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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2024

Schöne Fortsetzung – besonders für Fans von Sommerromanzen mit Camp-Feeling und langsamer, intensiver Liebesentwicklung.

Wildfire
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Nachdem mich der erste Teil der Serie um die Maple Hills-Gang eher zwiegespalten zurückließ, war ich gespannt auf den zweiten Band, Wildfire – mit einem kleinen Vorbehalt. Denn oft wiederholen sich gerade ...

Nachdem mich der erste Teil der Serie um die Maple Hills-Gang eher zwiegespalten zurückließ, war ich gespannt auf den zweiten Band, Wildfire – mit einem kleinen Vorbehalt. Denn oft wiederholen sich gerade bei solchen Reihen bestimmte Figurenkonstellationen, und ich hatte die Befürchtung, dass ich hier auf eine Kopie der Charaktere aus dem ersten Teil stoßen würde. Zu Beginn schienen die Protagonisten tatsächlich ähnlich aufgebaut zu sein, aber dann kam der Setting-Wechsel ins Camp – und da hat mich die Geschichte richtig gepackt.



Das Sommerlager, die Natur und das ungezwungene Camp-Feeling verleihen dem Buch eine charmante Atmosphäre. Die Figuren haben im Camp die Möglichkeit, sich in einer neuen Umgebung zu entfalten, und dabei sind einige wirklich schöne Szenen entstanden. Die Chemie zwischen den Hauptfiguren lebt hier vom Slow Burn, und Hannah Grace schafft es, die Anziehung zwischen ihnen authentisch und greifbar zu machen. Besonders im Mittelteil war der langsame Aufbau der Beziehung sehr schön und hat mich sehr an das Buch gefesselt.



Leider gibt es auch hier wieder einige Schwächen, die sich wie ein roter Faden durch die Reihe ziehen. Für meinen Geschmack gibt es zu viele explizite Szenen, die oft zu lang ausgeschmückt sind und den Lesefluss eher stören als fördern. An manchen Stellen zog sich die Geschichte dadurch etwas in die Länge, was dem ansonsten gut ausgearbeiteten Handlungsverlauf nicht immer zugutekommt.



Insgesamt hat mir Wildfire aber besser gefallen als derr erste Band. Auch wenn es einige Längen gibt und ich mir manchmal etwas mehr Zurückhaltung gewünscht hätte, ist dieser zweite Band eine schöne Fortsetzung – besonders für Fans von Sommerromanzen mit Camp-Feeling und langsamer, intensiver Liebesentwicklung.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Schön detaillierte Historical Fiction mit unkonventionellem Thema (zumindest für die damalige Zeit)

My Dearest Lovers. The Heygate Girls
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"My Dearest Lovers. The Heygate Girls" ist ein gelungener historischer Roman, der Liebhaber*innen dieses Genres viele spannende und gut recherchierte Einblicke bietet.

Die Schwächen in der Liebesgeschichte ...

"My Dearest Lovers. The Heygate Girls" ist ein gelungener historischer Roman, der Liebhaber*innen dieses Genres viele spannende und gut recherchierte Einblicke bietet.

Die Schwächen in der Liebesgeschichte und der Charakterentwicklung von Amabel sind zwar auffällig, aber für diejenigen, die ein authentisches Setting und eine gute historische Atmosphäre suchen, durchaus verschmerzbar.

Ich würde das Buch allen empfehlen, die eine Vorliebe für historische Romane haben und die viktorianische Zeit einmal aus einer sehr persönlichen Perspektive erleben möchten. Das Buch schafft es, historische Details authentisch darzustellen und die gesellschaftlichen Erwartungen und Etikette jener Zeit wunderbar einzufangen.

Man spürt, dass Anna Husen großen Wert auf die realitätsnahe Darstellung des 19. Jahrhunderts gelegt hat, sei es bei der Beschreibung der Mode, des gesellschaftlichen Lebens oder der zwischenmenschlichen Umgangsformen. All das gibt der Handlung eine greifbare Authentizität, die für Fans historischer Romane einen echten Genuss darstellt.

Für die Personen in der Geschichte ist das Einhalten der Normen dieser Zeit existenziell, und man kann die ständige Spannung zwischen Pflicht und persönlichem Wunsch fast selbst fühlen. Auch die Nebenfiguren und kleinen Alltagsdetails fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein und schaffen ein eindrucksvolles Setting, das uns direkt in die viktorianische Ära entführt.

Trotz der vielen positiven Aspekte gibt es jedoch ein paar Kritikpunkte, die mir persönlich aufgefallen sind. Die Liebesgeschichte zwischen Lucy und Arthur, einem der zentralen Elemente der Handlung, entwickelt sich etwas zu schnell und wirkt dadurch ein wenig konstruiert. Die beiden scheinen sich schnell in eine große Liebesgeschichte zu stürzen, ohne dass es wirklich genug Zeit gibt, die Beziehung nachvollziehbar und organisch aufzubauen. Für ein Buch, das so sorgfältig historische Nuancen und Details einbaut, hätte ich mir in diesem Punkt mehr Geduld und Tiefe gewünscht. Liebe auf den ersten Blick ist schön und gut, trotzdem hätte ihre Beziehung meiner Meinung nach mehr Zeit benötigt.

Ein weiterer Punkt, der mich gegen Ende hin störte, ist Amabels Verhalten. Anfangs wirkt sie wie eine interessante, starke Figur, die durch ihre Unabhängigkeit und ihren Humor sympathisch ist. Doch im späteren Verlauf wird sie zunehmend anstrengend und ihre Entscheidungen wirken oft impulsiv, wenn nicht sogar etwas kindisch. Das hat mir die Sympathie für ihren Charakter etwas verdorben.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Potenzial wäre vorhanden

Burning Crown
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Mit "Burning Crown" hat Marie Niehoff eine Geschichte geschaffen, die mit einer originellen Idee punkten kann. Das wunderschöne Cover und der farblich abgestimmte Buchschnitt sind echte Hingucker – aber ...

Mit "Burning Crown" hat Marie Niehoff eine Geschichte geschaffen, die mit einer originellen Idee punkten kann. Das wunderschöne Cover und der farblich abgestimmte Buchschnitt sind echte Hingucker – aber auch der Schreibstil weiß zu begeistern: flüssig, detailreich und atmosphärisch. Die lebendigen Bilder, die Niehoff mit ihrer Sprache zaubert, sind einfach fantastisch.

Trotz dieser tollen Ansätze konnte mich die Geschichte leider nicht vollständig überzeugen. Besonders die Charaktere blieben für mich leider zu naiv und handlungsschwach. Ihre Entscheidungen waren oft vorhersehbar und ich konnte keine emotionale Tiefe oder eine besondere Verbindung aufbauen.

Auch die Spannung kam zu kurz: Es fehlte an einer echten Bedrohung oder Gefahr, die die Handlung packend gemacht hätte. Die Stakes blieben unklar, was die Geschichte für mich etwas harmlos wirken ließ.

Fazit: Burning Crown hat definitiv Potenzial, vor allem durch die vielversprechende Welt und den bildhaften Schreibstil. Ich hoffe, dass die Charaktere in einem möglichen Folgeband mehr Tiefe bekommen und die Spannungskurve stärker wird.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Alles Gold, was glänzt? Ja hier leider nicht.

The Darkest Gold – Die Gefangene
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Ich muss es so deutlich sagen: Dieses Buchuch hat meine Geduld massiv auf die Probe gestellt. Die Grundidee rund um den Midas-Mythos klang so vielversprechend, aber die Umsetzung war für mich leider ein ...

Ich muss es so deutlich sagen: Dieses Buchuch hat meine Geduld massiv auf die Probe gestellt. Die Grundidee rund um den Midas-Mythos klang so vielversprechend, aber die Umsetzung war für mich leider ein totaler Reinfall.
Das Hauptproblem ist die Protagonistin Auren. Ich habe selten eine Figur erlebt, die so passiv ist. Sie beobachtet, sie lässt über sich ergehen, sie wird gerettet – aber sie trägt absolut nichts aktiv zur Handlung bei. 60 % des Buches verbringt sie damit, in ihrem Käfig zu sitzen und ihrem toxischen König dabei zuzusehen, wie er sich mit anderen „Sätteln“ vergnügt. Eine Heldenreise sucht man hier vergeblich. Auren ist hübsch und aus Gold, aber das war es dann auch schon. Ich konnte leider keinerlei Mitgefühl für sie entwickeln, da sie mir bis zum Ende unsympathisch und ungreifbar blieb.
Auch der Rest der Welt konnte mich nicht überzeugen. Die Atmosphäre ist derb, alle wirken getrieben von niederen Instinkten und die Dynamik ist durchweg toxisch. Wer hier auf eine schöne Liebesgeschichte hofft, wird bitter enttäuscht. Es ist höchstens Dark Fantasy, aber selbst dafür fehlt es schlichtweg an Spannung und Fortschritt.
Fazit: Für mich ein langatmiger Auftakt ohne Entwicklung. Wer aktive Protagonistinnen und eine spannende Handlung sucht, sollte diesen goldenen Käfig lieber geschlossen lassen.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Kurz vor der Hälfte das Handtuch geworfen

The Wrong Bride
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Ich bin mit großen Erwartungen an The Wrong Bride herangegangen: Das Cover ist traumhaft, der Farbschnitt perfekt und der Klappentext klingt nach einer dramatischen, romantischen Geschichte voller Herzklopfen ...

Ich bin mit großen Erwartungen an The Wrong Bride herangegangen: Das Cover ist traumhaft, der Farbschnitt perfekt und der Klappentext klingt nach einer dramatischen, romantischen Geschichte voller Herzklopfen und Tränen. Ich liebe ja alles ums Thema Hochzeit, also auch arranged marriage oder marriage oo convenience reizt! Die Grundidee – die „falsche Braut“ inmitten von High-Society-Romanzen – hat definitiv Potenzial. Leider konnte mich die Umsetzung überhaupt nicht überzeugen.

Der Schreibstil wirkt für mich sehr jung und erinnert stark an Fanfiction. Die Figuren bleiben eindimensional: Raven ist durchgehend die aufopferungsvolle, „zu gute“ Protagonistin, während Schwester und Mutter fast karikaturhaft egoistisch oder übertrieben streng dargestellt werden. Subtilität, emotionale Tiefe oder Grautöne sucht man hier vergeblich.

Was mir am meisten zu schaffen machte, waren die endlosen Wiederholungen und die zentrale Misscommunication. Trotz Dual POV – man bekommt die Gedanken beider Hauptfiguren – drehen sich die inneren Monologe über hunderte Seiten um exakt dasselbe Problem: Beide lieben sich, beide denken, der andere empfindet nicht dasselbe, und niemand redet miteinander. Ein einziges klärendes Gespräch hätte die Geschichte vermutlich auf 30 Seiten verkürzt. Gerade bei erwachsenen Figuren wirkte das auf mich zunehmend unrealistisch und frustrierend.

Auch Ares’ Verhalten fand ich irgendwann unglaubwürdig. Einerseits der pflichtbewusste, loyale Mann, der alles für seine Frau tun würde – und dann plötzlich die Kontrollfreak-Seite, die Raven sofort mit Misstrauen und Eifersucht begegnet. Bei Raven fand ich das selbe Problem. Sie wird gezeichnet als Mary Sue. Die perfekte und so wahnsinnig hübsche Frau die ein erfolgreiches Modelabel hat - achja und natürlich in verschiedenen Magazinen als die schönste Frau der Welt betitelt wird. Aber obwohl sie sehr erfolgreich ein Business betreibt, ist sie im Umgang mit ihrem eigenen Mann so unbeholfen und naiv, dass ich mich echt gefragt habe, ob sie eine gespaltene Persönlichkeit besitzt. Hier hätte ein klarerer Figurenaufbau Wunder gewirkt.

Die Trope selbst ist definitiv reizvoll, aber die Umsetzung macht sie kaum genießbar. Für sehr junge Leser:innen sind die Szenen teilweise zu explizit, für erwachsene Leser:innen bleibt die Handlung kindlich und repetitiv. Nach 47 % habe ich das Buch abgebrochen – und war ehrlich gesagt eher erleichtert als enttäuscht.

Kurz gesagt: Idee gut, Ausführung leider enttäuschend. Wer auf seichte, vorhersehbare Romance ohne echte Entwicklung steht, mag hier vielleicht seinen Spaß haben. Für mich war es aber ein klarer DNF – und ein gutes Beispiel dafür, dass Potenzial allein noch lange keine überzeugende Geschichte macht.

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