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Veröffentlicht am 29.03.2018

Böses Kind

Die Henry Frei-Thriller / Böses Kind
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Böses Kind ist der erste Band einer Serie rund um den Hauptkommissar Henry Frei. Und es war auch mein erstes Buch des Autors Martin Kirst. Obwohl er ein so hoch gelobter Autor ist bin ich mir nicht schlüssig ...

Böses Kind ist der erste Band einer Serie rund um den Hauptkommissar Henry Frei. Und es war auch mein erstes Buch des Autors Martin Kirst. Obwohl er ein so hoch gelobter Autor ist bin ich mir nicht schlüssig ob ich nochmal ein Buch von ihm lesen würde.

In einem Hotel wird die Leiche einer Frau gefunden. Doch bevor dieser Fall zum Abschluss gebracht wird, wird eine weitere Leiche gefunden. Ein junger Mann wird erschlagen und gekreuzigt aufgefunden. Zur gleichen Zeit meldet Suse ihre Tochter als vermisst. Suse ist heillos überfordert mit den Kindern, dem Haushalt der Trennung von ihrem Mann und sie scheint der Polizei nicht alles zu sagen. Frei und sein Team beginnen zu ermitteln.

Vom Plot der Geschichte hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Es kam mir sehr unausgegoren vor. Es traten immer wieder Fragen auf die für mich auch nicht wirklich geklärt wurden. Wenn es doch dazu kam, dann nur kurz in einem Nebensatz. Spannung war durch die Intermezzos und die abwechselnden Kapitel von Frei und Suse schon da, blieb aber doch eher flach. Am Ende ging plötzlich alles ganz schnell und es wurde ein Cliffhanger eingebaut damit man den Nachfolger auch noch liest.

Die Charaktere sind alle etwas blass geschildert worden. Frei ist ein pedantischer Mann der mich mit seinen Macken an Monk erinnerte und seine Kollegin ist Dauer Müde und knabbert immerzu an Möhren herum. Durch ihre Müdigkeit begeht sie auch einige Fehler. Suse ist eine typische Alleinerziehende Mutter die mit nichts wirklich klar kommt und immer nur am jammern ist und anderen die Schuld an ihrer Situation gibt. Wirklich warm geworden bin ich mit keinem der Protagonisten.

Durch den leichten und lockeren Schreibstil hat sich das Buch schnell lesen lassen. Aber müssen tut man es meines Erachtens nicht unbedingt.

Veröffentlicht am 28.03.2018

Schmitz Häuschen

Schmitz' Häuschen
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Da ich beim Putzen aber auch so gerne mal ein Hörbuch höre, hat sich dieses geradezu angeboten. Nicht nur das ich Ralf Schmitz als Komiker kenne und schätze, nein ich finde das Leben ist oft viel zu ernst ...

Da ich beim Putzen aber auch so gerne mal ein Hörbuch höre, hat sich dieses geradezu angeboten. Nicht nur das ich Ralf Schmitz als Komiker kenne und schätze, nein ich finde das Leben ist oft viel zu ernst und darum musste mal ein lustiges Hörbuch her.

Ralf Schmitz zieht um, aber nicht nur das er erbt ein Haus und dieses soll umgebaut werden. Und genau damit beginnt der Wahnsinn mit den Handwerkern. Nicht alles kann gut gehen, es werden Wände hochgezogen wo keine hin sollten, Fenster verputzt, Diskussionen über ein kaputtes Waschbecken geführt….

Einiges aus dem gehörten ist uns selbst auch schon passiert und es spricht ein Fünkchen Wahrheit bei diesem Hörbuch mit. Das man da wahnsinnig bei wird ist nur zu selbstverständlich. 
Ralf Schmitz liest das Buch selbst was es noch komischer und authentischer macht. Denn keiner hätte es in seiner überdrehten und hektischen Art rüber bringen können. 

Allerdings muss ich sagen, dass das Hörbuch leider keinen wirklichen durchgängigen Faden hat. Es sind eher Aneinanderreihungen von Ereignissen, die manchmal auch aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Hier hätte ich mir gerne mehr Struktur gewünscht. 

Im Endeffekt kann ich sagen, dass dieses Buch für jeden etwas ist der Ralf Schmitz mag. Und ich werde mir die anderen Hörbücher auch noch anhören.

Veröffentlicht am 23.02.2018

Wer Furcht sät

Wer Furcht sät
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Wer Furcht sät ist der dritte Band einer Reihe rund um DC Max Wolfe. Da ich die anderen Bücher auch schon gelesen bzw gehört habe, war es für mich selbstverständlich auch dieses zu hören. Es behandelt ...

Wer Furcht sät ist der dritte Band einer Reihe rund um DC Max Wolfe. Da ich die anderen Bücher auch schon gelesen bzw gehört habe, war es für mich selbstverständlich auch dieses zu hören. Es behandelt wieder ein aktuelles Thema und es wirft moralische Fragen auf und stellt das Rechtssystem quasi an den Pranger. Es zeigt einem auf das es oft zu lasch ist und die Opfer nur zweitrangig. Allerdings muss ich sagen das es vielleicht besser gewesen wäre das Buch selbst zu lesen, statt es zu hören. 

Der Club der Henker macht in London jagt auf Verbrecher, die eine zu geringe Strafe bekamen. Sie verüben Selbstjustiz an den Männern. Sie entführt sie, stellen sie an den Pranger und erhängen sie. Und das alles vor laufender Kamera. Schon der erste Mord ruft DC Max Wolfe und sein Team auf den Plan. Er sucht im Untergrund Londons und muss dabei gegen die wachsenden Sympathien für den Club ankämpfen. Das gelingt so lange bis er selbst ins Fadenkreuz des Clubs gerät.

Dietmar Wunder hat eine angenehme Stimme und er arbeitet sehr gut mit der Tonlage und der Modulation. Man weiß immer genau wer in einem Dialog gerade spricht oder was für Gefühle vermittelt werden sollen. Auch schafft er eine gewisse Spannung reinzubringen und diese aufrechtzuerhalten. 

Leider fand ich die Story an sich nicht sehr spannend. Tony Parsons springt zu sehr in den Handlungen, die Geschichte wird durch unnötige Details und langatmige nebensächliche Handlungen künstlich in die Länge gezogen. Wodurch die Spannung verloren ging. Die Charaktere waren mir zu distanziert beschrieben so das ich keine Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Auch das Ende fand ich zu konstruiert und unglaubwürdig. Da hatte ich das Gefühl das der Autor schnell zum Ende kommen wollte.

Das Thema der Selbstjustiz fand ich sehr gut gewählt und auch die immer wieder eingestreuten Hintergrundinformationen zu London und seiner Geschichte. Vielleicht hätte ich ein besseres Urteil über das Buch wenn ich es gelesen hätte, statt es zu hören. Ich kann mir vorstellen das einige Stellen dann vielleicht klarer und spannender gewesen wären.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Kalte Seele, dunkles Herz

Kalte Seele, dunkles Herz
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Kalte Seele, dunkles Herz von Wendy Walker ist ein Thriller, der für mich sogar eher als Psychothriller bezeichnen würde. Er beginnt sehr spannend nimmt im Laufe des Buches aber leider doch ab.

Cass ...

Kalte Seele, dunkles Herz von Wendy Walker ist ein Thriller, der für mich sogar eher als Psychothriller bezeichnen würde. Er beginnt sehr spannend nimmt im Laufe des Buches aber leider doch ab.

Cass und ihre ältere Schwester Emma verschwanden vor 3 Jahren spurlos. Niemand weiß was damals passiert ist und wo die beiden sind. Doch die FBI Psychologin Dr Abby Winter hat schnell eine Theorie, die aber niemand glaubt ihr. Dann taucht Cass plötzlich bei ihrer Mutter wieder auf. Sie sagt immer wieder: „Findet Emma“, das scheint für Cass wichtiger zu sein als alles andere. Nun bekommt Abby Winter endlich die Möglichkeit ihre Theorie zu stützen und Emma endlich zu finden. Doch einiges scheint nicht zusammenzupassen.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht und durch die wechselnden Perspektiven ist es anfangs auch sehr spannend. Zum einen erzählt Cass ihre Geschichte aus der Ich Perspektive. Sie erzählt nicht alles chronologisch und fällt auch oft in die Vergangenheit zurück. Sie erzählt von einem Krieg innerhalb der Familie. Auf der anderen Seite wird die Geschichte aus der Sicht von Dr Abby Winter erzählt. Dadurch bekommt der Leser noch einige Hintergrundinformationen und psychologische Einschätzungen.

Leider bleibt die Spannung nicht lange erhalten. Gerade durch das durcheinander erzählen von Cass und den Ungereimtheiten in ihrer Geschichte macht alles andere zäh und langatmig. Auch werden manche Dinge mehrfach erzählt was auch nicht gerade zur Spannung beitrug. Als Leser wird man lange im Dunkeln gelassen. Niemand scheint sich wirklich in die Karten schauen zu lassen. Das war mal was anderes und gefiel mir ganz gut. Auch das bis zum Ende nicht klar war was wirklich passiert ist, gefiel mir gut. Das Ende war dann doch überraschend für mich.

Das Buch hat mich im Großen und Ganzen ganz gut unterhalten, hat aber auch einiges an Geduld erfordert. Grundidee des Buches war gut, aber die Umsetzung lässt etwas zu wünschen übrig. Ein schnelleres Tempo innerhalb der Geschichte hätte mir besser gefallen.

Veröffentlicht am 05.01.2018

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt
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Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt ist ein leichter Frauenroman, der mit Witz und Charme aufwartet. Aber auch ein hoch aktuelles Thema aufgreift, nämlich Cyber Mobbing. Was ein wirklich großes ...

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt ist ein leichter Frauenroman, der mit Witz und Charme aufwartet. Aber auch ein hoch aktuelles Thema aufgreift, nämlich Cyber Mobbing. Was ein wirklich großes Ausmaß annimmt und für mich absolut abartig ist.

Das Buch beginnt wo andere aufhören, bei einer Hochzeit. Doch Edie hasst diese Hochzeit, denn es ist die von ihren Kollegen Charlotte und Jack. Und Jack hat in den letzten Wochen heftig mit Edie geflirtet. Als Edie während der Hochzeit raus geht um frische Luft zu schnappen kommt Jack und küsst sie. Dabei werden sie von Charlotte beobachtet, was alles zerstört. Vor allem Edies Leben. Nun beginnt ein Mobbing der besonderen Art. Um Edie etwas aus der Gefahrenzone zu bekommen schickt ihr Chef und Freund Richard sie nach Nottingham. Dort soll sie als Ghostwriterin ein Buch über den Schauspieler Elliot Owen schreiben.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht und es ist angenehm zu lesen. Zudem hat die Story auch einiges an Witz und Gefühl. Gerade durch die Ich-Perspektive bekommt die Geschichte einen authentischen Anstrich. Allerdings gibt es hier nichts neues, alles was man liest hatte man schon irgendwo gehört. So musste ich während des Lesens oft an Filme wie Notting Hill oder auch Bridget Jones denken.

Die Protagonisten sind eigentlich ganz gut dargestellt und beschrieben. Obwohl ich gerade bei Edie oft ein Problem hatte. Bei ihr hatte ich oft das Gefühl das ich sie schütteln und Ohrfeigen möchte damit sie zur Vernunft kommt. Sie sieht sich oft als alleiniges Opfer was nichts getan hat. Gerade da sie schon 36 sein sollte konnte man an ihrer Handlung oft nicht sehen. Sie benahm sich oft wie ein Teenager, auf der anderen Seite war sie aber auch selbstkritisch. Elliot war mir sehr sympathisch. Er war ein junger Schauspieler der versucht privat ein ganz normales Leben zu führen, der auch durch einige Dinge sehr vorsichtig geworden ist und auch etwas unter Druck steht. Und dadurch auch manchmal sehr ungehalten reagiert.

Insgesamt hatte ich ein paar tolle sehr unterhaltsame Lesestunden. Die mit Humor und Tränen gespickt waren. Aber auch mit Kopfschütteln. Gerade was das Ende angeht, war ich etwas enttäuscht, da dieses ziemlich offen ist ich hätte mir ein klareres Ende bevorzugt.