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Veröffentlicht am 14.04.2026

Hope...

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1)
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Mit „Das Internat für magische Talente- Unruhestifter willkommen!“ bin ich leider nicht ganz warm geworden. Die Idee und Umsetzung des Themas finde ich hierbei gar nicht mal schlecht und auch die Botschaften ...

Mit „Das Internat für magische Talente- Unruhestifter willkommen!“ bin ich leider nicht ganz warm geworden. Die Idee und Umsetzung des Themas finde ich hierbei gar nicht mal schlecht und auch die Botschaften die hier vermittelt werden sollen sind gut gewählt. Wir treffen auf Magie, Abenteuer und Freundschaft in Verbindung mit Zusammenhalt und Selbstvertrauen.
Der Schreibstil ist hierbei leicht verständlich und flüssig. Allerdings kommt mir das Ganze eher wie eine Erzählung vor und hat mich nicht wirklich in die Geschichte eintauchen lassen. Wodurch das Erlebnis doch eher Oberflächlich gehalten wurde. Was die Spannung zusätzlich etwas herausgenommen hat, sind zum Teil die Wiederholungen der Erklärung der verschiedenen Magiertypen in aller Ausführlichkeit. Hier habe ich auch leider keinen so genauen Überblick über die verschiedenen Typen erhalten, da die Unterteilung doch eher schwammig ist und ineinander übergeht. Dadurch war das lesen auch eher etwas schwergängig und hat seine Zeit gedauert. Über das Ende war ich dann doch sehr überrascht, hier habe ich nicht mit einem Cliffhanger und einer Fortsetzung gerechnet.
Gut gefallen haben mir die verschiedenen Schüler und die geschaffene Umgebung. Auch Vin als Protagonistin hat mir gut gefallen. Sie ist zunächst sehr unnahbar und versucht alle auf Abstand zu halten. Im laufe des Geschehens baut sie Nähe und Vertrauen zu den anderen auf und wird so nahbarer.
Im Großen und Ganzen ist es ein unterhaltsames Fantasyabenteuer aus Magie und Andersartigkeit.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Fantasievolle, magische Pflanzenwelt

Emilia Blumenherz, Band 1 - Das geheime Pflanzeninternat
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Mit „Emilia Blumenherz – Das geheime Pflanzeninternat“ beginnt eine neue Buchreihe von Usch Luhn.
Wie der Titel vermuten lässt, geht es hier um Emilia. Sie lebt mit ihren Eltern auf einer kleinen einsamen ...

Mit „Emilia Blumenherz – Das geheime Pflanzeninternat“ beginnt eine neue Buchreihe von Usch Luhn.
Wie der Titel vermuten lässt, geht es hier um Emilia. Sie lebt mit ihren Eltern auf einer kleinen einsamen Insel voller Geheimnisse. Auch ihre Tante lebt bei ihnen. Zusammen mit ihr hat Emilia ein Dodo-Ei ausgebrütet. Nun ist der kleine Dodo Emilias bester Freund und auch zwei Delfine zählen zu ihrer liebsten Freizeitgestaltung. Für die Schule hat Emilia nicht sonderlich viel übrig, bis sie plötzlich auf ein geheimes Pflanzeninternat auf der anderen Seite des Ozeans soll. Und in diesem Zuge erfährt sie von einer alten Prophezeiung laut derer sie die neue Pflanzenflüsterin sein soll. Zu ihrer neuen Aufgabe gehört es jetzt eine Blume zu beschützen. Wird ihr dies gelingen?
Das Cover ist wunderschön gestaltet. Im Vordergrund sehen wir Emilia und ein paar der magischen Blumen und im Hintergrund ist das geheime Pflanzeninternat. Das gesamte Cover leuchtet nur so voller bunter Farben und wirkt sehr freundlich und lieblich. Abgerundet wird das ganze durch Goldakzente.
Neben dem Cover finden wir im gesamten Buch viele kleine und große Illustrationen, die die Geschichte untermauern. Jedoch sind diese in schwarz-weiß gehalten, was allerdings dazu beiträgt, dass die Bilder die Geschichte untermalen und nicht überdecken.
Die Schrift ist besonders für Leseanfänger schön groß und auch der Zeilenabstand entsprechend weit, was vor allem am Anfang das Lesen erleichtert. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und auch leicht verständlich, somit kann man gut der Geschichte folgen. Dabei ist die erschaffen Welt sehr interessant und auch die Idee mit den verschiedenen magischen Pflanzen, den Tieren und den Kindern als Wächter ist sehr fantasievoll umgesetzt. Uns gefiel es auch, dass wir so viel von Emilia erfahren haben und sie somit etwas besser kennenlernen konnten. Jedoch waren dann die spannenden Stellen immer recht schnell abgehandelt und auch das Verbrechen sehr schnell aufgeklärt. Auch die weiteren Kinder bleiben unnahbar, da wir hier nicht viel erfahren, so wie auch über Emilias neue Verantwortung als Pflanzenflüsterin. Hier hätten wir uns ein etwas ausgewogeneres Verhältnis gewünscht.
Für Leseanfänger die es gerne etwas ruhiger mögen und dabei trotzdem in eine magische Welt abtauchen möchten, können wir es nur empfehlen. Wer sich hier allerdings Action und Spannung erhofft, sollte nicht ganz so große Erwartungen haben, die Abschnitte sind doch eher kurz und schnell abgeschlossen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Tolle Zeichnungen und coole Wesen

Smeralda Bohms Bestiarium
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Smeralda Bohms Bestarium ist ein Fantasybuch für Kinder ab 11 Jahren.
Wie der Titel schon vermuten lässt geht es hier um Smeralda Bohm. Ein 12-jähriges Mädchen, dass sich selbst als Wissenschaftlerin, ...

Smeralda Bohms Bestarium ist ein Fantasybuch für Kinder ab 11 Jahren.
Wie der Titel schon vermuten lässt geht es hier um Smeralda Bohm. Ein 12-jähriges Mädchen, dass sich selbst als Wissenschaftlerin, besser gesagt als Kryptozoologin, bezeichnet. Sie ist auf den Spuren verborgener und angeblich nicht existenter Wesen, wie Yetis, Basilisken und Chupacabras. Dabei trifft sie auf ein Geheimes Institut, dass GI. Dies versucht ihre Forschung zu unterbinden und die Weitergabe des Wissens zu verhindern. Wird Smeralda ihr Wissen im Bestarium anlegen und veröffentlichen können?

Das Cover mit seiner Gestaltung hat uns sehr gut gefallen, mit den vielen verschiedenen Wesen die bereits hier abgebildet sind und denen wir mit weiteren Zeichnungen im inneren erneut begegnen.
Das Buch an sich ist cool gemacht und mal eine totale Abwechslung, sowohl mit dem Thema als auch mit der Aufmachung im Inneren. Allerdings sind wir nicht so ganz damit warm geworden. Zwar ist der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen, aber die vermehrten Randnotizen und Anmerkungen unterbrechen den Lesefluss doch erheblich. Damit wird man durch zum Teil nebensächliche Informationen aus dem Lesen gerissen. Zum Teil weiß man auch einfach nicht an welcher Stelle man die Notiz denn lesen sollte. Zudem sind die Bestienzeichnungen und Informationen toll gemacht, aber wir hätten sie lieber als Bestarium am Ende gehabt und nicht zwischen den Seiten, um sie nachher nochmal studieren und erforschen zu können. Hier wäre aus unserer Sicht ein kleines Bild an der passenden Stelle passender und übersichtlicher gewesen. Aber das ist Geschmackssache. Auch haben wir keinen richtigen Zugang zu Smeralda als Charakter gefunden. Sie zeigt keinerlei emotionale Regungen und ist für ihr alter sehr rational. Ja, mir ist bewusst, dass es Erkrankungen gibt, die dazu führen. Aber für ein Kind doch eher schwer nachzuvollziehen und damit ein mitfühlen eher schwierig. Die Geschichte ist voller Fantasy und cooler Wesen und Erfindungen, was uns gut gefallen hat.
Wir können hier keine klare Empfehlung aussprechen oder davon abraten. Evtl war es auch einfach für ein 10-jähriges Kind nicht das Richtige. Daher würde ich sagen, dass es hier sehr darauf ankommt wie man mit dem Aufbau klarkommt. Daher würden wir jedem der Fabelwesen liebt dazu raten es individuell zu testen 😊

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Ein Kind und der Tod

Das Dreizehnte Kind
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„Das Dreizehnte Kind- Wenn der Tod ruft, muss sie gehorchen“ war mein erstes Buch von Erin A. Craig. Hier hat mich das wunderschöne Cover und die Idee fasziniert, aber das gesamte Buch war mir dann doch ...

„Das Dreizehnte Kind- Wenn der Tod ruft, muss sie gehorchen“ war mein erstes Buch von Erin A. Craig. Hier hat mich das wunderschöne Cover und die Idee fasziniert, aber das gesamte Buch war mir dann doch zu durchwachsen. Leider konnte es mich weder ganz überzeugen noch wirklich enttäuschen.

Aber der Reihe nach. Worum geht es eigentlich?
Hazel ist als dreizehntes Kind geboren worden. Bereits vor ihrer Geburt hat sie die Aufmerksamkeit dreier Gottheiten auf sich gezogen. Schlussendlich ist der Gott des Todes höchstpersönlich ihr Pate geworden und hat ihr die Gabe der Heilerin vermacht. Jedoch anders als den Eltern versprochen holte er sie nicht direkt zu sich. Was wird sie wohl mit ihrer Gabe anstellen können und wie wirkt sich diese auf ihr Leben aus?

Wie bereits erwähnt war ich direkt von dem Cover begeistert. Hier spiegelt sich der Inhalt perfekt wider. Wir finden den Tod in den Totenschädeln, den Kerzen und den dunklen Farben wieder, durchbrochen wird dies mit den rosa Blüten für Leben.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die erschaffene Welt wird bildlich toll dargestellt.
Die Umgebung war detailreich beschrieben, wodurch ich mir die Szenen gut vorstellen konnte und auch die Atmosphären waren gut beschrieben, dadurch konnte man sich noch besser in die Szenen hineinversetzten. Hier wurde eine düstere und märchenhafte Atmosphäre geradezu heraufbeschworen. Besonders fasziniert hat mich die Beziehung von Hazel und ihrem Paten, dem Tod höchst persönlich. Es war nicht nur eine einfache Beziehung zwischen Paten und durch die verschiedenen Verästelungen recht komplex, was der Geschichte Tiefe verliehen hat.
Hazel ist als Protagonistin ein für mich toller Charakter und erfährt hier auch einige Entwicklungen. Von den anderen Charakteren erfahren wir meist nicht viel und so bleiben diese meist eher blass und geben der Geschichte keine weitere Bedeutung. Leopold ist hier noch einer der wenigen die etwas mehr Raum bekommen und eigentlich auch am Ende eine entscheidende Rolle hat, allerdings war sein Anteil recht gering.
Die Geschichte und die Idee an sich fand ich richtig gut und daher fällt mir hier die Beurteilung recht schwer. Auf der einen Seite steht die coole Idee und auf der anderen Seite die Ausführung. Die Geschichte ist zum Teil einfach viel zu langatmig und zieht sich in die länge ohne groß von der Stelle zu kommen und andere Teile sind viel zu kurz und hätten mehr Beachtung gut vertragen können. So sind die ersten 2/3 des Buches für mich zu lang geraten und der letzte Teil zu kurz. Hier hätte ich mir ein besseres Verhältnis gewünscht, dann wäre das Ende auch nicht so überhastet.

Für mich hat das Buch einige Stärken aber auch einige Schwächen, dadurch ist es zwar ausbaufähig aber trotzdem zu empfehlen. Vor allem für all diejenigen, die es etwas düsterer mögen und gut auf die Liebe verzichten können 😊

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Nur äußerlich verzaubert

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Das Cover und der Farbschnitt haben mich absolut angezogen und begeistert. Schnell war der Klappentext gelesen und für spannend befunden. Aber leider konnte das Buch die wundervolle äußere Gestaltung nicht ...

Das Cover und der Farbschnitt haben mich absolut angezogen und begeistert. Schnell war der Klappentext gelesen und für spannend befunden. Aber leider konnte das Buch die wundervolle äußere Gestaltung nicht im Inhalt spiegeln.

Aber zunächst einmal worum geht es überhaupt?

Im kleinen Städtchen Hohenburg passieren allerhand Dinge denen Irida und ihre Clique nachgehen. Ihre Bande nennt sich „die Furchtlosen“ und besteht neben Irida aus Cedric, Jeremy und Jinjin. Gemeinsam gehen sie nächtlichen Raubgräbern im Maisfeld, einem rätselhaften Schlüssel und einem Vermissten in den Schlossberghöhlen, in denen es obendrein spukt!, nach. Beim nachgehen der mysteriösen Ereignisse kommt Irida auf die Spur einer geheimen Anderswelt. Dabei wissen sie nicht wer ihr Freund und wer der Feind ist. Wem können sie noch vertrauen?

Das Buch beginnt dann mit Steckbriefen der vier Freunde was an sich eine super Sache ist und ich gerne zu Beginn lese. Allerdings wurde fast alles so wie es beschrieben wurde im ersten Kapitel nochmal wiederholt. Und viele Details wurden im laufe des Buches immer wieder aufgegriffen. Hier hätte ich gerne bei den Steckbriefen einen Überblick ihres Charakters und ein Bild gehabt. Auch wiederholt sich immer wieder wie Irida immer wieder betont wie stark sie ist und wie alleine sie sich in ihrer Familie fühlt. Bei den Freunden lag der Fokus sehr auf dem Aussehen und der Kleidung der Personen und weniger auf ihrem Charakter. Daher waren die Charaktere für mich unnahbar und eine Entwicklung konnte ich nicht auszumachen. Auch die ständigen Beschreibungen der Outfits und des Essens ersetzten die fehlenden Emotionen hier nicht. Die Interaktionen blieben auf einer emotionslosen Ebene, was die Charakter für mich nicht nahbarer macht. Hier wäre eine weitere Verbindung der einzelnen Gruppenmitglieder als die Ausenseiter zu sein schön gewesen. Das dargestellte Alter konnte mit der viel zu abgeklärten und überheblichen Art meiner Meinung nach leider auch nicht getroffen werden. Mal ehrlich- sie erleben hautnah einen Mord und ihnen fällt nichts besseres ein als einen Teil der Mordwaffe mitzunehmen? Auch die Tatsache, dass sich Magische Wesen mitten unter ihnen befinden wurde einfach so hingenommen und akzeptiert. Sie sind weder in Panik geraten noch ausgerastet oder brauchten Zeit sich mit dem Gedanken anzufreunden. Mit der Entdeckung war es als wäre es selbstverständlich das sie existieren. Zudem wirkten einige Stellen rund um Jeremy, der rumänischen Herkunft ist und Wörter nicht immer richtig verwendet, bei der Berichtigung sehr gestellt und auch z.T. erzwungen dieses Bild zu halten. Dabei fand ich die Grundidee und auch das Setting mit Hohenburg und somit einem Deutschen Ort interessant. Denn Trolle sind ja nicht gerade häufig als Thema zu finden und bieten daher einen großen Spielraum.

Interessant wurde das Ganze durch verschiedene Handlungsstränge die parallel zueinander verlaufen und erst im Verlaufe des Geschehens zueinander finden. Dadurch waren viele Handlungen nicht gerade vorhersehbar und es bestand eine permanent Grundspannung. Was dazu führt, dass man sich immer wieder die Frage stellt wie die Dinge zusammenhängen und wie es weitergeht. Leider bleiben wir recht planlos und nur wenige Geheimnisse wurden aufgedeckt und die Geschichte endet mit einem Cliffhanger. Was ich bei Kinderbüchern nicht gerne mag. Hier fände ich eine in sich abgeschlossene Handlung schöner. Die dann im Großen und Ganzen noch nicht abgeschlossen ist und weiter verfolgt wird.

Damit kann ich für mich zusammenfassen, dass das Buch eine schöne Optik und eine interessante Grundidee hat, Trolle sind definitiv mal was anderes, mich aber nicht überzeugen konnten.

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