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Veröffentlicht am 15.09.2016

Enttäuschende Fortsetzung

Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
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Mare und Cal wurden im letzen Moment von der Scharlachroten Garde gerettet und befinden sich jetzt auf der Flucht, denn der neue König Maven ist immer noch hinter den beiden her und wird nicht ruhen, bis ...

Mare und Cal wurden im letzen Moment von der Scharlachroten Garde gerettet und befinden sich jetzt auf der Flucht, denn der neue König Maven ist immer noch hinter den beiden her und wird nicht ruhen, bis sich zumindest Mare wieder in seiner Gewalt befindet...

"Gläsernes Schwert" ist der zweite Band von Victoria Aveyards Die Farben des Blutes Reihe und wird wieder aus der Sicht von Mare Barrow erzählt.

Der Auftaktband hat mir richtig gut gefallen und so habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut, doch leider kam dieser zweite Band für mich nicht an den tollen ersten Band heran.
Das lag unter anderem an dem Handlungsverlauf, der mich leider nicht so packen konnte, wie ich es mir gewünscht habe. Die Geschichte setzt kurz nach dem Ende des ersten Bandes an, nachdem Cal und Mare von der Scharlachroten Garde vor dem sicheren Tod aus der Knochenarena gerettet wurden. Der Beginn des Buches hat mir noch ganz gut gefallen, aber je weiter die Handlung voran schritt, desto weniger konnte sie mich fesseln.
Mares und Cals Ziel erscheint klar: Sie wollen sich an Maven und seiner Mutter rächen, doch der Weg dahin war für mich lange Zeit nicht klar erkennbar und auch die Charaktere haben den Eindruck erweckt, als wüssten sie nicht, wie sie dieses Ziel erreichen sollen. Mir hat der rote Faden besonders im Mittelteil dieses Bandes gefehlt und für mich zog sich die Handlung viel zu sehr. Es hätte vielleicht nicht geschadet, wenn das Buch statt fast sechshundert nur fünfhundert Seiten gehabt hätte.

Auch mit Mare bin ich immer weniger zurecht gekommen. Dass sie oft unüberlegt handelt, war ja schon aus dem ersten Band bekannt und auch im zweiten Band kam das leider wieder öfters vor. Aber auch ihre Entwicklung hat mir nicht so gut gefallen. Mare steckt in einer Identitätskrise und weiß einfach nicht mehr wer sie ist. Sie hat mir viel zu sehr darüber gejammert, wie unzufrieden sie mit ihrer Situation ist und das ging mir irgendwann zu sehr auf die Nerven.
Gemeinsam mit Cal, Kilorn, Shade und Farley hat sie sich auf die Suche nach den so genannten Neublütern gemacht. Rote, mit den Fähigkeiten von Silbernen, so wie Mare selbst. Sie wird zu einer Anführerin, was mir eigentlich gut gefallen hat, aber nach und nach immer weniger, weil Mare sich selbst viel zu wichtig genommen hat und sich über die anderen gestellt hat. Diese Eigenschaft hat mir überhaupt nicht gefallen und es ist schwer ein Buch zu mögen, wenn man die Ich-Erzählerin nicht mag.
Ich fand es außerdem schade, dass der Fokus zu sehr auf Mare lag und hätte mir gewünscht, dass die anderen Charaktere mehr beleuchtet worden wären. Ihre Freunde und Verbündete stieß Mare leider immer mehr von sich und hat niemandem mehr vertraut, was einerseits verständlich war, aber andererseits war besonders Mare auf ihre Verbündeten angewiesen.

Mein Lichtblick war das spannende Ende, mit dem ich überhaupt nicht mehr gerechnet hatte, denn die Handlung konnte tatsächlich nochmal an Fahrt aufnehmen und mich mitreißen. Ich war mir sicher, dass die Reihe für mich mit diesem enttäuschenden zweiten Band zu Ende sein würde, aber die Entwicklung der Geschichte am Ende und besonders der spannende Cliffhanger machen mich neugierig auf den vorletzten Band der Reihe.

Fazit:
"Gläsernes Schwert" von Victoria Aveyard ist für mich ein enttäuschender zweiter Band!
Die Handlung konnte mich nach einem gelungenen Start über lange Strecken überhaupt nicht mitreißen und die Protagonistin Mare wurde mir von Seite zu Seite unsympathischer, bis ich von ihr nur noch genervt war. Für diese Fortsetzung gibt es leider nur schwache drei Kleeblätter von mir.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Von diesem Auftakt habe ich deutlich mehr erwartet

These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)
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Als sich Lilac und Tarver das erste Mal auf der Icarus, einem luxuriösen Raumschiff begegnen, ahnen die beiden noch nicht, dass die Icarus schon bald abstürzen wird und die beiden gemeinsam auf einem fremden ...

Als sich Lilac und Tarver das erste Mal auf der Icarus, einem luxuriösen Raumschiff begegnen, ahnen die beiden noch nicht, dass die Icarus schon bald abstürzen wird und die beiden gemeinsam auf einem fremden Planeten ums Überleben kämpfen müssen.

"These Broken Stars - Lilac und Tarver" ist der erste Band der Starbound Trilogie von Amie Kaufman und Meagan Spooner. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Major Tarver Merendsen und Lilac LaRoux.

Tarver ist ein gefeierter Kriegsheld, der sich in der luxuriösen Umgebung der Icarus völlig fremd fühlt. Ganz im Gegensatz zu Lilac, der Tochter von Roderick LaRoux, dem mächtigsten Mann im Universum. Sie ist in dieser Welt aufgewachsen und kennt nichts anderes. Das ändert sich auf einen Schlag, als die Icarus wie aus dem Nichts abstürzt und Lilac und Tarver auf sich alleine gestellt auf einem fremden Planeten landen und um ihr Überleben kämpfen müssen.
Mir hat die Entwicklung von Lilac und Tarver ausgesprochen gut gefallen. Man merkte einfach, dass den Autorinnen die Charakterentwicklung sehr wichtig war und sie sich stark darauf fokussiert haben. Besonders die Lilacs Entwicklung von einer verwöhnten Zicke zu einer starken Kämpferin fand ich gelungen!

Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich mir mehr von diesem Auftakt versprochen habe!
Ich fand es sehr schade, dass man kaum etwas über die Welt erfahren hat, in der Lilac und Tarver leben. Man lernt sie erst kennen, als die beiden bereits auf der Icarus sind und es dann nicht lange dauert, bis das Schiff abstürzt und sich Lilac und Tarver in einer Ausnahmesituation befinden. Über ihr alltägliches Leben hat man dagegen kaum etwas erfahren. So hätte ich es sehr interessant gefunden, wenn man herausgefunden hätte, wie die Menschen auf ihren Planeten leben. Wie sie überhaupt ins All gezogen sind und wie viele Planeten von Menschen bewohnt werden. Die Ansätze sind da gewesen, aber leider wurde viel Potenzial nicht genutzt.
Auch über den Hintergrund von Tarver hätte ich gerne mehr erfahren, denn er wird von allen als Kriegsheld gefeiert, aber wie er diesen Ruhm eigentlich erlangt hat, wird nicht erzählt. Über Lilacs Vergangenheit haben wir viel mehr erfahren, was ich gut fand, denn das sorgte dafür, dass man sie noch besser verstehen konnte.

Auch der eigentliche Handlungsverlauf konnte mich nicht so wirklich packen. Im Mittelpunkt steht natürlich der Überlebenskampf nach dem Absturz der Icarus. Lilac und Tarver sind mitten auf einen fremden und scheinbar unbewohnten Planeten gestrandet und machen sich erst mal auf den langen und beschwerlichen Weg zum Wrack des Raumschiffes, denn dort ist die Chance auf Rettung am höchsten.
Der Beginn des Buches konnte mich noch fesseln, aber danach nahm die Spannung deutlich ab und die Geschichte plätscherte lange Zeit munter vor sich hin. Das Buch ließ sich trotzdem gut lesen, denn die Charakterentwicklung war interessant zu verfolgen, aber mehr Spannung hätte dem Buch absolut nicht geschadet! Gegen Ende gab es noch eine überraschende Wendung, aber aus dieser hätte noch mehr herausgeholt werden können und zufriedenstellen konnten mich die Erklärungen auch nicht wirklich.

Fazit:
"These Broken Stars - Lilac und Tarver" ist ein Auftakt, der deutlich hinter meinen Erwartungen zurück geblieben ist!
Ich fand es sehr schade, dass man nur sehr wenig über die Welt erfahren hat, in der Tarver und Lilac leben und auch der Handlungsverlauf war eher enttäuschend, weil die Geschichte lange vor sich hin plätschert und mich nicht so packen konnte, wie ich es mir erhofft habe. Die tolle Entwicklung von Lilac und Tarver fand ich dagegen sehr gelungen, aber das änderte auch nichts mehr daran, dass ich von diesem Auftakt deutlich mehr erwartet habe.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Konnte mich nicht ganz so begeistern

Rush of Love – Erlöst
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Vor drei Wochen ist Blaires Welt mit einem Schlag auseinandergebrochen. Rush hat ihr die Wahrheit über ihre Familie verschwiegen und das kann sie ihm nicht verzeihen. Als sie dann jedoch etwas herausfindet, ...

Vor drei Wochen ist Blaires Welt mit einem Schlag auseinandergebrochen. Rush hat ihr die Wahrheit über ihre Familie verschwiegen und das kann sie ihm nicht verzeihen. Als sie dann jedoch etwas herausfindet, was nicht nur ihr Leben betrifft, beschließt sie sich nach Rosemary zurückzukehren und trifft abermals auf Rush..

"Rush of Love - Erlöst" ist der zweite Band um Rush und Blaire. Während die Story im ersten Band allein aus der Sicht von Blaire erzählt wird, kann man im zweiten Band auch aus Rush's Sicht lesen, wodurch man ihn besser kennenlernt. Im ersten Band wirkte er noch sehr undurchsichtig und ich konnte ihn schlecht einschätzen. Dadurch, dass man jetzt aus seiner Sicht lesen durfte, konnte man seine Gedankengänge verfolgen und auch nachvollziehen.

Blaire entschließt sich nach drei Wochen Trennung von Rush nach Rosemary zurückzukehren, um dort mit Bethy zusammenzuziehen und wieder im Country Club zu arbeiten. Natürlich lassen sich die Begegnungen mit Rush nicht vermeiden und Blaire muss sich eingestehen, dass sie sich noch immer von ihm angezogen fühlt.
Während mir Blaire's Entwicklung im zweiten Band ganz gut gefallen hat - sie ist ein wenig reifer geworden und nicht mehr ganz so naiv, hat mir die von Rush nicht wirklich zugesagt. Seine ständige Eifersucht und Besitzansprüche an Blaire haben mich nach kurzer Zeit schon genervt und seine Wutausbrüche und gewalttätigen Gedanken haben das auch nicht gerade verbessert. Die Beziehung von Rush und Blaire ging ständig auf und ab. Beide sind ständig eifersüchtig und Vertrauen ist für die beiden ein Fremdwort.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich leicht lesen. An manchen Stellen, besonders am Anfang bin ich oft über die sehr jugendliche Sprache gestolpert. Rush, der Sohn von einem Rockstar, der am liebsten Wörter benutzt, die nur vier Buchstaben haben, sagt Sätze wie "das kommt mir nicht in die Tüte!"? Das hat irgendwie nicht gepasst. Entweder ist es später besser geworden, oder ich habe mich dran gewöhnt.

Fazit:
"Rush of Love - Erlöst" ist ein solider zweiter Teil, der mich jedoch nicht ganz so begeistern konnte wie der erste. Die Beziehung von Rush und Blaire war zwar durchaus unterhaltsam, jedoch hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe bei den Charakteren gewünscht, die mir oft zu oberflächlich aufgetreten sind. Gleich am Anfang hat man etwas herausgefunden, das die weitere Handlung spannend und interessant gemacht hat.
Die Geschichte um die beiden ist noch nicht abgeschlossen und ich bin trotz der kleinen Schwächen im zweiten Band sehr gespannt wie es mit den beiden weitergeht!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Etwas schwächer, als der erste Teil

When You're Back – Gefunden
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"When You're Back - Gefunden" ist der elfte Band von Abbi Glines Rosemary Beach Reihe und der zweite Band, der die Geschichte von Reese und Mase erzählt.

Nachdem die beiden im ersten Band viel um ihre ...

"When You're Back - Gefunden" ist der elfte Band von Abbi Glines Rosemary Beach Reihe und der zweite Band, der die Geschichte von Reese und Mase erzählt.

Nachdem die beiden im ersten Band viel um ihre Beziehung gekämpft haben, können sie ihre Zweisamkeit jetzt genießen. Doch auch in diesem Band gibt es wieder Probleme, denen sich Reese und Mase stellen müssen.

Leider fand ich "When You're Back - Gefunden" nicht ganz so gut wie "When I'm Gone - Verloren". Das lag zum Einen daran, dass mir die Handlung des ersten Bandes viel besser gefallen hat! Reeses Legasthenie und ihre schlimme Vergangenheit waren zwei interessante Themen, die im ersten Band auch deutlich mehr im Vordergrund gestanden haben und ich fand, dass die Handlung des ersten Bandes ein wenig dichter war, als die des zweiten, auch wenn Reese und Mase wieder einige Hindernisse überwältigenden müssen.

Mittlerweile bin ich es gewohnt, dass die Männer in Abbi Glines Romanen immer sehr eifersüchtig sind und das finde ich generell auch nicht so schlimm, aber dieses Mal hat es mich doch sehr gestört! Mase lernte man ja schon früh in der Reihe kennen und ich mochte ihn immer sehr gerne, weil er ein bodenständiger, freundlicher und höflicher Typ war. Ich hätte nie erwartet, dass Mase zu solchen Eifersuchtsszenen neigt, wie ich sie in "When You're Back - Gefunden" erlebt habe! Reese durfte sich nicht mal mit einem anderen Mann unterhalten, der zugegebenermaßen Interesse an ihr gezeigt hat, aber trotzdem fand ich Mases Reaktion total übertrieben.
Während sich Mase also eher zum Schlechteren entwickelt hat, bin ich mit Reeses Entwicklung wirklich zufrieden! Sie ist zwar immer noch schüchtern und ein wenig unsicher, aber in Mases Gegenwart blüht sie total auf! Sie ist sowieso ein total sympathischer Charakter, der sich trotz einer schlimmen Vergangenheit nicht unterkriegen lässt und versucht, das Beste aus seinem Leben zu machen.

Was mir immer gut gefällt, sind die Auftritte der Protagonisten der vorherigen Bände! Man nimmt immer noch an ihrem Leben teil, zwar nicht mehr so aktiv, aber man erfährt immer noch wie es ihnen geht und wie ihre Leben verlaufen.
Auch den Protagonisten des zwölften Bandes, River Kipling, lernte man schon als Blaires Halbbruder kennen, aber er spielt auch in "When You're Back - Gefunden" eine größere Nebenrolle, die mich auf seine eigene Geschichte sehr neugierig gemacht hat!

Fazit:
"When You're Back - Gefunden" hat mir nicht ganz so gut gefallen, wie der erste Band um Reese und Mase. Besonders Mases starke Eifersucht hat mich sehr gestört, denn während Reese sich toll weiter entwickelt, tritt Mase ein bisschen auf der Stelle. Auch konnte mich die Handlung nicht ganz so mitreißen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Trotzdem konnte mich das Buch insgesamt gut unterhalten, sodass ich sehr gute drei Kleeblätter vergebe.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Durchwachsender Auftakt

Die Seiten der Welt
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Furia Faerfax stammt aus einer Familie von Bibliomanten, Menschen, die mit Büchern erstaunliches bewirken können. Auch Furia hat die Macht der Bibliomantik in sich, doch sie wartet noch sehnsüchtig auf ...

Furia Faerfax stammt aus einer Familie von Bibliomanten, Menschen, die mit Büchern erstaunliches bewirken können. Auch Furia hat die Macht der Bibliomantik in sich, doch sie wartet noch sehnsüchtig auf ihr Seelenbuch, den Schlüssel zu ihrer Macht. Und den sollte sie besser bald finden, denn ihr Bruder Pip wird entführt und Furia braucht jede Hilfe um ihn wiederzubekommen..

Von Kai Meyer ist man gewohnt, dass er sich für jedes seiner Werke etwas ganz neues überlegt.
In "Die Seiten der Welt" dürfen wir gemeinsam mit der Protagonistin Furia, die die Geschichte aus der personalen Erzählperspektive erzählt, in die Welt der Bücher und der Bibliomantik eintauchen. Für mich als Leseratte war es ein großes Vergnügen auf Staub fressende Origamis zu treffen, die das Einstauben der Bücher eindämmen oder nach Libropolis zu reisen, der Stadt der Bücher.

Wie schon erwähnt, wurde die Geschichte zum Großteil aus der Sicht der fünfzehn Jahre alten Furia erzählt, aber ab und an durften auch mal andere Charaktere wie die Diebin Cat, oder Furias Gegenspieler ihre Sicht der Dinge schildern. Vielleicht lag es daran, dass die Geschichte aus der für mich eher ungeliebten personalen Erzählperspektive erzählt wurde, denn ich bin mit keinen der Charaktere so richtig warm geworden. Besonders Furias Handlungen konnte ich oft nicht nachvollziehen und auch die anderen Charaktere, so verschieden sie auch waren, blieben für mich eher blass, leider!

Auch hat mir bei der Geschichte ein wenig der rote Faden gefehlt, weil ich lange Zeit nicht so wirklich wusste worauf die Geschichte hinausläuft. Schon früh kam Spannung auf und es passierte etwas, mit dem ich zu so einem frühen Zeitpunkt noch überhaupt nicht gerechnet habe. Danach wurde es dann erstmal ruhiger, was bewirkte, dass ich von der Geschichte nicht so gefesselt war, wie ich es mir gewünscht hätte.
Was mich dann noch gestört hat, waren die vielen Tode, die von den Charakteren dann auch noch bemerkenswert schnell weggesteckt wurden, sodass sie auf mich eher unnötig gewirkt haben.

Zum Schluss noch ein halber Kritikpunkt: Ich war von den vielen Ideen, die Kai Meyer in "Die Seiten der Welt" einfließen lässt wirklich begeistert. Allerdings fand ich, dass viele von ihnen mehr Potenzial hatten, als aus ihnen herausgeholt wurde. Da hätte man vielleicht lieber ein, oder zwei Ideen weniger in das Buch hineinbringen können und dafür andere wie die Bibliomantik oder die Seelenbücher noch mehr in den Fokus bringen können. Wie gesagt, es ist nur ein halber Kritikpunkt, weil die vielen Ideen dazu beigetragen haben, dass das Buch interessant blieb.

Fazit:
Ich weiß, dass viele von "Die Seiten der Welt" wirklich begeistert waren, sodass ich mich schon fast dafür entschuldigen möchte, dass es mir nicht so ergangen ist. Ich habe sehr lange gebraucht um das Buch durchzulesen, weil es mich leider nicht so fesseln konnte, wie ich gehofft habe. Das lag daran, dass ich mit den Charakteren nicht wirklich warm geworden bin, sie sogar ein wenig blass fand und mir der rote Faden in der Geschichte gefehlt hat, weil ich lange Zeit nicht so richtig wusste wo die Geschichte einmal hinführen soll. Trotzdem hat mir die Idee des Buches, die Bibliomantik und die Welt der Bücher sehr gut gefallen und ich hoffe, dass mir der zweite Band besser gefallen wird.