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Veröffentlicht am 09.02.2024

Ein Buch über die Liebe zum Buch <3

Sepia 1: Sepia und das Erwachen der Tintenmagie
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Nicht nur optisch ist dieses Buch ein Träumchen. Das Cover ist ein echter Hingucker und auch die Innengestaltung ist wunderschön und ansprechend gemacht. Als wäre es aus einer Buchdruckwerkstatt in Flohall ...

Nicht nur optisch ist dieses Buch ein Träumchen. Das Cover ist ein echter Hingucker und auch die Innengestaltung ist wunderschön und ansprechend gemacht. Als wäre es aus einer Buchdruckwerkstatt in Flohall ;D
Mir hat das Buch ein Gefühl des Nachhausekommens beschert, da es einerseits an einige bekannte Bücher über Bücher erinnert ) und andererseits war es spannend, weil viele Dinge eben auch anders und originell waren.

Außerdem mochte ich die unangestrengte Diversität des Buches gerne. Es gibt einen gemischten Freundeskreis, auch in den Berufsgruppen gibt es Meister und Meisterinnen und auch Hautfarben werden nur nebenbei erwähnt - aber man hat nicht das Gefühl, dass gewisse Quoten erfüllt werden müssen. Das las sich sehr angenehm.

) Wer z.B. die Bücher von Kai Meyer mochte ("Die Seiten der Welt"-Reihe, aber auch "Die Bücher, der Junge und die Nacht", Walter Moers Zamonienromane, die in der Stadt der Träumenden Bücher spielen oder auch Harry Potter, der wird hier eine Welt vorfinden, die ein ähnliches Gefühl vermittelt. Nur das die Zielgruppe für "Sepia" eben eine etwas jüngere ist.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Interessanter Genremix

Die Insel meiner Schwester
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"Die Insel meiner Schwester" wird als Roman vermarktet und beschrieben als psychologisches Kammerspiel oder auch laut Blurb der Frau von heute als >>Psychothriller

"Die Insel meiner Schwester" wird als Roman vermarktet und beschrieben als psychologisches Kammerspiel oder auch laut Blurb der Frau von heute als >>Psychothriller<<. Ich würde sagen, dass es ein Krimi/Thriller für Nichtkrimileser ist oder auch ein Roman, mit dem man Krimileser von einem neuen Genre überzeugen kann. Es ist tatsächlich von beidem ein bisschen.
Obwohl ich manche Stellen etwas übertrieben anschaulich fand, als es um die Darstellung von Gewalt ging - etwas, was für Romane eher untypisch ist, obwohl bei Thrillern gang und gäbe - fand ich die Geschichte gut erzählt, auch mit den Rückblicken und auch das Buch insgesamt gut geschrieben. Das ist genau der literarische Teil, der mir bei Krimis/Thrillern oft fehlt.
Ein Buch, das sicher nicht jedem gefallen wird, aber bei einer bestimmten Zielgruppe großen Anklang finden dürfte. Wer solche Genregrenzgänger wie Joël Dicker oder auch Thomas Knüver mochte, sollte diesen Roman einmal ausprobieren.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Ziemlich typische Internatsgeschichte

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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"Aftermyth" klang für mich nach einem Must-Read, weil es wie eine Mischung aus griechischer Mythologie mit Internatsroman klang. Leider ist es vorwiegend ein Internatsroman und zwar ein sehr, SEHR klassischer ...

"Aftermyth" klang für mich nach einem Must-Read, weil es wie eine Mischung aus griechischer Mythologie mit Internatsroman klang. Leider ist es vorwiegend ein Internatsroman und zwar ein sehr, SEHR klassischer mit ein paar mythologischen Anspielungen. Man hat das typische Dreiergrüppchen, in dem Fall zwei Mädchen und einen Jungen, eine Protagonistin, die sich erstmal nicht ganz zugehörig fühlt, aber schnell merkt, dass sie etwas Besonderes ist und ausführliche Beschreibungen der Schule und des Internatslebens.
Einerseits ist es das, was man für das Alter erwartet - nicht umsonst wird die Autorin dieses Mal ins Jugendbuch einsortiert. Andererseits hätte ich mir gerne ein paar mehr Originalitäten gewünscht. Immerhin gibt es einige Ansätze dazu und vielleicht werden sie in einem weiteren Band ausführlicher behandelt.
Es liest sich sehr gut, hatte für mich persönlich aber zu wenig mit der griechischen Mythologie zu tun, deswegen ein Stern Abzug. Weiterlesen würde ich aber trotzdem. Und ich würde es auch allen weiterempfehlen, die schon ihrem Alter ensprechend gerne Krabat, Baskerville Hall, Percy Jackson und natürlich Harry Potter gelesen haben.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Mal was anderes

Verrat der Schwäne
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"Verrat der Schwäne" wird als Jugendbuch beschrieben, bei dem sich "Schwanensee" mit "Das Phantom der Oper" vermischt und diese Beschreibung passt auch wirklich sehr gut.
Es ist eine ziemlich düstere Geschichte ...

"Verrat der Schwäne" wird als Jugendbuch beschrieben, bei dem sich "Schwanensee" mit "Das Phantom der Oper" vermischt und diese Beschreibung passt auch wirklich sehr gut.
Es ist eine ziemlich düstere Geschichte voller brutaler Wendungen, weswegen das empfohlene Lesealter ab 14 vermutlich besser nicht unterschritten werden sollte. Aber gerade dadurch überrascht einen die Geschichte auch immer wieder - und die Vorlage "Schwanensee" ist ja auch nicht gerade für ihre Fröhlichkeit bekannt, obwohl es zwei Varianten gibt: mit und ohne Happy End. Welche hier verwendet wurde, wird aber nicht verraten ;D
Was ich sehr mochte, war das Theatersetting, was immer wieder eingebaut wurde und die angekündigten "Phantom der Oper"-Vibes rüberbrachte.
Ein kleines Manko war für mich allerdings die Protagonistin Odile, die einerseits eine sehr intelligente junge Frau ist, sich andererseits aber auch immer wieder von ihrem Ziehvater Regnault manipulieren lässt, der eigentlich ziemlich durchschaubar nicht so ist, wie er zu sein scheint. Allerdings muss man hier wohl die emotionale Verstrickung berücksichtigen, die die familiären Bande mit sich bringen. Was für uns Leser:innen durchsichtig erscheint, vermag jemand, der ihn so anders kennt, wie Odile, nicht so offensichtlich sein.
Ich würde das Buch bei 4-4,5 Sternen einordnen und für Jugendliche mit einem Faible für Kunst, Kultur und düstere Märchen/Sagen empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Kuschelige Lektüre, nicht nur im Winter

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Libby Page konnte mich damals schon mit "Im Freibad" (aka "Schwimmen mit Rosemary") von ihrem Schreibstil überzeugen.
Sie schafft es, genau die richtige Mischung aus schweren Themen und leichter Unterhaltung ...

Libby Page konnte mich damals schon mit "Im Freibad" (aka "Schwimmen mit Rosemary") von ihrem Schreibstil überzeugen.
Sie schafft es, genau die richtige Mischung aus schweren Themen und leichter Unterhaltung zu schreiben, die beide Zielgruppen anspricht. Damit hebt sie sich angenehm von der großen Masse der reinen ("Frauen")Unterhaltung ab, die für meinen Geschmack schnell zu beliebig austauschbar wird.
Wobei ich gestehen muss, dass ich es bei der Freibadthematik besser gelöst fand als hier "Im Jahr der Bücher und Wunder". Dieses Buch hier startet zwar mit Herzschmerz und einigem Schlucken, was sich im Laufe der Lektüre auch immer mal wieder einschleicht. Trotzdem fand ich die Thematik schnell ein bisschen kitschig... was für eine (tragische) Liebesgeschichte nicht ungewöhnlich ist.
Allerding schreit das hier ja schon die Optik, sodass es am Ende genau das ist, was man erwartet und auch bekommt.
Es ist ein schönes, unterhaltendes Buch, das schnell gelesen ist und das ich auch vom Zeitpunkt der Veröffentlichung her sehr passend finde. Man kann es gut in der dunklen, kalten Jahreszeit lesen, ohne, dass es direkt ein Weihnachtsbuch ist, weil es ja ein ganzes Jahr behandelt.
Ich hatte mir ein kleines bisschen mehr erhofft, weil ich von dem Erstling der Autorin begeistert war, deswegen nur 4 Sterne, aber trotzdem eine Empfehlung für alle, die Bücher lieben und ein bisschen Gemütlichkeit und Trost für Zwischendurch suchen.

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