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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2025

Solider melancholischer Roman für zwischendurch 🧡

Nowhere Heart Land
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. Suchst du nach einem melancholischen Roman, der sich zwischen Realitätsflucht, Nostalgie und Selbstfindung bewegt? Dann ist „Nowhere Heart Land“ die richtige Wahl für dich.
Für mich persönlich war dieser ...

. Suchst du nach einem melancholischen Roman, der sich zwischen Realitätsflucht, Nostalgie und Selbstfindung bewegt? Dann ist „Nowhere Heart Land“ die richtige Wahl für dich.
Für mich persönlich war dieser Roman an einigen Stellen zu langatmig und ich hatte zwischenzeitlich meine Probleme mit der Protagonistin warm zu werden.
3,5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Rosa fliegt nach einem beruflichen Vorfall aus London wieder zurück nach Deutschland. Wieder in Deutschland hinterfragt sie ihre Jugend, denkt über den zu frühen Tod ihrer Mutter nach und möchte auf ihre Art und Weise für sie offene Fragen klären, was vielleicht etwas damit zu tun hat, dass sie die Wohnung ihrer Oma verkaufen will und diese deswegen entrümpeln muss.

. In „Nowhere Heart Land“ verfolgen wir unsere Protagonistin Rosa als Erzählerin durch einen melancholischen Lebensabschnitt. Einen durch Fragen und Selbstzweifel durchzogenen Lebensabschnitt. Rosa ist für mich einen schwierige Protagonistin gewesen, anfänglich sehr sympathisch entwickelte sie sich zu einer Person hin, die ich persönlich als etwas nervig empfunden habe. Manchmal habe ich ihr Verhalten einfach nicht verstanden. Ihre Gedanken wurden von zu viel Nostalgie und Realitätsflucht bestimmt, manchmal war es etwas verwirrend in diesen Gedanken klar zu kommen. Und als ich dann durchgestiegen bin, war der Roman auch schon zu Ende. Als Leser steht man am Ende des Buches mit einigen Fragen da, die einfach nicht beantwortet werden. Klar, ich könnte meine eigenen Thorien aufstellen, trotzdem fehlte mir etwas in der Geschichte um Rosa.
Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil von Emily Maria Lara sehr angenehm zu lesen, flüssig und modern. Sie versteht es eine traurige Grundstimmung zu erzeugen und das gefiel mir sehr an dem Buch. Ebenso, wie die immer wieder eingeflochtene Musikschnipsel, die mich als Musiknerd sehr gefreut haben.
Ein solider dramatischer Roman für zwischendurch!
Nicht zu vergessen… dieses wunderschöne Cover, wie ein Acrylgemälde!

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 02.03.2025

Anders als erwartet.

Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?
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Was soll ich schreiben…
3/4 des Buches waren sehr gut! Der Schreibstil von Strobel ist fließend, sodass sich die Kapitel schnell lesen ließen. Jedoch war ich von letzten Teil ein bisschen enttäuscht. Ich ...

Was soll ich schreiben…
3/4 des Buches waren sehr gut! Der Schreibstil von Strobel ist fließend, sodass sich die Kapitel schnell lesen ließen. Jedoch war ich von letzten Teil ein bisschen enttäuscht. Ich fand das Ende ein wenig abrupt und irgendwie… für mich nicht befriedigend!
Ich hätte mir glaube etwas anderes gewünscht. Nicht, dass das Ende doof war… es hat den richtigen getroffen, aber trotzdem 😂
Nichtsdestotrotz ist es ein guter Psychotriller und ich hab ihn gerne gelesen!

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Kein typischer Sager! Aber lesenswert!

LAKE – Das Haus am dunklen Ufer
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Ich wollte dieses Buch lieben, so wie ich die anderen Bücher von Riley Sager liebe, aber leider ist dem nicht so. Das Buch ist gut, jedoch steht es im Schatten seiner anderen Werke. Der Schreibstil ist ...

Ich wollte dieses Buch lieben, so wie ich die anderen Bücher von Riley Sager liebe, aber leider ist dem nicht so. Das Buch ist gut, jedoch steht es im Schatten seiner anderen Werke. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die Handlung wird schnell vorangetrieben, jedoch hatte ich an mehreren Stellen der Geschichte das Gefühl ich hätte so etwas schon gelesen und/ oder gesehen.
Wir sind in der Geschichte im Kopf der Protagonistin Casey, mal in der Vergangenheit und mal in der Gegenwart. Man lernt sie gut kennen und kann daher einige ihrer Schritte vorausahnen.
Normalerweise ist man gewohnt bei Sager am Ende eine logische Aufklärung des Geschichte zu haben, dies ist hier nicht wirklich der Fall. Ich sag es mal so „übernatürliche Kräfte“ lassen grüßen. Ich denke genau, deswegen ist dieses Werk auch so umstritten… Es ist in dieser Richtung kein typischer Sager.
Lesen kann man es auf jeden Fall! Es ist ein unterhaltsames Buch. 💚
3,5/5 ⭐️

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ich hatte mir mehr erhofft!

Im Leben nebenan
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. Wenn du Lust auf einen Roman hast, der sich dem Thema Kinderwunsch aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln nähert, ohne dabei allzu tief in die Abgründe dieses sensiblen Feldes vorzudringen, dann könnte ...

. Wenn du Lust auf einen Roman hast, der sich dem Thema Kinderwunsch aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln nähert, ohne dabei allzu tief in die Abgründe dieses sensiblen Feldes vorzudringen, dann könnte „Im Leben nebenan“ genau das Richtige für dich sein.
Der Text liest sich angenehm flüssig und unterhaltsam, doch blieb für meinen Geschmack an manchen Stellen eine größere emotionale und gedankliche Tiefe aus, die der Thematik noch mehr Nachhall hätte verleihen können. 3/5 ⭐️

. Worum geht es genau…
Eines Morgens erwacht Toni nicht in ihrem eigenen Bett neben ihrem Partner, sondern mit einem Neugeborenen auf der Brust in einem ihr fremden Bett. Sie ist auf einmal in einem Leben gefangen mit Mann und Neugeborenen und weiß nicht genau was vor sich geht…
Während sich in einer Parallelwelt die zurückgebliebene Toni mit einem unerfüllten Kinderwunsch auseinandersetzten muss.

. In „Im Leben nebenan“ begleiten wir zwei Versionen derselben Frau…
zwei Antonias, die parallel durch einen prägenden Abschnitt ihres Lebens gehen und dabei unterschiedliche Wege einschlagen müssen. Besonders gelungen erscheint dabei die feine sprachliche Unterscheidung…
Während die eine Antonia genannt wird, tritt die andere als Toni auf. Dies ist ein schlichtes, aber wirkungsvolles Mittel, um die beiden Lebenslinien klar voneinander zu trennen.
. Doch genau an diesem Punkt beginnt auch meine Kritik. Toni bleibt über weite Strecken seltsam blass, fast schemenhaft. Es fehlt an emotionaler Tiefe, an jenen Momenten, in denen das Innenleben wirklich aufbricht. Immer wieder hatte ich das Gefühl…
Jetzt, gleich, öffnet sich etwas…
doch dieser Augenblick blieb aus. Stattdessen verharrt vieles an der Oberfläche.
Gerade die vielschichtige Gedankenwelt einer Frau mit unerfülltem Kinderwunsch, die ich erwartet hatte, entfaltet sich kaum. Die Schwere, die sich über eine Liebesbeziehung legen kann, wird zwar angedeutet, doch nie wirklich durchdrungen. Es bleibt beim Streifen, wo ein Eintauchen notwendig gewesen wäre. So viel verschenktes Potenzial. Wo sind die rohen Gefühle? Die Wut, die Verzweiflung, die Zerrissenheit? Der Zugang zu den Figuren blieb mir letztlich eher verwehrt.
In der Parallelwelt, in der ein Kind Teil von Antonias Leben ist, erhalten wir zwar etwas tiefere Einblicke in ihr Inneres. Dennoch schwingt stellenweise ein unterschwelliges Idealbild mit…
ein leises „So sollte es sein“, vermittelt durch Antonia selbst und ihrer Schwiegermutter. Gerade hier hätte die Gegenüberstellung beider Lebensentwürfe mehr Mut zur Differenzierung, mehr Individualität und Widersprüchlichkeit verdient, um die Vielfalt weiblicher Erfahrungen authentischer abzubilden.
. Unbestritten ist hingegen die sprachliche Qualität des Romans! Der Schreibstil ist angenehm, klar und fließend, sodass man mühelos von Seite zu Seite voranschreitet. Die Lektüre gestaltet sich leicht und zugänglich.
. So bleibt „Im Leben nebenan“ ein unterhaltsamer Roman, besonders für jene, die sich dem Thema eher behutsam nähern möchten.
Letztlich lässt sich sagen…
Sauer greift ein bedeutsames Thema auf, sodass dieser Roman gerade für junge Frauen, aber auch für Männer, durchaus aufschlussreich und augenöffnend sein könnte. Doch für mich bleibt die Auseinandersetzung mit der Thematik „Kinderwunsch und Kinderwunschbehandlung“ zu zaghaft, zu wenig durchdrungen.
Schade eigentlich…
ich hatte mir mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Eher ein Teenie- Gruselroman!

Das gierige Haus
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. Ein Horrorroman, der offenbar an seiner eigentlichen Zielgruppe vorbei schwimmt und sich stattdessen eher im Fahrwasser jugendlicher Gruselgeschichten bewegt.
Ein Horrorroman mit verheißungsvollen Ansätzen ...

. Ein Horrorroman, der offenbar an seiner eigentlichen Zielgruppe vorbei schwimmt und sich stattdessen eher im Fahrwasser jugendlicher Gruselgeschichten bewegt.
Ein Horrorroman mit verheißungsvollen Ansätzen und Keimlingen des Unheimlichen, aus denen weit mehr hätte wachsen können, hätte man sie nur konsequenter genährt.
„Das gierige Haus“ …
ein Roman, der nach der Dunkelheit greift, sie zeitweise auch berührt,
doch auf halbem Weg innehält und
gerade dort ins Straucheln gerät, wo er hätte tiefer hinabsteigen müssen.

Erwachenenhorror: 3/5⭐️
Teeniehorror: 3,5/5⭐️

. Aber worum geht es genau…
In einer Straße in Chicago steht ein verlassenes Haus, in dem bereits in den Siebzigerjahren sieben Menschen auf grausame Weise ums Leben kamen.
Das Betretungsverbot steigert nur die Faszination der Kinder aus der Nachbarschaft. Bei einer Mutprobe verschwindet Jessies kleiner Bruder Paul spurlos in dem Gebäude. Jahre später lebt Jessie noch immer dort, als sich erneut eine unheimliche, scheinbar lebendige Dunkelheit um das Haus ausbreitet…

. In „Das gierige Haus“;
das in meinen Gedanken teilweise den passenderen Titel „Das gierige Herz“ trug, begleiten wir Jessie auf ihrem Weg durch die Geschichte, die ganz aus ihrer Perspektive lebt. Sie ist keine ferne Figur, sondern eine Protagonistin, deren Weltanschauung und Gefühlswelt den Roman maßgeblich prägen. Ihre inneren Bewegungen, Zweifel und Sehnsüchte nehmen weiten Raum ein und verleihen der Erzählung eine sehr persönliche Färbung.

Auch die Historie der Wohngegend,
in der das unheilvolle Haus steht,
erhält beträchtliche Aufmerksamkeit.
Doch gerade diese Nebenstränge lassen die aufkeimende Spannung stellenweise wieder versanden. Zwar blitzen hier und da Momente des Unheimlichen auf, doch sie bleiben meist zaghaft inszeniert.
Eine tiefschwarze, beklemmende Atmosphäre, wie sie erfahrene Horrorfans suchen, will sich nicht einstellen.
. Der vom Verlag verliehene Titel „Die neue Queen des Horror“ weckt Erwartungen, denen der Roman nur bedingt gerecht wird. Vielleicht findet er eher im Jugendbereich sein begeistertes Publikum.
Dort, wo Identifikation stärker wiegt
als das Bedürfnis nach Finsternis.
. Und dennoch…
die Grundidee ist keineswegs schlecht.
Mag sie auch nicht gänzlich neu sein, so wird sie solide getragen und entfaltet gegen Ende sogar eine leise emotionale Wirkung.
. Wer leichten Horror mit einem relativ sympathischen Hauptcast schätzt,
wird hier durchaus fündig.
Gerade jüngere Leserinnen und Leser könnten sich in Jessie wiedererkennen und ihre Geschichte als spannend und unterhaltsam empfinden.
. Es ist ein Roman mit gutem Kern,
dem es stellenweise an Liebe zum Detail fehlt.
Ebenfalls ließ mich während der Lektüre der Gedanke an einen gewissen animierten Spukhausfilm einfach nicht los…
vielleicht hat gerade dieser Vergleich das Buch in meiner Wahrnehmung stärker in Richtung Teenieroman gerückt.
. Wer ein paar freie Minuten zu füllen hat, kann sich getrost auf diese Geschichte einlassen. Unterhaltsam ist sie allemal, auch wenn eher auf leise, unkomplizierte Weise.

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