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Veröffentlicht am 08.08.2024

Zu viele HP-Parallelen, dennoch Lust auf Band 2

School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe
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Bereits mehrere Bücher der Autorin durften bei mir über die Jahre einziehen und ich liebe Jagers fantastische Welten. Umso mehr freute ich mich auf ihre Schule der magischen Wesen und vielleicht war es ...

Bereits mehrere Bücher der Autorin durften bei mir über die Jahre einziehen und ich liebe Jagers fantastische Welten. Umso mehr freute ich mich auf ihre Schule der magischen Wesen und vielleicht war es diese Vorfreude, die mich nun mit Kritik am Buch zurück lässt.

Der Einstieg geht wahnsinnig schnell. Es bedarf nur weniger Seiten bis zu Devins alles veränderndem Erlebnis. H2O plötzlich Meerjungfrau, doch obwohl Devin nicht direkt begreift, was da mit ihr geschieht, vertraut sie zwei völlig fremden Menschen fast blind und folgt ihnen in die School of Myth and Magic. Dieser Verarbeitungsprozess erlebte ich als viel zu schnell und nicht authentisch.
In der Schule angekommen ging es direkt mit Mobbing los, weil Devins Fähigkeiten sehr spät zum Vorschein kamen. Mittlerweile rolle ich regelmäßig innerlich die Augen, wenn es zu grundlosem Mobbing kommt. Für mich wirkt es in vielen Bücher zu inszeniert. Es besserte sich auch nicht, als die beliebteste Person der Schule mit Devin abhängt und sie dennoch keinerlei Statuserhebung dadurch erlebte.
Die Schule bietet viele magische Aspekte und gerade die Nixenquartiere sprühten vor Ideenreichtum. Allerdings kam ich nicht drum herum, an vielen Stellen die Parallelen zu Harry Potter zu sehen. Das Rad kann nicht neu erfunden werden, doch mit der Magiepolizei, der Schließung der Schule und Schüler, die wegen einer Bedrohung nach Hause fahren, kam ich nicht drum herum, an die Kammer des Schreckens zu denken. Vor allem, als nach und nach Schüler von einem Wesen außer Gefecht gesetzt auf die Krankenstation geliefert werden - unter anderem eine befreundete Person von Devin. Klingt sehr ähnlich.
Ihre Fähigkeiten lernt Devin sehr schnell - zu schnell? Es entsteht ein Konzept, welches sehr viel Potenzial hat. Spannend geschrieben Szenen tragen mich durch das Buch und die Neugierde, das Geheimnis um die verschiedenen Magiegruppen endlich zu lösen. Und mit einem Cliffhanger als Ende bleibt nur zu sagen: Mit vollstem Vertrauen an die Autorin, werde ich dennoch zu Band 2 greifen.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Einigen Themen fehlt der Tiefgang

The Brightest Colours
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Nach dem traumhaften Abenteuer in Mailand wollte und konnte ich die Band "Parallel" noch nicht hinter mir lassen.

In Band 2 beleuchtet Atkin das Bandmitglied Roan und seine Make-Up-Artist Mia, in einem ...

Nach dem traumhaften Abenteuer in Mailand wollte und konnte ich die Band "Parallel" noch nicht hinter mir lassen.

In Band 2 beleuchtet Atkin das Bandmitglied Roan und seine Make-Up-Artist Mia, in einem liebevollen Friends-to-Lovers Plot, mit einer messerscharfen Feindin.

Mia und Roan sind seit Kindheitstagen beste Freunde und das spürt man in jedem Satz, in jeder Begegnung. Sie verbringen jede freie Minute miteinander - was süß und etwas abhängig zur selben Zeit ist - und können sich ohne viele Worte lesen. Umso mehr irritierte es mich, als dann die ersten Probleme zu kochen anfingen und die Protagonistin nicht mehr mit ihrem besten Freund redete.

Mia gerät in einen Strudel medialer Attacken, in den unschönsten Worten. Der Leser erlebt, wie schnell Presse und Internet sich wie Haie auf eine ihnen fremde Person stürzen können und diese Szenen zu lesen, war für mich mehr als unangenehm. Durch die sehr negativen Artikel drängen die verschiedensten Themen an die Oberfläche: Eine Körperbildstörung, Legasthenie, sowie einige wechselnde Partnerschaften. Alles Themen, die mehr Tiefgang im Buch verdient hätten. Die Chance wurde leider nicht vollends ausgeschöpft und der insistierte Kontaktabbruch war für mich fehl am Platz. Zudem gab es einige Unstimmigkeiten bezüglich der Presse, die mich ins Stocken brachten.

Abschließend ist "The brightest colours" für mich, trotz allem Wirbel, eine Cozy-Romance, in der ich mich wohl fühlen konnte. Einige Szenen wirkten für mich jedoch unausgereift und konnten mich leider nicht abholen. Auf das Finale freue ich mich dennoch sehr.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Entsprach nicht den Erwartungen

Bachelorette Party
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Selten greife ich zu Krimi oder Thrillern, doch die "Bachelorette Party“ konnte mich mit einem spannenden Klappentext und der Location auf einer schwedischen Schäreninsel locken.

Das Buch startet mit ...

Selten greife ich zu Krimi oder Thrillern, doch die "Bachelorette Party“ konnte mich mit einem spannenden Klappentext und der Location auf einer schwedischen Schäreninsel locken.

Das Buch startet mit dem Mordfall zehn Jahre zuvor. Durch das ganze Buch hindurch wechselt stetig die Perspektive von heute auf damals, was prinzipiell ein interessantes Konzept ist.

Allerdings kommen beide Erzählebenen einher mit weiblichen Freundschaftsgruppen, also jeder Menge ähnlicher Namen, die ich ständig wieder vergaß, oder zeitlich falsch einordnete.

In der Neuzeit ist die Protagonistin Tessa, die auf einen Junggesellinnenabschied auf der Insel eingeladen wird, auf der damals eine Gruppe von Frauen spurlos verschwand. In ihrer Freizeit führt Tessa einen True Crime Podcast und dieser Fall hat ihre Aufmerksamkeit erregt und sie hofft, Hinweise darauf zu finden, was dort damals passierte.

Bei dem Junggesellinnenabschied soll es um Entspannung gehen. Yoga, Atemtechniken, gemütliches Zusammensitzen. Doch für mich kam kein so recht passendes Gefühl auf. Ständig war Tessa in Gedanken bei dem Mordfall, die Beziehungen zwischen den Freundinnen wurde nicht direkt gestärkt und Yoga und co. boykottierte sie lieber. Sehr schade, da das Gefühl des Titels so für mich verloren ging.

Relativ früh benannte die Autorin schon eine Verdachtsperson, die tatsächlich auch involviert war, was den Spannungsbogen komplett zerstörte, da ich durchgängig dachte, dass doch wesentlich mehr dahinterstecken muss. Zwar gibt es weitere Erklärungen und Verstrickungen, doch für mich hat dies einfach nicht gereicht und war zu offensichtlich.

Überraschend war zudem die gegen Ende teils sehr explizit beschriebenen Szenen, die eher für Horror statt Spannung sorgten. Nichts für schwache Nerven.

Das Ende konnte gut aufarbeiten, welche psychischen Folgen ein Mordfall für Beteiligte bedeutet und riss auch die umstrittene Bedeutung von True Crime-Podcasts erneut an.

Insgesamt bot das Buch spannende Szenarien und gute Beschreibungen, traf für mich jedoch nicht den Kern der Inhaltsangabe und des Titels. Zudem leider vorhersehbar.

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