Das Gehöft
Das GehöftLeo Brandt ist das Pseudonym von keinem geringeren als Richard Brandes, der bereits einige psychologisch angehauchte Krimis geschrieben hat. Und diese liebe ich, großartige Werke! Deswegen stand für mich ...
Leo Brandt ist das Pseudonym von keinem geringeren als Richard Brandes, der bereits einige psychologisch angehauchte Krimis geschrieben hat. Und diese liebe ich, großartige Werke! Deswegen stand für mich schon sehr früh fest, dass ich seinen neusten THRILLER auch unbedingt lesen werde.
Das Setting ist diesmal ganz besonders, denn es spielt auf der einsamen Hallig Westeroog in der Nordsee. Dort zieht es eine Gruppe von Freunden hin, sie haben nämlich ein Gehöft gekauft und wollen es ökologisch bewirtschaften. Lara mit ihrem Freund Henry und ihrem autistischen Bruder Malte. Dieser sorgt ab und an für Unruhe zwischen den Freunden. Außerdem ist Laras Freundin Silke mit ihrem Freund Kenan mit von der Partie. Die fünf sind scheinbar ganz alleine auf dieser Hallig, bis plötzlich ein Sturm aufzieht, die Funkverbindung getrennt wurde und sie nicht mehr von der Insel runterkommen. Die Strömung ist zu stark. Als Malte plötzlich verschwindet, verändert sich alles und Lara weiß nun nicht mehr wem sie vertrauen kann.
Die Geschichte startet direkt damit, dass die fünf auf der Hallig eintreffen und ihre Posten beziehen. Da wusste ich noch nicht so recht, wohin mich die ganze Story tragen wird. Aber als Lara dann beginnt, Dinge zu sehen, die die anderen irgendwie nicht sehen und ihr Bruder verschwindet, da kam ich aus dem Lesesog nicht mehr heraus. Ich hatte relativ früh einen Verdacht, und fand ihn sehr offensichtlich. Jedoch hat sich das von Kapitel zu Kapitel wieder geändert. Ich wusste irgendwann selbst nicht mehr wem ich trauen kann. Der Autor bringt zwischendurch immer mal wieder Ereignisse aus der Kindheit oder Jugend der Figuren mit ein. Diese gaben Rückschlüsse auf psychologische Traumata und gerade das fand ich super interessant, denn es ließ mich noch weiter spekulieren. So werden immer mal wieder kleine Hinweise gestreut und die Spannung war fast nicht auszuhalten. Die Atmosphäre war unheimlich stark,ich hab die Bedrohung, den Sturm und die Kälte förmlich gespürt. Diese Ausweglosigkeit war unheimlich.