Sichtbarkeit und Selbstverwirklichung
Mit anderen AugenKlappentext:
Tilda Finch glaubt, sie sieht nicht richtig: Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Sie wird unsichtbar werden, sagt ihre Ärztin, doch das will ...
Klappentext:
Tilda Finch glaubt, sie sieht nicht richtig: Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Sie wird unsichtbar werden, sagt ihre Ärztin, doch das will Tilda auf keinen Fall zulassen. Schließlich hat sie eine Menge, wofür es sich lohnt, sichtbar zu bleiben: ihre wunderbaren Töchter, ein erfolgreiches Business und fantastische Freundinnen. Tilda nimmt all ihren Mut zusammen und beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu sehen.
„Mit anderen Augen“ ist ein faszinierender Roman von Jane Tara.
Im Mittelpunkt steht Tilda Finch, eine 52-jährige Geschäftsfrau und Mutter. Sie traut ihren Augen nicht mehr, den plötzlich sieht sie immer weniger Körperteile von sich. Es ist, als ob sie sich auflöst.
Doch ihre Ärztin sagt, genau so wäre es. Tilda würde langsam unsichtbar werden. Doch Tilda steht mitten im Leben und möchte sichtbar sein.
Jane Tara hat sich ein schweres Thema für ihren Roman ausgesucht, das Unsichtbarwerden von Frauen.
So wie es Tildas in diesem Roman ergeht, so ergeht es vielen Frauen, ab einem gewissen Alter werden sie nicht mehr wahrgenommen. Doch Tilda kämpft um ihre Sichtbarkeit.
Jane Tara hat tolle Charaktere zum Leben erweckt. Besonders gefällt mir natürlich Tilda. Es macht Freude, sie auf dem Weg zu mehr Sichtbarkeit zu begleiten.
Mit viel Humor und manchmal auch etwas überspitzten Szenen nimmt Tilda den Kampf auf.
Ich musste bei der Geschichte, obwohl es ein ernstes Thema ist, oft schmunzeln.
Jane Tara erzählt die Geschichte mit einem flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Immer wieder streut sie Humor ein und man stößt auf einige Metaphern.
„Mit anderen Augen“ ist ein erfrischender Roman, den ich in einem Stück gelesen habe.