Etwas enttäuschendes Ende
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne TitelDas war mein erstes Buch der Autorin und auch wenn es das Dritte einer Reihe ist, lies es sich ohne Vorkenntnisse gut nachvollziehen.
Mir hat die abwechselnde Erzählperspektive in zwei unterschiedlichen ...
Das war mein erstes Buch der Autorin und auch wenn es das Dritte einer Reihe ist, lies es sich ohne Vorkenntnisse gut nachvollziehen.
Mir hat die abwechselnde Erzählperspektive in zwei unterschiedlichen Zeitebenen gut gefallen. Wir befinden uns einmal im Jahr 2023, arbeiten uns aber zudem aus dem Jahr 1945 weiter in die Zukunft vor. Auch die Thematik rund um das Thema Malen mochte ich.
Bei den Figuren bin ich etwas zwiegespalten. Die Figur von Hannahs Mitbewohner Justus war mir viel zu überzeichnet dargestellt. Ich hatte generell nicht das Gefühl, dass die Autorin insbesondere jüngere Personen in der heutigen Zeit authentisch beschreibt, sondern sich eher von Klischees hat leiten lassen.
Marlen hingegen fand ich sehr interessant. Ich konnte richtig gut ihre innere Zerrissenheit nachempfinden, das eigene Leben leben zu wollen, sich aber auch für andere verantwortlich zu fühlen.
Der historische Hintergrund wurde eher nur am Rande geschildert und hätte ruhig ausführlicher sein können.
Die Auflösung hat mich enttäuscht, ich hatte mehr Raffinesse und einen Aha-Moment erwartet, weil man die ganze Zeit daraufhin fiebert, wie alles zusammenhängt. Außerdem sind noch einige Fragen bei mir offengeblieben.
Insgesamt für mich eher ein durchschnittliches Buch.