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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2026

Unterhaltsam und pfiffig!

Annie Knows Everything
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Mit „Annie knows everything“ lässt Rachel Wood die überaus schlagfertige und gewitzte Annie auf die New Yorker Arbeitswelt los. Als diese ihren Traumjob verliert, sieht sie nur eine Chance, ihr etwas aus ...

Mit „Annie knows everything“ lässt Rachel Wood die überaus schlagfertige und gewitzte Annie auf die New Yorker Arbeitswelt los. Als diese ihren Traumjob verliert, sieht sie nur eine Chance, ihr etwas aus den Fugen geratenes Leben nicht noch schlimmer zu machen, sie muss sich bei Abteilungsleiter Connor in eine offene Stelle tricksen, von der sie nicht die leiseste Ahnung hat.

Davon abgesehen, dass ich nun endlich weiß was eine RomCom ist (Romance ist eigentlich nicht so mein Genre), hat es mir unheimlichen Spaß gemacht das Buch zu lesen. Die Autorin legt einen flotten und flüssig lesbaren Schreibstil an den Tag, eine ebenso zurückhaltende, wie authentische (Love)Story und überaus sympathische Protagonisten, die man einfach mögen muss. Die Dialoge zwischen den Protagonisten sind wirklich erfrischend locker und witzig, so dass man einfach nur so durch die Seiten fliegt. Als Fachinformatikerin hab ich mich in Annies Technik & Datenwelt natürlich auch irgendwie Zuhause gefühlt und mich gleich in den grünen Dino mit seinen Schmetterlingen verliebt

Fazit: Erfrischend, entspannend, witzig, charmant und wahnsinnig unterhaltsam! Auch wenns nicht so mein Genre ist, wäre ich bei Annie Teil 2 sofort mit dabei!

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Zwischen Realität und Sauerteig

Yesteryear
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In “Yesteryear” von Caro Claire Burke bastelt sich Nathalie Heller Mills eine Realität zwischen traditioneller Idylle, Farmleben und sozialen Medien. Zwischen Momfluencerin und TradWife. Ihr Leben, mehr ...

In “Yesteryear” von Caro Claire Burke bastelt sich Nathalie Heller Mills eine Realität zwischen traditioneller Idylle, Farmleben und sozialen Medien. Zwischen Momfluencerin und TradWife. Ihr Leben, mehr Schein als Sein, ihre Familie ein gut florierendes Unternehmen. Bis sie eines Tages, in der von ihr gespielten Rolle als perfekte Ehefrau und Amerikanerin auffliegt und der Alptraum beginnt.

Obwohl ich anfangs eher skeptisch war, hat es dann doch nicht lange gedauert bis mich die Autorin mit ihrem wortgewaltigen, bissigen Schreibstil gepackt und ganz tief in ihre Tasche gesteckt hat. In knapp zwei Tagen hatte ich das Buch durch und das will bei mir wirklich was heißen. Die Story spielt in zwei Zeitebenen, ist einerseits echt skurril und schräg, andererseits aber auch absolut nachvollziehbar und authentisch. Auf jeden Fall ist sie andersartig, ebenso schlagfertig wie scharfsinnig, treffend und entwickelt sich so ganz anders als gedacht. Was sich im Übrigen genau so auch auf die Charaktere beziehen kann. Insgesamt ein genialer Sprung zwischen Tradition, Verblendung, Irrsinn, rotziger Social Media Welt und Abbild unserer heutigen Gesellschaft, die allzu gern vorgibt etwas zu sein, was sie definitiv nicht ist.

Fazit: Auch wenn ich nicht recht weiß, wie und wo ich das Buch einordnen soll, so war es mir dennoch ein großes Vergnügen es zu lesen - auf jeden Fall ein Jahres-Highlight!

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Emotional und sehr berührend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Sehr feinfühlig erzählt Lisa Ridzén in ihrem Roman “Wenn die Kraniche nach Süden ziehen” vom letzten Sommer des 89 jährigen Bo. Während seine Frau ihn nicht mehr erkennt und bereits in einem Pflegeheim ...

Sehr feinfühlig erzählt Lisa Ridzén in ihrem Roman “Wenn die Kraniche nach Süden ziehen” vom letzten Sommer des 89 jährigen Bo. Während seine Frau ihn nicht mehr erkennt und bereits in einem Pflegeheim lebt, werden ihm die Tage allmählich lang. Geblieben sind ihm sein Sohn, der ihm die Küchenschränke füllt, tägliche Besuche des Pflegedienstes, sein treuer Hund Sixten und der bevorstehende Abschied.

Ich finde, mit dem Cover wurden sowohl die Geschichte, als auch die vorherrschende Stimmung ganz hervorragend getroffen. Einerseits leicht, andererseits getrübt, aber unheimlich echt und ergreifend. Ich bin selbst Hundebesitzerin, so dass ich sehr gut nachfühlen konnte, was es heißt, dass einem der Hund und Sozialpartner genommen wird. Zudem habe ich einen Großvater im selben Alter und konnte mir, anhand des wundervoll einfühlsamen und dennoch so ehrlichen Schreibstil, nur allzu gut vorstellen, was jetzt wohl in ihm, so kurz nach Omas Tod vorgehen muss. Vielleicht hat mich die Geschichte gerade deshalb so ergriffen, Tränen kullern lassen und zum Nachdenken gebracht. Sowohl dem Altern aus Bos Sichtweise, als auch den Gedanken seines Sohnes zu folgen, haben sich unheimlich bereichernd angefühlt und die Eintragungen des Pflegepersonals im Journal, haben dem Ganzen auch nochmal Nachdruck verliehen, einen ausdrucksstarken Kontrast gesetzt. Selten hat mich ein Buch gefühlsmäßig so hin und her gerissen, zumal die Protagonisten sehr authentisch gezeichnet sind und das Herz berühren.

Fazit: Ein wahnsinnig schönes, wenn auch trauriges Buch, das unheimlich viel gibt.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Wohltuende Auszeit!

Mathilde und Marie
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Um ihrer innerlichen Zerrissenheit, sowie dem Pariser Lärm, mit seiner steten Hektik und Geschäftigkeit zu entfliehen, macht sich die junge Französin Marie auf zu einer Zugreise mit unbekanntem Ziel. ...


Um ihrer innerlichen Zerrissenheit, sowie dem Pariser Lärm, mit seiner steten Hektik und Geschäftigkeit zu entfliehen, macht sich die junge Französin Marie auf zu einer Zugreise mit unbekanntem Ziel. So lernt sie nicht nur die alte Isländerin Jónina kennen, sondern landet mit ihr schließlich auch in Redu, einem kleinen Bücherdorf in den belgischen Ardennen, wo nicht nur die Uhren anders ticken, sondern auch das menschliche Miteinander. Inmitten ländlicher Ruhe und umgeben von beschaulicher Natur findet Marie nicht Mathilde, sondern auch zu sich selbst und ihrer Liebe zu Büchern zurück. Sie erfährt sowohl Gemeinschaft, als auch tiefgreifende Freundschaft und das Glück, das in kleinen Dingen schlummert.

„Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod ist kein reißerischer Roman, der mit Spannung und Action um jeden Preis um Aufmerksamkeit heischt. Vielmehr ist er ein stiller Ort des Ankommens und eine inspirierende literarische Auszeit, das genau so genommen werden möchte wie es ist. Ja, es mag sein, dass nicht viel „aufregendes“ passiert - doch genau das ist es doch, was Achtsamkeit und auch die damit einhergehende Entschleunigung ausmacht. Es sind die kleinen Dinge, die uns in unserer oberflächlichen Welt vermehrt als „unwichtig“ erscheinen, die es in diesem Buch wahrzunehmen gilt, denn es muss nicht immer besser, schneller, weiter, spannender und ausgeklügelter sein, um zu berühren.

Die Atmosphäre, die Torsten Woywod durch seine Sprache und die wohlgewählten Worte in diesem Buch erschafft, ist nicht nur so wundervoll ausufernd wie die Landschaft, sondern lässt darüber hinaus auch jede Menge Freiraum zum Atmen. Ich habe gerade selbst einige Schicksalsschläge hinter mir, weshalb es mir vermutlich auch so leicht fiel, mich sowohl in die Protagonisten, als auch in die heilsame Wirkung von „Stille“ hineinzuversetzen. Dem unaufgeregten, verharrenden Schreibstil und der Geschichte zu folgen, hat bei mir jedenfalls merklich Druck rausgenommen, hat mir Mut gemacht und gut getan. Die (Natur)Beschreibungen und menschlichen Beziehungen sind ebenso wie die Charaktere liebevoll, charismatisch und sympathisch gezeichnet. Sie haben mich, wie die Geschichte selbst, komplett abgeholt, berührt und mir gleichermaßen schöne, wie entspannende Lese- bzw. Hörstunden beschert.

Fazit: Ein Roman zum Fallen lassen, auftanken und innehalten. Ein Roman der bewegt, inspiriert und der Seele einfach nur gut tut! Wenn man sich drauf einlässt und Geschichten, Geschichten sein lässt, ohne immer noch mehr zu wollen.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Toller Reihenauftakt mit Spannung, Mythen und liebenswerten Charakteren

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Mit „Aftermyth - Penelope und die Prüfung der Götter“ entführt Tracy Wolff in die lebendige Welt der griechischen Mythologie. Genauer genommen nimmt uns die Autorin mit an die Anaximander-Akademie, auf ...

Mit „Aftermyth - Penelope und die Prüfung der Götter“ entführt Tracy Wolff in die lebendige Welt der griechischen Mythologie. Genauer genommen nimmt uns die Autorin mit an die Anaximander-Akademie, auf die Penelope schon ihr ganzes Leben lang hin fiebert, um dort, wie zuvor auch schon ihre Eltern, für das Haus der Athena ausgewählt zu werden. Während es ihrem Zwillingsbruder Paris gelingt die Familientradition in besagtem Haus fortzusetzen, landet sie jedoch bei den Aphroditen. Ausgerechnet in jenem Haus, in dem es scheinbar keine Regeln zu geben scheint und das pure Chaos herrscht. Die strebsame Penelope ist entsetzt, doch während sie noch mit ihrem Schicksal hadert, geschehen merkwürdige Dinge um sie herum. Das Abenteuer beginnt und führt Penelope zu der Erkenntnis, das die Götter sie genau dorthin geschickt haben, wo sie sein soll.

Wenn ich auch fernab der Zielgruppe bin (Tracy Wolff schreibt hier für ein junges Publikum ab 12 Jahren), so lese ich dennoch gern auch mal das ein oder andere Jugendbuch. Als Fan von Percy Jackson und der griechischen Mythologie, konnte ich von Aftermyth - nicht zuletzt des wunderschönen Farbschnitts und Covers wegen - logischerweise nicht die Finger lassen und das war auch gut so! Schnell hat es mich, dank des fesselnden und bildhaften Schreibstil der Autorin in die mythische, spannende und humorvolle Welt von Penelope hineingezogen und so schnell auch nicht mehr losgelassen. Nicht nur, dass die Charaktere - mein Herz schlug sofort für Fifi - unglaublich liebenswert und greifbar ausgearbeitet sind, sondern auch die Story ist wirklich toll und die Mythen fantasievoll eingebunden, ohne erzwungen zu wirken. So konnte mich Aftermyth nicht nur überzeugen, sondern auch begeistern und mir schöne Lesestunden bescheren. Ich bin schon gespannt wie es weiter geht!

Fazit: Ein tolles Jugendbuch-Abenteuer mit tollen Charakteren und spannender Story, an dem man als Percy Jackson Fan und Liebhaber der griechischen Mythologie definitiv nicht vorbeikommt

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