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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2025

Kein typischer Sager! Aber lesenswert!

LAKE – Das Haus am dunklen Ufer
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Ich wollte dieses Buch lieben, so wie ich die anderen Bücher von Riley Sager liebe, aber leider ist dem nicht so. Das Buch ist gut, jedoch steht es im Schatten seiner anderen Werke. Der Schreibstil ist ...

Ich wollte dieses Buch lieben, so wie ich die anderen Bücher von Riley Sager liebe, aber leider ist dem nicht so. Das Buch ist gut, jedoch steht es im Schatten seiner anderen Werke. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die Handlung wird schnell vorangetrieben, jedoch hatte ich an mehreren Stellen der Geschichte das Gefühl ich hätte so etwas schon gelesen und/ oder gesehen.
Wir sind in der Geschichte im Kopf der Protagonistin Casey, mal in der Vergangenheit und mal in der Gegenwart. Man lernt sie gut kennen und kann daher einige ihrer Schritte vorausahnen.
Normalerweise ist man gewohnt bei Sager am Ende eine logische Aufklärung des Geschichte zu haben, dies ist hier nicht wirklich der Fall. Ich sag es mal so „übernatürliche Kräfte“ lassen grüßen. Ich denke genau, deswegen ist dieses Werk auch so umstritten… Es ist in dieser Richtung kein typischer Sager.
Lesen kann man es auf jeden Fall! Es ist ein unterhaltsames Buch. 💚
3,5/5 ⭐️

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ich hatte mir mehr erhofft!

Im Leben nebenan
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. Wenn du Lust auf einen Roman hast, der sich dem Thema Kinderwunsch aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln nähert, ohne dabei allzu tief in die Abgründe dieses sensiblen Feldes vorzudringen, dann könnte ...

. Wenn du Lust auf einen Roman hast, der sich dem Thema Kinderwunsch aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln nähert, ohne dabei allzu tief in die Abgründe dieses sensiblen Feldes vorzudringen, dann könnte „Im Leben nebenan“ genau das Richtige für dich sein.
Der Text liest sich angenehm flüssig und unterhaltsam, doch blieb für meinen Geschmack an manchen Stellen eine größere emotionale und gedankliche Tiefe aus, die der Thematik noch mehr Nachhall hätte verleihen können. 3/5 ⭐️

. Worum geht es genau…
Eines Morgens erwacht Toni nicht in ihrem eigenen Bett neben ihrem Partner, sondern mit einem Neugeborenen auf der Brust in einem ihr fremden Bett. Sie ist auf einmal in einem Leben gefangen mit Mann und Neugeborenen und weiß nicht genau was vor sich geht…
Während sich in einer Parallelwelt die zurückgebliebene Toni mit einem unerfüllten Kinderwunsch auseinandersetzten muss.

. In „Im Leben nebenan“ begleiten wir zwei Versionen derselben Frau…
zwei Antonias, die parallel durch einen prägenden Abschnitt ihres Lebens gehen und dabei unterschiedliche Wege einschlagen müssen. Besonders gelungen erscheint dabei die feine sprachliche Unterscheidung…
Während die eine Antonia genannt wird, tritt die andere als Toni auf. Dies ist ein schlichtes, aber wirkungsvolles Mittel, um die beiden Lebenslinien klar voneinander zu trennen.
. Doch genau an diesem Punkt beginnt auch meine Kritik. Toni bleibt über weite Strecken seltsam blass, fast schemenhaft. Es fehlt an emotionaler Tiefe, an jenen Momenten, in denen das Innenleben wirklich aufbricht. Immer wieder hatte ich das Gefühl…
Jetzt, gleich, öffnet sich etwas…
doch dieser Augenblick blieb aus. Stattdessen verharrt vieles an der Oberfläche.
Gerade die vielschichtige Gedankenwelt einer Frau mit unerfülltem Kinderwunsch, die ich erwartet hatte, entfaltet sich kaum. Die Schwere, die sich über eine Liebesbeziehung legen kann, wird zwar angedeutet, doch nie wirklich durchdrungen. Es bleibt beim Streifen, wo ein Eintauchen notwendig gewesen wäre. So viel verschenktes Potenzial. Wo sind die rohen Gefühle? Die Wut, die Verzweiflung, die Zerrissenheit? Der Zugang zu den Figuren blieb mir letztlich eher verwehrt.
In der Parallelwelt, in der ein Kind Teil von Antonias Leben ist, erhalten wir zwar etwas tiefere Einblicke in ihr Inneres. Dennoch schwingt stellenweise ein unterschwelliges Idealbild mit…
ein leises „So sollte es sein“, vermittelt durch Antonia selbst und ihrer Schwiegermutter. Gerade hier hätte die Gegenüberstellung beider Lebensentwürfe mehr Mut zur Differenzierung, mehr Individualität und Widersprüchlichkeit verdient, um die Vielfalt weiblicher Erfahrungen authentischer abzubilden.
. Unbestritten ist hingegen die sprachliche Qualität des Romans! Der Schreibstil ist angenehm, klar und fließend, sodass man mühelos von Seite zu Seite voranschreitet. Die Lektüre gestaltet sich leicht und zugänglich.
. So bleibt „Im Leben nebenan“ ein unterhaltsamer Roman, besonders für jene, die sich dem Thema eher behutsam nähern möchten.
Letztlich lässt sich sagen…
Sauer greift ein bedeutsames Thema auf, sodass dieser Roman gerade für junge Frauen, aber auch für Männer, durchaus aufschlussreich und augenöffnend sein könnte. Doch für mich bleibt die Auseinandersetzung mit der Thematik „Kinderwunsch und Kinderwunschbehandlung“ zu zaghaft, zu wenig durchdrungen.
Schade eigentlich…
ich hatte mir mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Eher ein Teenie- Gruselroman!

Das gierige Haus
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. Ein Horrorroman, der offenbar an seiner eigentlichen Zielgruppe vorbei schwimmt und sich stattdessen eher im Fahrwasser jugendlicher Gruselgeschichten bewegt.
Ein Horrorroman mit verheißungsvollen Ansätzen ...

. Ein Horrorroman, der offenbar an seiner eigentlichen Zielgruppe vorbei schwimmt und sich stattdessen eher im Fahrwasser jugendlicher Gruselgeschichten bewegt.
Ein Horrorroman mit verheißungsvollen Ansätzen und Keimlingen des Unheimlichen, aus denen weit mehr hätte wachsen können, hätte man sie nur konsequenter genährt.
„Das gierige Haus“ …
ein Roman, der nach der Dunkelheit greift, sie zeitweise auch berührt,
doch auf halbem Weg innehält und
gerade dort ins Straucheln gerät, wo er hätte tiefer hinabsteigen müssen.

Erwachenenhorror: 3/5⭐️
Teeniehorror: 3,5/5⭐️

. Aber worum geht es genau…
In einer Straße in Chicago steht ein verlassenes Haus, in dem bereits in den Siebzigerjahren sieben Menschen auf grausame Weise ums Leben kamen.
Das Betretungsverbot steigert nur die Faszination der Kinder aus der Nachbarschaft. Bei einer Mutprobe verschwindet Jessies kleiner Bruder Paul spurlos in dem Gebäude. Jahre später lebt Jessie noch immer dort, als sich erneut eine unheimliche, scheinbar lebendige Dunkelheit um das Haus ausbreitet…

. In „Das gierige Haus“;
das in meinen Gedanken teilweise den passenderen Titel „Das gierige Herz“ trug, begleiten wir Jessie auf ihrem Weg durch die Geschichte, die ganz aus ihrer Perspektive lebt. Sie ist keine ferne Figur, sondern eine Protagonistin, deren Weltanschauung und Gefühlswelt den Roman maßgeblich prägen. Ihre inneren Bewegungen, Zweifel und Sehnsüchte nehmen weiten Raum ein und verleihen der Erzählung eine sehr persönliche Färbung.

Auch die Historie der Wohngegend,
in der das unheilvolle Haus steht,
erhält beträchtliche Aufmerksamkeit.
Doch gerade diese Nebenstränge lassen die aufkeimende Spannung stellenweise wieder versanden. Zwar blitzen hier und da Momente des Unheimlichen auf, doch sie bleiben meist zaghaft inszeniert.
Eine tiefschwarze, beklemmende Atmosphäre, wie sie erfahrene Horrorfans suchen, will sich nicht einstellen.
. Der vom Verlag verliehene Titel „Die neue Queen des Horror“ weckt Erwartungen, denen der Roman nur bedingt gerecht wird. Vielleicht findet er eher im Jugendbereich sein begeistertes Publikum.
Dort, wo Identifikation stärker wiegt
als das Bedürfnis nach Finsternis.
. Und dennoch…
die Grundidee ist keineswegs schlecht.
Mag sie auch nicht gänzlich neu sein, so wird sie solide getragen und entfaltet gegen Ende sogar eine leise emotionale Wirkung.
. Wer leichten Horror mit einem relativ sympathischen Hauptcast schätzt,
wird hier durchaus fündig.
Gerade jüngere Leserinnen und Leser könnten sich in Jessie wiedererkennen und ihre Geschichte als spannend und unterhaltsam empfinden.
. Es ist ein Roman mit gutem Kern,
dem es stellenweise an Liebe zum Detail fehlt.
Ebenfalls ließ mich während der Lektüre der Gedanke an einen gewissen animierten Spukhausfilm einfach nicht los…
vielleicht hat gerade dieser Vergleich das Buch in meiner Wahrnehmung stärker in Richtung Teenieroman gerückt.
. Wer ein paar freie Minuten zu füllen hat, kann sich getrost auf diese Geschichte einlassen. Unterhaltsam ist sie allemal, auch wenn eher auf leise, unkomplizierte Weise.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Keine Urlaubslektüre!

Die Holländerinnen
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Wenn du Lust hast auf ein Buch wie einen Arthouse-Film…
still, eigenwillig und von eigentümlicher Sogkraft…
dann könnte diese Geschichte für dich sein!
Hast du Lust auf einen Roman voller Nebenwege, die ...

Wenn du Lust hast auf ein Buch wie einen Arthouse-Film…
still, eigenwillig und von eigentümlicher Sogkraft…
dann könnte diese Geschichte für dich sein!
Hast du Lust auf einen Roman voller Nebenwege, die sich als Hauptstraßen entpuppen.
Voller Geschichten in Geschichten, die einander spiegeln, durchdringen und verwandeln.
„Die Holländerinnen“ ist kein Buch für nebenbei. Es ist keine leichte Unterhaltungslektüre, sondern ein literarischer Raum, der Aufmerksamkeit fordert! 3/5 ⭐️

. Aber was erwartet dich genau…
Eine namenlose Schriftstellerin erhält einen überraschenden Anruf eines gefeierten Theatermachers, der sie für ein tropisches Theaterprojekt gewinnen will. Kurz darauf schließt sie sich der Gruppe auf einer Expedition in den Urwald an, wo ein realer Fall rekonstruiert werden soll.



. „Die Holländerinnen“ ist ohne Zweifel ein kühner, mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichneter Roman, ein Werk, das seinen literarischen Anspruch nicht nur behauptet, sondern mit bemerkenswerter Konsequenz einlöst. Elmiger entfaltet ein dicht gewobenes Geflecht aus Motiven, Perspektiven und gedanklichen Verästelungen, das intellektuell herausfordert und in seiner Konstruktion bestechend präzise wirkt.
Gerade diese formale Strenge jedoch macht die Lektüre oder in meinem Fall das Hören, zu einer fordernden Erfahrung. Die verschachtelte Erzählung, eine Sie-Erzählerin innerhalb einer weiteren Sie-Erzählerin, eine Geschichte in der Geschichte in der Geschichte, erzeugt eine kunstvolle, aber auch irritierende Tiefenstaffelung. Der wenig lineare Aufbau verlangt ungeteilte Aufmerksamkeit, Geduld und die Bereitschaft, sich immer wieder neu zu orientieren. Dieser Roman will nicht nur gelesen, sondern aktiv durchdrungen werden.
Seine Themen sind vielschichtig und reflektiert, doch sie gönnen kaum Atempausen. Als Hörbuch intensivierte sich dieses Empfinden noch! Immer wieder beschlich mich das Gefühl, einen entscheidenden Faden verloren zu haben, sodass ich am liebsten zurückgesprungen wäre, um die Zusammenhänge neu zu knüpfen. Es war, als bewegte ich mich auf einer Feier rastlos von Gespräch zu Gespräch, angeregt, aber nie ganz angekommen. Ein entspanntes Eintauchen in die Erzählung wollte sich so kaum einstellen.
Und doch gab es Momente der Nähe, Augenblicke, in denen ich mich plötzlich im Boot mit der Protagonistin wiederfand, als hätte mich der Text unmerklich in seine Strömung gezogen. Diese Passagen zeugen von einer poetischen Kraft, die das Werk zweifellos besitzt.
Ich erkenne die literarische Kunstfertigkeit und den intellektuellen Ehrgeiz dieses Romans sehr an, jedoch fragte ich mich oftmals mitunter…
Was ist noch einmal der Kern dieser Geschichte? Befinde ich mich noch im selben Buch?
Als Kunstwerk ist „Die Holländerinnen“ beeindruckend und seiner Auszeichnung mehr als würdig. Für mich persönlich jedoch ist es kein literarisches Meisterwerk, das sich mühelos erschließt oder das jede Leserin und jeder Leser gleichermaßen genießen kann. Sondern eher ein anspruchsvolles, herausforderndes Werk, das Bewunderung weckt, ohne zwingend Nähe zu erzeugen.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Für Zwischendurch!

Skala des Bösen
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. Lust auf einen kurzweiligen Thriller,
der wie ein Krimi daherkommt?
Lust auf Verrat, Stalking, Mord und falsche Anschuldigungen?
Dann kannst du gerne zu „Skala des Bösen“ greifen! 3/5 ⭐️

. Aber worum ...

. Lust auf einen kurzweiligen Thriller,
der wie ein Krimi daherkommt?
Lust auf Verrat, Stalking, Mord und falsche Anschuldigungen?
Dann kannst du gerne zu „Skala des Bösen“ greifen! 3/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Lena ist Anwältin aus Leidenschaft und hat gelernt sich durchzubeißen. Aber nichts und niemand konnte sie auf diesen Tag vorbereiten…
Ihre Familie verschwindet spurlos.
Während die Polizei sie in die Enge treibt und sie für alles verantwortlich machen will,
kommt ihr ein Kollege und Freund zur Hilfe.

. In „Skala des Bösen“ verfolgen wir Lena als Erzählerin durch die Geschichte.
Zunächst erhalten wir einen tiefen Einblick in ihr Leben mit Job, Mann und Kind. Nach einen ruhigen für mich etwas zähen Einstieg, nimmt die Geschichte endlich an Fahrt auf. Dann folgt alles Schlag auf Schlag und war auch fix wieder vorbei. Häppchenweise werden wir als Leser mit Informationen gefüttert, die den kompletten Verlauf der Story sehr realistisch machen. Wir erfahren mit Lena immer mehr. Schnell wurde mir dann auch klar, wer der Täter war. Jedoch hätte ich mit dem Ende, dass wir präsentiert bekommen nicht gerechnet. Finde es aber super!
Lena war eine super sympathische Protagonist und wirkte wie alle andern Figuren sehr lebensecht. Wobei ich mir etwas weniger Klischeehaftigkeit gewünscht hätte.
Ansonsten ist der Schreibstil von Moser sehr angenehm zu lesen.
Definitiv ein gutes Buch für Zwischendurch!

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