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Veröffentlicht am 02.08.2026

Miriam Georg kann es einfach - ein gelungener Auftakt zum neuen zweiteiligen Roman

Sturmland
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Mit ihrem neuesten Buch entführt die Autorin den Leser zunächst wieder nach Hamburg, bevor es dann nach Norderney und Borkum geht. Die Geschichte spielt 1860. Cora, eine Frau in den 30ern, bewirbt sich ...

Mit ihrem neuesten Buch entführt die Autorin den Leser zunächst wieder nach Hamburg, bevor es dann nach Norderney und Borkum geht. Die Geschichte spielt 1860. Cora, eine Frau in den 30ern, bewirbt sich -ohne dass es ihre Eltern und sonst jemand weiss- auf eine Stelle als Gouvernante. Sie kommt aus einer Reedersfamilie und verbirgt ganz offensichtlich etwas. Nachdem sie für die lungenkranke 10jährige Tochter Emmi des Architekten Alexander Klaasen engagiert wird, geht es auch schon nach Norderney. Alexander wird dort die Bauarbeiten am Konversatorium beaufsichtigen, während seine übrige Familie in Hamburg bleibt. Auf der Insel ist es zu der Zeit sehr rau und auch die Unterkünfte sehr spartanisch, jedoch ist die Luft für Emmi - so sagt man- sehr gut. Nachdem Cora und Emmi bei einem Unwetter auf See bei einem Ausflug fast ums Leben gekommen sind, engagiert Alexander den jungen Fischer Onnen als Beschützer. Zunächst mögen sich Cora und Onnen überhaupt nicht, denn er ist wortkarg und eher stoffelig, zudem kann er weder lesen und schreiben, aber nach und nach entspinnt die Autorin hier ihre Geschichte rund um die Beiden. Dabei gibt es so einige Personen, die dabei eine Rolle spielen und es sind wirklich so einige Handlungsstränge. Diese sind aber wieder so gekonnt miteinander verwoben, dass man als Leser überhaupt keine Probleme hat dem zu folgen. Miriam Georg nimmt den Leser immer weiter mit ins Inselleben, in die Geheimnisse der einzelnen Protagonisten, insbesondere von Cora und Onnen und es dauert lange, bis man dem Geheimnis von Cora überhaupt auf die Spur kommt. Durch die Beschreibungen des Insellebens, der armen Bevölkerung gegenüber den betuchten Gästen, den Problemen sich auf der Insel zu versorgen, bei Krankheiten sich keinen Arzt leisten zu können oder dann auch noch mit Quacksalbern konfrontiert zu werden, das wird alles detailreich und sehr kompetent dargestellt. Hier sieht man genau, wie viel die Autorin für das Buch auch recherchiert hat. Interessant fand ich das Thema Seenotrettung, das ebenfalls eine Rolle spielt und dass es seinerzeit gar keine gab und wie dazu auch unterschiedliche Meinungen in der Bevölkerung existierten.
Insgesamt ein atmosphärisch und sprachlich sehr gelungener erster Teil. Ganz besonders hat mir natürlich auch die schöne Liebesgeschichte gefallen, die überhaupt nicht kitschig war und sich auch zart entwickelte und wirklich zu Herzen ging. Jetzt heißt es zum Glück nicht allzu lange warten auf den nächsten Teil. Ich fiebere ihm schon sehr entgegen. Von mir -wie bei allen Büchern von Miriam Georg- eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Wieder sehr spannend mit vielen cosy Vibes

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 9: Der letzte Ausritt
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Anna und das Team der Policia ermitteln dieses Mal auf einem Gestüt. Lorenzo Rivierto hat auf seinem Pferd Maestro einen Reitunfall, aber wie sich dann herausstellt, war es Mord. Er hatte große Pläne und ...

Anna und das Team der Policia ermitteln dieses Mal auf einem Gestüt. Lorenzo Rivierto hat auf seinem Pferd Maestro einen Reitunfall, aber wie sich dann herausstellt, war es Mord. Er hatte große Pläne und wollte kräftig in das Gestüt investieren. Carmen, die junge Eigentümerin, scheint über die Pläne nicht so recht glücklich gewesen zu sein und auch die Angestellten mochten ihn offensichtlich nicht. Hatte einer von ihnen ein Motiv? Anna hat dieses Mal Unterstützung von ihrem Freund Malte, der endlich zu Besuch ist und der inkognito auf dem Hof Erkundigungen einzieht.
Und das hat als Leser sehr viel Spaß gemacht, den liebgewonnenen Protagonisten wieder einmal bei ihren Ermittlungen, aber auch bei ihren privaten Unterhaltungen zu folgen. Endlich ist Anna‘s bester Freund aus Deutschland in Fontenaia zu Besuch und er ist so ein lieber und ruhiger Mensch. Da kann man Anna nur wünschen, dass er seine Zelte dort aufschlägt und als emotionaler Gegenpart und guter Freund die schnell emotional werdende Anna wieder etwas erdet. Und auch in der Liebe geht es langsam weiter. Aber es bleibt spannend, wem Anna am Ende ihr Herz öffnet. Jedenfalls hat auch dieser Teil wieder so richtig viel Spass beim Lesen gemacht und mal schauen, wie es da so weiter geht. Am Ende ist der Fall gelöst, natürlich habe ich den Täter vorher nicht erraten, das ist ja gerade das schöne an den Krimis in Fontenaia, dass man als Leser viel miträtseln kann, aber der Täter dann doch erst am Ende rauskommt. Ich freue mich schon sehr auf den bald erscheinenden nächsten Teil der Reihe.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Eine Familiengeschichte voller Geheimnisse

Dem Himmel entgegen
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Auch dieser Roman von Katja Maybach hat mir wieder sehr gefallen. Dieses Mal begleitet der Leser drei Frauen im Jahr 1963. Die 70 jährige Heloise ist die Mutter von Emmanuelle und Isabelle. Sie lebt alleine ...

Auch dieser Roman von Katja Maybach hat mir wieder sehr gefallen. Dieses Mal begleitet der Leser drei Frauen im Jahr 1963. Die 70 jährige Heloise ist die Mutter von Emmanuelle und Isabelle. Sie lebt alleine in Nancy, während die 50jährige Emmanuelle erfolgreiche Modedesignerin in Paris ist, geschieden und kinderlos. Ihre um 20 Jahre jüngere Schwester lebt in Hamburg als Stewardess und träumt davon nicht nur kleine Maschinen privat zu fliegen, sondern Pilotin zu sein. Schließlich ist sie die Tochter des berühmten Piloten Lambert und liebt daher die Fliegerei schon seit Kindheitstagen. Allerdings hat sie keine Möglichkeiten Pilotin zu werden, schließlich ist das in dieser Zeit ein typischer Männerberuf. Dann lernt sie auf einer Party Julian David Kröger kennen, der sie fördern möchte. Es stellt sich heraus, dass er ihre Schwester Emanuelle in der Jugend sehr gut gekannt hat und auch von ihrem Vater gefördert wurde. Und hier beginnt auch der Roman in Rückblenden die Geschichte der drei Frauen ab dem Jahr 1932 zu erzählen. Helloise ist seinerzeit mit ihrem Mann nach Argentinien ausgewandert und hat dort Isabelle bekommen, während Emanuelle als junge Erwachsene zu ihrer Tante nach Frankreich ging. Aber warum ist sie nicht mit ihren Eltern nach Argentinien gegangen?
Jede Frau hat ihre Geheimnisse in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Jede sehnt sich neben dem beruflichen Erfolg auch nach Liebe und hier hält das Leben doch so einiges für die Protagonistinnen bereit. Das verwebt die Autorin zu einer spannenden und emotionalen Geschichte, die mich sehr in ihren Bann gezogen hat. Ich konnte dieser sehr gut folgen, trotz der unterschiedlichen Handlungsstränge, die aber immer klar in ihrem Aufbau waren. Insgesamt handelt der Roman auch weniger von der Fliegerei, es geht zwar auch darum, aber sehr vieles dreht sich natürlich um das große Familiengeheimnis. Dieses war für mich eigentlich recht schnell klar, aber das hat mir beim Lesen nichts ausgemacht, denn drumherum gab es auch noch so einiges, was mich noch überraschen konnte. Schön waren auch die Liebesbande, die ebenfalls eine Rolle spielen. Das war etwas für‘s Gemüt und hat mich auch berührt. Alle Geheimnisse sind am Ende gelüftet und ich habe den Roman mit einem guten Gefühl beendet. Wer Familiengeheimnisse mag, dem empfehle ich gerne diesen schönen, emotionalen Roman.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Was für eine emotionale und gefühlvolle Geschichte auf zwei Zeitebenen

Die Meerglas-Schwestern
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Die Autorin nimmt den Leser in dem Auftaktroman zu einer neuen Familiensage mit nach Schottland. Dort erfährt der Leser von einem angeblichen Fluch der auf der Familie Blackmore seit den 30er Jahren lastet. ...

Die Autorin nimmt den Leser in dem Auftaktroman zu einer neuen Familiensage mit nach Schottland. Dort erfährt der Leser von einem angeblichen Fluch der auf der Familie Blackmore seit den 30er Jahren lastet. Der Familienvater Charles Blackmore hat auf der Landzunge Rhuba Clachan auf der Halbinsel 4 massive Steine umstoßen lassen, damit er in dem neuen hochmodernen Haus einen ungestörten Blick auf die Landschaft und das Meer hat. Diese Steine sollen aber der Sage nach nicht angetastet werden und verflucht gewesen sein. Und hier beginnt die Geschichte um die 4 Töchter Blackmore. Die älteste Tochter Iris macht sich nach einem Schicksalsschlag auf nach Ceylon, um ihren Onkel Ralph ausfindig zu machen, damit er ihr und ihren Schwestern hilft. Die Reise per Schiff wird zu einem Abenteuer. Gleichzeitig erfährt der Leser in weiteren zwei Handlungssträngen im Jetzt von Roz, die sich magisch von einem Bild angezogen füllt, das die 4 Steine auf Schottland abbildet. Sie ist gerade von Australien nach London gekommen. In einem weiteren Handlungsstrang wird Finn, der Rechtsanwalt vorgestellt, der die Erben des Familientrusts der Blackmores ausfindig machen sollen. Roz macht sich auf den Weg nach Schottland, um mehr über die Steine zu erfahren, während Iris ihrem Ziel in Ceylon näher kommt. Diese Handlungsstränge im Jetzt werden genauso geschickt miteinander verwoben, wie auch die in der Vergangenheit von Iris und im Jetzt von Roz. Das fühlt sich als Leser alles sehr leicht und gekonnt an. Ich bin geradezu in diese Geschichte abgetaucht. Auch wenn der Anfang mich noch nicht ganz so gefesselt hatte, spätestens als die Reise von Iris losging, war es um mich geschehen. Ich wollte in jeder freien Minute weiterlesen und dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Auch die Liebe spielt bei Roz und Iris eine Rolle, was sehr schön von der Autorin beschrieben wurde. Die Protagonistinnen sind durchweg sympathisch und am Ende hat mich der Roman so bewegt, dass ich auch die ein oder andere Träne zerdrückt habe. Mich hat aber ganz besonders begeistert, dass ich beide Zeitebenen sehr spannend fand, was bei mir bei Büchern auf zwei Zeitebenen selten der Fall ist. Zumeist finde ich die Vergangenheit interessanter. Hier hat mir aber auch die Gegenwart sehr viel Lesefreude gebracht und ich fand sie beide gleich toll. Nachdem die letzte Seite gelesen war, hätte ich direkt mit dem nächsten Teil beginnen können. Jetzt muss ich voller Ungeduld auf den Fortgang der 4 Schwestern warten. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, für mich war es ein Jahreshighlight.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

In der Hitze des Tals, ein Roman mit großer erzählerischer Sogwirkung

Mit einem Fuß im Paradies
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Der Autor versteht es den Leser in einer klaren, unaufgeregten, aber bildgewaltigen Sprache mit nach South Carolina zu nehmen. Draußen, außerhalb einer Kleinstadt stehen Farmen, auf denen sich die Bewohner ...

Der Autor versteht es den Leser in einer klaren, unaufgeregten, aber bildgewaltigen Sprache mit nach South Carolina zu nehmen. Draußen, außerhalb einer Kleinstadt stehen Farmen, auf denen sich die Bewohner abmühen dem Land etwas abzugewinnen. Es gibt wenig Regen, wenn er kommt ist er gewaltig, die Menschen leben ihr einfaches Leben in der flirrenden Hitze. Es beginnt damit, dass der stadtbekannte Schläger Holland Winchester gerade aus dem Krieg heimgekommen, von seiner Mutter als vermisst gemeldet wird. Wobei sie sicher ist, dass er tot und von dem Nachbarn Billy Holcombe umgebracht worden ist. So macht sich der Sheriff auf, dem nachzugehen. Was anfangs wie ein Krimi klingt, entwickelt sich schnell zu einer Gesellschafts-Studie. Nicht nur die Suche nach der Leiche geht voran, sondern die Hintergründe werden erzählt und zudem auch in die Zukunft geblickt wird, denn das Tal der Kleinstadt und der Farmen soll überflutet und ein Staudamm gebaut werden. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven (also von unterschiedlichen Personen) weitererzählt. Den besonderen Reiz hat für mich ausgemacht, dass ich nicht wusste, wer denn erzählen wird. Es findet sich im Buch kein Seitenregister. Und was ich gelesen habe, war wirklich spannend, trotz der unaufgeregten Sprache. Der Autor versteht es einen Sog zu entwickeln und am Ende schließt sich auch der Kreis. Ein wirklich tolles Buch, was ich sehr gerne weiterempfehle.

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