmosphärische, winterliche Academy-Fantasy mit kleinen Schwächen, aber großem Suchtfaktor

Winter Academy. Die Erbin des Mondsteins
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Die Geschichte entfaltet sich wie ein klassischer Young-Adult-Fantasyroman, der jedoch durch sein frostiges Setting und die charmante Mischung aus Humor, Drama und Romantik einen eigenen Zauber entwickelt. ...

Die Geschichte entfaltet sich wie ein klassischer Young-Adult-Fantasyroman, der jedoch durch sein frostiges Setting und die charmante Mischung aus Humor, Drama und Romantik einen eigenen Zauber entwickelt. Mina, 18 und plötzlich mit übermächtigen, unkontrollierbaren Kräften konfrontiert, führt uns durch eine Welt aus Schnee, Magie und Geheimnissen – und das mit einer Stimme, die gleichzeitig verletzlich, sarkastisch und liebenswert ist.

❄️ Was besonders überzeugt
Das Setting: Die Winter Academy ist bildhaft, atmosphärisch und lädt sofort zum Abtauchen ein. Die eisige Welt wirkt lebendig, detailreich und schafft ein starkes Kopfkino.

Der Schreibstil: Leicht, humorvoll und flüssig – perfekt, um sich einfach treiben zu lassen. Die Autorin versteht es, Dialoge spritzig zu gestalten und Szenen emotional aufzuladen.

Die Dynamik zwischen Mina und Professor Abercroft: Kein übertriebener Age Gap, dafür ein reizvolles Knistern zwischen Strenge, Geheimnissen und unerwarteter Nähe. Auch wenn die Romance nicht immer vollkommen überzeugt, hat sie definitiv ihren Reiz.

Der Spannungsbogen: Nach einem eher klassischen Start nimmt die Handlung ab der Mitte deutlich Fahrt auf. Die Bedrohung durch den Winterkönig sorgt für echte Gefahr, Tempo und überraschende Wendungen.

Sidekick Loki: Ein Highlight. Originell, witzig, unverwechselbar – ein Sidekick, der hängen bleibt.

🌙 Wo die Geschichte schwächelt
Starke Genre-Parallelen: Gerade zu Beginn fühlt sich vieles vertraut an – Academy-Strukturen, Auserwählten-Motiv, ein Snape-ähnlicher Lehrer, ein Hauch Harry-Potter-Fanfiction. Erst später löst sich die Story davon und findet ihren eigenen Ton.

Vorhersehbarkeit: Wer viel Fantasy liest, erkennt einige Twists früh. Die Romance folgt bekannten Mustern und wirkt stellenweise etwas konstruiert.

Nebenfiguren: Cassy und Jeremy sind sympathisch, aber zu glatt. Ihnen fehlt Tiefe, Konflikt oder Entwicklung, was schade ist, da sie viel Potenzial hätten.

Minas Entwicklung: Anfangs wirkt sie oft frustriert und passiv, was manchmal anstrengend sein kann. Ihre spätere Stärke macht das aber wieder wett.

🌨️ Gesamtfazit
Ein winterlicher Urban-Fantasy-Auftakt, der mit Atmosphäre, Humor und einer spannenden zweiten Hälfte punktet. Trotz einiger Klischees und vorhersehbarer Elemente bleibt die Geschichte unterhaltsam, warmherzig und emotional. Die Mischung aus Magie, Gefahr und Romantik macht süchtig – und der Cliffhanger sorgt dafür, dass man Band zwei direkt weiterlesen möchte.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Fesselnd trotz kleiner Schwächen

Der Schmetterlingsjunge
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„Der Schmetterlingsjunge“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Max Bentow versteht es, eine düstere, leicht unheilvolle Atmosphäre aufzubauen, die einen sofort in den Fall hineinzieht. Besonders gelungen ...

„Der Schmetterlingsjunge“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Max Bentow versteht es, eine düstere, leicht unheilvolle Atmosphäre aufzubauen, die einen sofort in den Fall hineinzieht. Besonders gelungen fand ich, wie man als Leser Stück für Stück mehr über den Täter erfährt – gerade genug, um neugierig zu bleiben, ohne dass zu früh zu viel verraten wird.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, man fliegt regelrecht durch die Kapitel. Gleichzeitig wechseln die Perspektiven häufig, was zwar Dynamik bringt, mich aber zu Beginn etwas überfordert hat. Es tauchen viele Charaktere in kurzer Zeit auf, und ich hätte mir gewünscht, dass die Kapitelüberschriften klarer markieren, aus wessen Sicht man gerade liest. Sobald man jedoch im Figurenensemble angekommen ist, entfaltet die Geschichte ihre volle Wirkung.

Die Ermittlungen wirken realistisch, manchmal sogar bedrückend authentisch. Dennoch fehlten mir zwischendurch die richtig schockierenden Momente, die einem bei Psychothrillern den Atem stocken lassen. Vieles entwickelt sich eher ruhig und linear, ohne große Wendungen oder falsche Fährten. Das ist nicht schlecht – aber es nimmt dem Thriller ein wenig von der erhofften Intensität.

Sehr gelungen fand ich dagegen die emotionalen Einblicke in die Vergangenheit des Täters und die leise angedeutete Beziehung zweier Charaktere, die nie zu viel Raum einnimmt, aber der Geschichte Tiefe verleiht. Das Ende ist stimmig und beantwortet alle offenen Fragen, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch ein paar Sätze mehr zu den Opfern gewünscht hätte.

Fazit:
Ein atmosphärischer, gut erzählter Psychothriller, der mit starken Figuren und einem flüssigen Schreibstil überzeugt. Kleine Schwächen in Spannung und Struktur verhindern für mich die Höchstwertung, aber insgesamt ist „Der Schmetterlingsjunge“ absolut lesenswert – besonders für alle, die Ermittlergeschichten mögen, die ohne übertriebene Brutalität auskommen.

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