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Veröffentlicht am 25.04.2026

Könnte mehr Spannung und mehr Ermittlungsarbeit vertragen

Grado im Traum
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Ermittlerin Degrassi ist mit ihrem Team auf der Suche nach den Serientätern, die Fahrzeuge beschädigen, als sich ein Mann bei ihnen meldet.
Er habe im Alkoholrausch einen geplanten Anschlag auf eine Frau ...

Ermittlerin Degrassi ist mit ihrem Team auf der Suche nach den Serientätern, die Fahrzeuge beschädigen, als sich ein Mann bei ihnen meldet.
Er habe im Alkoholrausch einen geplanten Anschlag auf eine Frau mitbekommen.
Seine Aussagen sind verwischt, richtig erkannt haben will er niemanden.

Das Cover hat mir sehr gefallen und von der Krimi-Serie habe ich bisher noch nichts gehört. Man kann die Teile alle unabhängig voneinander lesen.
Die Infotexte klangen sehr vielversprechend: "vielschichtige Plots und fesselnde Psychospannung", "packender Kriminalroman mit Tiefgang" usw.

Nun habe ich zwar keinen blutrünstigen Psychothriller erwartet, ein kleines bisschen Spannung aber schon- und wurde enttäuscht.
In diesem Roman geht es primär um Beziehungen der dort vorkommenden Personen.
Ermittlungserfolge gibt es nicht, nur eine glückliche Aneinanderreihung von Zufällen, wenn man lange genug liest.

Das Team der Polizei ist relativ groß, einige Male habe ich den Überblick verloren.
Die leitende Ermittlerin war sympathisch, mehr auch nicht, da die polizeiliche Arbeit im Hintergrund, nach den Verhältnissen der Personen verschoben war.

Keine Cliffhanger, keine Überraschungen, dazu ein romantischer, wenn auch schöner und professioneller Schreibstil.
Am Ende ging natürlich wie zu erwarten alles gut aus, auch hier wieder "zufällig".

Für Menschen, die bei Krimis einen Spannungsbogen erwarten, ist diese Lektüre nicht empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Zäh wie altes Kaugummi

Die wichtigste Insel der Welt
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Wer sich ein oberflächliches Reisebuch über Taiwan erhofft, ist hier falsch.
Die Ein-China-Politik wird hier zum Glück kritisiert, es wird immer wieder ausgeteilt. Aber insgesamt auf eine extrem trockene ...

Wer sich ein oberflächliches Reisebuch über Taiwan erhofft, ist hier falsch.
Die Ein-China-Politik wird hier zum Glück kritisiert, es wird immer wieder ausgeteilt. Aber insgesamt auf eine extrem trockene und zähe Eigenart, die mir persönlich zu schaffen gemacht hat.


Wie eine Masterarbeit, natürlich gewiss sehr richtig, aber genauso sehr runterwürgend.
Das Buch ist kenntnisreich und gründlich recherchiert. Bardenhagen führt den Leser durch die komplexe Geschichte, die Demokratisierung und die Beziehungen zu China und den USA.
Er beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung als weltweit führender Technologiehub. Dabei ist sein Stil journalistisch präzise, aber dennoch verständlich.

Für politisch Interessierte, die sich nicht mit Halbwissen zufrieden geben, ist dieses Werk absolut empfehlenswert.
Wahrscheinlich eines der gründlichsten Publikationen über das Taiwan der Gegenwart.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Oberflächlicher und unrealistischer Politthriller, der die Leser am Ende unbefriedigt zurücklässt.

Die Stockholm-Protokolle
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Julia ist Politik-Reporterin und nimmt sich gezwungenermaßen eine Auszeit seit dem Erfolg ihres letzten Artikels. Dafür startet ihr Mann Alfred als Pressesprecher des Ministerpräsidenten durch.

Ich erwische ...

Julia ist Politik-Reporterin und nimmt sich gezwungenermaßen eine Auszeit seit dem Erfolg ihres letzten Artikels. Dafür startet ihr Mann Alfred als Pressesprecher des Ministerpräsidenten durch.

Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich unbewusst die Ansprüche an Literatur steigern, je mehr Werbung ich sehe.

Die Kapitel wurden größtenteils abwechselnd aus der Sicht von Julia und von Alfred geschrieben.
Julia und ihr Mann kamen mir sehr sympathisch vor. Die eine mutig und der andere vernünftig.

Der Schreibstil kam mir oft holprig vor, weil immer wieder diese englischen Einschübe den Lesefluss aufgehalten haben. Ansonsten wurde es sprachlich aber sehr leicht und verständlich gehalten.

Dies kann man ebenfalls für den Inhalt festhalten. Da hatte ich mir tatsächlich mehr Politik erhofft.

Tatsächlich sind nur die Schauplätze und dort auftretende Personen politisch, ansonsten nichts.
Der Clou hinter dem Julia her ist, hat mich ebenfalls etwas enttäuscht. Da fand sich nichts Ungewöhnliches.

Vieles empfand ich als unrealistisch vor allem in der heutigen Zeit und das hat mir viel Spaß genommen.
Was mich gerade am meisten trifft ist das Ende. Man kann es nicht Ende nennen, da es einfach aufhört!
Selbst bei der Überlegung über eine Fortsetzung muss doch erstmal ein Teil abgeschlossen werden.

Zusammengefasst kann man diesen simplen Krimi lesen, wenn man gerade kein besseres Buch da hat, sollte aber ohne Erwartungen lesen.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Unpersönlich und flach

Saal 210 - Wenn Menschen morden
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Dieses Buch beschreibt objektiv und sachlich zwölf Kapitel bzw. Fälle, die im Landgericht verhandelt wurden und Todesfolgen oder auch Misshandlungen beinhalten.

Zuerst bin ich wegen des düsteren Covers ...

Dieses Buch beschreibt objektiv und sachlich zwölf Kapitel bzw. Fälle, die im Landgericht verhandelt wurden und Todesfolgen oder auch Misshandlungen beinhalten.

Zuerst bin ich wegen des düsteren Covers auf das Buch gestoßen, dass ich direkt mit Spannung, Mord oder Kriminalität in Verbindung gebracht habe. Sehr gelungen.

Manchmal höre ich mir auch gerne True Crimes als Podcastoder Hörbuch an, bekanntestes Beispiel ist der Rechtsmediziner Tsokos, aber auch einige andere. Leider habe ich oft Vergleiche gezogen und empfand die Kapitel dadurch als sehr nüchtern, fast schon langweilig (möchte aber an dieser Stelle nicht pietätlos sein, da es sich um reale Fälle handelt).

Somit empfand ich das Buch für den Moment als ganz ok, eine kurze Ablenkung.

Für Gefühle oder Spannung hat es bei mir leider nicht gesorgt.

Ausgelesen aus dem Sinn

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Anstrengende Protagonisten

Weil es nicht anders sein kann
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"Weil es nicht anders sein" kann hatte mich aufgrund des Covers und des schönen Klappentextes interessiert, konnte mich im weiteren Verlauf aber nicht überzeigen.



Sol reist nach dem Tod seiner geliebten ...

"Weil es nicht anders sein" kann hatte mich aufgrund des Covers und des schönen Klappentextes interessiert, konnte mich im weiteren Verlauf aber nicht überzeigen.



Sol reist nach dem Tod seiner geliebten Mutter auf eine kleine abgelegene Insel, wo er Addie trifft und die ihm den Verstand raubt. Addie wiederum hilft ihrer Mutter, die sie nur ausnutzt.

Sol hilft Addie bei der Flucht, doch dann verlieren sie sich aus den Augen, aber nie aus dem Sinn...



Der Schreibstil ist total schön, poetisch und überzeugend. Die Autorin beschreibt mit vielen Metaphern naturverbunden und gefühlvoll.

Der Lesefluss war anfangs sehr zäh und wurde es zum Ende wieder.

Die im Buch vertretenen Personen mit Ausnahme von Sol sind mir alle nicht sympathisch geworden. Die Eltern sind Tyrannen, besonders Addies Familie ist krank und egozentrisch. Addie selbst hat mich ständig genervt. Das Paar ist absolut weltfremd und unterentwickelt.

Viele Handlungsstränge haben mir ebenfalls krass missfallen. Vieles passte dort nicht so recht ins Bild.

Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen, auch wenn sie noch so gut geschrieben ist.

Andere Werke der Autorin würde ich dennoch einmal ausprobieren

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