Nicht sichtbar und dennoch da
Plastik im KopfPlastik, überall Plastik - unsere Wegwerfgesellschaft besteht aus dem Stoff, aus dem die bunten Träume sind. Klemmbausteine, Anziehpuppen, Tragetaschen, Kuscheldecken, Küchenutensilien und und und. Die ...
Plastik, überall Plastik - unsere Wegwerfgesellschaft besteht aus dem Stoff, aus dem die bunten Träume sind. Klemmbausteine, Anziehpuppen, Tragetaschen, Kuscheldecken, Küchenutensilien und und und. Die Liste lässt sich fast ins Unendliche erweitern und es steht fest - wir kommen einfach nicht mehr ohne Plastik aus.
Die Folgen sind schwimmende Plastikmüllinseln in den Weltmeeren; Meerestiere, die in Fischernetzen verenden und Plastik, das sich als Sandkörnchen "getarnt" an den Stränden findet. Doch wie gelangt Mirkoplastik in unseren Körper ?
Genau dieser Frage geht Manfred Spitzer in seinem Buch nach und zeigt in einer fachlich fundierten, jedoch auch für fachfremde Leser:innen verständlichen Ausarbeitung, dass die Aufnahme von Mikroplastik in unseren Organsimus nicht über großartige Umwege geschieht, sondern durch ganz alltägliche Dinge passiert. Atmen, für uns notwendig um zu (über-)leben, holt bereits die ersten Mikro- und Nanopartikel in die Lungen. Eincremen für streichelzarte Haut - die nächste Dosis. Trinken - nicht nur um den Durst zu stillen, sondern auch, um den "Nachschub" immer weiter voranzutreiben.
Durch unser Blut und die Lymphen gelangen die mikroskopisch keinen Teilchen überall hin - Niere, Leber und Gehirn sind ein beliebter "Treffpunkt" um sich dort anzusiedeln und im Verlauf der Jahre nachhaltige Schädigungen zu verursachen.
Klingt alles apokalyptisch und ist doch wahr. Es gilt, so viel Plastik wie möglich aus dem Alltag zu verbannen und auch nachhaltige Alternativen wie Jute, Hanf, Holz oder Glas als Verpackung zu nutzen. Die Umstellung dürfte zunächst schwer fallen, denn selbst Spitzer bricht die Lanze und sagt, dass ein Leben komplett ohne Plastik nicht von heute auf morgen geschehen kann.
Dabei gilt der Grunsatz: Nur wenn jede/r im Kleinen anfängt etwas zu ändern , können wir im Großen etwas bewirken. Und es steht nicht nur unsere Umwelt auf dem Spiel, sondern noch ein zweites, kostbares Gut: unsere Gesundheit.
Oder um es mit einem Werbeslogan zu sagen: "Es gibt viel zu tun - packen wir es an"