Mehr Krimi als Thriller
Beth is deadDie Protagonisten sind bezüglich Namen und Charaktereigenschaften zum Teil denen aus dem Buch „Little Women“ von Louisa May Alcott nachempfunden. Ich würde aber eher nicht empfehlen, Letzteres extra davor ...
Die Protagonisten sind bezüglich Namen und Charaktereigenschaften zum Teil denen aus dem Buch „Little Women“ von Louisa May Alcott nachempfunden. Ich würde aber eher nicht empfehlen, Letzteres extra davor zu lesen, da „Beth is dead“ unvoreingenommen, glaube ich, mehr Spaß macht.
Teilweise wurde es mir ein bisschen zu unübersichtlich, denn es gibt sieben verschiedene Perspektiven: vier von den Schwestern in der Vergangenheit und 3 von den noch lebenden Schwestern in der Gegenwart. Da die Kapitel recht kurz sind, wechselt es sich ständig ab und man muss wirklich aufmerksam sein, wer gerade erzählt.
Die Spannung war eher subtil und nicht wirklich durchgängig. Es gab zwar viele Verdächtige, trotzdem war das Ende für mich dann keine große Überraschung.
Im Vordergrund steht vielmehr die Familiendynamik zwischen den Schwestern, die sich nicht immer harmonisch gegenübertreten. Jede von ihnen hat Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. So puzzelt man sich als Leser schrittweise die ganze Geschichte zusammen.
Ich mochte, dass alle vier Schwestern so unterschiedlich waren und es dadurch einige Abwechslung gab. Auch das Buch, das der Vater über sie geschrieben hat, war ein interessanter Aufhänger, denn auch in diesem stirbt am Ende Beth. Der Schreibstil hat sich außerdem sehr gut lesen lassen.
Insgesamt würde ich dem Buch 3,5 Sterne geben und es eher als ruhigeren, nicht sehr blutigen Krimi beschreiben.