Masked by Nightfall
Masked by NightfallDas Cover:
Das Cover der Erstauflage mit Motivfarbschnitt ist wirklich ein Hingucker: düster, atmosphärisch und mit dieser dunklen Eleganz, die sofort Lust auf die Geschichte macht zeigt rs eine der prägendesten ...
Das Cover:
Das Cover der Erstauflage mit Motivfarbschnitt ist wirklich ein Hingucker: düster, atmosphärisch und mit dieser dunklen Eleganz, die sofort Lust auf die Geschichte macht zeigt rs eine der prägendesten Szenen des ersten Bandes. Die Last-Shadows-Reihe startet optisch schon mal auf höchstem Niveau, und ich bin gespannt, wie die nächsten Bände das weiterführen.
Meine Meinung:
Gnadenlose Auswahlprüfungen, verbotene Magie und eine Anziehung, die alles zerstören könnte – die Grundidee von Masked by Nightfall hat mich sofort gepackt. Kim Nina Ocker, die ich bisher hauptsächlich aus der Contemporary Romance kenne, betritt mit der Last-Shadows-Reihe das Romantasy-Terrain und das mit einer Selbstverständlichkeit, die man nicht unbedingt erwartet hätte.
Die Geschichte folgt Elodie Havare, die sich freiwillig der gefürchteten Auslese unterwirft, einem erbarmungslosen Trainingslager, das nur die Besten überstehen. Ziel ist es, Schattensoldat am Bruch zu werden, der Grenze zum Reich der gefallenen Götter, wo regelmäßig Menschen spurlos verschwinden. Elodies Plan: unsichtbar bleiben, niemanden an sich heranlassen, ihr Geheimnis um jeden Preis hüten. Was natürlich sofort schiefgeht, als ihr ausgerechnet Jax Elder als Partner zugeteilt wird.
Elodie ist eine Protagonistin, die man sofort versteht. Ihre Motivation ist klar, ihr innerer Kampf zwischen Selbstschutz und den wachsenden Gefühlen für Jax ist authentisch geschrieben, man fiebert wirklich für sie mit. Dass ihr Geheimnis sich für geübte Genreleserinnen schon recht früh andeutet und am Ende nicht ganz die Überraschung ist, die es hätte sein können, ist der einzige kleine Wermutstropfen, das hat den Wow-Effekt etwas abgeschwächt. Aber mal sehen, das ist ja erst der Anfang.
Jax ist genau das, was man sich von einem männlichen Hauptcharakter in diesem Setting wünscht: gefährlich, faszinierend und mit einer Tiefe, die sich erst langsam erschließt. Er fällt zuerst für sie und das merkt man in jedem seiner Momente mit Elodie. Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich organisch, von gegenseitigem Misstrauen über erzwungene Zusammenarbeit bis zu einer Anziehung, die sich beide partout nicht eingestehen wollen. Das funktioniert wirklich gut.
Was das Buch besonders macht, ist das Worldbuilding rund um den Bruch und die gefallenen Götter, das hat Potenzial für eine epische Reihe, und man spürt, dass die Autorin hier eine große Geschichte plant.
Vier Bände bedeuten viel Raum für Entwicklung, und Band 1 legt das Fundament solide. Der Schreibstil ist flüssig und emotional, wie man es von ihr gewohnt ist, und die Spannung bleibt durchgehend hoch.
Das Buch ist Band 1 der vierteiligen Last-Shadows-Reihe und endet mit offenem Ausblick, da kommt also noch einiges auf uns zu und ich kann es kaum erwarten.
Mein Fazit:
Ein starker Auftakt einer Reihe, die viel verspricht. Elodie und Jax sind ein Duo, dem man gerne beim Aufeinanderzugehen zuschaut, die Welt ist atmosphärisch und mit viel Liebe zum Detail erschaffen und das Setting macht neugierig auf das, was noch kommt. Wer auf verbotene Magie, gefährliche Ausbildung und eine Slow-Burn-Romance steht, bei der er zuerst fällt, ist hier genau richtig. Vier Sterne und ich freue mich auf Band 2!