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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Etwas enttäuschendes Ende

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Das war mein erstes Buch der Autorin und auch wenn es das Dritte einer Reihe ist, lies es sich ohne Vorkenntnisse gut nachvollziehen.

Mir hat die abwechselnde Erzählperspektive in zwei unterschiedlichen ...

Das war mein erstes Buch der Autorin und auch wenn es das Dritte einer Reihe ist, lies es sich ohne Vorkenntnisse gut nachvollziehen.

Mir hat die abwechselnde Erzählperspektive in zwei unterschiedlichen Zeitebenen gut gefallen. Wir befinden uns einmal im Jahr 2023, arbeiten uns aber zudem aus dem Jahr 1945 weiter in die Zukunft vor. Auch die Thematik rund um das Thema Malen mochte ich.

Bei den Figuren bin ich etwas zwiegespalten. Die Figur von Hannahs Mitbewohner Justus war mir viel zu überzeichnet dargestellt. Ich hatte generell nicht das Gefühl, dass die Autorin insbesondere jüngere Personen in der heutigen Zeit authentisch beschreibt, sondern sich eher von Klischees hat leiten lassen.

Marlen hingegen fand ich sehr interessant. Ich konnte richtig gut ihre innere Zerrissenheit nachempfinden, das eigene Leben leben zu wollen, sich aber auch für andere verantwortlich zu fühlen.

Der historische Hintergrund wurde eher nur am Rande geschildert und hätte ruhig ausführlicher sein können.

Die Auflösung hat mich enttäuscht, ich hatte mehr Raffinesse und einen Aha-Moment erwartet, weil man die ganze Zeit daraufhin fiebert, wie alles zusammenhängt. Außerdem sind noch einige Fragen bei mir offengeblieben.

Insgesamt für mich eher ein durchschnittliches Buch.

Veröffentlicht am 14.04.2026

Mehr Krimi als Thriller

Beth is dead
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Die Protagonisten sind bezüglich Namen und Charaktereigenschaften zum Teil denen aus dem Buch „Little Women“ von Louisa May Alcott nachempfunden. Ich würde aber eher nicht empfehlen, Letzteres extra davor ...

Die Protagonisten sind bezüglich Namen und Charaktereigenschaften zum Teil denen aus dem Buch „Little Women“ von Louisa May Alcott nachempfunden. Ich würde aber eher nicht empfehlen, Letzteres extra davor zu lesen, da „Beth is dead“ unvoreingenommen, glaube ich, mehr Spaß macht.

Teilweise wurde es mir ein bisschen zu unübersichtlich, denn es gibt sieben verschiedene Perspektiven: vier von den Schwestern in der Vergangenheit und 3 von den noch lebenden Schwestern in der Gegenwart. Da die Kapitel recht kurz sind, wechselt es sich ständig ab und man muss wirklich aufmerksam sein, wer gerade erzählt.

Die Spannung war eher subtil und nicht wirklich durchgängig. Es gab zwar viele Verdächtige, trotzdem war das Ende für mich dann keine große Überraschung.

Im Vordergrund steht vielmehr die Familiendynamik zwischen den Schwestern, die sich nicht immer harmonisch gegenübertreten. Jede von ihnen hat Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. So puzzelt man sich als Leser schrittweise die ganze Geschichte zusammen.

Ich mochte, dass alle vier Schwestern so unterschiedlich waren und es dadurch einige Abwechslung gab. Auch das Buch, das der Vater über sie geschrieben hat, war ein interessanter Aufhänger, denn auch in diesem stirbt am Ende Beth. Der Schreibstil hat sich außerdem sehr gut lesen lassen.

Insgesamt würde ich dem Buch 3,5 Sterne geben und es eher als ruhigeren, nicht sehr blutigen Krimi beschreiben.

Veröffentlicht am 23.01.2026

Zu abgedreht

Belladonnas
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Der Anfang hat mir ganz gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und man ist schnell durchgekommen. Dadurch dass Julie die Identität ihrer getrennt von ihr aufgewachsenen Zwillingsschwester Chloe annimmt, ...

Der Anfang hat mir ganz gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und man ist schnell durchgekommen. Dadurch dass Julie die Identität ihrer getrennt von ihr aufgewachsenen Zwillingsschwester Chloe annimmt, erfährt der Leser mit ihr zusammen mehr über Chloe und ihren Lifestyle als Influencerin. Auch lernen wir die Belladonnas kennen, ihre erfolgreichen Freundinnen, die alle etwas zu verbergen haben. Man fiebert richtig mit Julie mit, ob ihre Identitätsaneignung aufgedeckt wird.

Die High Society der Influencer ist natürlich stark überzeichnet dargestellt, aber kritisiert damit auch den Schein, der durch Social Media erzeugt wird. Ein bisschen Gesellschaftskritik, z. B. bezüglich Rassismus, ist auch enthalten, aber wirklich nur am Rande.

Ab den Geschehnissen auf der Privatinsel hat mich die Geschichte dann allerdings verloren. Das Ganze war mir zu abgedreht und ist dann irgendwann in die spirituelle Richtung abgedriftet.

Insgesamt würde ich das Buch leider eher nicht empfehlen.

Veröffentlicht am 15.01.2026

Etwas zu lang

The Heat is on – Something‘s Cooking Between Us
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Ein anderes Buch der Autorin (Courting – be mine through all time) hatte mir schon ganz gut gefallen, also dachte ich mir, dass ich auch dieses mögen würde. Leider kommt es nicht an das andere ran. Der ...

Ein anderes Buch der Autorin (Courting – be mine through all time) hatte mir schon ganz gut gefallen, also dachte ich mir, dass ich auch dieses mögen würde. Leider kommt es nicht an das andere ran. Der Schreibstil war wie gewohnt super, humorvoll und leicht zu lesen.

Julia fand ich die meiste Zeit leider eher nervig, ihr Verhalten war oft trotzig, schnippisch und besserwisserisch. Sie hat nach außen immer feministisch und als starke, unabhängige Frau gesprochen, hat sich aber sehr von ihrer Familie bevormunden und einschränken lassen. Zum Glück gab es da aber etwas Charakterentwicklung.

Dwight hingegen war in allem, was er anfasste, perfekt. Wenn er ausnahmsweise doch mal was nicht konnte, kannte er natürlich jemandem beim FBI, der ihm helfen konnte. Die ganze Undercover-Agenten-Sache war sehr unrealistisch dargestellt. Dwights ganzes privates Umfeld wusste darüber Bescheid und musste dann selbst mitspielen.

Eine Krankheit spielt auch eine sehr große und immer wiederkehrende Rolle, sodass das Buch nichts für Leute ist, die von ernsteren Themen mal abschalten wollen. Ansonsten hat die Autorin es aber sehr sensibel und aufklärend eingebaut.

Insgesamt hätten dem Buch 100-150 Seiten weniger gut getan, dann wäre nicht so viel Leerlauf zwischendrin gewesen.

Veröffentlicht am 01.01.2026

Guter Thriller für Einsteiger des Genres

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Den Anfang des Thrillers und die Idee dahinter fand ich super. Das Buch erstreckt sich nur über wenige Tage, in denen Natalie herausfinden will, wer ihre beste Freundin Cara unter Drogen gesetzt hat und ...

Den Anfang des Thrillers und die Idee dahinter fand ich super. Das Buch erstreckt sich nur über wenige Tage, in denen Natalie herausfinden will, wer ihre beste Freundin Cara unter Drogen gesetzt hat und warum. Dafür schleust sie sich in das Haus des Mannes ein, mit dem diese zuletzt gesehen wurde.

Die ganze Atmosphäre in dem Haus ist sehr düster und geheimnisvoll. Man fühlt sich zusammen mit Natalie richtig unwohl und permanent unter Strom.

Der Schreibstil hat mir deutlich besser gefallen als bei ihrem ersten Buch „Love, Mom“, was vielleicht auch am ausgetauschten Übersetzer liegen könnte.

Die Auflösung konnte mich allerdings nicht recht überzeugen, da sie mir zu unrealistisch war. Teile davon waren schon recht bald klar, sodass die Spannung nicht ganz aufrechterhalten werden konnte. Einige Punkte blieben jedoch am Ende noch offen.

Bei dem Cover erwartet man eine gewaltvolle und blutrünstige Geschichte, das ist aber nicht der Fall. So richtig psychologisch wurde es allerdings auch nicht.
Wer schon viel Thrillererfahrung hat, könnte hiermit unterfordert sein. Ich würde das Buch eher Einsteigern ins Genre empfehlen.