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Veröffentlicht am 17.04.2026

Magische Küche trifft auf etwas zu viel Handlung

The House Witch 1
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Cozy Fantasy mit besonderer Magie – aber nicht ganz rund

In The House Witch geht es um Finlay Ashowan, der als neuer Koch am Hof von König Norman anfängt – und schnell merkt man, dass er mehr ...

Cozy Fantasy mit besonderer Magie – aber nicht ganz rund

In The House Witch geht es um Finlay Ashowan, der als neuer Koch am Hof von König Norman anfängt – und schnell merkt man, dass er mehr ist als nur ein guter Koch. Fin ist nämlich eine Haushexe, deren Magie eng mit ihrem Zuhause, also vor allem der Küche, verbunden ist. Während er dort für Ordnung sorgt und sich nach und nach einen Platz am Hof erarbeitet, gerät er immer mehr in politische Spannungen, Intrigen und größere Zusammenhänge hinein. Unterstützt wird er dabei unter anderem von dem kleinen Kater Kraken und Annika, zu der er eine besondere Verbindung aufbaut.

Ich bin wirklich schnell in die Geschichte reingekommen, weil sie ohne große Umwege startet. Gerade Finn mochte ich von Anfang an gern – seine direkte Art und dass er sich nicht viel gefallen lässt, sorgt immer wieder für unterhaltsame Situationen, vor allem im Umgang mit dem Adel.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Magiesystem. Die Idee der Haushexe fand ich richtig spannend und mal etwas anderes. Dass seine Magie so eng mit dem Zuhause, mit Kochen, Schutz und diesem „Wohlfühl“-Gefühl verbunden ist, hat mir total gut gefallen. Auch dass er eine männliche Hexe ist und zusätzlich noch etwas Besonderes, macht ihn als Figur nochmal interessanter.

Die Stimmung im Buch ist insgesamt eher ruhig und sehr angenehm – fast schon cozy. Es gibt viele Szenen aus dem Alltag, gerade in der Küche, die einfach eine schöne Atmosphäre schaffen. Zwischendurch gibt es auch immer wieder richtig schöne, herzige oder auch witzige Momente (und Kraken hat mein Herz sowieso komplett gewonnen).

Auch die Welt und die gesellschaftlichen Strukturen fand ich spannend, vor allem den Konflikt zwischen Adel und „einfachen“ Menschen. Das bringt immer wieder interessante und auch mal angespannte Situationen mit rein.

Allerdings muss ich auch sagen, dass mich das Buch nicht durchgehend fesseln konnte. Es passiert sehr viel und es werden viele Ideen und Handlungsstränge eingebaut, wodurch es teilweise etwas durcheinander wirkt. Manche Dinge gehen recht schnell, andere ziehen sich oder wirken ein bisschen wie Füllmaterial. Dadurch hatte ich manchmal das Gefühl, dass der rote Faden nicht ganz klar ist.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut lesen, aber die Geschichte bleibt insgesamt eher ruhig, wodurch der Spannungsbogen sich nur langsam entwickelt. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich zwischendurch etwas abgeschweift bin.

Trotzdem hatte ich viele schöne Lesemomente und mochte vor allem die Grundidee, das Magiesystem und die Figuren sehr gern. Gerade Finn als Haushexe macht die Geschichte für mich besonders.

Insgesamt eine gemütliche Fantasygeschichte mit tollen Ansätzen und einer sehr schönen Grundstimmung – auch wenn sie für mich an manchen Stellen etwas straffer hätte sein können.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Zwischen Spannung und Vorhersehbarkeit

The Woman in Suite 11
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Ein spannender Thriller mit einem tollen Setting, der mich gut unterhalten hat – auch wenn mich das Ende nicht wirklich überraschen konnte.

Im Mittelpunkt steht erneut Lo Blacklock, die nach ...

Ein spannender Thriller mit einem tollen Setting, der mich gut unterhalten hat – auch wenn mich das Ende nicht wirklich überraschen konnte.

Im Mittelpunkt steht erneut Lo Blacklock, die nach den Ereignissen auf dem Kreuzfahrtschiff – die man bereits aus dem ersten Band kennt – versucht, wieder in ihren Alltag zurückzufinden. Die Einladung zur Eröffnung eines Luxushotels in der Schweiz kommt für sie genau zur richtigen Zeit. Die Geschehnisse von damals liegen zwar ein paar Jahre zurück, aber ganz verarbeitet hat sie sie nie. Umso mehr hofft sie, beruflich wieder Fuß zu fassen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft merkt man, dass hier irgendetwas nicht stimmt, und Lo gerät schneller als gedacht wieder in eine undurchsichtige und gefährliche Situation.

Mir hat gut gefallen, wie die Autorin mit kleinen Hinweisen und Details arbeitet, die zunächst unauffällig wirken, sich aber nach und nach zu einem größeren Bild zusammensetzen. Man merkt schnell, dass vieles nicht ganz zusammenpasst, und versucht beim Lesen ständig, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Auch das Setting fand ich richtig gelungen. Das Luxushotel hat eine fast abgeschlossene, leicht beklemmende Atmosphäre, in der man nie so ganz weiß, wem man trauen kann. Gerade in Kombination mit Los Vergangenheit sorgt das für zusätzliche Spannung.

Allerdings muss ich sagen, dass ich relativ früh eine Ahnung hatte, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte. Dadurch hat mich die Auflösung am Ende nicht mehr wirklich überrascht, auch wenn sie insgesamt stimmig umgesetzt ist.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Es lässt sich sehr flüssig lesen und hält die Spannung konstant aufrecht. Insgesamt ein solider Thriller, der gut unterhält, aber für mich persönlich etwas vorhersehbar war.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Interessant, aber nicht für jeden geeignet

Kleopatra
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Kleopatras Geschichte ist nicht neu, (fast) jeder hat schon einmal von der ägyptischen Pharaonin gehört. Es existieren bereits zahlreiche Biografien und Berichte über sie. Aber diesmal hat sich ...

Kleopatras Geschichte ist nicht neu, (fast) jeder hat schon einmal von der ägyptischen Pharaonin gehört. Es existieren bereits zahlreiche Biografien und Berichte über sie. Aber diesmal hat sich die junge Autorin Saara El-Arifi an diese schillernde Persönlichkeit herangewagt und eine moderne Interpretation geschaffen.

Erzählt wird die Geschichte von Kleopatra selbst und anfangs habe ich mich etwas schwer mit dem Buch getan, denn die Geschichte wirkte alles andere als "rund". Als wir Kleopatra "kennenlernen" ist sie bereits 18 Jahre alt und kurz davor den Thron zu besteigen. Dabei wirkten einige Szenen zunächst etwas zusammenhangslos und auch hin und wieder recht befremdlich. Interessant wurde es aber dann, als Kleopatra auf Julius Caeser trifft und ab da kam auch mehr Struktur in die Geschichte. Bis zuletzt ist mir aber nie so ganz klar geworden, ob die Dinge wirklich so passiert sind oder vieles von Kleopatra zugedichtet wurde. Immerhin erzählt hier die Pharaonin ja ihre Geschichte selbst.

Und auch, wenn ich dies nicht schlimm fand, denn die Autorin stellt bereits im Vorwort klar, dass es nur wenige Zeitzeugenberichte über die ägyptische Königin gibt und sie sich an der ein oder anderen Stelle somit die Freiheit genommen hat einiges auszuschmücken, hätte hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle eine bessere Verdeutlichung gewünscht, ob es sich um wahre Begebenheiten oder Fiktion handelt.

Erschreckend fand ich, wie schnell hier Familienmitglieder "geopfert" wurden, um die eigene Herrschaft zu sichern. Aber dies war ja früher keine Seltenheit, dennoch aber erschreckend es so deutlich vor Augen geführt zu bekommen.

Alles in allen eine gute Biografie, die Spaß gemacht hat zu lesen. Wer jedoch viel Wert auf faktenbasierte Recherche legt, wird hier eher enttäuscht.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Viele Längen, aber spannendes Ende

The Ordeals
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Seit dem Tod ihrer Eltern ist Sophia an ihren grausamen Onkel - den Sammler - gebunden und muss für ihn Aufträge ausführen. Um ihm zu entkommen, beschließt sie auf die Killmarth Academy zu gehen, ...

Seit dem Tod ihrer Eltern ist Sophia an ihren grausamen Onkel - den Sammler - gebunden und muss für ihn Aufträge ausführen. Um ihm zu entkommen, beschließt sie auf die Killmarth Academy zu gehen, eine Elite-Schule für Magiebegabte. Um dort aufgenommen zu werden, müssten aber gefährliche und auch tödliche Prüfungen - die Ordeals - bestanden werden.

Obwohl ich das Thema spannend finde, hatte ich hier lange Zeit Probleme in die Geschichte zu finden. Immer wieder hatte ich das Gefühl Elemente in bereits anderen Geschichten gelesen zu haben und fand es wenig originell. Richtig rein, kam ich leider auch erst im letzten Drittel. Dann jedoch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Welt, in der Sophia lebt, ist düster und so ist auch die gesamte Atmosphäre der Geschichte. Sophia an sich ist eine spannende Protagonisten und man nimmt ihr ihre Ängste, Sorgen und Schuldgefühle ab, aber dennoch fehlte es mir hier an Tiefe, bzw. lief bei ihr einfach alles zu "glatt". Die Chemie zwischen Arden und ihr fehlte mir hier. Wobei ich finde, dass beide gut mit einander harmonieren, aber doch eher auf freundschaftlicher Ebene. Alles in allem keine schlechte Geschichte, aber mehr Tiefe hätte hier nicht geschadet. Ob ich die Reihe weiterverfolgen werde, kann ich derzeit noch nicht sagen.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Solider Thriller

Love, Mom
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Mackenzie hat stets im Schatten ihrer Mutter Elizabeth - einer erfolgreichen Thrillerautorin - gestanden. Doch nun ist ihre Mutter bei einem Unfall ums Leben gekommen, doch war es wirklich ein ...

Mackenzie hat stets im Schatten ihrer Mutter Elizabeth - einer erfolgreichen Thrillerautorin - gestanden. Doch nun ist ihre Mutter bei einem Unfall ums Leben gekommen, doch war es wirklich ein Unfall?! Bei der Trauerfeier erhält sie einen Brief mit Seiten aus dem Tagebuch ihrer Mutter und dies bleibt nicht der einzige Brief. Immer mehr deutet daraufhin, dass ihre Mutter ein nicht ungefährliches Geheimnis gehabt zu haben scheint.

Der Anfang des Buches lies sich ganz spannend, doch mir war leider relativ schnell klar worauf das Ganze hinauslaufen wird. Somit war dann die Auflösung keine große Überraschung. Dennoch gab es den ein oder anderen unerwarteten Twist, wodurch mich die Geschichte gut unterhalten konnte. Mit Mackenzie bin ich bis zum Schluss leider nicht ganz warm geworden, obwohl sie nicht unsympathisch ist. Woran das genau lag, kann ich nicht greifen. Die Themen Familie und Vertrauen konnte die Autorin gut darstellen. Dennoch wird die Geschichte keine sein, die mir lange in Erinnerung bleiben wird.

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