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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Ein Leitfaden, der die Seele mitnimmt

Wechseljahre - Befreiungsjahre
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Viele Frauen werden von den Wechseljahren überrascht. Plötzlich verändert sich der Körper, die Gefühle fahren Achterbahn, und man weiß gar nicht so richtig, was da eigentlich passiert. Die Autorin ...

Viele Frauen werden von den Wechseljahren überrascht. Plötzlich verändert sich der Körper, die Gefühle fahren Achterbahn, und man weiß gar nicht so richtig, was da eigentlich passiert. Die Autorin nimmt einem dieses Gefühl von „Ich muss funktionieren“ und zeigt stattdessen, dass diese Zeit auch eine Chance sein kann: langsamer werden, neu sortieren, alte Muster loslassen.

Mir hat gefallen, wie liebevoll und klar sie erklärt, dass die Wechseljahre nicht nur körperlich sind. Sie spricht auch über die Seele, über innere Themen, die sich melden, wenn man mitten im Leben steht. Und sie macht das ohne Druck, ohne erhobenen Zeigefinger. Eher wie eine Freundin, die sagt: „Du darfst dir Zeit nehmen. Du darfst dich verändern.“

Besonders schön fand ich, dass sie Mut macht, den eigenen Weg zu gehen. Nicht jede Frau braucht das Gleiche, nicht jede erlebt diese Phase gleich. Aber jede darf sie bewusst gestalten. Das Buch zeigt viele kleine Impulse, wie man wieder mehr bei sich ankommt – mit Achtsamkeit, mit Selbstfürsorge, mit einem neuen Blick auf das eigene Leben.

Der Schreibstil ist ruhig, leicht verständlich und sehr warm. Man fühlt sich gesehen und ernst genommen. Und gleichzeitig merkt man: Diese Zeit ist nicht das Ende von etwas, sondern der Anfang von etwas Neuem.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Ein vielschichtiges Familienporträt in bewegten Zeiten

Weil wir nichts wussten
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Das Buch hat mich überrascht, weil es ganz ruhig erzählt ist, aber trotzdem viel in einem auslöst. Die Geschichte läuft in zwei Strängen, die sich langsam annähern. Dadurch versteht man nach und nach, ...

Das Buch hat mich überrascht, weil es ganz ruhig erzählt ist, aber trotzdem viel in einem auslöst. Die Geschichte läuft in zwei Strängen, die sich langsam annähern. Dadurch versteht man nach und nach, was früher passiert ist und warum die Figuren heute so handeln. Das fand ich sehr gelungen.

Der Schreibstil ist etwas besonders. Manche Sätze sind lang, und ich musste manchmal kurz zurückspringen. Aber mit der Zeit hat es gut gepasst, weil der Stil zur Stimmung des Buches passt. Man liest es nicht schnell weg, sondern eher in Ruhe.

Die Figuren mochte ich sehr. Jede Person hat ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Probleme. Man merkt, wie schwer alte Geheimnisse und unausgesprochene Dinge auf einer Familie liegen können. Das Buch zeigt gut, wie Tradition, Schuld und Schweigen Menschen prägen.

Auch die politischen Themen im Hintergrund fand ich passend. Sie werden sachlich erwähnt, ohne Drama, und trotzdem merkt man, wie sehr sie das Leben der Figuren beeinflussen.

Für mich ist es ein Buch, das nachwirkt. Es lässt viel Raum zum Nachdenken, auch weil nicht alles bis ins Detail erklärt wird. Das offene Ende passt gut dazu.

Fazit: Ein stiller, kluger Roman über Familie, Verantwortung und das, was unausgesprochen bleibt. Kein Buch für zwischendurch, aber eines, das im Kopf bleibt.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Leicht zu lesen, nah am echten Leben

Frei und trotzdem verbunden
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Das Buch hat mich direkt abgeholt, weil es sich total alltagsnah anfühlt. Die Autorin erklärt Beziehungsthemen so, dass man nicht das Gefühl hat, man müsste vorher Psychologie studiert haben. ...

Das Buch hat mich direkt abgeholt, weil es sich total alltagsnah anfühlt. Die Autorin erklärt Beziehungsthemen so, dass man nicht das Gefühl hat, man müsste vorher Psychologie studiert haben. Alles ist locker geschrieben, gut nachvollziehbar und man merkt, dass sie weiß, wovon sie spricht.

Besonders spannend fand ich, wie sie zeigt, warum wir in bestimmten Situationen so reagieren – und dass vieles davon aus früheren Erfahrungen kommt. Man erkennt sich ständig wieder und versteht plötzlich Dinge, die man vorher einfach hingenommen hat. Das macht richtig was mit einem.

Die Mischung aus Beispielen, kleinen Aha-Momenten und einfachen Erklärungen funktioniert super. Man kann das Buch sowohl am Stück lesen als auch mal nur ein Kapitel rauspicken, wenn man gerade ein bestimmtes Thema hat. Für mich war das sehr praktisch.

Ein paar Stellen waren für meinen Geschmack etwas ausführlich, aber insgesamt bleibt der Stil angenehm leicht. Man merkt, dass es nicht darum geht, perfekte Lösungen zu liefern, sondern eher darum, sich selbst und andere besser zu verstehen.

Man nimmt viel mit, ohne dass es anstrengend wird.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Magisches Zimmer, verlorene Zeit

Das White Octopus Hotel
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Eve Shaw arbeitet als Kunstgutachterin und trifft eines Tages einen seltsamen, silberhaarigen Mann. Das weckt Erinnerungen, die sie nicht einordnen kann. Sie sucht das verlassene White Octopus ...

Eve Shaw arbeitet als Kunstgutachterin und trifft eines Tages einen seltsamen, silberhaarigen Mann. Das weckt Erinnerungen, die sie nicht einordnen kann. Sie sucht das verlassene White Octopus Hotel in den Schweizer Alpen. Dort findet sie ein magisches Zimmer. Es bringt sie in die Vergangenheit des Hotels.

Die Geschichte mischt Zeitreise und Magie. Uhren und Oktopusse tauchen immer wieder auf. Eve ist eine sympathische, verletzliche Frau. Sie trägt eine schwere Erinnerung aus der Kindheit mit sich. Max, ein junger Mann mit Kriegserlebnissen, gibt der Geschichte viel Gefühl. Die Beziehung zwischen Eve und Max entwickelt sich langsam und ehrlich.

Der Schreibstil ist bildhaft und leicht zu lesen. Manchmal sind die Zeitsprünge verwirrend. Trotzdem bleibt die Handlung am Ende stimmig. Das Buch ist warm, geheimnisvoll und berührend. Wer gern sanfte Fantasy mit Gefühlen liest, wird das Buch mögen.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Super spannend und fesselnd

Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt?
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Cooper ist 17, hat keinen Job und lässt sich von seinem Kumpel Jason zu einem vermeintlich harmlosen Ladendiebstahl während einer Black‑Lives‑Matter‑Demo überreden – doch alles eskaliert: in der Nähe fallen ...

Cooper ist 17, hat keinen Job und lässt sich von seinem Kumpel Jason zu einem vermeintlich harmlosen Ladendiebstahl während einer Black‑Lives‑Matter‑Demo überreden – doch alles eskaliert: in der Nähe fallen Schüsse, jemand stirbt, und schon am nächsten Tag zeigen die Nachrichten vier Verdächtige mit Skimasken, darunter Cooper und seine Freunde. Jason wird verhaftet und wegen Mordes verdächtigt, Cooper glaubt aber nicht, dass sein Freund der Täter ist, und beginnt zusammen mit Jasons Schwester Monique auf eigene Faust zu ermitteln. Die Geschichte wird abwechselnd aus Coopers und Moniques Sicht erzählt, was die Figuren nahbar macht und die Handlung immer wieder neu beleuchtet; Cooper wirkt ruhig, loyal und innerlich zerrissen, Monique ist klug, entschlossen und zeigt zugleich eine verletzliche Seite, die sie sehr menschlich macht. Nick Brooks schreibt klar und direkt, mit kurzen Kapiteln, die das Tempo hochhalten, sodass man schnell in die Handlung reinkommt und kaum Luft zum Nachdenken hat, bevor die nächste Wendung kommt. Das Buch verknüpft einen spannenden Krimi mit aktuellen Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Racial Profiling, die nicht nur Kulisse sind, sondern das Verhalten der Figuren und die öffentliche Wahrnehmung aktiv beeinflussen. Es ist zugleich eine Coming‑of‑Age‑Geschichte: Cooper muss Verantwortung übernehmen, mit Schuldgefühlen umgehen und herausfinden, wer er sein will. Manche Nebenfiguren bleiben etwas blass, und an einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass emotionale Momente länger nachklingen statt nur kurz aufzuflammen, aber das ist eher ein Stilpunkt; insgesamt bleibt die Spannung durch falsche Fährten und überraschende Wendungen bis zum Schluss hoch und das Ende löst die meisten Fragen stimmig auf. Für junge Leserinnen und Leser, die eine schnelle, packende Geschichte mögen, die gleichzeitig zum Nachdenken über gesellschaftliche Ungerechtigkeiten anregt, ist Up in Smoke eine sehr gelungene Wahl.

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